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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
4
Serenade zu Dritt
Format: DVD|Ändern
Preis:29,99 €+ 3,00 € Versandkosten

TOP 500 REZENSENTam 3. November 2012
Frankreich in den Dreißigern: die Freunde George Curtis (Cooper) und Tom Chambers (March), zwei erfolglose Künstler en route, treffen im Zug auf die schlagfertige Zeichnerin Gilda (Hopkins). Man findet künstlerisches Gefallen aneinander und mehr...
Sehr zum Missfallen, Max Plunketts (Everett Horton), Gildas Chef, für den sie eine Napoleon-Unterhosen-Werbung entwirft.
Gilda beschließt die beiden Männer als "mother of art" zu fördern und schwuppdiwupp läuft Toms Karriere als Autor wie geschmiert und der Weg für George und Gilda scheint frei...
Doch es kommt alles anders als gedacht bis zum typischen Lubitsch-Finale.

1933 entstand die locker-leichte und sehr frivole Komödie mit dem legendären Lubitsch-Touch nach einem Bühnenstück Noel Cowards, das 1932 große Erfolge feierte. Für eine Umsetzung als Film, aufgrund der gewagten Dialoge aber kaum geeignet, denn es enthielt auch kurz vor dem Inkrafttreten des Production Code eine Fülle an gewagten Frivolitäten, die die Zensoren kaum durchgehen lassen würden. Doch Ben Hecht reduzierte das Anstößige soweit, dass das Stück in Grundzügen der Vorlage entsprech, allerdings nur noch eine Zeile der Vorlage enthielt...

Die weibliche Hauptrolle bekam Lubtisch Lieblingsaktrice - Miriam Hopkins - die bereits ein Jahr zuvor in "Trouble in Paradise" spielte. March und Cooper waren nach Colman & Howard, erst zweite Wahl (schade, ich hätte zu gerne Colman in der Rolle gesehen); Cooper sogar erst dritte Wahl, denn für seinen Part war zuvor noch Fairbanks jr. im Gespräch. Nichtsdestotrotz brillieren alle drei als locker-lustiges Dreieck und vor allem der junge Cooper glänzt in seiner ersten Komödie. Er drehte zwei weitere mit Lubitsch: "Desire" (1936) mit Marlene Dietrich und "Blaubarts achte Frau" mit Cl. Colbert.

Wie auch in "Trouble in Paradise" ein Film voller Doppeldeutigkeiten und unterschwelliger Andeutungen. Auch einiger sehr direkter, als die selbsternannte "mother of art" sich in die beiden erfolglosen Künstler verliebt und mit beiden an zwei Tagen hintereinander turtelt und mehr ... wie sie sehr direkt sagt. Als sie jedoch erkennt, dass es so nicht funktionieren kann verfällt sie auf die Idee, sich als "mother of art" einzubringen und schafft es tatsächlich, Toms Karriere so zu fördern, dass er als erfolgreicher Autor in London landet. Die Bahn für George scheint frei. Haben die beiden sich doch gegen die entscheidungsunwillige Gilda verbündet - Männer müssen schließlich zusammenhalten - nachdem sie ihnen gebeichtet hat, dass sie mit beiden was laufen hat, so wird dies aufgehoben, als der Erste aus dem Weg ist. Doch die Ehe mit George entpuppt sich als langweilig und als Tom auf Kurzurlaub in Paris weilt und George auf Geschäftsreise ist, geschieht das Unvermeidliche (mal wieder dezent durch eine Abblende eindeutig angedeutet). Doch weit gefehlt, wer jetzt denkt sie wirft alles hin und verschwindet mit Tom, nein etwas ganz anderes passiert, bevor es zum typischen Lubitsch-Ende kommt.

Eine ganz bezaubernd unterhaltsame, locker-leicht-lustige und humorvolle Komödie um eine Frau, die ihren Mann steht. Und endlich mal das macht, was für Männer selbstverständlich ist: sich in mehrere Frauen gleichzeitig zu verlieben. Vertauschte Rollen also. Doch sie kanalisiert ihre Gefühle und lenkt sie in künstlerische Bahnen um mit einem eindeutigen Agreement: No sex. Und das in Zeiten des Production Codes... Dass das Leben ohne Gildas "we made love", und das enthaltsame Leben aber gar nicht so einfach ist, wird seeehr schnell offensichtlich.

Die Rezi bezieht sich auf eine 2011er Ausgabe mit englischer Tonspur und portugiesischen UT (die ich aber nicht fand), in sehr guter Bildqualität und guter Audiospur.

