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Schwarzes Leben, weiße Privilegien?: Zur Kritik an Black Lives Matter (Novo) Paperback – 10 Dec. 2020

4.0 4.0 out of 5 stars 7 ratings

Was bei der Bewegung „Black Lives Matter“ (BLM) ursprünglich als Protest gegen Polizeigewalt begann, ist längst zu einem neuen Kulturkonflikt geworden. Im Zentrum steht die Annahme, dass unsere Gesellschaft von einem latenten Rassismus durchdrungen sei. Statt sich mit konkreten Fällen rassistischen Hasses zu beschäftigen, konzentrieren sich die Aktivisten auf Symbole. Am Pranger stehen alle möglichen Objekte, Namen, Traditionen und Sprachgepflogenheiten, die von ihnen als diskriminierend empfunden werden. Der oft selbstgerechte, anklagende Ton sowie die scharfe Trennung zwischen Schwarzen und Weißen lassen diesen neuen Antirassismus autoritär und zensorisch erscheinen. Wie die Beiträge in diesem Band zeigen, sprechen die Aktivisten jedoch keinesfalls für „alle Schwarzen“. Immer mehr Kritiker weisen darauf hin, dass BLM nicht nur die Gesellschaft spaltet, sondern auch auf fragwürdigen historischen Prämissen beruht. Mit Beiträgen von: Manny Acquah (Interview), Martin Bartholmy, Sabine Beppler-Spahl, Michael Crowley, Ceri Dingle (Interview), Coleman Cruz Hughes, Xin Du, Promise Frank Ejiofor, Kai Funkschmidt, Frank Furedi, Inaya Folarin Iman, Helen Gebru (Interview), Ulrich van der Heyden (Interview), Joanna Williams, Kevin Yuill, Kolja Zydatiss

Product details

  • Publisher ‏ : ‎ Alexander Horn Publikationen; 1st edition (10 Dec. 2020)
  • Language ‏ : ‎ German
  • Paperback ‏ : ‎ 156 pages
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3944610776
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3944610771
  • Dimensions ‏ : ‎ 15.8 x 17.6 x 1.5 cm
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    4.0 4.0 out of 5 stars 7 ratings

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Top reviews from Germany

  • Reviewed in Germany on 21 February 2022
    Das Buch stellt die Polizistenmorde und die anschließenden Proteste ins Verhältnis zu der Mordrate innerhalb des schwarzen Bevölkerungsanteils in den USA einschließlich der 28! Tötungsdelikte bei den Protesten von 2020. Sehr informativ sind auch die Ausführungen zu Martin Luther King.
  • Reviewed in Germany on 15 January 2021
    Ein sehr empfehlenswertes Buch, das jeder lesen sollte, der Antirassismus als wichtige Aufgabe betrachtet und sich intensiver mit geschichtlichen Hintergründen, Strategien und Zielen auseinandersetzen möchte. Das Buch versammelt Autoren, die man überwiegend als klassische Antirassisten bezeichnen kann, da sie sich auf die Ideale eines Martin Luther King berufen, der das Ziel der Überwindung der Ungleichbehandlung von Menschen unterschiedlicher Rassen anstrebte.
    Sie sind offenbar wenig angetan von dem neuen illiberalen Antirassismus der Black Lives Matter Bewegung, die es im letzten Jahr zu enormer Popularität gebracht hat, aber in weiten Teilen als Mischung von Opferkultur, Identitätspolitik und Virtue Signalling eher zu einer Wiederbelebung des Rassegedankens beiträgt als zu dessen Überwindung und keineswegs den Anspruch erheben kann, für einen Großteil der Schwarzen zu sprechen.
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  • Reviewed in Germany on 10 June 2021
    In „Schwarzes Leben, weisse Privilegien?“ sind verschiedene Kurzbeiträge zur Kritik an „Black Lives Matter“ zusammengetragen worden. Ein Satz, der vermutlich nur die erschrecken lässt, die ernsthaft glauben, dass die Black Lives Matter (BLM) Bewegung völlig gut und notwendig sei: „Ihre politische Ideologie wird von einem Rassendenken getragen, das nicht taugt, Diskriminierungen aufzuheben.“ Warum? Weil sie selber nicht frei ist von dem, was sie zu bekämpfen vorgibt: Rassismus, Unterdrückung und sogar Gewalt. „Die Website der britischen BLM fordert die Abschaffung der Polizei und der Gefängnisse, sowie die Auflösung des Kapitalismus.“ Darin stimmen die Beiträge überein: Aus der BLM Bewegung hat sich ein Kulturkonflikt entwickelt. Weil inzwischen „Rassismus“ sehr weit gefasst wird, läuft man allerdings Gefahr, den echten Rassismus zu übersehen, denn „any lives matter“ muss man jeden Separatisten entgegenhalten, die aus vermeintlich Privilegierten die neuen „outcasts“ machen wollen.
