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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
21
4,3 von 5 Sternen
Sigma dp2 Quattro Digitalkamera (39 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, SD-Slot, USB 2.0) schwarz
Stil: 30mm Festbrennweite|Ändern
Preis:749,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 28. Dezember 2015
SIGMA hat mit den neuen Quattro Kameras eine Reihe von Kameras, die die hoechste Bild-Qualitaet liefern koennen. Den besonderen FOVEON Bildcharakter kann ich bestaetigen. Diese Kamera liefert auch sehr gute JPEG Bilder, aber RAW ist am besten. Bein niedrigen ISO beste Bildqualitaet, mit S/W geht es auch hoeher. Die Kameraserie ueberzeugt mich fuer alles wo es auf die Bildqualitaet ankommt (siehe Flickr fuer diverse DP Quattro Benutzer und Gruppen). Super leise, fast Null Vibrationen (Objektiv Verschluss). Fuer schnelle Action und Schnappschussfotographie gibt es sicherlich noch bessere Kameras, aber selbst da kann man tolle Ergebnisse erzielen - aber einen (zuschaltbaren) Bildstabilisator haben die Kameras leider nicht. Das waere noch das i-Tuepfelchen... Mit der neuen SIGMA Software 6.3.1 kann man die SIGMA-RAW Bilder auch zuegig und einfach auf TIFF oder JPEG umwandeln, mit einigen EInstellfunktionen. Ein ganz neue Hochqualitaetserfahrung nach 25 Jahren ZEISS/LEICA etc.. Da ist der Fotograf gefordert - die Bilder werden nur so gut wie der Fotograf es ermoeglicht. Ich werde mir noch weitere SIGMA DP Kameras kaufen und warte auch was sich dann noch bei deren DSLR tut, vielleicht eine SD1 Quattro..? 100% Super Teil - fuer Qualitaet Fine Art - fast wie FILM 35mm. Tatsaechlich vergleichbar (oder besser als) mit NIKON D810 SONY A7RII etc im niedrigen ISO Bereich. Ich glaube da sind die SIGMAs jetzt wirklich eine sehr ueberzeugende Alternative.
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am 6. Oktober 2014
Ich möchte zu den bekannten technischen Daten, ein paar in der Praxis relevanten Unterschiede zu den Vorgänger-Modellen benennen, welche mir besonders positiv aufgefallen sind. Ich besaß bereits die DP1, DP1x und die DP1 Merrill.

GEHÄUSE/DESIGN:

Zuerst einmal spingt natürlich die außergewöhnliche Form ins Auge. Anfänglich, nur auf Bilder im Internet gesehen, war ich sehr skeptisch. Ich fand das Design mutig, wertig und interessant. Außerdem war ich der Meinung, Sigma tut gut daran etwas mehr aufzufallen, um aus dem Nischendasein etwas weiter herauszukommen. Ich vermutete aber eine eher unpraktische und vor allem unangenehme Haptik. Einige Zeit später, zum ersten Mal in der Hand gehalten, wich die Skepsis sofort der Begeisterung und Bewunderung. Bedingt durch die ungewöhnliche Form liegt sie sehr sicher in der Hand, auch weil der Quattro endlich eine ordentlich griffige Gummierung spendiert wurde. Das hat mich bei den Vorgängermodellen stets gestört. Die minimalen Noppen auf den Gehäusen der Vorgänger boten quasi keinen praktischen Nutzen. Die Gehäuse waren mir schlicht zu rutschig und einfach.

Endlich sind auch die Tasten direkt beschriftet und nicht mit Symbolen NEBEN den Tasten, so wie bei den Vorgängern. Dies wirkte irgendwie unausgereift.

Die Quattro ist groß, liegt durch ihr Gewicht satt in der Hand und bietet keinerlei Anlass an der Qualität oder Materialanmutung Kritik zu üben.

Der Monitor ist ordentlich, aber es gibt Bessere. Er ist starr, also nicht dreh -oder schwenkbar.

Das Menu ist modern, auf das Wesentliche reduziert und sehr intuitiv - auch hier für mich kein Grund zur Klage.

Eine weitere Neuerung ist ein eingebautes AF-Hilfslicht. Soetwas gehört einfach heutzutage dazu - nun endlich auch bei Sigma!

Die Rückseite ist bedientechnisch sehr aufgeräumt, verwirrt nicht mit tausend Knöpfchen und Hebelchen oder gar übertrieben vielen Doppeltbelegungen. Gerade durch die nach wie vor vorhandene QS-Taste hat man stets einen direkten Zugriff auf die wichtigsten Einstellung - optimal!

Nochmal zum Thema Gummierung: Es gibt sogar eine Gummierung auf der Unterseite, eher selten bei Kompaktkameras üblich, aber äußerst sinnvoll. Endlich zerkratzt man sich beim Aufstellen auf harte Unterlagen das Gehäuse nicht mehr!

Eher weniger toll gelöst ist hingegen die Klappe zum Einsetzen der Speicherkarte. Ein wahrhaft fummeliger Fingernagelkiller! Dichtet zwar gut ab und schließt bündig mit dem Gehäuse ab, lässt sich aber nur ziemlich schwierig herauslösen. Das Akkufach hingegen bietet keinen Anlass zur Kritik.

Ansonten gibt es noch den Blitzschuh, eine Status-LED und ein Metall-Stativgewinde in der Mitte der opt. Achse.

Gut zu wissen: Ein Filtergewinde ist direkt am Objektiv integriert, man benötigt also keinen Adapter oder ähnliches.

Leider gibt es weiterhin einen unbefestigten Objektivschutzdeckel, welcher stets abgenommen, irgendwohin verstaut und anschließend wieder hervorgekramt und wieder aufgesetzt werden muss. Das ist nach wie vor nervig!

Das Gehäuse wurde also wirklich massiv verbessert. Es ist eine wahre Freude sie in der Hand zu halten und mit ihr zu arbeiten.

