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Kundenrezensionen

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am 6. Dezember 2013
Ich habe "Schöne neue Welt" zum ersten Mal 1987 erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag gelesen. Mein gedrucktes Exemplar ist vom August 1987 in einer revidierten Übersetzung von Juni 1981 von Herberth E. Herlitschka.

Vor einigen Wochen motiviert durch die Ereignisse rund um den NSA Abhörskandal habe ich beschlossen, das Buch wieder einmal zu lesen und in meiner gedruckten Ausgabe begonnen. Ich wollte aber auch meinen neuen Kindle nicht verstauben lassen und so habe ich kurz nach dem Erscheinen des Titels auf "Kaufen" geklickt.

Selbstverständlich ist das Buch nach wie vor fantastisch und eine unbedingte Leseempfehlung, aber die Übersetzung ist katastrophal. Abschnittsweise klingt der deutsche Text so, als hätte Google Translate Pate gestanden. Sprachlich eine echte Enttäuschung.

Gedruckte Ausgabe: "Und dies", sagte der Direktor, die Tür öffnend, "ist der Befruchtungsraum." Dreihundert Befruchter standen über ihre Instrumente gebeugt, als der Brut- und Normdirektor den Saal betrat. Kaum ein Atemzug unterbrach die Stille, kaum ein gedankenverlorenes Vor-sich-hin-Summen oder -Pfeifen störte die allgemeine angespannte Vertieftheit.

Kindle Ausgabe: "Und dies", sagte der Direktor, indem er die Tür aufstieß, "ist die Fertilisationsstation". Tief über ihre Instrumente gebeugt, waren die dreihundert Fertilisatoren ganz bei der Sache, als der Direktor City-Brüter und Konditionierungscenter den Raum betrat - mit angehaltenem Atem oder unter abwesendem, einem Selbstgespräch ähnelnden Pfeifen beziehungsweise dem Summen höchster Konzentration.

Diese beiden Auszüge sind 1:1 aus den jeweiligen Ausgaben. Ich habe weder etwas weggelassen noch etwas hinzugefügt, sondern Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe abgetippt. Und diese Auszüge sind noch nicht einmal die schlimmsten, sondern einfach nur die von der ersten Seite.
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am 25. November 2015
Habt Ihr sie noch alle? Was ist das? Ein Google Übersetzer Test Programm? Hat Euch der Babelfisch in den Allerwertesten gebissen?
Wer bitte ist Uta Strätling? Ein Mensch? Wohl kaum, wenn man das hier liest? Das stammt bestenfalls von einem mittelmäßigen Übersetzungsprogramm. Oder ist das Ganze doch eher ein verdammt clever gemachter Wink mit dem Zaunpfahl?

Ganz erhlich Fischer Klassik - wollt ihr uns verar***** ? Warum übersetzt man "winterlich" mit "wintrichkeit"?
Ist das ganze Buch ein Test? Ein Test unserer Aufmerksamkeit, dass wir uns doch gegen die schöne neue Welt langsam wehren sollten?
Ist das Ganze ein metaphorisches Wachrütteln einer weichgespülten und gehirngewaschenen Gesellschaft? Oder schreibt man 2015 jetzt einfach so? Am Ende habt ihr das Ganze einem Praktikanten mit dem IQ eines Zwiebacks hingeworfen. Wegen shareholder value und so.
Doch der war schlau genug und hat per copy paste mal kurz die google Wolke gefüttert.

