Facebook Twitter Pinterest
Gebraucht kaufen
EUR 3,00
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von tokaniva
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Gebraucht, kann sichtbare Gebrauchsspuren aufweisen; evtl. Einträge, Stempel, Aufkleber und/oder dem Alter entsprechend verblichen, nachgedunkelt, stockfleckig oder schmutzig, evtl. Einband / Buchrücken bestossen/berieben. Evtl. anderes Cover. Alle Seiten gut lesbar.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Sommerhaus, später: Erzählungen Taschenbuch – 1998

3.6 von 5 Sternen 73 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Taschenbuch, 1998
EUR 10,00 EUR 0,01
Unbekannter Einband
"Bitte wiederholen"
EUR 3,89
1 neu ab EUR 10,00 139 gebraucht ab EUR 0,01 6 Sammlerstück ab EUR 1,80

Die vier Jahreszeiten des Sommers
Entdecken Sie jetzt den neuen Roman von Grégoire Delacourt Hier klicken.
click to open popover

Hinweise und Aktionen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Eine Menge Vorurteile werden mit Judith Hermanns Debütwerk beseitigt: Erstens, es gibt doch gute deutsche Nachwuchsautoren, zweitens, die Gattung der Erzählung ist nicht tot, und drittens, deutsches Schreiben ist per se nicht schwerfällig und grüblerisch, sondern kann, so zeigt Sommerhaus, später, sehr leichtfüßig und virtuos daherkommen.

Die Erzählperson schlüpft in neun Geschichten in verschiedene Rollen und Geschlechter: Mal ist sie Enkelin, mal Geliebte, mal Künstler, mal Zuhörer. Und manchmal auch bloß Erzählerin. So schnell sie eine Intimität zum Leser aufbaut, so schnell endet die Geschichte auch wieder und es beginnt eine neue. Personen treten in das Leben der Protagonisten und gehen wieder, reißen kleine Wunden, die lange schmerzen. Da ist der alte, einsame Mann, der seine Klassikkassetten einem jungen Mädchen schenkt, obwohl sie ihn versetzt; oder Sonja, die wie ein naives Kind in einen Maler verliebt ist und dann wie ein Geist wieder aus seinem Leben verschwindet. Gute und Böse gibt es nicht, nur Unvermögen oder Großzügigkeit.

Hermanns Kunst ist unmittelbar: direkte Rede, reale Vergleiche, detaillierte Wahrnehmung. Und doch bleiben die Erzählungen angenehm unvollständig. Als hätte jemand eine Kamera auf ein paar Personen in Berlin oder New York oder sonstwo gehalten und wieder ausgeblendet. "Du musst lernen zu warten", sagt einer ihrer Protagonisten, "auch auf die kleinen Ereignisse".

Judith Hermann hat für Sommerhaus, später den Förderpreis des Bremer Literaturpreises 1999 erhalten. In der Begründung der Jury heißt es: "Judith Hermann formuliert in atmosphärisch dichter Prosa und mit großer sprachlicher Sicherheit das Lebensgefühl von Menschen, die in Liebe und Angst befangen, das wirkliche Leben verfehlen und das Scheitern der eigenen Lebenspläne mehr melancholisch beobachten als trauernd erleben." --Bettina Albert

Pressestimmen

"Kein Wort zuviel, keins am falschen Platz" NZZ
"Hinreißend, hochbegabt", lobt der Spiegel. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Alle Produktbeschreibungen

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In ihrem Erstlingswerk namens "Sommerhaus, später" (anno 1996) bot die gebürtige Berlin­erin Judith Hermann acht Erzählungen dar, die durch ihren bemerkenswerten Beobachtungs- und Sprachstil den Kritikern positiv auffielen. Marcel Reich-Ranicki urteilte, sie sei eine "her­vorragende Autorin" und ihr Erfolg werde groß sein. Hellmut Karasek wertete ihren Stil als "Sound einer neuen Generation".
Stellvertretend für die acht Erzählungen sei zu der zweiten, 'Hurrikan (Something farewell)' betitelten Erzählung das Folgende gesagt: Auf einer Insel in der Karibik (vermutlich auf Jamaica) wird von zwei deutschen Urlauberinnen (Christine und Nora) ein Spiel namens 'Sich-so-ein-Leben-vorstellen' gespielt. Das Spiel sei ohne Regel, wenn davon abgesehen wird, dass "man" Rum-Cola darzu trinken solle, derweil es heiß und ein sternklarer Abend­himmel zu sehen seien möge: "Stell dir vor!" fordert Nora auf.
Aber sie stellen sich kein Leben vor, sondern ein von ihnen nur teilweise gesehenes Dasein, das sie als "ein Leben" erachten und etwas hinzudenken und -werten. So nehmen sie Lovy, die Gemahlin Cats, zwei eingeborene Eilandsbewohner, und stellen sich die hohle Nicht­ig­heit eines solchen Seins ohne tiefere Gespräche vor, das sie dennoch 'Leben' nennen und sich als ein Solches denken. Und genau dieser Verwechselung erzählt die Autor­in hinter­gründig: Die beiden Urlauberinnen sind bei Kaspar, einem Deutschen, der auf der Insel dauer­haft wohnt, und fragen ihn, wieso er das tue. "..., weil ich hier glücklich bin. Glücklicher als anderswo, ...", antwortet er.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Was wäre wenn die junge Autorin, vielleicht augrund perfekter Beziehungen?, nicht so hoch in den Himmel gelobt worden wäre? Wäre das Buch, auch ohne die Weihe von Hellmuth Karasek und Marcel Reich-Ranicki ebenfalls wochenlang auf dem ersten Platz der Bestsellerlisten gestanden?

