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So geheim und vertraut: Virginia Woolf und Vita Sackville-West Taschenbuch – 27. November 2006

4,9 4,9 von 5 Sternen 9 Sternebewertungen

»Wenn man mit Frauen Freundschaften haben könnte, welche Freude – die Beziehung so geheim und vertraut, verglichen mit der zu Männern«, schrieb Virginia Woolf 1924, als sie Vita Sackville-West näher kennengelernt hatte. Virginia Woolf war Anfang 40 und erst am Anfang ihrer Karriere, Vita Sackville-West mit Anfang 30 schon eine vielgelesene Schriftstellerin. »Ich bete Virginia an«, schreibt Vita Sackville-West nach dem ersten Treffen. »Da ich mein eigenes Geschlecht sehr bevorzuge … habe ich die Absicht, in Zukunft nur noch die Gesellschaft von Frauen zu kultivieren. Männer sind immer alle im Licht: Mit Frauen schwimmt man sofort in die schweigende Dämmerung«, schreibt die, um die es geht.
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Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Suhrkamp Verlag; 2. Edition (27. November 2006)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 338 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3518458264
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3518458266
  • Abmessungen ‏ : ‎ 10.9 x 1.9 x 17.7 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,9 4,9 von 5 Sternen 9 Sternebewertungen

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Susanne Amrain
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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
4,9 von 5
9 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 7. Januar 2007
Susanne Amrain hat sich in dieser Doppelbiographie mit den englischen Schriftstellerinnen Virginia Woolf und Vita Sackville-West befasst und in den Mittelpunkt dieses Buches die intensive, schwierige und sich wandelnde Beziehung der beiden Frauen gestellt.

Virginia Woolf gehört bis heute zu den wichtigsten Schriftstellerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts. In ihrem Leben wechselten Perioden intensiver Schaffenskraft und Zugewandtheit zu den Menschen, die ihr etwas bedeuteten mit stark depressiven Schüben, in denen sie sich vor aller Welt verschloss. Sie war eine ungeheuer treue Freundin und hat ihren Mann Leonard Woolf sehr geliebt. Seine Loyalität war für sie überlebenswichtig.

Vita Sackville-Wests literarisches Werk ist hingegen heute fast vergessen. Dafür ranken sich um ihr exzentrisches Leben und ihre vielen Liebesbeziehungen zu Männern und Frauen viele Geschichten. Dem englischen Hochadel entstammend, verlebte sie eine vollkommen ungezügelte Kindheit und hat sich auch im Erwachsenen-Alter nie um Konventionen geschert.

Diese beiden sehr unterschiedlichen Frauen beginnen eine leidenschaftliche Beziehung, die auch nach ihrem Scheitern als platonische Freundschaft bis zu Virginia Woolfs Selbstmord Bestand hat. Beide profitieren voneinander: Vita bewundert die literarische Aussagekraft ihrer Freundin vorbehalt- und neidlos, während Virginia ihre Freundin um ihre Leichtigkeit und Ausstrahlung liebt. Trotz der sexuellen Anziehung bleiben beide Frauen bei ihren Männern. Vitas Mann, als Botschafter weitgereist, hat selber viele außereheliche, homosexuelle Affairen, während Leonard still an Virginias Seite bleibt, um sie aufzufangen.

Beeindruckend an dieser Freundschaft ist vor allem, dass beide Frauen von einer intellektuellen Anziehungskraft sondergleichen waren. Ihr Austausch auf hohem und höchstem Niveau hat sich auch in ihrem literarischen Werk positiv bemerkbar gemacht. Vita Sackville-West bleibt als Person dem Leser auch deshalb so nachhaltig in Erinnerung, weil sie mit unbändiger Kreativität und Selbstbewusstsein einen ganz eigenen Weg gegangen ist.

Beiden Frauen lässt Susanne Amrain viel Raum und bleibt doch sehr gewissenhaft in der Darstellung. Eine sehr lesbare und hochinteressante Doppelbiographie!
36 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 9. September 2018
Nun dieses Buch ist die ergänzende Notwendigkeit in der Beschäftigung der Beziehung dieser Frauen - und das lohnt sich sehr!!
Rezension aus Deutschland vom 24. November 2019
Gute Ware, schneller Versand, gerne wieder :-)
Rezension aus Deutschland vom 10. Februar 2009
Susanne Amrain wirft mit uns einen herrlich akribischen, einen gefühlvoller, einen entblendeten Blick bar jeder Mystifizierung auf die 20 Jahre überdauernde Beziehung der beiden Schriftstellerinnen Virginia und Vita und treibt dabei die Entschonung manchmal soweit voran, kommt mit ihrem ach wie erwachsenen und genauen, vor allem aber bewussten Blick, den Frauen die sie da biographiert scheinbar so nah, dass man zumindest für die beiden auf ein Leben nach dem Tod hoffen möchte - denn was ist nicht alles für antibiographischer, asexueller, rücksichtsvoller Schwachsinn über diese wichtigen Frauen geschrieben worden und wie sehr wird es Zeit, dass revidiert, berichtigt und verwahrfaftigt wird.

Der Briefwechsel, stets taktvoll aber kritisch hinterfragt, hier und da aufgedröselt, um biographische Details ergänzt, erklärt und eingeordnet in das weite, dennoch engmaschige emotionale Geflecht der beiden Frauen, erlaubt einen Eindruck zu gewinnen vom aristokratischen und intellektuellen England der 20er, 30er und 40er Jahre, von den Möglichkeiten weiblicher Beziehungskonstrukte und der schlichten Freude am Schreiben, am Ausdrücken des Eigenen in das Andere hinein.

Mein Dank gilt der ungeheuerlichen Fleißarbeit der Autorin, die, was der Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit in der Regel nicht einträglich ist, mancherorts in Randbemerkungen das immense persönliche Interesse am Thema nicht verhehlen kann ' und gerade damit dem Buch eine ganz eigenständige Dramaturgie gibt und zugleich zu seiner erzählerischen Spannung beträgt, die selbst Literatur schafft.
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 3. September 2011
Ich fand die Beziehung sehr gut recherchiert und berührend beschrieben. Die Autorin wusste sich sehr gut in die beiden liebenden Frauen einzufühlen. Es wird nie peinlich oder aufdringlich. Auch das typisch Britische wird spürbar. Wie diese Beziehung sich im Werk widerspiegelt wird zwar auch angerissen, aber ich haette gern noch ausfuehrlicher darüber erfahren.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 31. Dezember 2004
Als ich zum ersten Mal versuchsweise "So geheim und vertraut" durchblätterte, habe ich mich sofort festgelesen und 40 Seiten verschlungen, ehe ich es wieder weglegen konnte ... und auch später konnte ich mich kaum von dem Buch trennen, bis ich es ausgelesen hatte. Susanne Amrain hat es wunderbar verstanden, Virginia und Vita in vielen Briefzitaten selbst zu Wort kommen zu lassen, ohne dass daraus eine philogische Abhandlung geworden ist; sie zeichnet ihre Protagonistinnen mit liebevoller Genauigkeit nach, kann aber doch auch ihre eigene Perspektive deutlich machen - für mich ein Meisterwerk der biographischen Literatur!
17 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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