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am 26. Dezember 2004
Schumanns Schatten
Peter Härtling beschreibt in zwei immer wieder gegeneinander unterbrochenen Erzählsträngen das Leben von Robert Schuhmann.
Der eine Strang ist das sich leicht entwickelnde Leben des jungen Schumann, der andere erzählt in zunehmender Dichte wie sich seine Krankheit fort entwickelt und wie es schlechter und schwieriger für den Patienten wird.
Die Entwicklung einer Freundschaft, Liebe, Problematik, schließlich Verbindung mit Clara Wieck, einer einzigartigen Pianistin, die er schließlich zur Frau wählt und die ihn sein Leben begleitet und ihm vielfach das Überleben sichert, ist der schöne, große, lange Hauptpart dieses Buches.
Die Krankheit, eine schon in frühen Jahren zugezogene Geschlechtskrankheit, erinnert heute, in den Zeiten von Aids, eindringlich an die Beschränkungen der medizinischen Kunst. Genau wird der Krankheitsverlauf beschrieben. Es ist bedrückend zu erkennen, wie gering das Wissen der Ärzte vor 150 Jahren war und ernüchternd zu lesen wie ihre Therapien und Maßnahmen eingesetzt wurden.
Eine ungewöhnliche Biografie, die viel über den Musiker Schumann sagt, ihn aber von seiner menschlichen Seite analysiert und nicht so sehr die musikwissenschaftliche Brille trägt. Man kann sehr leicht in einen Bann gezogen werden, der einen das Buch nicht mehr so sehr als Lebensgeschichte, sondern beinahe als Krimi erscheinen lässt.
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am 29. Mai 2005
Wer musikinteressiert ist und Lust hat einzutauchen in eine wundervolle - menschliche!- Welt eines Genies, für den ist dieses wunderbare Buch ein wahrer Genuss! Zum ersten mal hat mich eine biografische Erzählung gefesselt wie ein sehr guter Roman.
Die besonders positive und liebevolle Erzählweise von Peter Härtling trägt ebenso dazu bei wie auch das ständige "Auftauchen" bedeutender anderer Personen (Brahms, Mendelssohn, Eichendorff und viele andere) in Schumanns Leben. Für einen Laien werden Verbindungen sichtbar und eine Epoche wird lebendig, er leidet mit den Figuren, er freut sich und erkennt, dass Kompositionen mehr sind als man glaubt...
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am 1. April 2012
Es ist kein völlig neues Schumann-Bild, das Peter Härtling in seiner Romanbiographie zeichnet. Und doch ist es ein Buch, das eigenständig erzählt und gewichtet, das anders ist als "bloße" Biographien. Obwohl nicht in der Ich-Form geschrieben, wagt und fühlt sich Härtling sehr tief in das Seelenleben dieses zerrissenen Musikers hinein. Der relativ frühe Tod des Vaters, einem erfolgreichen Buchhändler, und eine Überdosis an obsessiver, distanzloser Jean-Paul-Lektüre scheinen zu Schumanns tiefer, oft stummer Melancholie nicht wenig beigetragen zu haben. Die Haltlosigkeit des manisch saufenden und in Leipzig Frauen nachstellenden Studenten Schumanns kommt krass wie nie zuvor zum Vorschein.
Implizit transportiert "Schumanns Schatten" auch eine sympathische Kritik des Virtuosenkultes: Der Klavierlehrer Friedrich Wieck, bei dem Schumann Unterricht nahm und bei dem er seine spätere Frau Clara kennenlernte, erscheint als selbstsüchtiger, seelenloser Zirkusdompteur; so etwa stellt man sich heute auch Lang Langs Vater vor. Schumann selbst verstümmelte sich mit extremen Fingerübungen (er band dabei den 4. Finger fest!) seine linke Hand, was ihn zwang, auf eine Virtuosenlaufbahn zu verzichten und sich ganz aufs Komponieren und auf das literarische Schreiben über Musik zu verlegen - fast wirkt es wie ein bewusstes Kalkül. Wie kühn, überschwenglich und reich diese Musik dann wurde, das glaubt man in dieser Prosa förmlich zu hören. Höchste Bewunderung nötigt es einem ab, wie Härtling die Liebe zwischen Clara Wieck und Robert Schumann in ihrem Auf und Ab zeichnet. Dazu gehört auch der Roberts Neid auf die rauschenden Tourneen seiner Frau (die nebenbei noch sieben - in diesem Roman konturlos bleibende - Kinder zur Welt brachte und aufzog). Effektvoll arbeitet der Romancier die Kontraste heraus: Hier die tiefe Brüderlichkeit seiner Freundschaftsbeziehungen zu dem Stargeiger Joachim und zu dem aufstrebenden Brahms, dort die von grandiosem wechselseitigen Missverstehen geprägten Begegnungen mit einem arrogant unterkühlten Wagner. Schonungslos und verstörend ist die Schilderung des Verfalls: Schumann, gesundheitlich angeschlagen, nicht mehr in der Lage, das Düsseldorfer Symphonieorchester zu dirigieren, dessen Mitglieder ihn daraufhin verhöhnen. Noch aufwühlender ist die in jedem zweiten Kapitel eingeschobene Darstellung von Schumanns letzten Jahren in der Nervenheilanstalt.
Die Romanform bringt es mit sich, dass einige musikalische Werke Schumanns überbelichtet aufscheinen - die Abeegg-Variation -, andere - die vier Symphonien - unterbelichtet. (Wer hier Abhilfe sucht, sei auf Martin Gecks nüchtern abwägende Biographie aus dem Jahre 2010 verwiesen). Aber das ändert nichts daran, dass "Schumanns Schatten" eine tief berührende Bereicherung ist.
