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Kundenrezensionen

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Nachdem ich eine Leseprobe von "Schneemann" gelesen hatte, war ich von dem Buch nicht sonderlich begeistert. Jo Nesbøs Protagonist Harry Hole wirkte auf den ersten Blick ("Schneemann" war mein erster Roman von Nesbø) wie "einer unter vielen". Alkoholkranke und in Beziehungsschwierigkeiten steckende Hauptcharakter kannte ich als Krimi-Leser bereits von anderen Autoren wie z.B. Henning Mankell, Ian Rankin und John Connolly. Auch die Story klang für mich bekannt: Ermordete Frauen und Tatorte, an denen der Täter besondere Kennzeichen (in diesem Fall einen Schneemann) hinterlässt.

Doch ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich positiv überrascht hat. Trotz anfänglicher Zweifel aufgrund der Leseprobe und obwohl ich bereits am Anfang des Romans wusste, wer der Täter ist, wurde die Geschichte an keiner Stelle langweilig. Durch die Drehungen und Wendungen blieb das Buch durchweg spannend und interessant. Die nach und nach aufgedeckten Zusammenhänge sind schlüssig und wirken in keinster Weise konstruiert.

Insgesamt ist "Schneemann" ein meiner Meinung nach durchweg gut gelungener Kriminalroman ohne Längen und aufkommende Langeweile.

Als kleine Hilfe für alle, die auch mit "Schneemann" begonnen haben und noch mehr über Harry Hole und seine Fälle lesen möchten, hier noch die richtige Reihenfolge der Romane:

1.) "Der Fledermausmann"
2.) "Kakerlaken"
3.) "Rotkehlchen"
4.) "Die Fährte"
5.) "Das fünfte Zeichen"
6.) "Der Erlöser"
7.) "Schneemann"
8.) "Leopard"
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Hagen ist nicht begeistert. Erst kann ihn Harry Hole nicht überzeugen, dass wirklich ein Serienmörder in Oslo und Bergen seit fast dreißig Jahren sein Unwesen treibt, dann will er die nötige Mordkommission mit nur vier Beamten bilden. Dabei wäre ein mindestens zehnköpfiges Team Pflicht. Und das erst recht, als klar wird, dass der "Schneemann", wie die Presse den Mörder tituliert, tatsächlich immer wieder Frauen entführt hat, die nie wieder aufgetaucht sind. Gemeinsam ist den Opfern nur, dass sie verheiratet waren, ein oder zwei Kinder hatten, jung und hübsch waren und meist an dem Tag verschwanden, an dem der erste Schnee fiel - und dass am Tatort ein Schneemann steht, der offensichtlich vom Täter gebaut worden ist. Doch der Mörder ändert offensichtlich seine Vorgehensweise. Es scheint so, als kämen Harry Hole und seine neue Assistentin Katrine Bratt dem Serientäter so nahe wie nie zuvor. Plötzlich gibt es nicht einen, sondern sogar zwei Verdächtige und die Presse ruft nach einem Selbstmord schnell ein Ende des Falls aus. Nur Harry ist sich da nicht so sicher und ermittelt weiter. Und die grauenhaften Geschehnisse geben ihm bald recht: Der Schneemann ist noch nicht enttarnt und mordet in immer kürzeren Abständen. Fast scheint er hastig darauf bedacht, dass seine Taten bemerkt werden - von Harry Hole bemerkt werden. Denn der Kommissar scheint immer stärker in den Fall verstrickt zu sein und sogar selbst zum Ziel des Serienmörders zu werden.

Nach "Der Fledermausmann", "Kakerlaken", "Rotkehlchen", "Die Fährte", "Das fünfte Zeichen" und "Der Erlöser" ist "Schneemann" der siebte Kriminalroman von Jo Nesbø, der als zentralen Ermittler Harry Hole aufbietet. Und wieder fasziniert der Autor nicht nur mit einer exzellent ersonnenen Mordgeschichte, sondern zelebriert geradezu den Menschen Hole. Dieser äußerst sympathische Alkoholiker, der versucht gegen den Drang, sich tagelang sinnlos zu betrinken, anzukämpfen, der immer wieder zu Rakel, seiner großen und einzigen Liebe, zurückfindet und sie doch immer wieder verliert. Dieser sture, einzelgängerische Ermittler, der mit unkonventionellen Methoden glänzt, der jeden vor den Kopf stößt und doch ein fast unheimliches Einfühlungsvermögen in die Denkschemata von Serienmördern zeigt, so dass man fasziniert seiner Suche nach der Wahrheit folgt, an seinen Lippen hängt und jede seiner Aktionen zitternd vor Spannung begleitet.