    Im Buch wird gezeigt, dass die BLM Bewegung kein Mandat für alle Schwarzen hat, ihre Ideologie stammt noch nicht einmal nur von Schwarzen. Aus verschiedenen Gründen und auf verschiedenen Wegen kommen die Autoren zu dem Schluss, dass man die BLM Bewegung nicht unterstützen sollte, weil sie die Menschen spaltet und neue Diskriminierungstendenzen schafft. Das schon deshalb, weil jeder, der in das Rassismus-Raster der BLM passt, als Täter des Rassismus klassifiziert wird, gegen den Maßnahmen ergriffen werden sollten. Längst schon haben sich Links- Aktivisten der BLM Bewegung bemächtigt. Sie versuchen schon lange, die Gesellschaft zu verändern und konservative Werte abzuschaffen. Es handelt sich um einen regelrechten Kulturkampf gegen das Erbe des Westens. Dabei geht es nicht darum, aus der Geschichte zu lernen, sonst würde man den gescheiterten Gesellschaftsentwürfen sozialistischer Prägung, die sich ja ebenfalls den Kampf gegen das Erbe des Westens und die Überwindung westlicher Wertevorstellungen zum Ziel gesetzt hatten, mehr Aufmerksamkeit schenken. Indem man die Vergangenheit als schlechte Zeit brandmarkt, werden Schuld, Scham und Selbsthass geschürt, um daraus Kapital für den neuen Gesellschaftsentwurf zu schlagen. Alte Denkmäler, Figuren an Kirchenfassaden, Gemälde berühmter Meister aus der Kolonialzeit und klassische Musik werden als koloniale oder rassistische und damit als „entartete Kunst“ betrachtet, die entfernt werden soll. Sogar Kirchen beteiligen sich an dem kulturellen Gemetzel, auch wenn es sich noch überwiegend um geistliche Brandstiftung handelt. Man erinnert sich an die Sprengung von Buddha-Statuen durch die afghanischen Taliban und der Verwüstung von Palmyra und anderer Weltkulturerbestätten durch den islamistischen IS. Auch an den Universitäten wird die Leichenfledderei an der Vergangenheit betrieben, indem man versucht, den Keller mit neuen Leichen zu bestücken. Inzwischen werden sogar die Naturwissenschaften, die Mathematik, die Philosophie, die Pädagogik und die Sprache darauf untersucht, ob sie nicht zu „weiß“ und damit rassistisch seien. Es geht also nicht um die Unterstützung von „black lives“, es geht um die Zerstörung der Grundlagen der westlichen Zivilisation und ihrer Errungenschaften, denn die weitaus überwiegende Zahl der Fortschritte in allen Bereichen wurde von „Weißen“ gemacht. Bei dieser Zerstörung werden wie immer die elitären Machthaber die Gewinner sein und das Volk muss dafür zahlen. Darunter sind auch die schwarzen Völker Afrikas.
    Ein Autor sieht verschiedene Stadien der Entwicklung dieses Kulturkampfes, der bereits im 19. Jahrhundert begonnen haben soll. 1. Phase: Die Vergangenheit wird als nicht mehr relevant erklärt. Man will sich auf die Natur des Menschlichen ausrichten. 2. Phase: Die Vergangenheit, sofern sie sich im Denken abbildet, wird als hinderlich für den Fortschritt betrachtet. 3. Phase: Die Vergangenheit ist prinzipiell bösartig. Es entwickelt sich der intolerante Anti-Traditionalismus 4. Phase: Die Vergangenheit ist eine unmittelbare Gefahr. Der Hass wird pathologisierend dem entgegen gehalten und zu einer Ressource zur Bildung neuer Identitäten. Täter werden zu Opfern und Opfer zu Tätern. Das ist der tiefere Grund dafür, warum BLM Demonstranten auch Statuen, die nichts mit Kolonialismus oder Rassismus zu tun haben, umstürzen.
