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Sexualstraftäter im Zerrbild der Öffentlichkeit: Fakten - Hintergründe - Klarstellungen Taschenbuch – 1. Januar 1999


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Wenn im Konkret Literatur Verlag ein Buch über sexuellen Mißbrauch erscheint, rechnet man möglicherweise mit einem radikalen Pamphlet oder einer abstrusen Thesensammlung. Werner Krebbers Buch über Sexualstraftäter im Zerrbild der Öffentlichkeit überrascht dagegen durch seine Sachlichkeit. Zunächst zitiert Krebber ausgiebig Kriminalstatistiken, die das Bild einer Zunahme von Sexualdelikten widerlegen. Er weist auch zu Recht darauf hin, daß im Gegensatz zum sexuellen Mißbrauch und zu sexuellen Morden die elterliche Kindstötung, die fast 100 Kinder im Jahr das Leben kostet, von den Medien kaum oder gar nicht wahrgenommen wird. Dunkelziffern zum sexuellen Mißbrauch übernimmt Krebber dagegen relativ kritiklos. Das Medienbild vom allgegenwärtigen Mißbrauch in der Familie wird exakt reproduziert und nach wie vor eine Tabuisierung unterstellt.

Der Autor kritisiert die voreilige Verschärfung des Sexualstrafrechts, die teilweise sogar in populistischen Forderungen nach der Wiedereinführung der Todesstrafe mündete. Leider argumentiert er gegen die Todesstrafe nur mit dem Hinweis, diese dürfe in einem Rechtsstaat nicht diskutabel sein -- zumindest Hinweise auf Studien, die ihre Unwirksamkeit belegen, wären angebracht gewesen.

Als Tatmotive für sexuellen Mißbrauch macht Krebber Machtbegierde, Haß und Sadismus aus. Gleichzeitig lehnt er eine "triebfixierte" Untersuchung und Behandlung von Sexualstraftaten ab. Auch seine Argumente gegen chirurgische und chemische Kastration liegen auf dieser Linie und überzeugen nicht. (Der Hinweis darauf, daß die geringe Rückfallquote bei chirurgisch und chemisch kastrierten Straftätern auch auf eine hohe Selbstmordquote zurückzuführen ist, fehlt.) Überzeugender argumentiert Krebber, wenn er kritisiert, daß 97% der Straftäter nicht therapiert werden, sondern im Gefängnis landen -- wo lange Haft sie nachweislich aggressiver macht. Die Ideologie "Strafe, Sühne, Vergeltung" müsse durch ein wirksames therapeutisches Konzept ersetzt werden. Tatsächlich belegt Krebber, daß nur eine Minderheit therapierter Sexualstraftäter rückfällig wird und Therapien in jedem Fall besser sind als Gefängnis.

Krebber zitiert oft und gerne Einzelfallberichte -- als Gerichtsberichterstatter kann er nicht aus seiner Haut. Hier verläßt er aber den Pfad der Sachlichkeit und kehrt zur von ihm kritisierten Emotionalisierung zurück. Die Rolle der Medien wird im Buch zwar thematisiert, es fehlen aber Statistiken als Beleg. Die hysterische Stimmungsmache der Bild-Zeitung mit dem Pressekodex zu kontern ist etwa so, als versuche man eine Gruppe von alkoholisierten Hooligans in einem "offenen Diskurs" von der Sinnlosigkeit von Gewalt zu überzeugen.

Mit seinem Buch liefert Werner Krebber alles in allem einen wichtigen -- wenn auch kurzen -- Beitrag in einer schwierigen Diskussion. Manchem Leser mag es jedoch bedauerlich erscheinen, daß das Buch selten von der Linie der Medienberichterstattung abweicht und nur wenige, wirklich neue Fakten präsentiert. Insofern trägt es den Charakter eines typischen Schulreferats, das zwar die herrschende Meinung wiedergibt, aber kaum neue Denkansätze präsentiert. Wer kritischer informiert sein will, dem sei daher das Handbuch sexueller Mißbrauch von Katharina Rutschky empfohlen. --Erik Möller


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