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Spiderland [Vinyl LP]

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Spiderland
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Vinyl, 3. Juni 2005
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great LP, and i was looking for it everywhere..
fast shipping and good price!
I would definitely order again if i am looking for specific vinyls!
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Format: Vinyl
Ich hoffe, jeder hat eine Geschichte zu dem Tag, an dem er diese Musik zum ersten Mal erfahren hat. Weiss noch wo er war, was er gemacht hat und wie man darauf gekommen ist oder wer dabei war. Bei solch einem markerschütterndem Moment oder so einen einschneidenden Erlebnis, vergisst man so etwas nicht.
Ich bin heilfroh, dieses Album nicht heutzutage zum ersten Mal zu hören. Es ist inzwischen zu viel passiert in der Musikwelt, was sich eventuell beim Hören aufdrängen oder dazwischen drängen möchte. Bevor Begriffe und Stile wie Postrock, Emo, Independent, Slowcore oder ähnliches in der Musikpresse zu inhaltsleeren Worthülsen und zu oft wiedergekäuten Konzepten verkommen sind. Was in der Zwischenzeit aufgetaucht ist, mit diesem Album verglichen wird und dadurch die unverstellte Sicht verkleistert, ist bildverzerrend und lenkt vom wesentlichen ab.
Anfang der Neunziger taucht diese Platte unvermittelt zwischen verschiedenen Genres auf und kaum einer wusste genau, worum es sich bei dieser seltsamen Musik eigentlich handelt. Was waren Slint denn damals? Im Grunde Nerds, die schon in Squirrel Bait Hardcore spielen wollten, aber eben zu nerdig und musikalisch begabt waren, um einfachen Hardcore spielen zu können. So kam etwas eigenes heraus, von dem selbst der Aufnahmeleiter Brian Paulson oder andere zeitgleiche Musiker, wie Lou Barlow direkt gemerkt haben, dass hier eine ganz neue, unvergleichliche Musik die Bildfläche betreten hat. Selbst wenn noch so oft behauptet wird, diese Platte hätte etliche Musikstile begründet, merkt man heute, das dies so einfach nicht stimmt. Spiderland steht sogar in Slints Oeuvre alleine da, geschweige denn in irgendwelchen Genres.
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Format: Audio CD
Man stelle sich die beklemmendsten Momente des Lebens vor... ein dunkler, nicht enden wollender Wald. Eine leere Wohnung, deren Stille einen erschlägt. Eine nächtliche Autobahnfahrt... oder eine schmale Gasse und man ist allein unterwegs.
Die "Spiderland" hat von alledem etwas... als läge sich eine riesige Hand um den Hals des Zuhörers. Und doch ziehen einen Songs wie "Breadcrumb", "Nosferatu Man" oder "Good Morning, Captain" in ihren Bann, bis man nicht mehr von ihnen lassen kann. Und "Washer" ist der wohl traurigste Song, den ich jemals gehört habe. Der Sound nimmt durch seinen Minimalismus und dem zwischen leisem Murmeln und ohrenbetäubendem Brüllen wechselnden Gesang das Post-Rock-Genre um Jahre vorweg.

Gibt es für dieses Album ein anderes Wort als "Klassiker"?
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Unglaubliche Laut / leise Malerei, die in dieser Form heute in dieser Authentizität wohl unmöglich aufzunehmen wäre. Ich kann kaum beschreiben, was dieses Album bei mir alles für Assoziationen geweckt hat. Meistens hatte ich beim Hören jedoch aus irgendeinem mir unbekannten Grund eine schmale Kopfsteinpflastergasse in irgendeiner gottverlassenen Stadt im Schneegestöber vor Augen.
Man nenne mir nur eine Prog- oder Post-Rock Platte der Gegenwart, die eine solche Aura wie Spiderland entfalten würde. Für die Ewigkeit!

Weiterhören:
Bitch Magnet - Ben Hur (soundtechnisch große Parallelen zu Spiderland)
Bastro - Troubled Beast/Bastro Diabolo (rumpeliges Noise-Album, das teilweise einen ähnlichen Geist atmet wie Spiderland)
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Format: Audio CD
Fragt man heute nach den Begründern des eigentlichen Indie-Rocks, dann fallen viele Namen. Viele verschiedene. Aber einer sollte immer fallen, und das zu Recht: Slint. Spiderland ist immer noch eine der wesentlichen Referenzen in Sachen kalter und gleichzeitig gefühlsgeladener Indie-Rock in der Post-Rock-Arena. Auch noch heute.

Unerfahrene und eher neue Anhänger der American-Underground-Szene werden auch, ohne lange hinhören zu müssen, in der Lage sein, das schier überwältigende Element des Experimentellen herauszuhören. Nun ja, wie kann man das auch überhören, wenn die Riffs wie Fragmente zusammengesetzt scheinen und man während eines Tracks immer wieder von den vielen stilistischen Wechseln überrascht wird? Und gleichzeitig ist dies alles mehr als melodiös und von einer einzigartigen Kraft zusammengehalten, sodass man sich wie in einer anderen Rockwelt wiederzufinden scheint. Dieses Motiv des leise-/laut-Rocks wurde von vielen weiteren Bands aufgegriffen - von Lou Barlow bis hin zu Mogwai.

Die emotionale Ladung des Albums hat sich zu hundert Prozent vom üblichen Prog-Rock und dessen Kitsch-Fehltritten wegbewegt, was der Band wiederum viele Anhänger beschert hat. Und man braucht kein Großmeister zu sein, um zu wissen, was mit "Slint-Dynamics" gemeint ist. Mit am interessanten ist wohl diese Dynamik in den sich immer weiter aufkochenden, knochigen Tracks wie "Nosferatu Man" - es wird immer schneller, harte Gitarren prechschen auf einmal los, dazu die weinerliche Gesangsstimme, wieder Ruhe . . . so vampirisch und unheimlich, als wenn man in einem Märchenwald ausgeetzt worden ist.
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2 Kommentare 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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