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Selim oder Die Gabe der Rede: Roman Sondereinband – 1. Februar 1992

3.9 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 ausgezeichnet. Nach seinem literarischen Debüt »Netzkarte« erschien 1983 der Roman »Die Entdeckung der Langsamkeit«, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde, und inzwischen zum modernen Klassiker der deutschsprachigen Literatur geworden ist. Danach veröffentlichte Sten Nadolny die Romane »Selim oder Die Gabe der Rede«, »Ein Gott der Frechheit«, »Er oder ich«, den »Ullsteinroman« und zuletzt der gemeinsam mit Jens Sparschuh verfasste Gesprächsband »Putz- und Flickstunde«. Für seinen Familienroman »Weitlings Sommerfrische« bekam er 2012 den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag.


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Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 16. April 2001
Format: Sondereinband
Sten Nadolny schildert in seinem Buch nicht nur die Geschichte des türkischen Einwanderers Selim und die des jungen Deutschen Alexander, sondern vermittelt auch ein Bild der BRD von den 60er bis zu den 80er Jahren. Dabei verfolgt Nadolny einen ganz eigenen Standpunkt, der z.B. die Geschehnisse von 1968 in einem anderen Licht erscheinen lässt als man das normalerweise gewohnt ist. Nadolny versteht es so gut, sich in seine Charaktere hineinzuversetzen und ihren Gefühlszustand mal ernst mal lustig und ironisch zu schildern, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann. Ganz wunderbar beschreibt Nadolny u.a. die Ankunft türkischer Gastarbeiter in Deutschland. Man kann dabei herzlich lachen und mitfühlen, bekommt aber auch gleichzeitig ein Bild der BRD aus anderer Perspektive vermittelt. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen!
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Format: Sondereinband Verifizierter Kauf
Mich hat das Buch sehr bewegt und unterhalten als ich es vor einigen Jahren gelesen habe. Für mich erzählt es vor allem die Geschichte eines gebildeten, überreflektierten Mannes, der erzählen und reden lernen will (und vermarkten) und eines Talents, eines türkischen Mannes, der erzählen und reden KANN. Dies alles vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Bundesrepublik. Dabei wird Nadolny nie grundsätzlich oder symbolisch (jedenfalls nicht bewusst und offensichtlich), sondern erzählt packend und emotional.
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Format: Sondereinband
Ein sehr langatmiges Buch, das von den 60er Jahren bis in die 90er den Lebensweg der Hauptperson Alexander schildert. Das ganze wechselt von Tagebucheintragungen bis zu der erzählten Geschichte, über die in den Tagebüchern wiederum als Roman geschrieben wird, den unsere Hauptperson schreiben will. Diese Schreibform hat durchaus etwas erfrischendes, weckt das Gefühl, als hätte der Autor hier selbst mitgespielt, und gleichzeitig als wäre dieser Alexander sehr lebendig, ehrlich, wie er da schreibt. Inwiefern sich der Autor hier selbst mit seiner Hauptperson identifizieren kann, interessant wäre es, wenn auch nicht unbedingt wichtig, man stellt sich diese Frage bei diesem Roman jedenfalls leicht aufgrund der Art wie es geschrieben ist.

Inhaltlich wird zum einen das Leben, die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland in genannter Zeitspanne geschildert. Hier erzeugt das Buch eine durchaus gelungene Atmosphäre, allerdings ist der Blickwinkel nicht sehr allgemein gehalten, eher immer aus Sicht der jeweiligen Personen der Handlung, hier natürlich auch aus der der Türken.

Zum anderen werden Gedanken über die Rede, über das Erzählen an sich, über Diskussionen, über politisches Erörtern geformt, treiben durch das ganze Buch dahin, berühren hier und da philosophische Grenzen, um sich schliesslich auch in einfachen Lebensweisheiten wiederzufinden.

Zum dritten wird am Schluss des Romans die Türkei in den Mittelpunkt gerückt. Und die Türken.
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Format: Gebundene Ausgabe
Die zeitverschobene Erzählungsform hat zu Anfang Neugier geschoffen, obwohl es auch schon recht langatmig daherkam.
Die Auflösung der verwobenen Lebensgeschichten ist letztendlich sehr durcheinander.
Man lernt und hört etwas von der Dramatik der ersten Gastarbeiter und deren biografischer Hintergründe. Wer es noch nicht wusste, kann hier eine Menge Vorurteile revidieren. Nach den Schilderungen des Türkei-Aufenthalts geht es mit den Vorurteilen aber eher voran.
Die Botschaft der Erzähl- und Darstellungskunst und der Rhetorik erschließt sich mir nicht so wirklich schlüssig. Die Analogien zum geborenen Erzähler/Lügner Selim und den erfolgreichen Seminaren des eher (im Selbstbild) unbegabten Alexander ist irgendwo mühsam. Mühsam zu lesen und zu verstehen.
Also: Ich fand das Buch nicht gut.

Nachdem ich von Sten Nadolny "DIE ENTDECKUNG DER LANGSAMKEIT" gelesen hatte, war meine Erwartung sehr sehr viel höher.
Dueses Buch war wirklich gut!
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