Hilfe. Ich bin aufrichtig entsetzt. Jetzt hole ich erstmal meine dicke Lesebrille und eine starke Lampe. Die gedruckte Version von 1960 hat leider keine Hintergrundbeleuchtung und variable Buchstabengröße. Dafür ist es das was es auch in der Originalsprache war - ein großartiges Werk.
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am 16. März 2016
In 6 Jahren ist "Soylent Green"-Jahr und in 16 Jahren ist es 100 Jahre her, seit Huxley sein Werk veröffentlicht hat. Der Spannungsbogen reißt gemessen an aktuellen Action-Krachern einen nicht unbedingt vom Hocker. Unter den aktuellen neoliberalen Tendenzen allerdings möchte ich ihn als Visionär bezeichnen. Genderwahn, Effizienzkult, political correctnes, Mikroagressionen... Da kann einem schon übel werden. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, es gäbe hier zwei Werke (dieses plus 1984), die richtungsweisend für die nahe Zukunft der westlichen Welt sind.
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So fraglich viele Rankings auch sein mögen, wenn verschiedene Listen zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, ist das Urteil wohl nicht ganz zufällig. Jedenfalls zählt Aldous Huxleys „Brave New World“ zu Recht bei den meisten Literaturkritikern zu den besten Romanen des 20. Jahrhunderts. Und wenn nicht alle Schüler, die den Roman im Unterricht lesen mussten, zur gleichen Einschätzung kamen, liegt dies wahrscheinlich eher am Lehrer als am Werk. Denn Aldous Huxley schrieb seine negative Zukunftsvision nicht als Prüfungsstoff oder um ihn analytisch so in Einzelteile aufzulösen, dass am Schluss das Ganze verloren geht. Wer eine ähnliche Erfahrung machte, bekommt nun mit dem Hörbuch eine gute Gelegenheit, diesem wichtigen Roman anders und vielleicht ganz neu zu begegnen.

Matthias Brandt, der jüngste Sohn des früheren deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt liest die Neuübersetzung von Uda Strätling genau so, wie man Huxley wohl lesen muss. Ohne übertriebene Theatralik und hörbar erhobenem Zeigefinger erzählt der bekannte Schauspieler eine Geschichte, die eigentlich ein Bericht ist. Aldous Huxley beschreibt eine Gesellschaft, die ihren Mitgliedern Stabilität, Frieden und Freiheit garantiert. Allerdings nur, wenn man dazu bereit ist, die individuelle Freiheit aufzugeben. Und wenn man bedenkt, dass dieser „Bericht“ 1932 erschien, hat der 1894 in England geborene Schriftsteller vorweggenommen, was damals nur wenige für möglich hielten.

Obwohl das Dritte Reiche seine proklamierte Lebensdauer zum Glück nicht erreicht hatte, büßte Huxleys Roman nichts von seiner Aktualität ein. Denn um kritischen Denken zu verhindern, verabreicht man den Bürgern noch immer die gleiche Beruhigungspille wie 1932. Ihre Zusammensetzung lautet: Konsum, Sex und Drogen. Gewandelt haben sich lediglich die Kulissen und die Formen der Mächte, die nach totalitärer Beherrschung streben. Und da „Schöne neue Welt“ an vielen Schulen noch immer zur Pflichtlektüre gehört, könnte man auch über Zuckerberg, Banker oder den NSA sprechen.

Mein Fazit: Zu den Kennzeichen bedeutender Romane gehört, dass ihre Autoren überzeitliche und überregionale Themen ansprechen, vom Kampf des Guten gegen das Böse berichten, die Sehnsucht nach Freiheit personalisieren und ein tiefes Unbehagen gegen Perfektionismus haben. Aber es braucht Erzähler und Interpreten wie Matthias Brand, um solche Romane vom Staub alter Zeiten zu befreien.
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am 3. Januar 2016
Ich habe von Lesen dieses Buches Kopfschmerzen bekommen. Da ist eine aus dem Chinesischen über albanisch nach ungefähr deutsch übersetzte Anleitung über eine Rechtschreibprüfung gezerrt besser. Teilweise musste ich einen Satz zwei mal lesen, um den Sinn dahinter zu verstehen, was den "Film" im Kopf völlig zum Abriss bringt.
Schade. Im englischen Original ist dieses Buch wesentlich besser.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Oktober 2015
"Schöne Neue Welt" ist Huxleys bekanntester Roman. Eine Utopie wie Th. Morus "Utopia" oder H.G. Well "Zeitmaschine" zu schreiben war das Anliegen Huxleys aus den Erfahrungen des I. Weltkrieges mit dem Ziel des Entwurfs einer friedlichen Gesellschaft. Dabei legt er von vornherein fest, dass dieses von ihm beschriebene Gesellschaftsmodell, beruhend auf 5 Kasten, in denen sich industriell erzeugte Menschen einordnen, die je nach der ihnen zugedachten Aufgabe im Gemeinwesen mehr oder weniger Fähigkeiten über gezielte Eingriffe in die embrionale Entwicklung angezüchtet bekommen, ein erfolgreiches weil friedliches und beständiges ist. Schon aus der mehr als 500jährigen Geschichte, die dem Romangeschehen vorausgegangen sein soll, erwächst dieser Eindruck der Beständigkeit. Die Regulierung der gesellschaftlichen Mechanismen des Zusammenlebens erfolgt über das Lernen im Schlaf der vielhundertfachen Wiederholung von Axiomen als eindeutig eine Gehirnwäsche darstellende Konditionierung, so dass jedes Individuum sich seiner Kaste bereitwillig ohne Murren, Zweifeln oder Klagen zuordnen läßt.