BILDQUALITÄT:

Ich war bei den Vorgängermodellen schon immer sehr begeistert von der Bildqualität des Foveon-Sensors. So klar, so sauber, so dynamisch und kontrastreich, so voller Details, so unverschämt scharf! Zumindest bis ISO 200 und im RAW-Format! JPEG und alles über ISO 400 war für mich inakzeptabel (außer bei S/W-Aufnahmen vielleicht). Zu meiner absoluten Begeisterung hat sich hier richtig viel getan! So eine Pixelschärfe, so eine saubere und detailreiche Bildqualität hatte ich noch nie gesehen. Eine technisch gelungene Aufnahme vorausgesetzt, kann man in das Bild hereinzoomen bis zum "Anschlag". Es ist einfach nur unglaublich, ja geradezu verschwenderisch, wie viele Informationen in den Bilddateien enthalten und messerscharf aufgezeichnet werden! Und jetzt kommt für mich die größte und in der Praxis durchaus relevante Verbesserung: Die JPEG-Engine wurde massiv verbessert und ist nun endlich nutzbar! Farben, Kontrast und Schärfe sind hervorragend! Hurra! Endlich kein (quasi) RAW-Zwang mehr! Ich fotografiere mittlerweile hauptsächlich in JPEG und nur bei besonders wichtigen oder anspruchsvollen Motiven in RAW.

Da alle DP-Kameras Festbrennweiten als Objektive verwenden, ist man naturgemäß nicht so flexibel, falls ein Motiv doch mal in (vermeintlich) zu weiter Entfernung liegt. Durch die gigantische Bildqualität kann man locker später am PC einfach einen Ausschnitt vergrößern. Man spart sich quasi ein mittleres Teleobjektiv, weil man wie schon geschrieben, bei zufriedenstellender Qualität, so tief ins Bild hineinzoomen kann. Ist natürlich ein Kompromiss, aber immerhin.

GESCHWINDIGKEIT:

Die Speicherzeiten der Fotos, stets ein Kritikpunkt bei Sigma-Kameras, finde ich bei der Quattro durchaus akzeptabel und angemessen. Das parallele Abspeichern eines RAW -und JPEG's dauert gefühlt ca. 5 Sekunden. Man muss sich hier aber vor Augen halten, dass wir hier von (insgesamt) ca. 70MB pro Speichervorgang sprechen. Eine RAW-Datei belegt etwa 50MB und ein JPEG in höchster Qualitätseinstellung nochmal ca. 20MB! Die vielen Bildinformationen benötigen eben ihren Platz. Nachteil: Das Bearbeiten, Verwalten und Betrachten der Bilder am PC/Mac artet schnell zur Geduldsprobe aus - auch bei modernsten Rechnern! Hier macht es vielleicht Sinn, je nach persönlichem Anspruch, die Qualitäts -bzw. Auflösungseinstellung etwas zu reduzieren und einen guten Kompromiss zwischen Dateigröße und der benötigtem Masse an Bildinformationen zu erreichen.

ISO-FÄHIGKEIT:

Auch hier hat sich viel getan! Ich habe Aufnahmen in Innenräumen bei mässigem Licht mit ISO 800 in JPEG geschossen und würde behaupten, dass diese absolut brauchbar sind. Bei den Vorgängern war dies quasi unmöglich. Das bietet bei Low-Light natürlich entscheidente Vorteile und freut mich sehr.

AUTOFOKUS:

Der Autofokus ist, wenn er denn erfolgreich fokusieren kann, fast immer absolut treffsicher und schnell. Wird das Umgebungslicht weniger, bekommt er aber schnell Probleme. Hier hilft dann nur mehrmaliges Probieren oder die Nutzung des sehr gut umgesetzten manuellen Fokus.

So, nachfolgend nochmal alle mir gerade einfallenden Vor- und Nachteile im Überblick.

VORTEILE:

+ gigantische Bildqualität und Farbtreue
+ sehr hochwertiges, messerscharfes Objektiv
+ massiv aufgewertetes Gehäuse
+ wesentlich verbesserte JPEG-Engine
+ bis ISO 400 sehr gut nutzbar, teilweise auch ISO 800
+ Filtergewinde am Objektiv vorhanden
+ AF-Hilfslicht vorhanden
+ schneller und sehr treffsicherer Autofokus bei genügend Licht
+ gut umgesetzter manueller Fokus
+ elektronische Wasserwaage vorhanden
+ sinnvolle Gummierung an der Kamera-Unterseite
+ sehr einfache Bedienung
+ wie gehabt voll manuell einstellbar
+ erfahrungsgemäß sind Sigma-DP-Kameras sehr langlebig und zuverlässig
+ gedruckte Bedienungsanleitung im Lieferumfang
+ man fällt mit der Kamera definitiv auf (oder eher ein Nachteil?) ;-)
+ Made in Japan (selten geworden)

NACHTEILE:

- Fummeliger Fingernagel-Killer als Abdeckung für SD-Kartenschacht
- Keinerlei Video-Modus vorhanden
- Kein eingebauter Blitz
- aktuell keine wirklich geeignete Kamera-Tasche auf dem Markt
- sehr große JPEG-Bilddateien (RAW sowieso)
- RAW-Dateien lassen sich (sensorbedingt) nur mit der sigmaeigenen Software öffnen/bearbeiten
- Akku-Laufzeit nach wie vor unterdurchschnittlich, aber freundlicherweise 2 Akkus im Lieferumfang
- leider nach wie vor kein eingebauter Sucher
- unpraktischer Objektivschutzdeckel
- kein beweglicher Monitor
- kein Automatikmodus, keine Motivprogramme (wer's braucht)
- Kamera ist deutlich größer als die Vorgänger
- teuer, aber in Relation zur gebotenen Qualität den Preis wert

Meiner Meinung nach lohnt sich ein Sigma-Einstieg für anspruchsvolle Fotografen definitiv. Auch ein Upgrade von einem der Vorgängermodelle ist auf jeden Fall überlegenswert. Ich würde ihn jederzeit wieder machen!

Ich gebe ohne Gewissensbisse gern eine 5-Sterne-Bewertung. Die Kamera wurde konsequent nur für einen Zweck entwickelt: Eine atemberaubende Bildqualität! Diesen Zwecks erfüllt die Kamera wie keine Zweite in dieser Kameraklasse und in diesem Preissegment! Jeglicher anderen Schnickschnack, der mit diesem Ziel nichts zu tun hat, wurde hier konsequent weggelassen. Das muss einem vor dem Kauf bewusst sein!