    Was ist stattdessen zu empfehlen? 1. Die Vergangenheit muss verstanden und darf nicht umgedeutet werden 2. Die Vergangenheit darf nicht mit der Gegenwart verwechselt werden. 3. Ideologien sollen einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Dabei muss immer gefragt werden, wem nutzt die Ideologie. Die BLM- Bewegung und die dahinter stehende Bewegung der Vergangenheitsvergewaltiger und Werteumwerter ist unhistorisch, weil sie nicht auf Tatsachen, sondern auf ideologischen Narrativen baut. Sie ist unwissenschaftlich, weil die Behauptungen direkt der Ideologie entnommen werden, ohne wissenschaftlich ausreichend belegt zu werden. Ganz im Gegenteil stehen wissenschaftlich gewonnene Daten dagegen. Und sie ist undemokratisch, weil es ihr nicht um das Volk geht, sondern um die Macht. Die Ideologie soll Fuß fassen, mit oder ohne Zustimmung der Mehrheit wie am Beispiel der Umbenennung von Straßennamen und der Denkmalstürze beispielhaft gezeigt wird. Die Cancel-culture ist nicht an Fakten oder Wahrheiten interessiert, sondern am Umbau der Gesellschaft nach ihrer selbstgefälligen Umwerte-Vorstellung.
    Neben dem Kampf gegen die Vergangenheit und die Geschichte widmet sich das Buch auch der Diskriminierung. Da gibt es den Mythos vom „White Privilege“ bei dem angebliche Wahrheiten als erwiesen vorausgesetzt werden, obwohl die Statistiken eine andere Sprache sprechen. So z.B., dass die Polizei in den USA rassistisch sei, obwohl sich das nicht aus den Statistiken ablesen lässt. Dass Weiße in den USA privilegiert seien, wird durch zahlreiche Fakten in Frage gestellt, z.B. dass 2018 fast doppelt so viele Weiße wie Schwarze unterhalb der Armutsgrenze lebten (15,7 und 8,9 Millionen). Indische, japanische und chinesische US- Bürger haben ein höheres Durchschnittseinkommen als weiße Amerikaner. Während der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King noch für die Überwindung der Rassenschranken eintrat, schlägt die BLM Bewegung noch tiefere Kerben in das Verhältnis zwischen den Ethnien und Gesellschaftsschichten und will Freiheitsrechte einschränken, so dass wieder nur eine spezielle Gruppe privilegiert ist.
    Das Buch behandelt auch die Widersprüchlichkeit der Rassismus Debatte und stellt die Frage, ob man etwas, was man nicht haben will wie z.B. den Rassismus, nicht sogar durch vermeintliche Gegenmaßnahmen bestärken kann. Das fängt bereits mit der Einteilung der Menschen in Weiße und Schwarze usw. an. Dann durch die Institutionalisierung und Kategorisierung in Form von Quoten, Programmen zur „positiven Diskriminierung“, die vielleicht sogar auf Umkehr der Diskriminierung hinauslaufen. Dann sind nicht mehr die Weißen die Anständigen, Mächtigen, Reichen und Gebildeten, sondern die Schwarzen per Deklaration und umgestürzter sozialer Verhältnisse. Man denkt unweigerlich an den Roman „Planet der Affen“. Die Affen kopierten die Überlegenheitsdünkel ihrer einstigen Sklavenhalter und hielten nun ihrerseits die Menschen als Sklaven, nur dass sie ihren Rassismus noch auf eine neue Spitze der Absurdität trieben. Martin Luther King träumte davon (* „I have a dream“-Rede 1963), dass Menschen nicht mehr nach der Hautfarbe, „sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.“ Das liegt der BLM Bewegung allem Anschein nach fern. Anstatt Versöhnung auf Augenhöhe wie beim wertekonservativen, christlichen und bibelfesten Martin Luther King, wollen die identitätspolitischen Aktivisten der BLM die Entzweiung und Unterdrückung. Sie wollen selber die Macht und die Pfründe der Macht umverteilen. King verlangte von seinen schwarzen Brüdern Fleiß, Verfassungstreue, Weiterbildung, die BLM Aktivisten wollen hingegen den gesellschaftlichen Umsturz oder Wandel, einschließlich der Löschung konservativer Werte.
