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am 11. Juni 2012
Eine der ersten quer durch den amerikanischen Kontinent verlaufenden Straßen war die berühmte "Route 66", die nach diversen Umbauten in der Straßenführung noch heute bis an die Westküste führt. Sie wird unter anderem in dem gleichnahmigen Song der Rolling Stones von 1964 besungen.

"Sixtysix" heißt auch das neueste Werk des Schriftstellers Peter Pitsch. Der Titel nimmt jedoch weder auf die Straße noch auf das Lied Bezug, sondern bezeichnet schlichtweg die Anzahl der in dem farbigen Kunstband präsentierten Grafiken. Und dennoch fühlt man sich beim Versenken in die zum Teil sehr mysteriösen Bildler in die 60er Jahre zurückversetzt. Viele der Kunstwerke wären zu jener Zeit unter Garantie in die engere Auswahl für die damals so beliebten avantgardistischen Plattencover gekommen.

Bisher war Peter Pitsch als Schriftsteller bekannt, dessen Texte Dinge beleuchteten, die hinter einem schützenden Vorhang lagen. Ohne Warnung konfrontierte er seine Leser mit unliebsamen Wahrheiten, die von der breiten Masse gern verleugnet werden. Diese Tradition führt er in "Sixtysix" fort und begnügt sich dieses Mal nicht mit Texten, sondern führt dem Betrachter ein Feuerwerk an farbenprächtigen psychedelischen Bildern vor Augen, das mitunter ebenso zu provozieren weiß wie seine Lyrik. Dabei verzichtet er keineswegs darauf, gesellschaftliche Tabusiegel zu brechen, sodass Moralapostel und Spießbürger beim Umblättern durchaus mit Schamesröte gesegnet werden könnten. Zur Wortgewalt des Autors gesellt sich nun auch noch eine gekonnte Bildgewalt.

Eine Besonderheit an "Sixtysix" ist der Umstand, dass für einige Grafiken das gleiche Grundmotiv verwendet wurde. Um dies zu bemerken, muss zuweilen jedoch mehrmals hingesehen werden, da die verschiedenen Bearbeitungen (z. B. durch Perspektiv- oder Dimensionswechsel) jeweils ein anderes Gefühl hervorrufen und eine völlig andere Szene zu zeigen scheinen. Schon allein dies macht das Werk zu einem grandiosen Kunstband, der eine mehrmalige Betrachtung verdient hat, und die oft an Woodstock erinnernden Farbgestaltungen erlauben ein regelrechtes Versenken in die Bilder. Diese Grafiken wurden nicht nur programmiert, sondern regelrecht komponiert. Fast glaubt man, aus den Tiefen der Seele die Musik der 60er Jahre zu vernehmen.

Mit "Sixtysix" führt uns Peter Pitsch also nicht an die Westküste, sondern geradewegs in die Kollektivpsyche. Um den neuesten Kick zu erhalten, bedarf es keiner verbotenen physischen Rauschmittel oder halluzinogener Pilze. Pitschs Bilder vermögen das auf gesunde und legale Weise.
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am 28. Dezember 2011
Weniger ein großes Ganzes, scheint es, will der Künstler uns vermitteln, vielmehr zieht die Einzelheit im Ausdruck des Gemütes den Betrachter in den Bann - und das in Bild und Wort. Im Wechselspiel befasst uns das Gelesene mit einer Vielfalt aus Struktur und Farbe und saugt uns so viel tiefer in die Kunst, als jedes einzelne alleine es vermag. Beides, nur für sich genommen,läßt viel schließen, und zugleich den Spielraum für Vermutungen nach oben offen. Im Verbund jedoch birgt dieses eine Vielfalt an Betrachtungsweisen. Zudem liegt noch ein Schlüssel in der Bilingualität (Deutsch/Englisch) des Bandes, welche noch die Assoziationen weiten kann.

Ohne Zweifel liegt der Schwerpunkt auf der Zeichenkunst des Autors, die die Willensstärke seiner Lebensimpressionen deutlich macht. Mal mit, mal ohne Text bestechen uns die Bilder. Das Farbenspiel und die Struktur der Images erzeugen plastische Ideen, die Nuancen erst zum Vorschein bringen - und das Wimmelspiel beginnt.
Gedichte, prosahafte Kurztexte oder einfach nur ein Ausdruck sind wie gewohnt mit Wortgewandtheit inszeniert, führen dabei hin ... auf was? Das ist die Crux in diesem Buch; in jedem Fall nicht nur auf Plattitüden. Die aufgeschlagene Doppelseite lenkt den Leser automatisch erst zum Bild. Die Fragen, die entstehen, führen schnell den Blick auf die Beschreibung, so vorhanden - um der Malerei erneute Fragen zu entlocken. Der Betrachter wird bewegt - in jeder Hinsicht. Aber auch ganz ohne Wörter zu verlieren, heften Zeichnungen die Augen an die Möglichkeit, zu suchen und zu finden. Sein Leben in der Welt, durch sie hindurch, Intimitäten inbegriffen, hat den Autor inspiriert, so sieht es aus, die Form des festen Buchformats zu überschreiten.
Szenen aus dem Dasein, seines Schicksals im Skurrilen, immer auch im Hinblick auf die Reflexion des Selbst, vermittelt dieser Bildband mehrdimensional. Er zeigt, dass nicht authentisch ist, der wohlgefällig preisgibt, was er sein darf, sondern der, der ist durch das, was ihn bewegt.