Ich habe sicher vieles vergessen und werde ggf. die Rezension erweitern bzw. ein Update hinzufügen.

Ich hoffe, die Rezension war (zumindest etwas) hilfreich.
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am 25. Dezember 2015
Ich besitze eine Canon 5dII mit einigen L-Objektiven und bin mit den Bildqualitäten sehr zufrieden. Als ich mir dann vor einem Jahr eine Sigma merrill dp2 zulegte wurden meine Erwartungen übertroffen und so liebäugelte ich schnell mit einer Quattro dp1 oder dp0. Lange habe ich überlegt und mich in Foren umgesehen. Schließlich habe ich eine dp0 gekauft und bin vollauf zufrieden. Das diese Kameras superscharfe Bilder hervorbringen und eine tolle Farbwiedergabe haben wusste ich schon von meiner dp2, was mich allerdings vollends überzeugt ist die verzeichnungsfreie Abbildung bis in die Ecken bei der dp0. Toll sind auch die zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten gegenüber meiner dp2,...z.b. Bzgl. des Weißabgleich. Wer überlegt, ob er sich eine Quattro dp0 oder 1 kaufen soll,...meine Empfehlung lautet dp0!
Für Aktion-Fotografie nehme ich jetzt immer meine Canon und sonst fast nur noch die Sigmas,...bei low-light mit Stativ. Bezüglich der Kameraform kann ich sagen, dass die dp0 gut in der Hand liegt, wenn sie richtig angefasst wird und aus dem Allerlei angenehm anders hervorsticht;...eine Kamera mit Persönlichkeit eben!
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am 19. Oktober 2014
Tests zu Sigma DP Kameras gibt es nicht gerade viele im Netz. Vergleiche der DPs verschiedener Generationen sind noch rarer gesät. Mit diesem Vergleich der Quattro mit der DP3M, möchte ich auf einige Unterschiede zwischen den beiden Kameras und auf einige Verbesserungen bei der Quattro eingehen, und somit anderen Merrill-Besitzern, die sich für die neuste DP interessieren, die Kaufentscheidung erleichtern.

Haptik, Bedienung, Verarbeitung

Das Design der neuen Quattro ist zweifelsfrei der Aspekt der Kamera, der nach der Ankündigung dieser am heftigsten diskutiert wurde. Manche, so wie ich, finden das futuristische Design erfrischend, mutig und schön, andere wiederum können diesem nichts abgewinnen. Obwohl ich zu denen gehöre, die mit der Haptik der DP3M zufrieden sind und an dieser kaum etwas auszusetzen haben, muss ich zugeben dass sich die Quattro doch ein gutes Stück besser halten und bedienen lässt. Es ist aber nicht nur der Griff, der zu besserer Haptik und Bedienung beiträgt - das 2. Rändelrad, welches dazugekommen ist, erleichtert das Vornehmen wichtigster Einstellungen ungemein, besonders im M-Modus. Weitere Pluspunkte sind das verbesserte QS-Menü, welches nun intuitiver ist und sich leichter individualisieren lässt, die Möglichkeit mit der mittleren Taste des Steuerkreuzes sofort auf den Fokuspunkt reinzuzoomen (100% Ansicht), ohne am Rändelrad drehen zu müssen, und der schärfere, heller und kontrastreichere Bildschirm, der sich deutlich besser in der prallen Sonne ablesen lässt. Beurteilung der Bildschärfe wird durch die letzten beiden Punkte immens erleichtert.
Wie ein anderer Rezensent bereits erwähnt hat, sind die Vorderseite des Griffs und die Unterseite der Kamera nun gummiert, was ich wirklich toll finde. Obwohl ich die DP3M für gut verarbeitet halte, fühlen sich das Finish und die Tasten der Quattro einfach besser an. Es könnte daran liegen, dass nun alle Tasten rund sind, aber ich finde den Druckpunkt deutlich besser, als bei den viereckigen Tasten der Merrill. Darüber hinaus, und das liegt sicherlich auch am höheren Gewicht der Quattro, fühlt sich die neueste DP solider an. Die DP3M wirkt im direkten Vergleich irgendwie „hohl“. Die Klappe, hinter der sich der Speicherkarten-Slot und die Anschlüsse befinden, ist tatsächlich suboptimal gelöst. Sofern man die Angewohnheit hat die Speicherkarte nicht aus der Kamera rauszunehmen, sondern diese per USB an den PC anzuschließen, punktet das Merrill-Gehäuse dank einer weniger fummeligen Klappe, mit niedrigerem Frustpotential. Dafür sitzt bei der Merrill die Karte neben dem Akku, was Leuten die Speicherkarten öfter wechseln sicherlich nicht gefallen wird.

Bildqualität, Mikrokontrast, Rauschverhalten

Die DP3M hat zweifellos den höheren „Mikrokontrast“, die Quattro löst aber höher auf und hat das bessere Rauschverhalten. Meiner Erfahrung nach ist ISO800 die höchste Empfindlichkeitsstufe, bei der man mit der Merrill noch brauchbare Farben erhält und ohne viel Rauschunterdrückung auskommen kann. Mit ISO1600/3200 lassen sich nur Schwarzweißaufnahmen machen. Bei der DP2 Quattro liegt die noch brauchbare Empfindlichkeit für Farbfotos eine ISO-Stufe höher – d.h. ISO1600. Auf der SW-Front hat sich m.M.n. wenig getan. Auch mit der Quattro ist bei ISO3200 das Ende der Fahnenstange erreicht. Erfreulich ist natürlich, dass das 30/2.8 Objektiv auch mit 20 Mio Pixeldioden dahinter nicht überfordert ist und trotz der um ein Drittel höheren Pixeldichte immer noch sauber und knack-scharf abbildet. An der Bildqualität der Quattro kann man nichts aussetzen, außer man ist süchtig nach den typischen Mikrokontrasten der Merrill. ;) Ich finde dass der höhere Mikrokontrast der Merrill zu manchen Motiven gut passt, während er bei anderen (Portraits) völlig unnatürlich wirkt.