    Nicht verschwiegen werden darf, dass innerhalb der BLM Bewegung juden- und israelfeindliche Kreise agieren. Das äußerte sich in der Beschädigung von Synagogen durch BLM Verfechter, den Slogans „Free Palestine!“ und „F… Israel!“ und dem auf Demonstrationen der BLM Bewegung gehörten Vorwurf des Kindermordes. Dabei werden Fahnen der Palästinenser geschwenkt. Die BLM Bewegung praktiziert den Schulterschluss mit arabischen Israelkritikern und ihrer linksextremen Unterstützern wie der Antifa. Dazu gehört auch die BDS Kampagne (Boycott, Divestment and Sanctions), die Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will. Das hängt auch damit zusammen, dass die von Weißen gegründete und dirigierte USA den Staat Israel immer unterstützte. So wie die USA für die Schwarzen ein Apartheidstaat sein müsse, müsse auch Israel für die Palästinenser ein Apartheidstaat sein. Seit 1967 und den Tagen des Sechs-Tage-Kriegs werden von schwarzen Bürgerrechtler die weißen Araber als „People of Color“ betrachtet. Martin Luther King hatte damals diesen faulen rassistischen Anti-Rassismus durchschaut. Man hasst Juden, weil sie wie die Weißen erfolgreicher im kapitalistischen System sind als die Schwarzen und dieses System vertreten, obwohl sie selber immer auch selber zu den Unterdrückten gehörten. „Je niedriger der ökonomische Status und der Bildungsgrad, desto ausgeprägter der Antisemitismus.“ Schwarzer Antisemitismus gehört zwar zum Mainstream in der black community, während umgekehrt Rassismus gegen Schwarze oder Araber innerhalb der jüdischen Gemeinde als inakzeptabel gilt, ( * Ähnlich sind die Verhältnisse in Israel und den Palästinensergebieten. Für Palästinenser sind die Juden hassenswert. Bei den Juden findet sich kein gesellschaftlicher Mehrheitskonsens, dass die Araber als Bürger zweiter Klasse zu behandeln wären.) dennoch sympathisieren deutlich mehr Afroamerikaner mit Israel als mit den Palästinensern. „Viele jener Schwarzen, die Israel und Juden hassen, neigen entweder zum Islam oder zum Linksextremismus“.
    Und was sagen eigentlich die Schwarzafrikaner zur BLM Bewegung? Sie kommen in wachsenden Zahlen nach Europa, weil sie sich hier eine bessere Zukunft versprechen. Ihnen ist die Kultur der Weißen eine Garantie für ein besseres Leben. Schließlich kommen im Buch zwei dieser in Deutschland angekommener Afrikaner zu Wort, die eine Initiative namens „A Better Africa with Tech“ begonnen haben. Dabei geht es nicht um rassistisch motivierte Ungleichheiten, sondern darum, mit Vorurteilen gegenüber Afrika aufzuräumen, wonach man die Afrikaner als hilflos betrachten müsse, und darum, eine Hilfe zur Selbsthilfe anzustoßen. Diese soll hauptsächlich durch die westliche Beteiligung am Aufbau eines funktionierenden Marktes in den afrikanischen Ländern erfolgen. Das Schlusswort sollen zwei Schwarzafrikaner haben, die von sich sagen, in Deutschland keine Diskriminierung erfahren zu haben und einen nüchternen Blick darauf haben, inwiefern „black lives“ von Belang sein sollte: „Schickt eure Reiche zu uns, damit sie Produktionsbetriebe aufmachen. Das ist viel hilfreicher als jedes Hilfspaket.“
    Dem Buch ist zu hoffen, dass es von denen gelesen wird, die sich ideologisch nicht festlegen lassen und wissen wollen, welche Kräfte hinter den gesellschaftlichen Entwicklungen stecken. Die „politische Korrektheit“ kann so manche Unwahrheit verkraften, ohne gleich eine ganze Gesellschaft dem Untergang zu überantworten, aber leicht läuft sie Gefahr, völlig aus dem Ruder zu laufen, wenn die Wahrheit immer mehr auf der Strecke bleibt.
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