Zugegeben, Hermanns bilderhafter, sensibler Erzählstil und ihr Gespür für Menschen und Atmosphären sind wirklich gelungen. Doch das kann man von einer Autorin der gehobeneren Unterhaltungsliteratur auch erwarten. Der Inhalt des Buches ist äußerst fragwürdig. Das soll (nach Karasek) "Der Sound einer neuen Generation" sein? Ich bin froh, dass andere junge Autoren bewiesen haben, dass das nicht so ist!

Die Protogonisten der Kurzgeschichten haben allesamt keine individuellen Charakterzüge. Sie leben in einer ungeordneten, chaotischen (urbanen) Gesellschaft, konsumieren maßlos Alkohol und Drogen und entstammen entweder dem Künstlerkreis, sind obdachlos oder leben anderweitig ohne Sinn und ohne Aufgabe vor sich her.
Keiner von ihnen lebt im Einklang mit der Welt, allen ist ein vollkommenes Fehlen von Emotionen, ein teilnahmsloses "Absitzen der Lebenszeit" gemein.
Ausnahmslos alle Figuren wirken unwirklich, ihre unreflektierten Eindrücke werden beinahe wortlos widergegeben. Die Geschichten setzten mitten im Geschehen ein und enden wieder, ohne dass es innerhalb des Handlungsverlaufs zu einer Entwicklung gekommen wäre. Die Beobachtung der Figuren erzeugt Leerstellen, die vom Leser ausgefüllt werden müssen; nie werden die Empfindungen der Protagonisten dargestellt, nie erklären sich die Figuren selbst - sie handeln im Jetzt, doch alle in gleicher Weise.
Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Von P.Hastings TOP 1000 REZENSENT am 28. April 2011
Format: Taschenbuch
Judith Hermann ist eine Autorin, welche die Rezensenten in zwei Lager teilt. Die einen überschlagen sich vor Begeisterung, die anderen finden in den Geschichten nichts anderes als größtmögliche Langeweile und Leere.

Wer sich die Bilder der Schriftstellerin anschaut, wie sie meist still in sich versunken und mit einem gewissen gelangweilten, vielleichtg sogar ins Leere gehendem Blick in die Kamera schaut, könnte ahnen, dass es sich hier um einen Menschen handelt, dem der Literaturbetrieb insgesamt irgendwie nebensächlich ist. Um aber hinter das Geheimnis, den speziellen Klang von Judith Hermanns Geschichten zu kommen, sollte man sich die Mühe machen, sich mit der Autorin selbst beschäftigen.

Nachdem ich "Nichts als Gespenster" gelesen hatte, von "Sommerhaus, später" manche Geschichten kenne, aber nicht alle, und nun nach vielen Jahren "Alice" las, hatte ich folgendes Gefühl: Die Autorin steht dem ganzen Literaturbetrieb mit einem sehr gesunden Abstand gegenüber. Sie macht den Hype, diesen ganzen Zirkus, der um ihre Art zu schreiben veranstaltet wird, nicht mit, unterwirft sich keinen Regeln, keinen den Buchmarkt beherrschenden Besonderheiten, sondern bleibt wie sie ist. Eine zurückhaltende, stille, vielleicht sogar schüchterne Frau, die nur ihre Geschichten schreiben will, nichts anderes, als das, und der es letztendlich egal ist, was die Kritiker darüber denken mögen.

Im vergangenen Jahr hatte ich das Glück, Judith Hermann bei einer Lesung zu erleben, und auch mit ihr zu sprechen. Sie ist genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Still, mit Abstand zu ihren eigenen Texten, die sie geschrieben hat, weil sie aus ihr herauswollten.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden