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Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Auflage: 3 18,8 x 11,4 x 1,0 cm, Taschenbuch Rowohlt Taschenbuch Verlag, 03.05.2004. 128 Seiten Taschenbuch in gutem Zustand. Altersbedingt sind die Seiten angegilbt. Leichte Gebrauchsspuren. ek57/ror/23659
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Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde Taschenbuch – 3. Mai 2004

4.2 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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"Schäfer nach innen geflankt -- Kopfball -- abgewehrt -- aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen -- Rahn schießt -- Tor! Tor! Tor! Tor für Deutschland!"

Millionen von Deutschen verfolgen am 4. Juli 1954 die Radioreportage von Gerd Zimmermann aus dem Berner Wankdorfstadion. Auch ein elfjähriger Pfarrerssohn in einem hessischen Dorf fiebert mit. Nach acht Minuten liegt die deutsche Mannschaft gegen den haushohen Favoriten Ungarn bereits mit 0:2 im Rückstand. Der weitere Verlauf wurde zur Legende und wird seitdem "Das Wunder von Bern" genannt.

In Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde verknüpft Friedrich Christian Delius geschickt diesen Moment der Siegesbegeisterung -- Labsal für das nach Krieg und NS-Zeit darnieder liegende Nationalbewusstsein -- mit der Gefühlswelt seiner eigenen Kindheit. Angesichts der dörflichen Enge, der Strenge des Vaters und des Eindrucks der eigenen Unzulänglichkeit erlebt der junge Ich-Erzähler an diesem Sonntag sein persönliches Wunder: die Ahnung, dass ein Aufbruch aus diesem ungeliebten Dasein möglich ist.

"...und als wir uns, wie blöde geworden, Wortbrocken wie Weltmeister! und Deutschland! und Dreizuzwei! zuriefen, mit dem Geschrei die Spatzen aufscheuchten und, von der ungewohnten Wucht der Worte mitgerissen, aus den genormten Sonntagsbewegungen kippten und lachten und johlten, war ich, ohne es zu begreifen, der glücklichste von allen, glücklicher vielleicht als Werner Liebrich oder Fritz Walter."

So wie ein Radioreporter den Zuhörern etwas vermittelt, was sie gar nicht sehen, inszeniert auch Schauspieler Peter Lohmeyer -- selbst Pfarrerssohn und Fußballfan -- hervorragend diese dichte Erzählung einer provinziellen Jugend. Und gerade wenn er die Rolle des Fußball-Kommentators übernimmt, macht er das so gut, dass selbst fast fünfzig Jahre nach dem legendären Spiel noch Spannung aufkommt.

Spieldauer: 172 Minuten, 3 CDs, ungekürzte Lesung

--Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Sein schönstes und poetischstes Buch über den Tag, an dem wir alle Weltmeister wurden. (Elke Heidenreich)

Delius ist mit dieser Erzählung ein kleines Meisterwerk gelungen. Sie sollte wenigstens so viele Leser finden wie ein Fußballstadion Zuschauer faßt. (Hessischer Rundfunk)

Ungewohnt eindringlich …, ungewöhnlich intensiv. (FAZ)

Delius fängt genau die Atmosphäre der bundesdeutschen fünfziger Jahre ein. (Helmut Böttiger, Frankfurter Rundschau)

So glänzend komprimiert gab es deutsche Nachkriegszeit weder bei Böll noch Walser noch Enzensberger. … Was gibt es Schöneres als ein 3:2 gegen Ungarn? Ein 6:0 für die Literatur. Und für Delius, der endlich seinen großen Wurf gelandet hat. (Abendzeitung, München)

