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Songs From The Labyrinth

3.7 von 5 Sternen 69 Kundenrezensionen

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Songs From The Labyrinth
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Produktbeschreibungen

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Sting war schon immer ein kluger Kopf und so wundert es nicht, wenn er über seine neue CD sagt: „Bei Dowland und überhaupt in der Alten Musik habe ich die musikalische Ökonomie kennengelernt. Es gibt keine Note zu viel, keinen Effekt ohne Anlass. Das beeindruckt mich.“ Und: „Bei Komponisten wie Dowland können wir viel über die Form der Musik lernen. Wir lernen, dass Emotionen nur Sinn haben, wenn Formen existieren, die gebrochen werden können.“ Wie wahr. Doch kluge Worte machen leider noch lange keine gute Musik.

Mit rauchiger „normaler“ Stimme sucht Sting die melancholische Noblesse, die diesen Liedern Dowlands innewohnt wiederzugeben. Sting dazu: „Ich glaube, dass ich mich mit meiner Interpretation viel näher an der Zeit Shakespeares bewege - ich kann ihn mit ganz normaler Stimme singen.“ Genau darin aber liegt das Problem. Es ist wie bei der Musik von Händel. Nur bei lupenreiner Intonation und absoluter technischer und rhythmischer Präzision, die man von einem Rockmusiker gewiss nicht erwarten kann oder soll, kann die Schönheit der Dowlandschen Melodien jenen Abstraktionsgrad erreichen, der alles Konkrete wesenslos macht. Dies wäre der Augenblick, indem alles versinkt und der einzelne Hörer glaubt, in eine andere Welt versetzt zu werden. Doch Sting bleibt einfach nur der Rocksänger Sting, der er immer schon war. Nur der Kopfmensch Sting hat es bereits erkannt: „Ich glaube, dass es einen Teil des Gehirns gibt, der tatsächlich auf leichte Akkorde abfährt. Aber es gibt auch einen Teil, der sich nach komplexeren Strukturen sehnt. Das eine ist naturgegeben, das andere ein Lernprozess.“

Das wirklich Gute an Stings Engagement: Der Name John Dowland kommt (wieder) ins Bewusstsein vieler Menschen und vielleicht gibt es den einen oder anderen, der jetzt wirklich mehr erfahren möchte über diesen großen Komponisten, der einst über sich sagte: „aut furit, aut lacrimat, quem non fortuna beavit“(Wen das Schicksal nicht begünstigt, der tobt oder weint).

