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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
2
4,5 von 5 Sternen
Snafu (Expanded & 24-Bit Remastered)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:15,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 8. August 2008
... am besten eigentlich doch "nur" East of Eden-Musik? Stimmt im Prinzip alles. Und wie!

Mit "Mercator Projected" hatten sich die fünf Engländer genial in Szene gesetzt, und waren bei der Produktion der Debutplatte im Studio mit Effekten und der guten Ausnützung der Studiotechnik nicht gerade bescheiden gewesen. Diesbezüglich gingen sie auf der zweiten LP einige Schritte weiter: Teile der Platte sind Musik, die damals live so nicht zu bringen war, wie die Geräuschcollagen "Xhorkom", "Uno Transito Clapori" und "Beast of Sweden". Und weite Strecken des Albums sind instrumental gehalten, der Gesang trägt nur das hinreißende "Nymphenburger", eine der absoluten Glanznummern der Band und für mich auch Höhepunkt der Platte, vielleicht auch, weil es der einzige "richtige" Song dieses Albums ist. Für allzu konventionell soll man diese Nummer deshalb aber nicht halten, im Gegenteil: Simple Melodie, monotones Riff und ein stark erotisch angehauchter Text und Gesang einerseits, mehr als auflockernde Breaks und aufreißerische, abwechslungsreiche und grazil gespielte Soli andererseits ergeben eine 6-Minuten-Nummer, die man so schnell nicht mehr vergisst, hat man sie einmal richtig genossen.

Die weiteren, fast ausschließlich instrumentalen Stücke zeugen von Abwechslungsreichtum und einer Vielfalt, die damals kaum eine andere Band hatte. Ich habe nicht das geringste Problem, "Snafu" direkt neben Frank Zappas "Hot Rats" und Miles Davis "Bitches Brew" zu stellen, die beide fast zur gleichen Zeit erschienen waren.

Dass East of Eden den großen Durchbruch nie schafften lag weniger an der Irritation um ihren Single-Hit "Jig-a-Jig", einer zwar tollen, aber auch untypischen Aufnahme der Gruppe, ein herrlich rockender iroschottischer Jig, der die Gruppe zwar bekannt machte, aber so manchen Plattenkäufer verwirrt haben dürfte, der sich "Snafu" ungehört besorgte und Musik wie von Fairport Convention erwartet hätte. Mehr waren es wohl ihre fast ständigen Besetzungswechsel und das Fehlen eines erfolgreichen Managements wie auch eines mit starker Promotion arbeitenden Labels. Da hatten es Pink Floyd beispielsweise unvergleichlich besser.

Zum Cover wäre noch zu sagen, dass die Originalhülle der deutschen LP-Pressung völlig anders ausgesehen hatte, die im CD-Booklet erwähnten Linernotes der britischen Original-LP gab es dafür aber auf der seinerzeitigen Teldec-Scheibe nicht. Und die Bonustracks sind auch kein überflüssiges Füllmaterial, sondern zeigen einmal mehr, was für ein Potenzial diese Band hatte, die sich in dieser Besetzung im Laufe des Jahres 1970 auflöste. Geiger Dave Arbus hielt die Gruppe in anderer Besetzung aber am Leben, aber das ist eine andere, allerdings auch noch lohnende Geschichte, nämlich die des titellosen dritten Albums von East of Eden.
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am 22. August 2011
die Jungs von East of Eden waren in den 70ern wohl ihrer Zeit weit voraus. Ein zeitloses Stück Fusion von Rock, Jazz und Weltmusik. Gehört in jede Discothek als historisches Dokument.
Schade daß East of Eden nicht mehr Alben gemacht hat. Wie würden die wohl im 3. Jahrtausend klingen?

Übrigens, ein weiterer historischer Tip: The Flock
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