Die Präzision eines virtuosen Erzählers. (Rheinischer Merkur)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Broschiert
Eine Kindheit unter der Knute der Frömmigkeit, des rund um die Uhr vorschriftsmäßig praktizierten Glaubens, des Gehorsams, der dörflichen Enge, der demütigen(den) und appetitverderbenden Dankbarkeit für das tägliche Brot, der Angst vor Strafen und Schwächen. Delius erzählt von seinem Leben als (elfjähriger) Pfarrerssohn, beschreibt einen Sonntag im hessischen Dörfchen Wehrda, erinnert sich an den Tag im Sommer des Jahres 1954, an dem das deutsche Fußballteam die Weltmeisterschaft gewann. Sein Vater und der "liebe Gott" stellen eine autoritäre Doppelmacht dar, welche der stotternde Junge noch nicht (konsequent) zu kritisieren oder in Frage zu stellen wagt; doch ahnt er - und damit auch die Leserin / der Leser - daß erste offene Versuche einer Rebellion gegen die bedrückende Enge seines Umfeldes nur noch eine Frage der Zeit sind. Schon von "Fußballgöttern" zu sprechen, ist ein Frevel, schon lautes Lachen oder der Spaß an weltlicher Musik sind unerwünscht und damit der Beginn (s)eines Aufbegehrens. Für Menschen, die selbst oder deren Eltern in den prüden, von Doppelmoral und strengem Sitten- und Glaubenskodex geprägten fünfziger Jahren aufgewachsen sind, und für alle, die gute Literatur lieben, eine äußerst interessante und bewegende Erzählung.
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Format: Taschenbuch
"Schäfer nach innen geflankt - Kopfball - abgewehrt - aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Rahn schießt - Tor! Tor! Tor! Tor für Deutschland!" - Klar, welchen Sonntag F.C. Delius mit dem "Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" meint - den 4. Juli 1954. Die Erzählung beginnt aber bereits am Sonntagmorgen, um schließlich ihr Finale am späten Nachmittag anzusteuern.
Ort der Handlung ist aber nicht das Berner Wankdorfstadion, jedenfalls nicht direkt, sondern das Arbeitszimmer eines stockprotestantischen Pfarrers. Hier sitzt der Protagonist dieser Erzählung, der älteste Sohn des Pfarrers, vorm Radio - exakt demselben Radio, aus dessen Lautsprecher sonst erhabenere Töne erschallen. Dieser Junge ist nicht zu beneiden; neben den Nöten, die einem Pfarrerskind in den 50er Jahren auf dem Lande zusetzen, ist er noch mit Schuppenflechte, Stottern und Nasenbluten geplagt.
Und was die bereits angedeuteten "erhabeneren Töne" angeht, so ist das Leben des Jungen von ihnen durchdrungen, zusammen mit dem kompletten Arsenal der 50er Jahre: Kirchenglocken "zerhacken" am Sonntagmorgen endgültig den Schlaf. Der Junge weiß nur zu gut, dass die Glocken ein allsonntägliches Pflichtenprogramm einläuten, das kein Pardon gibt: Kirchgang, mütterliche Ermahnungen, den Feiertag durch Bravsein zu heiligen, und der strafende Blick des Vaters, wenn der Sprössling während der Predigt nicht bei der Sache ist. Zwar verläuft das Frühstück nicht so gehetzt wie sonst, aber "Geleetrübsinn" und kleidungsbedingte "Sonntagsvorsicht" lassen auch keine Hochstimmung aufkommen.
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Format: Taschenbuch
"Aus! Aus! Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister, schlägt Ungarn mit drei zu zwei im Finale in Bern". Herbert Zimmermanns legendäre Rundfunkreportage ist ein Stück Fußballgeschichte geworden, damit auch ein Stück Lebensgeschichte meiner und der älteren Generation.

Ich war damals zehn Jahre alt. Mein Vater haute mit seinen Kartenbrüdern die Skatkasse beim Endspiel im Berner Wankdorfstadion auf den Kopf. Mutter entfloh der fast unerträglichen Spannung und ging spazieren. Ich hockte im Wohnzimmer vor dem Radio und schrie mir die Seele aus dem Leib. Und Oma saß im Ohrensessel, ganz still, die Tränen kullerten. Sepp Herbergers krasse Außenseitermannschaft hatte den haushohen Favoriten Ungarn bezwungen. Wir waren wieder wer. Es war Sonntag, der 04. Juli 1954.

Friedrich Christian Delius hat seine Lebenserfahrung mit diesem denkwürdigen Tag in die autobiographische Erzählung "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" umgesetzt. An jenem Tag gelingt dem Pastorensohn der Ausbruch aus den Zwängen seiner Kindheit: Verbote, Regeln sehr strenger Art, wortgewaltige Dominanz des Predigervaters, Gottesautorität überall - Herbert Zimmermanns Fußballgottesdienst, an dem der Autor im Amtszimmer seines Vaters allein am Radio teilnehmen darf, ist ein befreiendes Schlüsselerlebnis für den stotternden, von Hautallergien geplagten Knaben. Zimmermann erhebt Torwart Toni Turek zum "Fußballgott" und "betet" mit uns, auf daß der Schlußpfiff uns endlich erlöse. Der kleine Delius identifiziert sich mit den "Helden von Bern" - und beginnt, sich von seinen Eltern zu emanzipieren.
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Format: Audio CD
Das berühmte Spiel, das als Wunder gilt, lässt den Leser wie den Protagonisten, einen ängstlichen Jungen, an diesem großen Ereignis teilnehmen und versetzt damit die gespannten Teilnehmer in die 1950er. Aber nicht "wir" wurden, sondern "ich" wurde Weltmeister, ich der wohlerzogene, mutlose, von Raison und Religion gequälte, stotternde Träumer. Es war auch kein Werktag, sondern ein friedlicher Sonntag im Pfarrhaus. Dort herrscht im ersten Jahrzehnt nach dem Krieg kein chauvinstischer Jubel, sondern Furcht. Die Angst eines Kindes wird durch ein Übermass an Ehr-Furcht vor dem Vater-Pastor zur Tortur. Doch dann wird das Ich Weltmeister, es stottert nicht mehr. Wenn es stimmt, dass ein Buch bzw. Hörbuch so gut wie sein Titel ist, handelt es ich bei dieser Erzählung von Delius um ein Meisterwerk.
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