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Soziologie: Allgemeine Grundlagen Gebundene Ausgabe – 16. September 1993

3.2 von 5 Sternen 10 Kundenrezensionen

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieser kurze Kommentar ist nicht als vollständige Rezension dieser Einführung in die Soziologie gedacht, sondern nur als Korrektiv zu einigen früheren Kundenrezensionen, die den Inhalt des Buches verfälscht darstellen.

Ohne Zweifel vertritt Esser in seiner Einführung eine ganz spezifische Sicht auf Gegenstand und Methode der Soziologie. Das steht aber nicht im Widerspruch zum Charakter einer Einführung, die, wenn sie hilfreich sein soll, auch einheitlich sein muss. Esser nennt und würdigt alternative Ansätze allerdings durchaus. Besonders sei hier auf seine eingehende Lektüre von N. Luhmann verwiesen, von dem er einiges übernimmt, nur eben nicht unhinterfragt oder vorbehaltlos.

Die Behauptung, Esser propagiere ein primitives Rational-Choice-Modell ist falsch. Esser unternimmt im Gegenteil den Versuch – wie erfolgreich sei hier nicht bewertet – den mikroöonomischen Rational-Choice-Ansatz mit solchen Handlungstheorien zu verbinden, welche die Wichtigkeit sozialer Normen und kulturellen oder subjektiven Sinns betonen.

Was den Vorwurf betrifft, diese Einführung behandle zu viel Grundsätzliches, das mit 'Soziologie' nichts zu tun hätten, sei auf den Untertitel "Allgemeine Grundlagen" verwiesen. Wer genaueres zu spezifischen soziologischen Problemen wissen will, sollte "Speziellen Grundlagen" (6 Bde.) des selben Autors konsultieren.

Was schließlich die Behauptung angeht, hier fehlten die Klassiker, hat diese Einführung entweder nicht in die Hand genommen oder ihre Fußnoten und Exkurse geflissentlich übersehen. Durkheim, Parsons, Weber und Mead (und wie sie alle heißen) werden durchaus gewürdigt, ihr Einfluß ist z.T. unübersehbar.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch gibt sich als Überblicks- und Einführungswerk in die Soziologie aus. Dies ist es jedoch auf keinen Fall! Das Buch behandelt einige Themenkomplexe äusserst einseitig. So besteht fast die Hälfte des Buches über soziobiologische und biologische Theorien (u.a. der Evolutionsbiologie). Auch theoretisch geht Esser nur auf zwei grosse Theorien ein: Der Strukturfunktionalismus v.a. unter Parsons und der Systemtheorie v.a. unter Luhmann. Diese zwei Grosstheorien werden eigentlich vordergründig und schwerpunktmässig behandelt, andere Ansätze werden nur am Rande erwähnt. Zudem spricht er lange über ökonomische Rational-Choice-Theorien. Mich hat dieses Buch gerade darum gefreut, weil es einige wenige Blickwinkel fokussiert (Es gibt sehr wenige soziologische Lehrbücher, die sich dermassen intensiv mit der biologischen Seite der Soziologie befassen. Dies widerspricht jedoch in krasser Weise dem Titel "Allgemeine Grundlagen". Damit hat Esser das Thema wirklich um Kilometer weit verfehlt! Wie gesagt, es werden Hunderte Seiten lang einige wenige Aspekte und Themen herausgegriffen und teilweise wirklich zu Tode diskutiert.

Wer ein soziologisches Grundlagenwerk sucht, dem seien hier empfohlen: "Lehrbuch der Soziologie" von Joas, "Soziologie" von Giddens oder ein sehr spannend geschriebenes Buch: "Soziologie kompakt" von Feldmann.
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Format: Taschenbuch
Die "Allgemeinen Grundlagen" sind ein ganz hervorragender Einstieg in die Soziologie. Und wer Lust auf Mehr hat, sollte sich unbedingt auch die "Speziellen Grundlagen" ansehen.

Esser versteht es, die wesentlichen Aspekte soziologischer Theorie und Praxis (nicht allein aus RC-Brille!) kurz und prägnant darzustellen. Klassiker und moderne soziologische Theorien werden nicht wie in anderen Einführungen Vertreter für Vertreter, Schule für Schule "abgenudelt", sondern jeweils in sinvolle thematische Kontexte (Handeln, Normen, Institutionen, etc.) eingebettet und diskutiert.

Rational Choice dabei als roten Faden zu wählen, ist ein gelungenes Konzept. Im zugrunde liegenden RC-Ansatz Colemanscher Prägung liegt m.E. das größte Potenzial soziologischer Erklärungsversuche; unter anderem da eine Brücke zwischen Mikro- und Makroebene geschlagen wird, (was man in der ökonomischen Theorie oftmals noch vermisst).

Kurz, ein Buch, das frei nach dem Motto "Ein bisschen Soziologie schadet nie!" Lust auf mehr macht.
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Format: Taschenbuch
Nimmt man den Titel dieses Buches für bare Münze, dann hat Esser eindeutig das Thema verfehlt. Mitnichten handelt es sich hier um eine Einführung in die allgemeinen Grundlagen der Soziologie. Esser - latente oder manifeste? - Absicht, die nicht nur zwischen den Zeilen zu erahnen ist, sondern aus jedem einzelnen Absatz hervor geht, ist die Verengung der soziologischen Theorie auf ein einfaches, utilitaristisches und rationalistisches Modell. Man muss hier wirklich von „Absicht" sprechen. Esser liefert stellenweise eine leicht zu durchschauende und dazu noch: lächerliche Polemik - vor allem gegen Niklas Luhmann und Talcott Parsons - ab, die jedem „toleranten" Soziologie-Theoretiker die Haare zu Berge stehen lassen. Die gesamte struktur-funktionalistische (und umgekehrt) als auch die systemtheoretische Spielart der soziologischen Theorie wird in diesem Buch in der Art von „Wie kann man nur?!" als unbedeutend und noch viel krasser: als falsch zurückgewiesen. Statt einer fundierten Einführung in die soziologische Theorie, von der ich persönlich erwarte, ALLE vorhandenen Richtungen, zumindest unter dem ANSPRUCH wissenschaftlicher Objektivität dargestellt zu bekommen, ergeht sich Esser in einem individualistischen Reduktionismus, der einfach nur ärgerlich ist. Dazu gesellt sich noch theoretische Inkonsistenz. So stellt er zum Beispiel Gesellschaft EINZIG als das Ergebnis der Aggregation individuellen Handelns dar, bestreitet dagegen die Möglichkeit der Rückwirkung von Makrophänomenen auf das Handeln von Individuen. Und dass, obwohl er selbst im ersten Kapitel Michels ehernes Gesetz der Oligarchie darlegt, welches nur ein Beispiel für den Einfluss makrosozialer „Strukturphänomene" auf das individuelle Handeln ist.Lesen Sie weiter... ›
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