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Wer hat Angst vor Silvio Gesell? Das Ende der Zinswirtschaft bringt Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle Gebundene Ausgabe – 1. Januar 2007
- Seitenzahl der Print-Ausgabe354 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberBenjes, Hermann
- Erscheinungstermin1. Januar 2007
- ISBN-103000002049
- ISBN-13978-3000002045
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Produktinformation
- Herausgeber : Benjes, Hermann; 8., veränd. Aufl. Edition (1. Januar 2007)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 354 Seiten
- ISBN-10 : 3000002049
- ISBN-13 : 978-3000002045
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 713,483 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 60,900 in Business & Karriere (Bücher)
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Für manche ist das Buch zu reißerisch, mir egal, es muss auch Bücher geben, die ALLE Menschen verstehen.
Und dieses Thema sollten ALLE verstehen!
Freude am Lesen und etwas Wichtiges lernen, das hat Herr Benjes geschafft.
Dieses Buch von Hermann Benjes steckt allerdings voller Polemik und Verdrehungen von Tatsachen – so dass es Silvio Gesells Anliegen einen Bärendienst leistet. Hier hat sich jemand ausgetobt – und zwar dermaßen, dass jede sachliche Diskussion direkt abgewürgt wird.
Ein Beispiel:
Auf Seite 108 heißt es: „Die Wurzel allen Übels ist der Zins! Keine Erfindung des Menschen, weder das Dynamit, das Auto oder die Bombenkriege können es in der Opferbilanz mit dem Sprengstoff Zins aufnehmen. Auf das Konto des Zinses gehen z.B. so gut wie alle Hunger-toten in der 3. Welt.“
Das ist schon starker Tobak. Reißt die „Wurzel allen Übels“, den Zins raus und die Welt gedeiht schön und friedlich – so in etwa lässt es sich dort hinauslesen. Dabei gab es Hungersnöte und Kriege nachweislich schon lange bevor es Geld, geschweige denn Zins gab. So äscherten die alten Sumerer vor 5000 Jahren sich gegenseitig ihre Städte ein, während zur selben Zeit (und noch davor) in Mitteleuropa Dörfer überfallen und sämtliche Bewohner abgeschlachtet wurden. So geschehen bei Talheim ca. 5100 vor Christus – von diesem Massaker zeugt ein Massengrab. Geldwirtschaft hingegen kam erst nach 1000 vor Christus auf. Auch beweisen viele Skelettfunde mit Mangelerscheinungen, dass mit Erfindung der Landwirtschaft Hungersnöte regelmäßig die Menschen heimsuchten – und zwar sowohl Kulturen mit als auch ohne ausgeprägter Geld- und Zinswirtschaft. Die Ursachen von Kriegen und Hunger sind also vielfältiger und nicht bloß auf den Zins zurückzuführen.
Benjes beschreibt die Zeit um 1150 bis 1450 als Zeit des Friedens und des Wohlstands – da ja die Brakteaten (Schwundgeld) verhinderten, dass Geld in den Händen weniger Menschen angehäuft werden konnte. Tatsächlich wurden ja damals großartige Dinge in den Städten geleistet – besonders der Kathedralenbau. Das Stadtbürgertum erlebte vielerorts eine Blüte. Nur: Eine Zeit des Friedens war diese Epoche keineswegs. Kriege, Not und Seuchen gab es zuhauf, etwa bei den Kreuzzügen. Außerdem tobte der Hundertjährige Krieg. Benjes aber lässt das alles außer Acht – oder weiß es nicht besser.
Auf Seite 16 schreibt er dann über die Zeit nach 1450: „Frieden, Wohlstand und Toleranz der letzten drei Jahrhunderte verwandelten sich – den Menschen damals völlig unerklärlich – in Hunger, Rebellion und Krieg. Da für das nicht enden wollende Unglück eine Ursache gefunden werden musste, verschafften sich religiöse Fanatiker und gewissenlose Amtspersonen durch Hexenverbrennungen ein grausames Ventil. Da das Eigentum der gemarterten (…) Frauen eingezogen wurde, den Geldmangel also wenigstens punktuell „lindern“ half, kam es nur noch darauf an, ,möglichst viele – und vor allem reiche – Hexen zu verbrennen.“
Auch das ist wieder starker Tobak, denn Sündenböcke für alles, was schief läuft, wurden leider auch zu allen Zeiten gesucht und gefunden. Die sogenannten Hexen waren solche Sündenböcke – genauso wie etwa die Juden. Und Sündenböcke gab es natürlich auch zwischen 1150 und 1450 – in der Juden und angebliche Ketzer in großer Zahl auf den Scheiterhaufen brannten. Und die These, dass „Hexen“ nur deshalb verbrannt wurden, weil man an ihre Geld wollte, ist angesichts der verbreiteten Armut und Besitzlosigkeit gerade unter Frauen doch kaum tragbar (Vermögen unterstand in der Regel dem Ehemann).
In dieser Weise ziehen sich Benjes fragwürdige und unsachlichen Darlegungen durch das ganze Buch. Mein Fazit: Wer etwas über Gesell wissen möchte, lese doch bitte direkt dessen eigene Ausführungen und lasse Hermann Benjes Text liegen.
Zins und vorallem der Zinseszins saugen und beuten insbesondere die große Masse der Menschen mit kleinen Lohntüten aus und lassen sie in der sich weiter verdichtenden Arbeitswelt zunehmend auf der Strecke. Dies geschieht ohne Not oder gar Notwendigkeit, sondern ist nur der Zentrifuge des Irrglaubens vom Zins und Zinseszins geschuldet. - Hermann Benjes hat diesen Irrglauben minutiös und wortreich beschrieben und gleich den Ausweg mit der Theorie von Silvio Gesell aufgezeigt. Dass die Theorie auch praxistauglich war, bewies Silvio Gesell in den 1930-er Jahren mit dem "Experiment von Wörgl" oder auch als "das Wunder von Wörgl" bekannt geworden. Als die kleine österreichische Gemeinde für einige Monate Wohlstand erreichte, indem das Horten von Geld mit dessen Entwertung "bestraft" wurde.
Der anerkannte Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes erkannte die Genialität von Silvio Gesell und prophezeite ihm große Anerkennung. Dazu kam es bis heute nicht, obwohl das Ende der Zinswirtschaft die Alternative für ein heute völlig pervertiertes und marodes Finanzsystem darstellt. Mit Abschaffung der Zinswirtschaft würden die Fleißigen wieder wirklich belohnt und Arbeit hätte wieder einen Wert an sich. Oder nach dem Untertiel von Hermann Benjes: "Das Ende der Zinswirtschaft bringt Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle". - Wer das Buch liest, wird sich dem kaum entziehen können.