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Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) Taschenbuch – 30. März 1987
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Niklas Luhmann versucht, über den Diskussionsstand in der Soziologie hinauszuführen. Er geht davon aus, daß ein Paradigmawechsel in der allgemeinen Systemtheorie auch für die Theorie sozialer Systeme neue Chancen eröffnet und die üblichen Einwände gegen einen »technologischen« Einsatz des Systembegriffs ausräumt. Das Buch versucht, eine begriffliche Komplexität und Interdependenz mit den Mitteln der normalen Sprache darzustellen. Die Einheit der Theorie liegt in der Abgestimmtheit einer großen Zahl von Begriffsentscheidungen, die zum Teil im Rückblick auf die soziologische Tradition und zum Teil im Anschluß an Vorgaben aus der Kybernetik, der Biologie, der Kommunikationstheorie und der Evolutionstheorie gewonnen sind. Luhmann sieht in diesem Kombinationsversuch eine wesentliche Voraussetzung für weitere Arbeiten an einer Theorie der modernen Gesellschaft.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe675 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberSuhrkamp Verlag
- Erscheinungstermin30. März 1987
- Abmessungen11 x 3.6 x 17.8 cm
- ISBN-103518282662
- ISBN-13978-3518282663
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und war 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und absolvierte seine Referendarausbildung. 1952 begann er mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. Von 1954 bis1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, zunächst am Oberverwaltungsgericht Lüneburg, danach als Landtagsreferent im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 heiratete er Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seine Ehefrau verstarb 1977. Luhmann erhielt 1960/1961 ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität. Dort kam er in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie. 1964 veröffentlichte er sein erstes Buch Funktionen und Folgen formaler Organisation. 1965 wird Luhmann von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund geholt. 1966 wurden Funktionen und Folgen formaler Organisation sowie Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster angenommen. Von 1968 bis 1993 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld. 1997 erschien sein Hauptwerk, das Resultat dreißigjähriger Forschung: Die Gesellschaft der Gesellschaft.
Produktinformation
- Herausgeber : Suhrkamp Verlag; 1. Edition (30. März 1987)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 675 Seiten
- ISBN-10 : 3518282662
- ISBN-13 : 978-3518282663
- Abmessungen : 11 x 3.6 x 17.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 78,892 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 288 in Soziologie (Bücher)
- Nr. 431 in Fachbücher Soziologie (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Niklas Luhmann (1927-1998) zählt zu den bedeutendsten Soziologen des 20. Jahrhunderts und überraschte immer wieder auch durch Stellungnahmen zu zeittypischen Phänomenen. Von 1968 bis 1992 hatte er den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bielefeld inne.
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D. Thiel
(Heidelberg)
Der Stil ist manchmal etwas dröge, doch fast immer präzise und sogar humvorvoll. Das Buch kommt (für L. nicht selbstverständlich) fast ohne Redundanzen aus und bezüglich der Tiefenschärfe seiner Analysen sucht es seinesgleichen.
Das klingt sehr elogisch, doch ich glaube zu Recht.
Ich möchte, um das zu veranschaulichen, eine Stelle zitieren:
"'Person' ist die Bezeichnung dafür, dass man nicht beobachten kann, wie es zustande kommt, dass Erwartungen durch Zusammenhang in einem psychischen System an Wahrscheinlichkeit gewinnen (...).'Intelligenz' ist die Bezeichnung dafür, dass man nicht beobachten kann, wie es zustande kommt, dass das selbstreferentielle System im Kontakt mit sich selbst die eine und nicht die andere Problemlösung wählt. 'Gedächtnis' ist die Bezeichnung dafür, dass man nicht beobachten kann, wie der komplexe aktuelle Zustand in den nächsten übergeht (...). 'Lernen' ist die Bezeichnung dafür, dass man nicht beobachten kann, wie Informationen dadurch weitreichende Konsequenzen auslösen, dass sie in einem System partielle Strukturänderungen bewirken, ohne dadurch die Selbstidentifikation des Systems zu unterbrechen (S.158)"
Dieses längere Zitat sei mir nachgesehen, ich habe es ausgewählt, weil es typisch ist. Wen es anspricht, für den ist dieses Buch geeignet, wen nicht, für den eher nicht.
Nun zum Inhalt.
Das Buch operiert an der Grenze zwischen einer Allgemeinen Systemtheorie und einer Theorie sozialer Systeme. Nicht zu Unrecht gilt der Autor als Antiphilosoph, weil er gern (und gut) philosophische Grundanahmen mit einer gewissen Nonchalance zertrümmert.
Die Systemtheorie beginnt mit einer Setzung ("Es gibt Systeme!") und distanziert sich so zunächst von allen Reflexionsphilosophie vom Typ Descartes'. Der Ausgangspunkt des denkens besteht in einer System-Umwelt Differenz, die unaufhebbar ist. So grenzt sich L. einmal von der Dialektik ab (die auf die Identität von Einheit und Differenz zielt anstatt - wie die Systemtheorie - auf die Differenz von Einheit und Differenz) und genauso von der Ontologie (indem er die Analyse unter eine konsequente Temporalisierung zwingt und eine Totalität ablehnt, weil diese eben die Differenz von System und Umwelt überschreiten würde). Das Verhältnis von Elementen und System ist eben etwas grundsätzlich anderes als das von Teil und Ganzem.