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The artist's intention is less the presentation of a unified whole, as it seems; moreover, expressive details of his disposition are fascinating the beholders - and that by word and image. In interplay, the pages make us delve into a variety of structures and colours, taking us much deeper in the art than each of both could just by itself. That what is written and what is drawn foreshadows much and gives much scope for speculations. However, when combined, it entails a range of different views. In addition, the bilingualism of the book provides a key to expand associations.

No doubt, the focus is on the author's art of drawing, which illustrates the willpower of his life impressions. Here with and there without a text, the images are captivating. Their play of colours and structures arouse quite vivid imaginations, revealing shades and figures - and a puzzle game begins. Poems, prosaic lines or simply proper statements are staged with eloquence, leading to ...: That is the crux of this work, which surely does not bore with motherhood statements. Each opened double page will lead the reader to a picture first, and questions that come up will take him to the words if available - to let the drawing generate another query as response. The viewing reader is concerned in all respects. However, even without any word, the images may feast the eyes on opportunities to seek and find. His life throughout the world, intimacies included, seems to have inspired the artist to exceed the pages' shape figuratively. In a multidimensional way, this illustrated book conveys scenes of a fate, out of existence, sometimes bizarre and yet genuine, anyway in the end in regard to self-reflection with the message: One is not authentic, when smugly exposing what he is allowed to be, but rather when existing due to that what makes him wonder.
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am 7. Dezember 2011
Sixtysix. Digital Art von Peter Pitsch

Dieser Bildband von Peter Pitsch ist etwas ganz Besonderes. Man muss ihn in Händen halten. Schon das Cover besticht. Ein Foto des Covers kann beim Leser eine erste Ahnung erwecken, doch wenn man das Originalbuch vor sich hat, sieht man erst richtig die verschiedenen Dimensionen von Bild und Text vor sich. Das Buch ist sehr hochwertig und zeigt digitale Kunst erster Größenklasse. Wie schon im Vorwort des Buches erwähnt, handelt es sich um eine Kombination aus digitalem Malen und expressiver Fotomanipulation, die größtenteils aus selbst angefertigten digitalen Bildelementen, Farbkombinationen und Fotografien von Peter Pitsch dargestellt wurden und große Unterstützung fanden durch Jette Pedersen, die ihm vielfach als Modell zur Verfügung gestanden hat.
In seinen Gedichten, Romanen und Satiren malt er regelrecht mit Sprache. Es heißt da immer wieder 'Anschnallen'. Man merkt den Werken des Schriftstellers und Künstlers an, dass der Autor und Künstler sehr W-E-L-T 'erfahren ist. Seinen Durchbruch erreichte er bereits in seiner genialen Satire: Das Kuckucksei-Syndrom.
Und nun malt er mit expressiven Bildern der allerhöchsten Güteklasse, die farblich in seinem Buch ausgesprochen gut zur Geltung kommen. Viele seiner Bilder sind begleitet mit kleinen sehr ausdrucksstarken Texten in englischer und in deutscher Sprache.
Beim genauen Betrachten der Bilder erkennt man sich und sein Seelenleben oft selber wieder und liest man dann die kleinen Texte dazu, wird einem klar, dass Peter Pitsch sich psychologisch in die Menschheit überhaupt hinein spürt.
Ein Beispiel ist sein Remix oder auch Insomnia oder Schlaflosigkeit genannt:

Manchmal wird der Geist zum Spielball erschreckender innerer Kräfte. Projektionen tief verwurzelter Ängste, verstörende Bilder, seit jeher in uns lauernd, in den Wahrscheinlichkeitsräumen unseres Wesens.

Wer hat es nicht schon erlebt, in manchen Situationen eine innere Zerrissenheit zu spüren? Das Wissen darum, dass man mit seinen Sorgen, seinen Glücksgefühlen, dem ganzen Auf- und Ab des menschlichen Lebens nicht alleine ist, ist sehr tröstlich. Und sieht man z.B. das Bild zum Thema:
Im Geisterwald und liest den kleinen Text dazu, der von einer lichten Verschwiegenheit spricht, so erkennt man die Verschwiegenheit der Natur und die passende Verschwiegenheit, die man sich bei einem wahren Freunde wünscht und weiß, dass man sich im Schatten der Bäume aufgehoben fühlt.

Es lohnt sich, diese Bilder von außen nach innen zu erspüren, seinem Geist neue Perspektiven zu erwecken und die Schöpfung zu spüren, die uns allen gegeben wurde und in uns steckt, in unserer Kreativität, in unserem Denken und Fühlen.
Man spürt beim Schauen dieses Bildbandes wie bei allen Werken von Peter Pitsch: er nimmt uns alle mit auf seine wunderbare Reise in die Welt der Fantasie.

Hochachtung vor diesem genialen Künstler!

© Elfie Nadolny
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