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Schubert: Symphonies Nos.3 & 8 "Unfinished"

Schubert: Symphonies Nos.3 & 8 "Unfinished"

1. Januar 1997
4.5 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Ursprüngliches Erscheinungsdatum : 1. Januar 1997
  • Erscheinungstermin: 3. Februar 1997
  • Label: Deutsche Grammophon (DG)
  • Copyright: (C) 1997 Deutsche Grammophon GmbH, Hamburg
  • Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal. Weitere Informationen.
  • Gesamtlänge: 46:16
  • Genres:
  • ASIN: B001SVPNQQ
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.487 in Alben (Siehe Top 100 in Alben)

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Top-Kundenrezensionen

Von K.H. Friedgen TOP 500 REZENSENT am 19. November 2006
Format: Audio CD
Leider hat uns Carlos Kleiber nur wenige Aufnahmen hinterlassen, was er aber der "kleinen Ewigkeit der Schallplatte" anvertraute, kann getrost als außergewöhnlich und unwiederholbar empfohlen werden. So auch diese beiden Schubert-Symphonien: einmal die selten aufgeführte Dritte, die der Dirigent hier mit einer Bedeutung auflädt, die ein für allemal mit dem Fehlurteil aufräumt, Schuberts Jugendsymphonien seien nur "Gelegenheitswerke", allemal gut dazu, von Schulorchestern oder zur "Aufwärmung" aufgeführt zu werden. Man höre nur das "Menuetto. Vivace", dem der Dirigent zwar die vorgeschriebenen Wiederholungen verweigert, das aber mit einer so unnachahmlichen Eleganz am Hörer vorüberfegt, daß man aus dem Staunen nicht herauskommt. Die wohlbekannte, fast überpopuläre "Unvollendete" wird mit einem Ernst und einer Schwermut sondergleichen vor dem Hörer ausgebreitet, daß man stellenweise denken könnte, das Werk in Uraufführung zu erleben. Kein Dirigent vor ihm oder nach ihm spielt den Durchführungsteil mit solch einer dramatischen, unüberbietbaren Wucht. In dieser Lesart erinnert das Werk beinahe an eine Passionsgeschichte. Die Wiener Philharmoniker folgen dem Dirigenten bis ins letzte Detail mit spürbarer Lust und Anteilnahme. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, daß das Orchester bis zum letzten Pult spitzenmäßig besetzt ist.

Die Tontechniker haben hervorragende Arbeit geleistet; die Aufnahme aus dem Großen Saal des Wiener Musikvereins klingt nach nochmaligem digitalem Re-Mastering frisch und unverbraucht, dabei entstand sie im September 1978. Das Booklet enthält reichhaltige Beiträge von namhaften Musikkritikern, darunter Peter Cossé (deutsch) und Richard Osborne (englisch). Höchst empfehlenswert!
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Von Ein Kunde am 18. Dezember 2002
Format: Audio CD
Diese Aufnahme wird gemessen an ihrer Bedeutung zu wenig Beachtung geschenkt. Für mich eine der besten Einspielungen der Schallplattengeschichte. Nicht nur wegen der fantastischen "Unvollendeten", sondern auch wegen einer absolut konkurrenzlosen Dritten, die mit schier unglaublichen Esprit und Leidenschaftlichkeit interpretiert wird.
Selbst für die hohen Standards, die man bei Carlos Kleiber gewohnt ist, eine außerordentliche Einspielung. Unbedingt anschaffen, gehört in jede Sammlung mit symphonischer Musik!
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Franz Schubert war ein Perfektionist. Sein symphonisches Frühwerk hat er später als misslungen bezeichnet und abgelehnt. Seine "Unvollendete" blieb nicht etwa unvollendet, weil Schubert so jung gestorben ist, sondern weil er mit seinen Ideen für das Scherzo einfach nicht zufrieden war und deswegen zunächst einmal andere Arbeiten vorzog. Davon abgesehen, ist die "Unvollendete" nicht Schuberts einzige nicht abgeschlossene Symphonie.

Was sein Verdikt über seine frühen Symphonien betrifft, so liegt er meines Erachtens entweder gänzlich falsch oder läuft zumindest Gefahr, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Seine ersten beiden Symphonien haben Kraft und Schwung und was Melodien betrifft, kann sich Schubert mit nahezu allen messen. Ähnlich verhält es sich meines Erachtens auch mit der 3. Symphonie. Nach einem relativ gravitätischen, einen als Zuhörer irgendwie ratlos dastehen lassenden Beginn entfaltet sich eine wunderschöne, fröhliche Melodie. Den 2. Satz dominiert ein wunderschönes Klarinettensolo, das in einen Dialog mit den übrigen Holzbläsern übergeht. Das Scherzo ist kraftvoll und klingt ein wenig stampfend, das Trio bestreiten hauptsächlich die Oboen. Es klingt leicht schräg und ein wenig ironisch. Das Finale ist tänzerisch und fließend.

Die Klassiker unter den Schubert-Symphonien sind definitiv die "Unvollendete" und die "Große C-Dur". Die Dritte hingegen wird nach meiner Wahrnehmung zwar auch beachtet, aber doch deutlich seltener aufgeführt. Wenn sich große Symphonieorchester an ihr versuchen, dann neigen sie häufig dazu, sie eher weihevoll und gravitätisch darzubieten.
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Von Andre Arnold TOP 1000 REZENSENT am 3. September 2010
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Einspielungen von Carlos Kleiber sind Raritäten. Nicht umsonst sind diese zur Vollendung gediehenen Darstellungen von sogartiger Wirkung. Auch die hier vorliegenden Aufnahmen sind von superber Qualität.
Kleiber spielte in seinem Leben nur die dritte und die siebte Sinfonie Franz Schuberts ein. Die Wiener Philharmoniker striegelte der scheue Dirigent auf Hochglanz. Die spielen infolgedessen fehlerfrei und brillant.

Die frühen Sinfonien Schuberts gehören nicht gerade zu den Repertoireklassikern. Die dritte Sinfonie in D Dur D 200 ist auch nicht unbedingt ein Meisterwerk. Aber derart zwingend wie in der vorliegenden Einspielung habe ich sie noch nie gehört. Kleiber holt durch seine unvergleichliche Akzentuierung und seine fast übermenschliche Nuancierung das Maximum an Klangfarben heraus. Wer hat jemals das einleitende Adagio derart spannend gespielt, wer das folgende Allegro derart dynamisch und mitreißend.
Sein flottes Tempo nimmt den mäßig langsamen Satz so, wie er ist: ein kurzes Intermezzo und nicht - wie in so vielen anderen Einspielungen - ein mächtiges Adagio von romantischem Überschwang.
Selbst dem Menuett gewinnt Kleiber noch etwas Neues und Packendes ab. Das abschließende Finale nimmt er fröhlich, frisch und voller Esprit. Eine glanzvolle Darbietung!

Was für die Dritte gilt, das gilt mehr noch für die Darbietung der Siebten in h moll D 759, die wegen ihrer fragmentarischen Konzeption als die "Unvollendete" bezeichnet wird. Die hervorragende Aufnahmequalität sorgt für ein Spektakel der Extraklasse. Die Tempowahl ist perfekt, die Ausführung durch die Wiener fantastisch.
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