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Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Gebundene Ausgabe, Größe: 21 x 12.8 x 2.6 cm Kösel-Verlag, 2009. 256 Seiten Das Buch befindet sich in einem guten, gelesenen Zustand. Die Seiten und der Einband sind intakt. Buchrücken/Ecken/Kanten können leichte Gebrauchsspuren aufweisen.
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Schwester Löwenherz: Eine mutige Afrikanerin kämpft für Menschenrechte Gebundene Ausgabe – 28. September 2009

3.8 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Fadumo Korn, geb. 1964, ist eine gebürtige Somalierin, die seit 1979 in Deutschland lebt. Sie arbeitet als Dolmetscherin und engagiert sich bei „Forward Germany“ (2. Vorsitzende) gegen den Brauch der Genitalverstümmelung. Ihr Leben zwischen Afrika und Deutschland beschrieb sie in ihrem Bestseller „Geboren im Großen Regen“. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in München.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Gott, lass sie nicht sterben!", dachte ich und betrat die Bühne. "Reiß dich jetzt zusammen, Fadumo!", fuhr meine innere Stimme fort, "die Leute sind gekommen, um dich zu hören. Stoß sie jetzt nicht vor den Kopf und vermassel alles - nur weil irgendwo auf der Welt gerade ein Mädchen stirbt ..."Ich straffte meine Schultern und schaute ins Publikum: Rund 100 erwartungsvolle Gesichter blickten zu mir hoch - Männer und Frauen, Alte und Junge waren hierher in einen Münchner Saal gekommen, um meinen Vortrag zu hören; meinen Vortrag, den ich eigentlich jetzt absagen wollte. Denn irgendwo auf der Welt lag gerade meine Nichte im Sterben.Der Anruf aus Somalia war erst gestern gekommen. Ibrahim, einer meiner Cousins, den der Bürgerkrieg in Somalia noch nicht in die Flucht geschlagen hatte, war verzweifelt: Seine 17-jährige Tochter Amina habe schon seit einigen Tagen Bauchweh, erzählte er aufgeregt, aber jetzt sei es viel schlimmer geworden. Sie bräuchte dringend Hilfe. "Fadumo, was soll ich tun? Wir haben doch keine Ärzte hier!" Ich wollte mit Amina sprechen. Ich kannte meine Nichte nicht persönlich, nur von Fotos und vom Telefon. 1987 war ich zum letzten Mal nach Somalia gereist, ab 1991 machte es der Bürgerkrieg unmöglich einzureisen, um meine Familie wiederzusehen.Und Amina war erst später geboren worden, sie kannte ihr Leben lang nur den Krieg. Unsere Familienbande waren vor allem Telefonkabel. Ibrahim reichte das Telefon seiner Tochter. Amina klang schwach und sprach mit gequälterStimme: "Tante Fadumo, es ist nicht mein Bauch, es ist mein Unterleib. Er ist so geschwollen und ich kann nicht aufs Klo, ich kann nicht Pipi machen. Was ist das nur?!"Die Antwort auf diese verzweifelte Frage kannte ich nur zu gut. Ich stand hier vor meinem Münchner Publikum, um genau darüber zu referieren: über Mädchenbeschneidung und die fatalen Folgen dieses patriarchalischen Brauchs.Amina war beschnitten, und was immer sich in ihrem Unterleib zusammengebraut hatte, es konnte nicht raus: Denn Amina war nach der Beschneidung zugenäht worden bis auf ein winziges Löchlein.Als ich die Stimme meiner Nichte hörte, spürte ich sofort hilflose Wut in mir hochsteigen: "Verdammt!", dachte ich mir, "das habt ihr nun davon, dass ihr eure Mädchen beschneidet! Und dann soll die Familie im Ausland helfen!" Ich sagte aber mit fester, ruhiger Stimme: "Amina, mein Mädchen, das tut bestimmt sehr weh, ich kenne das gut. Aber weißt du was? Du bist ein starkes Mädchen, du hältst das doch noch ein bisschen aus, nicht? Denk nur an Opa, wie er damals in seiner Verzweiflung einen Löwen in die Nase gebissen hatte. So konnte er sich dann aus seiner tödlichen Umarmung lösen, als der Löwe ihn fressen wollte. Ich spreche sofort mit deinem Onkel Jama in Amerika und wir schicken euch gleich Geld, damit du in ein Krankenhaus fahren kannst. Dort machen sie dich wieder gesund, du wirst schon sehen ..." Sie lächelte schwach durchs Telefon und sagte: "Ach, Tante