Fazit: Einmal mehr ein genialer Lubitsch mit einer Frau, die ihren Mann steht und in der zwei Männer noch einer zu wenig sind und Napoleon in Unterhosen einen ganz und gar bezaubernden Auftritt hat.
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am 11. September 2014
Lubitsch, wie wir ihn lieben. Sein Witz, seine Ironie, sein Humor und seine Liebe für Menschen und das Menschlich-allzu-Menschliche haben hier wieder eine lockere, leichte, schaumige Komödie erzählt, die so leicht wie eine Feder mit durchaus schwierigen Konstellationen im zwischenmenschlichen Bereich spielt. Seit die Menschen die Ehe mit ihren rigiden Moralvorstellungen erfanden, war die Frage, was passiere, wenn einmal ein Mann oder eine Frau nicht nur einen Partner liebe, stets gleichermaßen relevant. Männer haben immer eine Lösung für diesen Konflikt gefunden und Frauen hatten sich gefälligst mit ihr abzufinden. Hier wird die Sache einmal umgedreht. Damit die Amis das schlucken konnten, musste sie nach Paris verlegt werden, denn da geht es ja bekanntlich immer schlüpfrich zu. Das Trio, großartig besetzt mit den Spitzenstars jener Zeit (1933), findet für seine Lage eine Lösung, die aus unterschiedlichen Richtungen geprüft wird. Es ist für die amerikanische Moral bezeichnend, dass sie auch nach den üblichen Irrungen und Wirrungen mit Missverständnissen und Eifersuchtsdramen zum zweiten Mal bestätigt und bekräftigt werden musste: die Ausklammerung des Sex. Lubitsch macht es uns leicht, davon auszugehen, dass diese Illusion erneut schnell überwunden und die Schranken durchbrochen werden. Und dann? Auch dafür würde er eine lustige, unterhaltsame Geschichte ersinnen. Garantiert gute Laune.
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am 10. Juni 2012
In einem Zug in Frankreich kommt es zu einem ungewöhnlichen Treffen: die amerikanische Zeichnerin Gilda (Miriam Hopkins) trifft ihre Landsmänner George (Gary Cooper) und Tom (Fredric March), die sich ihren Lebensunterhalt als Maler und als Dramatiker zu verdienen versuchen. Die Sympathie unter den dreien ist gross. Deshalb besucht Gilda die beiden oft in ihrer kargen Wohnung in Paris. Um Komplikationen zu vermeiden, einigt man sich zunächst darauf, dass die beiden Männer nur ein platonisches Verhältnis zu Gilda haben, aber natürlich funktioniert das nicht lange. Sie bandelt erst mit dem einen, dann mit dem anderen an. Aber auch damit kann keiner der Beteiligten glücklich werden. Schliesslich wendet sich Gilda dem Geschäftsmann Max Plunkett (Edward Everett Horton) zu, der sich schon längere Zeit für sie interessiert. Doch kann die sprunghafte Gilda in dieser bürgerlichen Ehe glücklich werden?
Aus Dreierbeziehungen ist schon manch schwerfällige und dramatische Geschichte gemacht worden. Aber Ernst Lubitsch zeigte mit "Design For Living" (Paramount Pictures, 1933), dass man auch eine sympathische Komödie mit punktgenauen Dialogen daraus machen kann. Es ist wirklich ein lustiger und gleichzeitig intelligenter Film, der über 87 Minuten blendend unterhält. Sehr schön.
Die DVD wird dem Anspruch des Films nicht gerecht. Neben etwas Programmvorschau ist nur der Film in 2 Sprachen enthalten: Deutsch und Englisch. Untertitel gibt es auch keine. Das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 hat unverkennbar Spuren des Alters. Aber mit etwas gutem Willen hätte man diesem und dem Ruckeln, das leider auch immer wieder auftritt, entgegenwirken können. Schade um den Film bei dieser mauen Ausstattung. Das reicht leider nur für zwei von fünf geliehenen Zylindern.
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am 17. Mai 2008
Ich hatte das Glück, diesen Film "Design for Living" im Münchner Filmmuseum in der Originalfassung sehen zu dürfen. Warum fehlt der Originalton auf DVD ? Ich hoffe sehr, die deutsche Synchronisation ist gelungen, denn sonst geht dem Film einiges verloren. Der Film selbst bekommt von mir die 5 Sterne. Ernst Lubitsch zeigt auch hier, dass er der Meister der Andeutung ist, der komplexe Zusammenhänge darlegt indem er sie eben nicht zeigt oder nur kurz andeutet. Allerdings muss man alte Filme und deren Witz mögen, um diesen Film gut zu finden. Wem z.B. Lubitschs "Bluebeard's Eigth Wife" (Blaubarts achte Frau, erschienen in der SZ-Cinemathek) gefällt, der braucht hier nicht zu zögern. Wem dagegen alte Komödien nicht liegen, der darf auch diesen Film verpassen.
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