Gegenentwurf dazu ist der "Halbwilde" John Savage. Seine Mutter blieb bei einem Ausflug in ein Indianerreservat in dem die Menschen noch althergebracht leben als Verschollene dort zurück und gebar dort einen Sohn, John. In Huxleys schöner neuen Welt war die natürliche Geburt ein Tabubruch ganz anders als die Promiskuität und Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger die nach unseren Vorstellungen tabuisiert sind. Dieses damit stigmatisierte Kind war so ein Fremder im Reservat und wurde aus diesem Gesellschaftsverband ausgeschlossen. Als John und seine Mutter bei einer weiteren Expedition ins Reservat zufällig angetroffen werden und ihnen gestattet wird, in die "zivilisierte Welt" zurückzukehren, bleiben beide, Johns Mutter als von den Lebensumständen gezeichnete, fette, vorzeitig gealterte Frau und ihr ohne die zwanghafte Erziehung aufgewachsener Sohn Außenseiter. Johns Mutter richtet sich binnen kurzer Zeit mit permanenter Überdosierung von Soma, der flächendeckend eingesetzten staatlich verordneten Glücksdroge zu Grunde. John bricht aus der Gesellschaft aus, kann sich den Papparazzi und neugierigen Gaffern jedoch nicht dauerhaft entziehen. Der Konflikt wird nicht gelöst. Huxley läßt John in den Freitod gehen. Damit gibt es keinen Gegenentwurf zu seiner utopischen Gesellschaft. Aus der Darstellung ist auch eine kritische Distanz Huxleys zu seiner, individuelle Freiheit vollständig negierende Darstellung der neuen Welt nicht zu erkennen. "Schöne Neue Welt" ist ernstgemeint. Huxley selbst hat nach den Erfahrungen des II. Weltkrieges und der in dieser Zeit stattfindenden massenhaften industriell organisierten Vernichtung von Menschen selbst in der Weise zu seinem Roman Stellung bezogen, dass er ihn ändern müßte, dies jedoch in Anbetracht des Umfangs dieser Aufgabe nicht umsetzen könne. Damit ist der Roman keine Dystopie, wie z.B. Julie Zehs "Corpus Delicti" aber auch keine positiv überzeugende Utopie. Solche positiven, die menschliche Kultur fördernden und bewahrenden Utopien brauchen wir aber, wie Kurt Biedenkopf im Gespräch mit Christa Wolf 1990 z. B. ausführte, damit dieses durchaus belastbare, dennoch aber fragile Konstrukt unserer hochorganisierten Gesellschaft nicht auseinanderbricht (nachzulesen in "Sinn und Form 1990 "Soziale Marktwirtschaft, Kultur und Utopie" S. 1037 ff.)