Fadumo, du machst einem immer so schön Mut!" Dann verabschiedeten wir uns mit zuversichtlichem Geplänkel. Als ich aufgelegt hatte, tippte ich mit zitternder Hand die Nummer meines großen Bruders Jama. Er ist nach dem Tod unseres Vaters und unseres ältesten Bruders das Oberhaupt unseres somalischen Familienclans, der heute in alle Winde verstreut ist. Jama hatte der Bürgerkrieg in die USA verschlagen. Ohne die Zustimmung und den Beschluss unseres Clan-Oberhaupts kann keine unserer vielfältigen weltweiten "Familien-Rettungsaktionen" gestartet werden, wie jetzt zum Beispiel die Nothilfe für Amina. Jama erfasste sofort, was los war und wie ernst es war. Ohne viele Worte zu verlieren, beschlossen wir, Geld nach Somalia zu schicken; das sollte genügen, um Amina so schnell wie möglich in das nächstgelegene Krankenhaus transportieren zu können und die Ärzte zu bezahlen. Das Land ist zwar durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerstört, aber der Geldtransfer aus dem Westen funktioniert reibungslos - Internet macht's möglich. Erstaunlicherweise ist das in jedem Dritte-Welt-Land so. Binnen Stunden würde das Geld bei Ibrahim im hintersten Winkel Somalias sein.Auch das muss ich immer wieder in meinen Vorträgen erklären. Dass die Menschen in Afrika, die ihre Mädchen beschneiden, keine hinterwäldlerischen Wilden sind, sondern normale Menschen, die durchaus mit moderner Technik vertraut sind. Technologischer Fortschritt und Tradition schließen sich nicht aus. Und Beschneidung ist pure patriarchalische Tradition.Das Geld war also nicht das Problem. Ibrahim fand einen Laster, der Amina von Afgooye ins ungefähr 30 Kilometer entfernte Krankenhaus nach Mogadischu bringen würde, doch er zögerte, denn Amina delirierte schon. Ibrahim berichtete mir verzweifelt am Telefon, dass der Bauch seiner Tochter mittlerweile aufgeblasen sei wie ein Ballon und dass sie bei jeder Bewegung vor Schmerzen schreie. Es zerriss mir das Herz. Mit Jama entschieden wir: transportieren - und zwar sofort; alles Mögliche versuchen, um das Mädchen zu retten.Während ich in München mit der S-Bahn zum Vortragssaal fuhr, holperte gleichzeitig Tausende Kilometer weiter südöstlich meine Nichte Amina mit dem Tode ringend auf der Ladefläche eines LKW über staubige Pisten dem Krankenhaus entgegen. Ich betete zu Gott, dass sie es schaffen würde.Ich hatte das Podium mit der festen Absicht betreten, den Vortrag abzusagen. Jetzt stand ich vor dem Mikrofon und plötzlich schossen mir Aminas Worte durch den Kopf: "Tante Fadumo, du machst einem immer so schön Mut!" Und ich wusste in diesem Moment: Ich würde den Vortrag halten, ich würde diese Menschen, die gekommen waren, weil sie sich für andere Menschen interessieren, aufrütteln, ich würde sie aufklären über Mädchenbeschneidung - und ich würde ihnen "immer schön Mut machen", dass sie etwas verändern können in dieser Welt - durch ihr Bewusstsein oder durch ihren Einsatz. Ich würde aber kein Wort über Amina sagen, denn das hieße für mich, das Schicksal herauszufordern. Ich würde ihnen einfach meine Geschichte erzählen, die Geschichte eines beschnittenen Mädchens aus Somalia, das es heute als Frau als ihre Mission ansieht, Brücken zu bauen - zwischen Menschen, Traditionen und Kulturen.Ich bin Fadumo Abdi Hersi Farah Husen Korn. Ich wurde geboren im Großen Regen, im Jahr 1964. In der unendlichen Weite Somalias verbrachte ich die ersten sieben Jahre meines Lebens.


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Top-Kundenrezensionen

am 12. Dezember 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
am 18. November 2009
Format: Gebundene Ausgabe
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 22. Oktober 2009
Format: Gebundene Ausgabe
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 21. Oktober 2009
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7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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