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Sinfonie 6 & Ouvertren

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Audio-CD, 28. August 2003
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Produktinformation

  • Komponist: Bruckner, Humperdinck, Wagner
  • Audio CD (28. August 2003)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: EMI Classics (EMI)
  • ASIN: B0000AF1MU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. Sinfonie Nr. 6
  2. Ouvertüre: Iphigénie en Aulide
  3. Ouvertüre: Hänsel und Gretel


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Die Interpretation von Klemperer lässt in jeder Hinsicht aufhorchen. Die Klangmassen Bruckners werden vom New Philharmonia Orchestra in aller Eleganz und in strahlendem Samt-Bläserglanz herausgewuchtet. Dabei bleibt das Klangbild stets transparent und einzelne Nebenstimmen sind im Gesamtklang immer präsent. Besonders gelungen sind die rhythmische Durchgestaltung der Partitur, aufbauend auf den Generalbässen, die zugleich lässige und strenge agogische Formung der sinfonischen Abläufe und die mitreißende Umsetzung sämtlicher Melodien. Das gleiche Gespür Klemperers & New Philharmonias für musikalische Architekturen in Partituren zeichnet die Wiedergabe von Glucks 'Iphigenien'-Ouvertüre und Humperdincks 'Hänsel und Gretel'-Ouvertüre aus. Drei hervorragende excellente Aufnahmen, die vollkommen zu recht 2003 in der EMI-Serie 'Great Recordings of the Cenntury' erschienen sind.
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Verifizierter Kauf
Wer sich Bruckners sechste Symphonie diskographisch erschliessen will, kommt an dieser Aufnahme von 1964 nicht vorbei, sie kann in dieser Überarbeitung auch klanglich heutigen Ansprüchen genügen. Klemperer liebte das Werk und hatte es schon jahrelang bei seinen Live-Auftritten mit im Gepäck, er hätte es gerne auch schon früher adäquat aufgenommen. EMI-Chef Walter Legge vertröstete ihn aber mehrfach, die sechste war die am seltensten aufgeführte Bruckner-Symphonie und man befürchtete wohl einen Ladenhüter. Erst nach der Auflösung des Philharmonia Orchesters 1964 und dessen Wiederauferstehung als New Philharmonia Orchestra wurde diese Einspielung möglich (zudem Legge sich gleichzeitig ins Private zurückzog).

Nach der mit mathematischer Exaktheit kalkulierten fünften Symphonie zog es Bruckner offenbar zu mehr fliessenden und tänzerischen Klängen hin, perfekt wurde dies mit der siebten Symphonie erreicht, und die "kleine" sechste - da muß man sich keinen Illusionen hingeben - trägt hier sicher auch die Funktion einer Zwischenstufe. Der erste Satz und das Finale erinnern mit ihren klar akzentuierten Bläsersätzen noch stark an den Vorgänger, das Adagio nimmt die Stimmung des berühmten zweiten Satzes der siebten vorweg. Trotzdem wäre es zu kurz gegriffen, sie als zweitklassig abzutun und auf ihre Zwischenstellung zu reduzieren. Sie ist absolut hörenswert und verfügt als eine von Bruckners kürzesten Symphonien in ihrer Komprimiertheit über einen unglaublichen Melodienreichtum und eine vielfältige und kontrastreiche, rhythmische Palette. Sie ist wie geschaffen für den Bruckner-Einstieg, bevor man sich an monumentalere Werke wie die Nos.
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Von Andre Arnold TOP 1000 REZENSENT am 17. Mai 2010
Verifizierter Kauf
Otto Klemperer zählt in meinen Augen zusammen mit Carlos Kleiber und Leonard Bernstein zu den besten Dirigenten überhaupt. Mit Anton Bruckners Sinfonien habe ich mir immer schwer getan, aber die Sechste mochte ich von jeher. Und Klemperer macht sie unvergesslich.

Viele sehen die sechste Sinfonie Bruckners in A Dur als eine Art Übergangsstadium zu seinen drei monumentalen späten Sinfonien an. Der erste Satz ist von enormer Wucht, Farbenvielfalt und wärmender Helligkeit. Bruckner versteht es, herrliche Akzente zu setzen. Im zweiten, langsamen Satz dringt er tief vor in die Welten menschlicher Empfindung. Unvergesslich bleiben die berührenden Themen des Scherzos: Das zierliche, in den hohen Bläsern vorgetragene erste Thema erhält als Antwort ein extrem wuchtiges Thema der tiefen Blechbläser. Im Finale schafft Bruckner einen gelungenen Rückbezug zur Wucht, zur Gewalt des ersten Satzes.

Klemperer hatte ein tiefes Verständnis für diese Sinfonie. Er lässt das glänzende Philharmonia Orchestra jede Akzentuierung hervorheben, schnörkellos und unprätentiös spielen. Auch wenn er recht langsame Tempi wählt, so fehlt es dem Ganzen doch nicht an Tonus und Straffheit.

Als Zugabe gibt's zwei Ouvertüren, eine von Gluck im Arrangement Wagners zu "Iphigenie auf Aulis", eine von Humperdinck zu "Hänsel und Gretel". Beide zeichnen sich dadurch aus, dass der edle Klang der Streicher weite Strecken dominiert. Beide sind lebensfroh und erinnern in ihrem Habitus stark an das vermeintliche Vorbild Beethoven.

Fazit: Eine unvergessliche Sechste dank des großartigen Maestros Otto Klemperer mit zwei netten Zugaben in sehr guter Aufnahmequalität!
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Von K.H. Friedgen TOP 500 REZENSENT am 14. September 2006
Otto Klemperers Interpretation von Bruckners 6. Symphonie beeindruckt immer wieder aufs Neue. Der große Dirigent geht das Werk mit Ernst und Ruhe an, hält seine eingeschlagenen Tempi unbeirrt durch, führt das Orchester zu großartigen Steigerungen und beweist eindrucksvoll, daß die Symphonie den berühmteren Schwesterwerken Nr. 4 und 7 an Wert in keiner Weise nachsteht. Schon der Kopfsatz "Maestoso" ist von ganz einzigartiger Wirkung. Das nachfolgende Adagio wird unter einen herrlichen Spannungsbogen gestellt, so daß sich der Untertitel "Sehr feierlich" wie von selbst einstellt. Die beiden Schlußsätze fügen sich bruchlos in Klemperers Gesamtkonzept ein. Ein Erlebnis!
Der Klang der Aufnahme aus 1964 wurde digital neu abgemischt und genügt höchsten Ansprüchen. Selbst neuere, technisch modernere Aufnahmen, z.B. von Herbert von Karajan oder Günter Wand, können den Wert von Klemperers Einspielung nicht schmälern.
Um die CD angemessen zu füllen, wurden noch die Ouvertüren zu Glucks "Iphigenie" und Humperdincks "Hänsel und Gretel" angefügt, willkommene Zugaben, die Klemperers herausragenden Rang eindrucksvoll unterstreichen. Das Textheft wird geschmückt vom Original-Cover der LP-Ausgabe und enthält wertvolle Beiträge.
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