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Nach "Voluptuous Panic - The Erotic World of Weimar Berlin" und "The Hot Girls from Weimar Berlin" bringt der Verlag Feral House nun ein drittes Buch über die besondere Atmosphäre in Berlin zwischen den Weltkriegen heraus, eine Lebensgeschichte einer der Protagonistinnen der Zeit, der Tänzerin Anita Berber.

Anita Berber war in den Jahren zwischen den Weltkriegen in Berlin eine lokale Berühmtheit. Sie fesselte sowohl Künstler als auch Halbwelt durch ihre extremen, erotischen Auftritte. Wobei nicht nur Auftritte auf der Bühne gemeint sind, sondern auch solche im Privatleben. Wie groß der Mut dieser Frau war - oder möglicherweise auch ihre Verrücktheit - kann man erst dann begreifen, wenn man sich das Klicheee von Berbers Geschlechtsgenossinnen um die Jahrhundertwende kaum 20 Jahre zuvor ins Gedächnis ruft, der "guten, alten Kaiserzeit", als es sich für eine Frau noch gehörte, im Heim am Herd die kleinen Soldaten großzuziehen. Aber der 1. Weltkrieg hat das alles verändert, und so hatte eine Persönlichkeit wie Anita Berber einen völlig anderen Freiraum, und wo sie den nicht hatte, hat sie sich ihn einfach genommen. Natürlich ging das nicht wirklich lange gut, und so ist sie wenig später, 1928 mit nicht einmal 30 Jahren, an Tuberkulose gestorben.

Der Band konzentriert sich schon sehr auf das Spektakel und die Erotik. Das Bild hinter den Masken dieser Frau bleibt leider oft rätselhaft. Hier würde ich gern mehr wissen, weiss aber zugegeben nicht, ob die Quellen wirklich mehr hergeben. Der Band ist, wie immer bei dieser Serie des Verlages, reich mit Photos und Kunst aus der damaligen Zeit illustriert. Leider bis auf einige Seiten am Ende ausschließlich in Schwarz-Weiss. Hier hatten die beiden anderen, oben genannten Bände mehr zu bieten. Leider ist man auch nicht beim identischen Format geblieben, das neue Buch ist deutlich kleiner.

Dennoch ist das Buch eine gute Ergänzung zu den beiden anderen Bänden, aber aus meiner Sicht kein Muss. Möglicherweise ist man sogar mit der inzwischen erschienenen, deutschsprachigen Biographie besser bedient, wenn man sich wirklich für den Menschen Anita Berber interessiert.
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