"Soziale Systeme" ist zu komplex und zu dicht, als dass es in diesem Rahmen auch nur ansatzweise rekapituliert werden könnte. Einige Thesen seien dennoch angeführt:
- Systeme bestehen aus der Selektivität ihrer Operationen. Operationen, müssen, da sie bereits im Entstehen vergehen in diesem Vergehen Anschlussoperationen produzieren. Wie diese Anschlüsse aus dem Horizont der Möglichkeiten ausgewählt werden, hängt von früheren Operationen ab, sodass in der strukturierten Abfolge der Elemente die Systematizität zu finden ist.
- Systeme finden ihre Elemente nicht in der Umwelt, sondern produzieren sie selbst. L. nennt das die operative Geschlossenheit der Systeme. Aus dieser Selbstproduktion der Elemente folgt, dass in den Selektionsmodi der Anschlussoperationen die Selbstreferenz der Systeme begründet liegt.
- Erst die Selbstreferenz ermöglicht die Differenzierung zu Subsystemen. Systeme können, da sie vor allem Anschlussoperationen suchen (sich also vornehmlich um ihre Autopoiesis kümmern) sich gegenseitig nicht kausal beeinflussen. Die Inter-System-Strukturen untersucht L. unter den Begriffen Interdependenz, strukturelle Kopplung und strukturelle Drift.
- Die Gesellschaft besteht nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikationen. Menschen sind keine Systeme. Psychische Systeme bestehen aus Bewusstseinsoperationen. Psychische und gesellschaftliche Systeme sind einander gleichwertig, indem sie eben Systeme sind und je ihrem eigenen Operationsmodus folgen. Die Kopplung zwischen ihnen ist innerhalb des Paradigmas der Systemtheorie zu beschreiben (wie etwa auch die Kopplung zwischen Nerven- und psychischem System). Luhmann nimmt das von Husserl so schlecht gelöste Problem der Intersubjektivität neu auf und bindet es in eine generelle Theorie ein.
Das soll hier genügen. Das Lesen des Buches ist anstrengend, aber es ist der Mühe wert. Wer also Abstand gewinnen möchte vom Seichten und wissen will, was die Welt zusammenhält, der kommt um diese Perle der Wissenschaft nicht herum.
1) dass die Analyse von Sachverhalten und Gegenständen immer nur anhand von selbst konstruierten Leitdifferenzen erfolgen kann, die im Hinblick auf ihren Erklärungswert verglichen werden können (funktionale Analysen),
2) dass die Leitdifferenzen System/Umwelt, Relationen/Elemente ergiebiger ist als die Differenz Ganze/Teile und zwar aufgrund der dadurch bedingten Möglichkeiten, Prozesse/Strukturen besser "anzutäuen" (Kognition als Gesamtheit neuronaler Aktivität ist wesentlich schwerer zu fassen als durch die Vorstellung von "Vorstellungs-Ketten") und das einfache Erklärungsprinzip "durch die nie an sich erkennbare Umwelt pertubiert" zu etablieren,
3) dass die Anwendung der Autopoiesis-Konzeption nur dann funktioniert, wenn man die System/Umwelt statt die Ganze/Teile-Differenz anwendet und für soziale Systeme die prozessualen basalen Elemente im Rahmen ihrer Autopoiesis (selbsterhaltende und selbstreferentielle Organisation) die Kommunikation ist: Kommunikation schließt immer nur an Kommunikation an und kann nicht auf die beteiligten Bewusstseinsprozesse reduziert werden.
Alles andere scheint mir auf diesen Erkenntnissen aufzupropfen: so die Interpenetrationsthematik (Systeme bieten sich gegenseitig ungeordnete Komplexität und können so parallelisierte Eigenwerte entwickeln), die doppelte Kontingenz als Erklärung für das Entstehen sozialer Systeme (weil zwei Bewusstseinssysteme nicht wissen, was sie erwarten können und wissen, dass sie jeweils nicht wissen, was sie erwarten können, entsteht eine emergente Ordnung zur Stabilisierung von Erwartungen) oder die funktionale Differenzierung als Teilsystembildung.
Ab und an scheint Luhmann ganz nebenbei mal einige hochphilosophische Problemlagen wegwischen zu können. Da schien er mir etwas übermütig. Husserls Intersubjektivitäts-Apriori in ein paar Sätzen abhandeln zu wollen, ermangelt einfach der notwendigen Tiefe. Die häufigen "es kann nur..."-Sätze sollte man auch mit vorsichtig genießen und wohl eher als Metapher für "meine Konstruktionsambitionen lassen nicht anderes zu, als es so zu sehen als ob es nur..."
Insgesamt ein genialer Systementwurf, gerade weil viele Anleihen bei T. Parsons, H. von Foerster, Maturana/Varela, G. Spencer Brown, G. Günther, G. Bateson etc. gemacht werden, die passend ineinandergewoben werden.
Dennoch ist das Buch eben auch manchmal zäh und m.E. nicht so präzise geschrieben wie "Die Gesellschaft der Gesellschaft" oder "Die Wissenschaft der Gesellschaft". Daher insgesamt 4 Sterne.







