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Schwarze Frau, weißes Land Gebundene Ausgabe – Restexemplar, 5. Mai 2010

4.5 von 5 Sternen 22 Kundenrezensionen

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Obwohl bereits bei der Fortsetzung ihres Erstlingswerkes Klagen über Redundanzen laut geworden waren, legt die Somalierin Waris Dirie nach den ersten vier Büchern, in denen sie ihr Schicksal bereits bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet haben sollte, mit Schwarze Frau, weißes Land tatsächlich noch eins nach.

Hatte sie sich bisher vor allem auf das Hadern mit Afrika konzentriert, nimmt die Autorin nun ihre neue „weiße“ Heimat ins Visier. Ohne Diries Verdienste schmälern zu wollen – ihr Engagement für die Menschenrechte und den Mut, die unerträglichen Zustände in ihrer afrikanischen Heimat anzuprangern – zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass sich ihr schweres Los für sie – im Gegensatz zu Millionen von Leidensgenossinnen überall auf der Welt – im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt gemacht hat. Dies ist auch der Grund, warum man der längst zum Glamourgirl mutierten „ewigen Nomadin“ die Rolle der Getriebenen, des Opfers oder der Märtyrerin allmählich nicht mehr abnehmen mag. Das gilt entsprechend auch für ihre Alltagserfahrungen zwischen Rassismus, Sexismus und Xenophobie, von denen sie in ihrem neuesten Werk so ausführlich berichtet.

Bei einer Autorin, deren Kalkül offenbar darin besteht, ihr Leben mit Blick auf ein sensationslüsternes Massenpublikum durch gnadenlosen Exhibitionismus zum Bestseller zu vermarkten, fällt es zunehmend schwer, alles das, von dem sie berichtet, tatsächlich auch für bare Münze zu nehmen. Wer freilich von all dem nicht genug bekommen kann, darf getrost auf eine Fortsetzung hoffen. Die wird es gewiss geben, weil nichts in diesem Leben wohl je mehr privat bleiben wird. – Franz Klotz

Pressestimmen

„Waris war Nomadin, Model, Uno-Botschafterin – und erzählt spannend aus ihrem Leben.“ (Intouch) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Es ist traurig, als erstes den Kommentar der amazon-Redaktion und weiter hinten auch noch einen Leser-Bericht zu lesen, die anscheinend nicht die Wichtigkeit von Waris' Arbeit zu schätzen wissen. Eine Frau, die für viele, viele Mädchen und junge Frauen das Leben dramatisch verändert hat, darf sich auch loben! Dass viele weiße Menschen nicht damit zurecht kommen, dass schwarze Menschen, wie reich sie auch sein mögen, immer wieder auf's Neue mit Rassismus konfrontiert werden, und dass es immer wieder auf's Neue Schmerz bereitet, ist noch eine andere Frage. Viele weiße Menschen sind "satt" von dem Leid schwarzer Menschen zu hören, und versuchen es zu schmälern.
Ich liebe meinen Mann, aber ich bin mir sicher, dass die beiden negativen Kommentare von Männern geschrieben wurden. Wenn jedem kleinen weißen Jungen in Europa die Eichel abgeschnitten würde (was GOTT SEI DANK nicht der Fall ist), würde die Welt in Aufruhr sein. Denn nicht nur die Beschneidung selbst sowie die Tage, Wochen und Monate danach ist der Schmerz unvorstellbar, sondern alle folgenden Lebensjahre, bis zum Lebensende jeder einzelnen Frau.
Sicherlich ist es anstrengend sich immer wieder neu mit diesem Thema auseinander zu setzen, aber denkt einfach an die vielen Mädchen, die täglich auf`s Neue leiden wegen einem völlig unsinnigen Ritual. Jede Einzelne wird es dem danken, der sie vor diesem Leid bewahrt hat. Dessen bin ich mir sicher.

(und bitte schreibt im nächsten Kommentar nicht "oh, schaut mal, sie hat doch tatsächlich dreimal "auf's Neue" geschrieben.." ...danke)
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Format: Gebundene Ausgabe
Meine Meinung:

Auf dem Cover ist die Autorin im Profil abgebildet. Der Hintergrund ist eierschalenfarbig und damit ergibt sich ein guter Kontrast zu dem Titel in Grün und dem Autorennamen in Rot. Diese wahre Geschichte handelt von Waris Diries Leben und wie sie versucht, für die Rechte der Frau zu kämpfen. Es ist in der Ichform geschrieben, handelt in Afrika und in verschiedenen Orten Europas.