Arbeitsgeschwindigkeit, AF, Akku

Laut Sigma werkelt in der Quattro ein neuer, schnellerer Prozessor, was man an jeder Stelle spürt. Es dauert jetzt nur halb so lange, bis ein aufgenommenes RAW auf die Karte geschrieben wurde. Das reinzoomen in die Bilder und der AF fühlen sich spürbar schneller an. Wichtiger als die gesteigerte Geschwindigkeit ist sicherlich dass der AF hartnäckiger geworden ist, und dank dem Hilfslicht auch bei schlechtem Licht zupackt, bei dem der AF der Merrill einfach aufgibt.
Obwohl ich Reserve-Akkus habe, ist mir die bescheidene Akkulaufzeit der DP3M ein Dorn im Auge. Man muss sich ständig daran erinnern, welche Akkus leer sind und welche noch Saft übrig haben. Der größere Griff der DP2Q ist keine reine Designentscheidung – er ist nicht nur da, um die Kamera schöner erscheinen zu lassen und ergonomischer zu machen. Darin finden deutlich größer Akkus Platz, von denen wiedermal zwei zusammen mit der Kamera geliefert werden. Dank der höheren Kapazität dieser neuen Akkus lassen sich mit der Quattro deutlich mehr Fotos pro Akkuladung machen. Grob geschätzt sind im Vergleich zur Merrill, mit der Quattro 2,2 bis 2,5 Mal so viele Aufnahmen mit einem Akku drin.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich die Quattro für die rundum bessere Kamera halte. Der einzige Vorteil der Merrill, wobei dieser situationsabhängig ist, ist m.E. der höhere Mikrokontrast, in allen anderen Punkten finde ich die Quattro besser. Wer also mit der sanfteren Bildanmutung der DP2Q leben kann und bereit ist für eine bessere Kamera mehr Geld in die Hand zu nehmen, der sollte zur Quattro greifen.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. Juli 2016
Ich besitze die Sigma DP1 Merrill + DP3 Merill. Nun ergab sich eine günstige Gelegenheit, mit der DP2 Quattro die Brennweiten-Nische dazwischen zu schließen. In Kürze:

Was mir an der Quattro NICHT GEFÄLLT:
1.) Grausame Ergonomie. Die Quattro greift sich einfach miserabel. Und das Steuerkreuz befindet sich dort, wo man gerne mal einen Finger hinschiebt und damit z.B. versehentlich den manuellen Fokus auslöst. Unbegreiflich, was sich die Sigma-Designer da gedacht haben. Bei den Merrills habe ich vorne am glatten Gehäuse optionale kleine Handgriffe montiert, damit sind sie äußerst griffig.
2.) Das Display ist bei hellem Tageslicht mit Sonne, also an einem Sommertag, kaum noch zu erkennen – das geht erheblich besser heutzutage.
3.) Die Kamera kann zwar bis 28 cm ans Motiv ran, jedoch treten bis 50 cm Abstand Unschärfen auf. Die Fotos werden – eindeutig ausprobiert und im Vergleich mit den Merrills, die bis an die mögliche Naheinstellungsgrenze verwendet werden können – erst ab ca. 50 cm Abstand wirklich scharf.
4.) In hellen Bereichen – z.B. Wolken – werden nicht soviele Informationen gesammelt wie bei den Merrills. Bei diesen konnte man in „überbelichteten“ Bereichen und bei starken Kontrastverhältnissen mehr Details herausholen.
5.) Es gibt eine auf 39 MP aufgepumpte Bildgrößen-Funktion (S-Hi) – die taugt wenig. Natürlich werden die Fotos riesig, aber die saubere Feinzeichnung wie bei RAW oder den normalen 20 MP-JPEGS löst sich in leichte Unschärfen auf, was dann wie bei einem Bayer-Sensor aussieht (das gilt auch, wenn man aus der RAW-Entwicklung als z.B. S-Hi TIFF abspeichert). Genau das will man ja bei dem Foveon-Sensor nicht.

Was mir an der Quattro GEFÄLLT:
1.) Die Bildqualität mit ein paar Megapixeln extra hat sich gegenüber den Merrills verändert. Eine Verbesserung ist prägnant feststellbar in dunklen Bereichen, wo bei den Merrills bei starken Hell/Dunkel-Kontrasten leicht Magentaverfärbungen mit gleichzeitigen Ausbleichungen der übrigen Farben im Schatten stattfinden konnten. Die Quattro-Fotos werden von daher sauberer.
2.) Die beste Bildqualität hat man immer noch bei ISO 100 + RAW. Doch kann man durchaus – wenn es nicht anders geht – bis ISO 800 gehen und trotzdem recht gute Fotos machen, was bei den Merrills nun gar nicht zu empfehlen war. ISO 1600 geht ausschließlich nur mit RAW, weil es bei JPEG zu lustigen Farbflecken kommt. Die Qualität bei ISO 1600 ist verwendbar, aber nicht schön.
3.) Im Vergleich mit den Merrills leicht verbesserte Zugriffszeiten.
4.) Das Menü sowie das Schnellzugriff-QS-Menü sind moderner und besser gelöst.

