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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
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5,0 von 5 Sternen

am 26. März 2014
Snowsport Austria: Die Österreichische Skischule

Dieses Buch ist nicht billig, aber das 412 Seiten umfassende Werk ist jeden Euro wert. Allerdings, es ist nichts für Anfänger, die als Autodidakten Skifahren lernen wollen. Vielmehr wendet es sich vorwiegend an Skilehrer und Skilehrerinnen – an angehende, die diese Ausbildung noch vor sich haben, und an altgediente, denen es hilft, mit den Fortschritten in Technik und Lehrwesen mitzuhalten. Denn das ist nicht mehr einfach, wie das Buch zeigt. Es ist mit seinen Vorgängern, den Skilehrplänen früherer Dekaden nicht zu vergleichen. Der Titel „Snowsport“ ist wörtlich zu nehmen. Nicht nur behandelt das Buch das zum Carven weitgehend umfirmierte alpine Skifahren, sondern mit ähnlicher Ausführlich- und Gründlichkeit den Kinder- und den Behindertenskilauf, das Snowboarden und alle Varianten des Freestyle (Ski und Snowboard, Old School und New School) – all das, was das Gros der Fernsehzuschauer bei der Olympiade in Sotschi als neue olympische Disziplinen erst noch kennenlernen musste. Darüber hinaus wird der Skilanglauf ausführlich behandelt und ebenso die zunehmend wieder in Mode gekommene Telemarktechnik alpinen Skifahrens. Ein Kapitel „Schneesport – von den Anfängen bis heute“ zeigt die Entwicklung der Skitechnik sowie die Geschichte der Lehre im alpinen Skilauf – einschließlich ihrer diversen Um- und Irrwege. Besonderes Lob verdienen die didaktisch überzeugenden Fotos, Fotosequenzen und Grafiken, die dem Leser das Verständnis der Texte in allen Kapiteln und Bereichen erleichtern.
Für alle genannten Disziplinen wird die jeweilige Technik detailliert behandelt, noch ausführlicher aber die Lehre, was auch geboten ist, weil auch erfahrene Skilehrer nicht immer auch Meister des Snowboardens oder des Behindertenskilaufs etc. sind. Dabei wird großer Wert auf den systematischen Angang und die didaktisch richtige Reihenfolge von Lernschritten gelegt; ebenso auf die möglichen Hilfen. Für alle Lernbereiche wird jeweils das Lernziel definiert, die Anforderungen an Gelände und Vorqualifikation der Lernenden und alle möglichen Varianten geeigneter Übungen werden aufgeführt. Bei der Darstellung der Skitechnik wird deutlich, dass sich das Buch an Leser wendet, die die Technik selbst bereits beherrschen, weil sie hervorragende Skifahrer sind. Allein, sie wissen zum Teil nicht, was sie jeweils machen und warum gewisse Figuren funktionieren. Das alles erklärt ihnen dieses Buch – für Skischüler aber meist nicht detailliert genug. Von besonderer Bedeutung ist das eher harmlos überschriebene Kapitel „Praxis – Tipps – Trends“. Hier geht es um die Erklärung der Kernbewegungen des alpinen Skifahrens, um die Wirkungsweise der diversen mitwirkenden Kräfte etc. Alle skifahrerischen Figuren, z. B. eine simple Schrägfahrt, werden einer physikalischen Analyse unterzogen, in der gezeigt wird, warum was so funktioniert, wie es funktioniert. Auch werden die Baumerkmale der Ski und deren Bedeutung für das Skisteuern erläutert; das gilt insbesondere für die Carvingski.
Überhaupt, „Carven“ ist der neue Name für das alpine Skifahren. Nicht etwa wird das Carven als die systematische Weiterentwicklung des klassischen Skilaufs dargestellt. Nein, das klassische Skifahren ist im Carven aufgegangen und ist auch in der Lehr-Sprache dieses Buches deutlich zurückgedrängt. So wie der Köder dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler ist dieses Buch an den Kunden der österreichischen Skischulen orientiert. Das ist nicht nur die heimische Jugend, die in Schulen und Vereinen im Skifahren unterrichtet wird, sondern es sind vor allem die Wintersporttouristen, die für Österreich von übergroßer Bedeutung sind. Statt von „Skischülern“ ist deshalb auch von „Gästen“ die Rede. Und für die ist „Carven“ heute das große Zauberwort – wie früher das „Wedeln“.
Der großen Schar von Verfassern dieses eindrucksvollen Werkes (inzwischen liegt eine auf 480 Seiten erweiterte zweite Auflage vor) gebührt ein uneingeschränktes Kompliment – auch wenn dessen Adressatenkreis limitiert ist.
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