Die Aktualisierung der Sprache ist dem Buch letztlich auch nicht bekommen. Einen Roman, der schon so weit aus der Zeit gefallen scheint, sprachlich zu aktualisieren, wirkt so fremd, wie das Versenden von Liebesbriefen auf "Twitter".
Lediglich die Ergänzungen des Romans mit dem Nachwort Huxleys von 1946, die umfassende Begriffserklärung, die Herstellung der Bezüge zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Zeit der Romanentstehung und ein um Aktualisierung bemühtes Nachwort lassen es noch zu, mehr als nur einen Stern zu vergeben.
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am 4. Juni 2016
Eine utopische Welt, in welcher der Mensch nicht mehr geboren, sondern gezüchtet und konditioniert wird, um in einer sehr eigenen Gesellschaftsordnung zu funktionieren. Dadurch und dem Nachhelfen mit einem Medikament beklagt sich der Mensch nicht, über die Pflichten, die er zu erfüllen hat.
Zugegeben hätte mir die Geschichte besser gefallen, wenn der Kontrast bzw. ein Versuch des Umlenkens des Systems allein durch Charaktere wie den des Bernard Marx dargestellt worden wäre, da er Teil dieser Ordnung ist, und nicht durch den auftauchenden "Wilden".
Dennoch ein gut durchdachtes Buch mit vielen Anspielungen und eine spannende Geschichte, welche mich nachdenklich stimmt. Bereits 1932 erschienen, beinhaltet es doch viel Aktuelles. In mancher Hinsicht stellt man sich die Frage, wann unsere Welt ebenso aussehen wird. Abgesehen von immer modernerer Technik, Medizin usw. erscheint mir die breite Masse bereits erfolgreich konditioniert. So fern kann diese "Zukunft" nicht sein.
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am 21. Juli 2014
Zugegeben, das Zitat, das in der die neue Übersetzung kritisierenden Rezension als Beispiel gebracht wird, ist schlimm - aber das war's auch schon, schlimmere hab ich nicht gefunden. Ich habe, durch die vernichtende Kritik neugierig gemacht, die erwähnte Übersetzung von Herlitschka teilweise gegengelesen - und diese liest sich mittlerweile doch etwas angestaubt. Ein Beispiel: "Gemeinschaftlichkeit, Einheitlichkeit, Beständigkeit" wird zu "Kollektivität, Identität, Stabilität", was der heutigen Zeit mehr entspricht.
Also lesen und sich selbst ein Urteil bilden!
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am 1. Juni 2016
Haben huxley und seine schöne neue Welt in einer Ausstellung in Prag kennen gelernt. Die Ausstellung fanden wir so beeindruckend, dass wir uns das Buch gekauft haben.

Es ist sehr gut, toll geschrieben und eigentlich schon fast schockierend, erschreckend, was er damals geschrieben hat und es, wenn man mal über unsere Welt nachdenkt auch teilweise so zutrifft.
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am 1. August 2016
Das Buch an sich habe ich noch nicht gelesen, aber als Hörbuch schon angehört und finde, dass es für jeden, der sich ein wenig Gedanken über unsere gesellschaftliche Entwicklung macht, zur Standardlektüre gehören sollte.
Zwar ist es nur eine mögliche Utopie, die eventuell nie eintritt, aber wie sie aufgebaut ist und was die Bestandteile davon sind, sind eine Kritik an unserer Gesellschaft und Lebensweise und gibt Denkanstöße, die viele Bücher so nicht geben.
Interessant fand ich den Hauptcharakter namens Bernard und wie er sein Umfeld wahrnahm und wie sie ihn wahrnahmen.
Aldous Huxley war ein intelligenter Mann, in dessen Umfeld weitere prägende Leute ein Bestandteil waren (bei Interesse einfach mal nach Aldous Huxley per Suchmaschine suchen). Auf jedenfall bin ich dankbar, dass wir dieses Werk heute noch lesen dürfen.
Als Ergänzung empfand ich einen Vortrag eines Herrn, der auf Youtube zu finden ist, der die Worte von Mr. Huxley über Überbevölkerung und Totalitarismus auffasste und darüber redete.
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