Fazit:
Die DP2 Quattro liefert unter idealen Bedingungen hervorragende Fotos mit extrem guter Detailauflösung. Bei Landschaften und statischen Motiven phantastisch und wegen besserer Schattenzeichnung besser als die Merrills. Auch wenn's schon dämmert und man auf ISO 200 oder 400 gehen muss, ist sie – im Unterschied zu den Merrills – noch gut einsetzbar. Leider schwächelt sie im Nahbereich. Besonders viel schneller als die Merrills ist sie nicht geworden. Die Haptik ist gegenüber den Merrills deutlich verschlechtert. Unterm Strich sollte Sigma sich mehr Mühe geben, dem einzigartigen Foveon-Sensor ein zeitgemässeres Umfeld zu verpassen, d.h. die Gehäusergonomie griffig zu machen, das Display zu verbessern und die Bedienungszeiten zu erhöhen. Wer eine DP2 Merrill besitzt, muss sich nicht unbedingt eine Quattro kaufen, das ist meine Meinung. Wer zwischen den beiden schwankt, sollte bei ähnlichen Preisverhältnissen zur Quattro greifen. Etwas besser ist sie, ja, aber die große Innovation und das Sigma Aha-Erlebnis lassen zu wünschen übrig.
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am 2. September 2014
Man sagt, Vergleiche hinken. Die Kritikenschreiber in den Medien geben sich große Mühe, die Sigma mit anderen Kameras auf dem Markt zu vergleichen, aber so richtig funktioniert es nicht. Ich war auf der Suche nach einer Immerdabeikamera, Problem kennen sicher viele. Sigma kenne ich seit Jahren (SD9,10,14). Als das Vollformat auf den Markt kam, habe ich in Form der Nikon D700 zugeschlagen. Tolle Kamera, aber groß und schwer. Verwöhnt durch die Bilder, war es eine lange Suche nach einer passenden 2. Kamera. Nichts hat mir gefallen und ich hüte mich vor den Marketingversprechen. Als die Quattro gerade in den Medien erschien, schlug mein Herz höher. Eine Kamera gegen den Strom, jede Zeitung, jeder Artikel im Netz wurde "studiert". Man kann sich dabei scheckig lachen. Von "Schitt" bis "atemberaubend" war alles vertreten. Wie vergleicht man auch Äpfel mit Birnen. Wenn man gründlich liest und auch zwischen den Zeilen, dann ist eine gewisse Mießmache durchaus zu erkennen. Nur ganz wenige waren fair, auf die habe ich mich gestützt. Warum soviel Vorspann? Ich habe die Kamera und will hier Vor- und Nachteile nicht auflisten, werden andere machen und wurde schon gemacht. Ich kann nur sagen, wer schwankt und hin-und hergerissen ist, kann beruhigt zugreifen. Er sollte in der Kamera aber nur das suchen was ein Fotoapparat im klassischen Sinne ausmacht: Einfach geniale Bilder. In der 100% Ansicht hat es mich fasst vom "Stuhl gehauen". Auschnittvergrößerungen kein Problem, man spart durchaus ein mittleres Tele. Einschaltzeit, ich weiß nicht woher die Tester ihre Klugheiten nehmen, ich habe gemessen, knapp eine Sekunde, anderthalb mit Fokus. Ich habe mit manuellem Fokus gearbeitet (Nikon), da ist die Quattro für mich schnell. Und die Bilder? Wer mit niedrigen Iso-Werten auskommt, kann getrost jpgs verwenden und spart sich die Arbeit mit der Software. Das soll nicht gegen RAW sprechen, aber nicht jedes Bild wird ein Kunstwerk und muss bearbeitet werden. Übrigens sollte man immer Raw und jpgs gemeinsam aufnehmen, die Raws von Sigma gibts nirgendwo als Vorschau, so hat man immer ein "Vorschaubild" dabei. Kurz, ich bin begeistert und Rate jedem zu, der einfach nur gute Fotos machen will. Übrigens, bemerke ich durch aus die kleinen Unzulänglichkeiten, aber die sind zu verschmerzen, wenn man damit umgehen kann, außerdem machen sie das kleine Stück Technik liebenswert.
29.05.2015
Nun nach einigen tausend Bildern möchte ich meine Erfahrungen festhalten. Die o. geschriebenen Zeilen stimmen immer noch, aber mit der Anwendung in der Praxis ändern sich die Schwerpunkte. Gekauft als Zweitkamera zur Nikon D700, benutze ich die Nikon kaum noch, nur wenn es um "schnelle" Bilder geht und wenn das Licht nicht reicht (Räume, Dämmerung). Damit habe ich schon Einschränkungen genannt. Obwohl Bilder bis ISO1600 möglich sind, die aber nur monocrom und mehr dokumentarischen Wert haben. Ich habe meinen "Denkansatz" um 180° geändert. Die Sigma ist keine Zweit- und auch keine Immerdabeikamera. Wobei ich mit Immerdabeikamera eine Kamera meine, die in jeder Situation, also auch bei wenig Licht und schnellen Aktionen/ Motiven Bilder macht. Immerdabeikamera ist sie aber auch und zwar wenn es um das "besondere" Bild geht und wer weiß schon ob es nicht gerade heute das Motiv gibt wo es sich lohnt.
Ich habe eine Fototasche besorgt in der die Kamera gerade so Platz hat, also wenig stört, wenn man sie über der Schulter trägt oder am Gürtel, für die Hosentasche ist sie definitiv nichts. Wenn die Bildqualität der Maßstab ist für die Einordnung ist, dann ist sie keine Zweitkamera, sonder die Nr.1 und für den Rest der Motive (s.o.) braucht man eben eine Zweitkamera. Das Werbung flunkert (nett umschrieben) ist kein Geheimnis. Die Aussage von Sigma das mit der Kamera Kunstwerke möglich sind ist aber Tatsache (was die Technik betrifft, der "Rest" ist fotografische Kreativität), zeigt aber gleichzeitig Einschränkungen und erfordert bestimmte Voraussetzungen. Zur Kamera gehört definitiv die Software. Natürlich geht es auch mit jpg's und man kann sie in gewissem Umfang auch bearbeiten (je nach Anspruch). Will man aber den "i-Punkt", das Sahnehäubchen in Sachen Qualität, geht es ohne Software nicht. Dazu musste mein Rechner komplett umgebaut werden. 16GB Arbeitsspeicher und SSD-Festplatte usw., wer jetzt denkt dann gehts flott, Irrtum, man kann damit arbeiten, aber schnell ist anders. Das führt dazu, das ich so wie früher beim analogen Film bewusst die Motive suche, für die es sich lohnt die Zeit aufzuwenden. Was nicht wirklich schlecht ist, man wird einfach kritischer. Ich glaubte die Superhighauflösung gibts nur bei den jpg's, weil im Apparat ist nur das möglich, und fand das schon irgendwie geschwindelt. Bilder werden bei mir in der Software in tiff gespeichert (16bit) zur Weiterverarbeitung, mehr durch Zufall und Spielerei habe ich probiert ob Superhigh auch mit tiff geht, es geht, die Dateigröße verschlägt einem den Atem. 225MB für eine Datei. Viel zu groß-ja, aber für die Bearbeitung soviel Polster das es keine Tonwertabrisse gibt und tatsächlich das letzte aus dem Bild herausgekitzelt werden kann. Ich glaube und erlebe es jetzt, das es das ist was Sigma meint mit Kunstwerk. Hätte Sigma gewollt, das Superhigh (tiff) in der Kamera möglich wäre und die Kamera noch dazu das könnte, was man an ihr so kritisiert, dann hätte es jeden Rahmen (Prozessorleistung) gesprengt und die Kamera wäre im der Preis jenseits von Gut und Böse. Zu einem fairen Preis, einem eine solche Bildqualität zu ermöglichen, macht mir die Kamera so "sympathisch". Kurz zu den konkreten Dingen, die 2 Akkus reichen für den normalen Tag aus, im Urlaub und für Fotosafaries usw., sollte und muss man sich mindestens einen weiteren zulegen, was ich nicht schlimm finde und also nicht kritikwürdig. Was wirklich hinderlich ist und das zeigt die Praxis deutlich, es gibt Situationen da ist im Display kaum etwas zu sehen und ich muss im "Blindmodus" versuchen das Motiv einzufangen. Muss man halt mit klarkommen, aber leider kann man sich auf den Autofokus auch nicht immer verlassen. Es bleibt nur übrig, das Motiv mehrmals aufzunehmen und zu hoffen, das ein Treffer dabei ist.