Teresa Pieschacón Raphael


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Es ist ja immer wieder nett zu sehen, wenn moderne Künstler - besonders wenn sie von solchem Range sind wie Sting - die Schönheiten der älteren Musik als Quelle für Inspiration und Weiterbildung entdecken. Auch Sting hat sich an für Liebhaber moderner Musik eher aussergewöhnliches gewagt: die Musik des Rennaissancekünstlers John Dowland (1563-1626). Sting hat bei einem der begabtesten Lautisten unserer Zeit, Edin Karamazov, Lautenunterricht genommen und spielt jetzt das Instrument gut und ohne grössere Missgeschicke. Die Zusammensetzung der Stücke auf der CD ist repräsentativ für Dowlands Musik und umfasst Stücke aus den "Songbooks" wie das phantastische "Flow My Tears" bis hin zu fein zisellierten Miniaturen wie "Clear Or Cloudy". Zusätzlich gibt es auch einige gesprochene Passagen (Auszüge aus Dowland-Briefen). Karamazov spielt die Laute auf seinem üblichen Weltklasseniveau, und Sting interpretiert die Lieder in seiner ihm typischen hintergründigen Art. Allerdings wird seine Stimme der Rennaissancemusik nicht gerecht, bleibt besonders in den ersten Stücken der CD zu verhalten und verpasst dadurch oftmals die Gelegenheit die tiefgründigen Gefühle der Worte authentisch auszudrücken. Als Pluspunkt verbleibt vor allem die Idee, dass Sting mit dieser CD eventuell einige Liebhaber moderner Musik an die Schätze der älteren Musik heranführt.
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Format: Audio CD
Obwohl kein dezidierter Sting-Fan finde ich diese CD wunderbar! Ich kenne mich relativ gut mit Renaissance-Musik aus, kenne auch andere Dowland-Vertonungen, die alle sehr "klassisch" gehalten sind. Sting macht aus den Lieder etwas Eigenes, Besonderes, er haucht den Lieder Leben ein, sodass man Dowland dahinter zu erkennen meint. Auch durch die zwischendurch gesprochenen Texte/Briefe von Dowland erhält die Musik einen Lebenshintergrund. Ich finde auch die etwas spröde Stimme von Sting zwar ungewöhnlich, aber absolut passend und authentischer als so mancher "geschleckte" Countertenor. Auch das Lautenspiel, das eben nicht perfektionistisch ist, sondern mit Absicht als "gespielt" hörbar, gefällt mir ausgesprochen gut. Also: ich bin begeistert und kann die CD nur empfehlen! Allerdings sollten man wohl eher Dowland-Fan als Sting-Fan sein, sonst kann man wohl möglicherweise eher wenig mit der Musik anfangen.
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Format: Audio CD
Ich muss vorrausschicken, dass für mich klassische und "alte" Musik nur von ausgebildeten Stimmen gesungen werden sollten um Ihr gerecht zu werden.
Hier ist das anders. Dowland hat seine Musik nicht geschrieben um sie in großen Konzerten aufgeführt zu sehen sondern als "Hausmusik". Das Booklet enthält auch das Foto eines Notensatzes der so gedruckt ist, dass ihn 4 Leute um einen Tisch herum sitzend lesen können.
Sting wird mit seiner Stimme genau diesem Anspruch gerecht. Die Musik soll von Laien gesungen werden um sich daran zu erfreuen.
Ich habe einige andere Aufnahmen der gleichen Stücke gehört und die klassisch ausgebildeten Interpreten verlieren sich alle in Ihrer Gesangstechnik, wobei die Leidenschaft in Musik und Text zu kurz kommt.
Der einzige klassische Sänger dem ich es zutrauen würde diese Lieder noch besser zu singen ist vielleicht Bryn Terfel.
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Format: Audio CD
Das ist keine CD zum Nebenherlaufenlassen, sondern eher für den Kopfhörer. Für Sting-Fans sicher ganz neue Musik. Für Leute, die akademische Interpretationen von Renaissance-Musik gewohnt sind, eine ganz fremde, eigene Stimmgebung: in beiden Fällen wird man sich an die Klangfärbungen gewöhnen müssen. Nicht nach dem ersten Hören zur Seite legen! Im Gegenteil: Stings Gesang und das einfühlsame Zusammenspiel mit Edin Karamazov macht durchaus Appetit, Dowland (wieder mal) selbst zu erarbeiten und nicht nur zu konsumieren.
Die Bonus-Tracks sind ihr Geld wert, diese Edition ist daher vorzuziehen.
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Format: MP3-Download
Ich bin seit vielen Jahren ein fan von Sting und bewundere seinen Mut, immer neue und ungewöhnliche Projekte anzufangen. Einige Titel des "Labyrinth" CDs hörte ich bereits vor einem Jahr oder mehr im Klassik Radio und dachte "naja, da sollte man doch lieber die Aufnahme mit Andreas Scholl kaufen..." Dann sah ich Sting in der Live Übertragung des Konzertes zur Verleihung des Deutschen Musikpreises--bei dem große Künstler aus der Opernwelt, wie Cecila Bartoli und Susan Graham, auch auftraten--und änderte meine Meinung rasch. Sting hatte ein paar Titel des Albums "Songs from the Labyrinth" live mit Eddie Karamazov vorgetragen; Ich und das Publikum waren hingerissen, und "la Bartoli" kommentierte anschließend: "Sting sings like an Angel!" Grund genug, um die CD endlich zu kaufen und mir alles in Ruhe anzuhören.
Nun bin ich überzeugt. Die Besonderheit an Stings Interpretationen der alten Dowland Lieder liegt vielleicht darin, dass ihm mit seiner durch den Rockgesang angerauhte Stimme eine authentische, emotionale und wenig gekünstelte Wiedergabe gelungen ist ... was man nicht von den meisten "geschulten" Stimmen behaupten kann. Er hat keine Angst vor "unschönen" Tönen, kann Schmerz, Trauer, Freude und Sinnlichkeit gekonnt zum Ausdruck bringen. Er bleibt dicht am Text und formt jede Strophe neu, manchmal mit melodischen Verziehrungen oder rhythmischen Varianten. Trotzdem ist der Vortrag eines jeden Lieds von großer Disziplin, Genauigkeit und Liebe zum Detail geprägt. Der Hörgenuss steigt beim erneuten Zuhören. Der Lautist Edin Karamazov ist wahrscheinlich einer der weltbesten Partner, den man für ein solches Projekt überhaupt wählen kann.
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