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am 5. Dezember 2004
Schumanns Schatten
Peter Härtling beschreibt in zwei immer wieder gegeneinander unterbrochenen Erzählsträngen das Leben von Robert Schuhmann.
Der eine Strang ist das sich leicht entwickelnde Leben des jungen Schumann, der andere erzählt in zunehmender Dichte wie sich seine Krankheit fort entwickelt und wie es schlechter und schwieriger für den Patienten wird.
Die Entwicklung einer Freundschaft, Liebe, Problematik, schließlich Verbindung mit Clara Wieck, einer einzigartigen Pianistin, die er schließlich zur Frau wählt und die ihn sein Leben begleitet und ihm vielfach das Überleben sichert, ist der schöne, große, lange Hauptpart dieses Buches.
Die Krankheit, eine schon in frühen Jahren zugezogene Geschlechtskrankheit, erinnert heute, in den Zeiten von Aids, eindringlich an die Beschränkungen der medizinischen Kunst. Genau wird der Krankheitsverlauf beschrieben. Es ist bedrückend zu erkennen, wie gering das Wissen der Ärzte vor 150 Jahren war und ernüchternd zu lesen wie ihre Therapien und Maßnahmen eingesetzt wurden.
Eine ungewöhnliche Biografie, die viel über den Musiker Schumann sagt, ihn aber von seiner menschlichen Seite analysiert und nicht so sehr die musikwissenschaftliche Brille trägt. Man kann sehr leicht in einen Bann gezogen werden, der einen das Buch nicht mehr so sehr als Lebensgeschichte, sondern beinahe als Krimi erscheinen lässt.
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am 21. Oktober 2000
Die minutiöse Darstellung, wie es gewesen sein könnte das Leben des Robert Schumann und seiner Frau Clara Wieck, geht unter die Haut. Mit nach jedem Kapitel eingeschobenen Vorblenden nach Endenich, einer Heilanstalt in der Nähe von Bonn, in der Schumann seine letzten beiden Lebensjahre verbrachte, begleitet sein langsames, bitteres Sterben den Leser durchs ganze Buch. Schon seine Kinder und Jugendjahre sind geprägt von einer besonderen Empfindsamkeit, die sich in einer auffälligen inneren und äusseren Unruhe zeigt. Was ihn zeitlebens hartnäckig begleitet wie ein Schatten war seine tiefgehende, unergründbare Traurigkeit.
Als Robert Schumann Clara kennenlernt, die Tochter des großen Klavierlehrers Wieck, dessen Schüler Schumann war und in dessen Haus er einzog, war sie neun Jahre alt und es dauerte elf Jahre bis er sie gegen den entschiedenen und hartnäckigen Widerstand ihres Vaters heiratete. In ihr fand er eine Partnerin, mit der gemeinsam er nicht nur sieben Kinder hatte, sondern die ihn auch künstlerisch immer wieder herausforderte und inspirierte. Zeitweise übertraf ihr Ruhm als Pianistin sogar den seinen als Komponist, was ihm schwer zu schaffen machte. Und auch hinsichtlich ihrer lebenspraktischen Fähigkeiten war Clara Robert Schumann weit überlegen. Sie trug und unterstützte ihn in vielen Phasen seines Lebens, von seiner Melancholie befreien konnte sie ihn nicht.
Peter Härtling gelingt es den Leser Schritt für Schritt mit Schumanns Psyche vertraut zu machen. Diesem Sog aus dokumentierter Geschichte und freiem Fabulieren kann man sich nicht entziehen. Von der ersten Seite an bekannt gemacht mit der letzten Station des in jungen Jahren an Syphilis erkrankten, wächst er einem im Verlauf des Buchs langsam ans Herz, sodass man den Schmerz des unendlich geduldigen Pflegers Klingelfeld, den dieser beim Tode Schumanns verspürt, nachempfinden kann.
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am 23. Februar 2010
Ja! Schumann hatte einen Schatten!
Dieser durchflocht sein Leben ebenso wie die verschiedenen Ebenen dieses Buches sich selbst.
Ergreifend, spannend, in seinem Tiefsinn melancholisch.
Nachdenklich stimmen den Leser auch die Rollen von Schumanns Frau, seinen Kindern und Kollegen, vor allem Mendelsohn und Brahms.
Mehrmals habe ich dieses Buch schon gelesen, obwohl ich dabei auch immer traurig bin.
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am 30. August 2015
Toller Roman mit biografischen Fakten zu Schumanns Schicksal. Toll und unterhaltsam geschrieben. Für alle, die Schumann lieben und ihn kennen lernen möchten.
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am 28. April 2014
das ist ein Roman- keine Biografie- auch wenn sich das Metier zwangsläufig vermischen muss.
Will man Verständnis für die dunklen Seiten in Roberts und Claras Biografien haben, genügt diese Lektüre nicht. Sie bringt aber durchaus neue Erkenntnisse und sie bewegt- das ist ihr Verdienst.
Sonst ist eigentlich schon alles in den Rezensionen gesagt.
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am 22. April 2012
Die Verbindung von Liebe und Musik ergreift mich immer wieder mit höchster Intensität.
Das musikalische Schaffen von Clara und Robert Schumann vor dem Hintergrund ihrer dramatischen Liebesgeschichte neu zu hören,
ist ein bewegendes Erlebnis.
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am 18. Februar 2013
Alles wie erwartet: professionell und gut. Keine Probleme. Aber bei solchen Artikeln sollte es auch keine Schwierigkeiten geben. Alles andere wäre unprofessionell.
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