In Menü kann man Manuel+Autofokus einstellen, so das man beim Andrücken des Auslösers am Objektiv drehen kann um die Schärfe einzustellen, das Motiv wird dabei 8X vergrößert. Geht toll, aber nur wenn man w.o.g. das Motiv im Display gut erkennen kann. Auf dem Stativ ist die manuelle Einstellhilfe eine großartige Sache. Strom sparen kann man, indem man auf darauf verzichtet sich die Bilder auf dem Display anzuschauen, habe ich mir abgewöhnt. Auf dem Mäusedisplay ist alles scharf, die Enttäuschung (oder Begeisterung) kommt am Rechner. Hier zeigt sich ein weiteres Merkmal, auf Grund der großen Bilder muss man wieder lernen die Kamera wirklich ruhig zu halten. In der 100% Ansicht wird gnadenlos jedes Zittern, jeder Wackler offensichtlich. Bei geringen Vergrößerungen im Druck mag es nicht auffallen, aber wer Poster will muss auf Schärfe achten. Das wirkliche Highlight ist, das hat sich erst in der Praxis gezeigt, das Histogramm und die optimale Möglichkeit mit dem hinteren Einstellrad (Daumen), die Belichtung gezielt zu ändern. Aus zwei Gründen, es macht sich bezahlt und ist notwendig immer auf die Lichter zu belichten, das kann man am Histogramm hervorragend verfolgen. Zum anderen, will man bestimmte Lichtstimmungen einfangen (alle Fotoapparate der Welt sind auf 18% grau geeicht, bügeln also jede Stimmung weg, die davon abweicht), dann kann man mit Blick auf das Histogramm und mit der Möglichkeit darauf Einfluss nehmen zu können die Lichtstimmung korrigieren.
Zum Schluss ein echtes Problem (mit Augenzwinkern). Mit der Bildqualität an die man sich kaum gewöhnt, immer wieder begeistert ist, wächst der Anspruch, jeder andere Apparat muss sich damit messen und scheitert im direkten Vergleich. Es gibt in der bezahlbaren Region, keinen Apparat der diese Qualität liefert. Ich glaube da muss man schon in die Gefilde der Mittelformatkameras. Das macht mich andererseits sehr zufrieden, für eine guten Preis, sehr gutes bekommen zu haben. Ich bin begeistert und das jeden Tag aufs Neue.
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Diese Kamera besitzt ein gut ausgewogenes Weitwinkelobjektiv mit dem Leitwert 4,0.
Da der Sigma-Sensor seine beste Leistung bei ISO 100 hat und danach schnell abfällt, ist klar, das im Winter ohne Stativ nicht viel geht.
Bewegte Motive an trüben Tagen sind ohne Blitz nicht drin.
Wenn man aber, wie ich, überwiegend Architekturaufnahmen macht, dann kann man gut mit den Stärken dieses Weitwinkelobjektives arbeiten.
Es hat wenig Verzeichnung und klare Farben bis in die Randbereiche.
Bei 100% Darstellung ist alles wunderbar scharf und auch noch etwas Spielraum zum Zoomen vorhanden.
Ich fotografiere am liebsten im RAW-Formart. Hier stört es, das man erst über den Umweg über die Sigma-Software und das Tiff in Lightroom kommt. Die Sigma-Software bietet auch Éntwicklungsfunktionen an aber diese sind vergleichsweise mager. Gerade Hauttöne sind in der Sigma-Software allerdings viel leichter zu bearbeiten.
Zur Auflösung:
Beste Ergebnisse gibt es im RAW-Format und das geht nur bis 19,6 Megapixeln.
29 Megapixel gibt es im JPEG. Aber dann ist man dem Weißabgleich der Kamera und deren Interpretationen ausgeliefert.
39 Megapixel hat die Kamera. Allerdings auf mehreren Ebenen und auf drei verschiedene Farben aufgeteilt.
Das heißt die Strukturauflösung beträgt maximal 29 Megapixel und im RAW-Format 19,6 Megapixel.
Fazit: Wenn man weiß, was man möchte und dies zur Kamera passt, dann ist sie ein wirklich gutes Werkzeug. Bei jedem Lichverhältnis sorglos draufhalten wird keinen Erfolg bringen. Ich habe immer ein Stativ und einen Fernauslöser dabei, um auch noch Spielraum zum Abblenden zu haben.
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am 14. Mai 2015
Wenn man die wenigen Testberichte über die DP-Quattro-Serie liest, fragt man sich zwangsläufig, ob Fotografie wirklich zum technischen Vorgang verkommen ist. Heutzutage, wo ein Fotoapparat zum multiplen Spielzeug für alles wird - also filmen und telefonieren und Daten kabellos austauschen soll -, scheinen sich die Tugenden des Fotografierens in der Schnelllebigkeit und dem Wunsch nach umfänglicher Befriedigung aller Sinne und Zwecke, zu verflüchtigen.
Der Foveon - Sensor bedeutet für die größte Revolution in der digitalen Fotogeschichte, denn er arbeite nicht in die Breite, sondern in der Tiefe.Was der Sensor, zusammen mit dem festverbauten Objektiv zuwege bringt, ist schlicht und einfach sensationell. Schon die Merrill hat da deutliche Zeichen gesetzt. Die Folgen? Ich habe meine D800 sehr schnell wieder verkauft, nachdem ich die Bilder der Nikon (bis Iso 200) mit denjenigen der Merrill verglichen hatte.
Der Detailreichtum, die Farbentreue, der feine Kontrast, mit all' dem konnte meine Vollformatkamera nicht annähernd mithalten; die Nikon-Bilder wirkten gegen die Merrillbilder einfach "flach".
Und jetzt die nächste Generation, die Quattro!! Da kann nicht einmal ,das von den Testern ausgerufene Vollformat der neuen Sony - Generation mithalten. Aber, aber, aber…
Klar, ab Iso 400 muss sich dann die Quattro den üblichen Consumer-Kameras geschlagen geben. Aber jetzt nehmen wir einfach mal an, dass das Licht beim Fotografieren eine Rolle spielen könnte und sollte, und, dass die meisten Fotos bei gutem Licht geschossen werden. Nehmen wir weiterhin an, dass man, um ein Bild zu komponieren immer auch Zeit braucht. Und, wenn dem so wäre, dann behaupte ich, dass kein Fotoapparat in diesem Preissegment das generieren kann was die Sigmas mit ihrem Foveonsensor generieren können, nicht einmal annähernd.
Für Streetofotografie ist die Quattro als nur im manuellem Modus interessant, aber dafür habe ich ja meine kleinen Fujis. Die sind schnell genug und sowieso unauffälliger.
Achja, und ganz nebenbei, ich möchte keine Kamera, die streamen, filmen und vielleicht sogar telefonieren kann, ich möchte eine Kamera, die einfach "nur" berauschend schöne Fotos macht. Und da gibt es in diesem Preissegment nun einmal nur die Sigmas. Und die Tester dürfen gerne auch in Zukunft wie Techniker testen und Nebensächlichkeiten zur Hauptsache erklären. Gut, ich gebe zu, den Sucher vermisse ich auch, aber auch da bietet Sigma Möglichkeiten an.
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am 30. November 2016
- Licht, selbst bei moderatem Licht hat man Auslösezeiten die Verwackeln zulassen.
- Hohe ISO Werte sollte man sich gleich abschminken, ISO bis 400 ist Rauschtechnisch noch OK, allerdings gibts selbst bei ISO 100 schon erkennbares Rauschen (bei der Pixelgröße aber auch kein Wunder).
-Sonne, gegen die Sonne oder gar in die Sonne zu fotografieren produziert hässliche grüne "Reflexe" über das halbe Bild. In diesem Ausmaß noch nie bei anderen Kameras erlebt. Fotos sind nicht verwendbar, auch nicht mit Bearbeitung.
- keine Sonnenblende im Lieferumfang
--- Artefakte, Bildfehler, chromatische Aberration machen in der Nachbearbeitung das Leben schwer
- Funktionsumfang
- kaum für Portrait Fotografie verwendbar
- sehr unflexibel durch feste Brennweite, sollte man vor dem Kauf genau bedenken!!
+/- Autofokus fast immer akkurat und zügiger als bei meiner X-Pro 1
++ Auflösung und Schärfe sind überragend.
+ Teilweise richtig gute Bilder
+ 2 Akkus im Lieferumfang