In diesem Buch erzählt Waris die Entstehung des Filmes zu ihrem ersten Buch Die Wüstenblume". Sie besucht auch die Drehorte in Afrika um einen Einblick in den Film zu bekommen. Bei ihren Reisen trifft sie auch verschiedene Regierungsmitglieder und merkt immer mehr, dass sie im Kampf gegen die Beschneidung nicht sehr viel ausrichten kann. Bei einer Konferenz zum Beispiel spricht Waris Englisch und einer der Minister übersetzt das Ganze auf Somali. Als Waris zum Thema Frauenverstümmlung etwas sagt, werden ihre Worte einfach nicht mehr übersetzt. Auch die jungen Frauen in Afrika, haben immer noch das Gefühl, dass die Beschneidung ihrer Kinder zu ihrer Kultur gehört, obwohl im Koran keine Silbe über die Beschneidung verloren wird. Nur Mädchen, die beschnitten sind, sind in ihren Augen rein und können so zu einem guten Brautpreis verkauft werden. Für Waris bricht wieder einmal eine Welt zusammen. Sie versucht, den jungen Frauen klarzumachen, dass sie nur etwas in ihrem Leben erreichen können, wenn sie Bildung haben.

Schwarze Frau, weißes Land" ist ein sehr ergreifendes Werk, in dem auch Waris wieder einmal klar wird, dass noch sehr viel Arbeit auf sie wartet. Es ist nur schade, dass sie so wenig Unterstützung erhält, aber sie wird sicher nicht aufgeben. Das bewundere ich sehr. Wer einmal etwas von Waris Dirie gelesen hat, kommt einfach nicht mehr von ihr los.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Tja. Schwer eine Rezension zu schreiben, - wenn ich einerseits enttäuscht bin, andererseits hat der Film 'desert flower' so einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dass wir in 'westeuropa' gerade mal 35 Jahre von solchen Vorstellungen entfernt eind, ist wohl schon vergessen. - Bin ich schon so alt?
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Wer Waris einmal kennt, ihre Arbeit, ihr Leben, der liest immer weiter und hofft aufs nächste Buch. Sie schreibt bewegend und ihr Leben rührt zu Tränen und Lachen.
In diesem Buch beschreibt Waris ihren Konflikt, im Fremden Land zu leben, ihre Heimat zu vermissen und die Fehler, die in der Politik und Gesellschaft in Bezug auf die Entwicklungshilfe gemacht werden.
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Von HEIDIZ TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 15. Februar 2012
Format: Taschenbuch
Die Schwarze Frau ' wer kennt sie nicht WARIS DIRIE !!! Sie ist von der WÜSTENBLUME ein Begriff und wer das Buch nicht gelesen hatte, hat vielleicht den Film geschaut.
Ich finde, sie ist eine mutige und tolle Frau und ich finde sie einfach faszinierend, wie sie ihren Weg ' der überaus steinig war und es noch ist ' gegangen ist, wie sie ihre Ziele erreicht hat und für etwas kämpft, für was es sich zu kämpfen lohnt. Als ich erfuhr, dass es ein neues Buch von ihr gibt, war ich nicht zu halten'

Nun möchte ich euch davon berichten:

Inhalt und Gliederung (meine Meinung):
=============================
Im Buch kann man sehr viele Erfahrungen von den Dreharbeiten zu ihrem Film, da es in dieser Zeit spielt. Man kann aber nicht nur das, sondern alle Erlebnisse am Rande erfahren und auch viel zurück blickend und neben der vielen vielen Begebenheiten auch die Gefühle und Gedanken der Autorin dazu.
Sie erzählt ihren Lesern von ihren Bemühungen gegen das Beschneiden, von ihrer Unterstützung, die nicht immer leicht war und ist, von ihrem Pendeln zwischen den Welten, von ihren unterschiedlichen Lebensplätzen und von den schönen und weniger schönen Begebenheiten aus ihrem Leben, sie erzählt von den Dreharbeiten, bei denen sie immer mal wieder vor Ort war und den Erlebnissen dort. Vor allem auch vom Beginn der Dreharbeiten und der Zusammenstellung des Teams, was auch nicht leicht war, weil sie halt weiß, was sie will, was mir an dieser Frau besonders gut gefällt. Sie ist unbeirrt, lässt sich nicht unter kriegen ..
Sie erzählt auch von der Geburt ihres zweiten Kindes und dem beginnenden Leben '
Das Buch ist in Prolog, 18 Kapitel, Epilog und Anhang gegliedert.
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