Mein Verhältnis zu dieser Kamera nach meinem Hawaii Urlaub ist zwiegespalten. Einerseits liebe ich diese extreme Auflösung, mit der man schon mal richtig schön Bildausschnitte verwenden kann, andererseits haben die Hälfte aller Bilder diese grünen Gegenlichtabbildungen, mit denen ich überhaupt nicht klar komme. Ich denke mit Filter und Gegenlichtblende können diese noch reduziert werden aber ohne sind sie ein großes Problem.
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am 15. März 2015
Ich habe mir die Kamera geliehen. Als Besitzer der DP1s wollte ich sehen, was sich in der Entwicklung getan hat und inwieweit sich Änderungen hinsichtlich der noch vorhandenen Probleme ergeben haben.

Die DP2Q ist recht groß, breiter als meine 10 Jahre alte Canon-Spiegelreflexkamera. Sie ist jedoch mit etwas Mühe noch in eine größere Jackentasche zu bekommen.

Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, es macht alles einen stabilen Eindruck.

Die Form der Kamera ist gewöhnungsbedürftig. Es gibt sicher verschiedene, in der Menge begrenzte Formen, die dafür sinnvoll scheinen, diese gehört nach meiner Meinung jedoch nicht dazu. Nicht nur, dass die Kamera recht breit geraten ist, sie lässt sich auch nicht gerade leicht halten. Die Mulde an der rechten Seite schien mir zunächst für den Daumen passend. Nachdem ich mich schon gefreut hatte, dass das vermeintlich einen Sinn hatte, stellte sich das schnell aus Trugschluss heraus, denn es funktioniert einfach nicht. Somit ist mit einer Hand kein Halten möglich, mit beiden Händen gelingt es einem dann, ist aber trotzdem nicht optimal. Man hat immer ein wenig Angst, dass einem das Gerät aus der Hand rutscht. Beim Hochformat, welches ich öfter nutze, hat man immer den Eindruck, die Kamera kippt in die Schieflage aufgrund ungünstiger Masseverhältnisse.

Die Bedienung der DP2Q ist recht einfach und mittels der Drehräder an der Oberseite gut zu bewerkstelligen. Die nötigen Menüpunkte sind gut erreichbar und nicht mit überflüssigen Funktionen belegt.

Der Objektivdeckel fällt einem ab und zu herunter - kein Wunder, denn es fehlt ein Band zur Fixierung. Dafür wird es sicher wieder Zusatzteile geben, die dieses Problem beheben. Sicher auch einen Sonnenschutz, der dann gleichzeitig als Schutz für das Objektiv dienen kann.

Das Display ist groß und löst gut auf. Schade, dass kein Sucher vorhanden ist.

Das Objektiv ist fest und fährt nicht beim Einschalten heraus. Die Einschaltdauer bis zur Fotobereitschaft ist nicht gerade kurz, aber als Landschaftsfotograf kann man das problemlos verschmerzen. Ebenso der Autofokus, er sitzt treffsicher, braucht aber auch noch seine Zeit.

Zur Bildqualität: Die Auflösung ist natürlich gegenüber den früheren Modellen DP1/2 extrem gestiegen. Da waren es ja in der Fläche 4 Megapixel. Die Schärfe ist nach wie vor hervorragend. Inwieweit sie besser oder gleich der DP2 Merill ist, kann ich nicht beurteilen, ebenso inwiefern der berüchtigte Foveon-Effekt durch den neuen Chip und dessen Gestaltung gelitten haben könnte. Um das zu ermitteln, habe ich die Kamera nicht lange genug testen können und mir fehlt der Vergleich.
Leider war in einem Teil der Leihzeit nur schlechtes Wetter, so dass ich nur wenige Aufnahmen machen konnte. Heute war hingegen ein Tag, der erst Regen und dann Sonne brachte, was ich besonders gut finde, weil man dann das Glitzerspiel des Regens auf den Wegen wiedergeben kann und alles besonders klar wirkt. Die Wolken waren noch stark ausgeprägt, was mir aber mehr liegt als strahlend blauer Himmel.
Es ist schon erstaunlich, was diese Kamera leistet. Wenn ich sonst Bilder auf 100% vergrößere, bleibt von kleinen Details oft nur ein nicht recht definierbarer “Brei” zurück. Nicht so bei der Sigma: Die Ergebnisse, die ich heute erreichte, haben mich ehrlich gesagt selbst als DP1s-Kenner erstaunt. Selbst bei hohen Auflösungen ist bei 100% Vergrößerung alles scharf. Man sieht Details, die einem beim Erstellen des Fotos nicht auffielen, Personen oder Gegenstände in der Ferne, alles scharf.
Ich habe mich zwar auch gewundert, weswegen RAW-Bilder mit dieser S-High-Auflösung nicht möglich sind, sondern dort die höchste Auflösung “High” ist. Selbst die reicht aber aus. Die meisten Bilder habe ich in Jpeg fotografiert, weil das bei mir das Format der Wahl ist.
Schade ist, dass XnView unter Linux die Raw-Bilder nicht mehr wieder gibt: Bei meiner DP1s ist dies problemlos möglich.
Bei den hohen Auflösungen sollte man Kamera wirklich extrem ruhig halten, weil man jede kleine Verwackelung bei 100% Vergrößerungen sieht.

Die High-ISO-Tauglichkeit scheint nochmal verbessert worden zu sein, ISO 400 kann man noch akzeptieren; man sieht jedoch ein verstärktes Rauschen bei 100%-Vergrößerungen auf jeden Fall, inwiefern das die Sichtbarkeit der Details beeinflusst, ist fraglich. Man kauft sich eine solche Kamera ja aufgrund der hohen möglichen Bildqualität, die man natürlich nicht durch verstärktes Rauschen wieder verderben möchte. ISO 200 scheint nach wie vor eine Grenze darzustellen, zumal sich bei höheren ISO-Zahlen bei mir auch Farbverschiebungen einstellten.
Im Schwarz-Weiß-Modus mag dies anders aussehen, ebenso bei RAW-Bildern, die nachträglich mit SPP entwickelt werden. Das ist wohl bei dieser Kamera die Kür hinsichtlich der erreichbaren Qualität.

Sonstiges: Der Akku hält gefühlt zwar nicht sehr lange, aber man hat zwei davon, insofern war das kein Problem für mich.

Den Blitz gibt es ja schon seit der Merill-Serie nicht mehr, macht aber nichts, er war ohnehin bei der DP-Serie nur eine bessere Taschenlampe. Ein externer Blitz kann angeschlossen werden und leistet mehr als ein eingebauter.

Video braucht man als Landschaftsfotograf nicht. Man will Fotos machen.

Gesamteindruck: Insgesamt ist die Kamera nach wie vor ein Wunder an Bildqualität, aber sie ist irgendwie unhandlich und schwer geworden und man muss sehr sorgfältig bei der Erstellung der Fotos vorgehen. Durch die Langsamkeit dabei stört es dann jedoch auch nicht mehr, wenn die Kamera nicht die Schnellste ist: Man braucht für jedes Foto ohnehin seine Zeit, bis es perfekt ist.
Die umgerechnet 45mm Brennweite schienen mir als Landschaftsfotografen eher ein nicht von großem Vorteil, jedoch erzieht es zur Motivwahl.
Leider fehlt wieder ein vernünftiger (eingebauter) Sucher. Sigma hat bei seinen Spiegelreflexmodellen bewiesen, dass sie das gut können.
Dass die Bilder der Kamera nochmals schärfer sind als die der kleinen DP1s, die ich besitze, wurde mir beim Vergleich der Ergebnisse der beiden Kameras klar. Meine Kleine macht natürlich auch gute Fotos, aber an die Merill oder Quattro reicht sie gefühlt nicht heran.
Insgesamt bin ich angetan von dem Gerät und finde es interessant, sie kommt für mich jedoch aufgrund der Größe und Form nicht in Frage. Ich nutze weiter die DP1s und meine alte Panasonic-Taschenkamera, wenn es mal schnell gehen muss. Dabei muss ich dann auf Bildqualität verzichten.
Die nächste Sigma-Generation sollte wieder kleiner werden bzw. sich nicht zu sehr von der üblichen Kompaktgröße abheben. Es wäre die Frage, ob man eine derart hohe Auflösung benötigt. Das kann ich nur für mich selber beantworten und will anderen Nutzern nicht vorgreifen. Es hat Vorteile, Bilder vergrößern und Ausschnitte herausstellen zu können. Das mache ich eher selten, andere Nutzer vielleicht öfter.
Insgesamt würde mich noch interessieren, wie die Nutzer die Bildqualität der Quattro gegenüber den Merill-Modellen beurteilen: Die sind ja nun preislich ins Erschwingliche gefallen.
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