Der Leser wird im "Schneemann" ständig von einem Extrem ins andere geworfen. Mal glaubt man den Täter zu kennen, dann tappt man wieder im Dunkeln. Mal bemitleidet man Harry, dann verzweifelt man fast an dessen Art. Vor Spannung kaum mehr Pausen einlegend, ist der Hörer gebannt von dieser Erzählung, die mit Oliver Mommsen einen neuen, noch unbekannten Sprecher aufbietet, der die lässigen, coolen Töne des Kommissars ebenso beherrscht wie die kalten Gedanken des Täters, die verzweifelten Gedanken der Opfer und die sehnsüchtigen Gedanken der betroffenen Kinder.
Ihm gelingt der unmögliche Parforceritt zwischen Spannung, Verzweiflung, Angst und Hoffnung, die Jo Nesbø wie kaum ein anderer Autor zu zelebrieren weiß. Noch stärker als in "Die Fährte" und "Das fünfte Zeichen" ist diese Geschichte ein äußerst kompliziert verschachteltes Rätsel, dessen Facetten bis zum gnadenlos spannenden Ende hin kaum zu entschlüsseln sind. Dabei verzweifelt der Hörer gelegentlich an der Fülle von Namen, Personen und Handlungsebenen, die zwischen Zeiten, Orten und Ich-Erzählern hin und her springen und immer wieder in die Irre führen. Und auch wenn man bald ahnt, wer der Täter sein könnte, sein muss, ist es doch eine Offenbarung, wie Harry zum Ende hin erkennt, wer ihn da immer wieder an der Nase herumgeführt hat.

"Schneemann" ist ein geniales Hörbuch, dem es bei aller Perfektion an einem definitiv mangelt: an mehr Informationen. Wirft man einen Blick ins Buch, merkt man schnell, dass dies an den Kürzungen liegt. Viele Nebenstränge fallen weg, werden arg beschnitten und nur am Rande erwähnt. Wer also alles über Harry, Rakel, Katrine Bratt und ihren Vater und natürlich den Täter erfahren will, muss zum Buch greifen. Doch der Vortrag Oliver Mommsens sorgt auch in der Hör-Variante dafür, dass der "Schneemann" zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
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am 2. Oktober 2008
'Der Schneemann' von Jo Nesbö hat mich schlichtweg an die Grenzen meiner nervlichen Belastung gebracht: Jeweils zu Beginn des Winters werden in Norwegen junge Frauen ermordet - den Hinweis auf eine mögliche Serientat gibt ein am Ort des Geschehens errichteter Schneemann. Durch mehrere zeitliche und räumliche Sprünge werden erstaunlich viele Facetten der Taten beleuchtet und können doch leicht vom Leser nachvollzogen werden.

Direkt mit den ersten Zeilen versteht es Nesbö einen Spannungsbogen aufzubauen, der fortwährend anhält. Das ist bei einem Thriller eine grosse Kunst und macht allein schon dieses Buch extrem lesenswert. Da es sich jedoch bei den Protagonistinnen - sprich den Opfern - um Frauen um die Anfang-Mitte Dreizig handelt und ich mich somit aussergewöhnlich stark mit den Figuren identifizieren konnte, musste ich das Buch bereits auf Seite 85 ein erstes Mal abbrechen. Die Taten und Verhaltensweisen der Personen sind so realitisch geschrieben, dass ich gleichzeitig völlig faziniert und neugierig jede weitere Zeile lesen, und gleichzeitig voller Herzklopfen und Abscheu das Buch schliessen wollte. Diesem inneren Konflikt stand ich gleich bei mehreren Kapiteln gegenüber - nichts für schwache Nerven! 'Der Schneemann' wird Lesern besonders gut gefallen, die genau diese extreme Spannung erhoffen (und aushalten können).
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am 12. Dezember 2012
Ganz klar handelt es sich bei Schneemann um mein bisheriges Lieblingsbuch der Harry Hole Reihe. Ich finde es spannender, es ist nicht so langatmig geschrieben, wie die Bücher, die ich bisher von dieser Reihe gelesen habe (Rotkehlchen, Kakerlaken, Fledermausmann.) Es handelt sich hier nicht einfach um eine detaillierte Beschreibung der Ermittlungsarbeiten, wie es mir bei den anderen Büchern teilweise vorkam, sondern bietet eine schnelle, atemlose, spannende und stimmige Story.

Ein Mörder geht um, der jagd auf Frauen macht. Junge Frauen mit jungen Kindern und Familien, die nicht so perfekt sind, wie sie auf dem ersten Blick den Anschein haben. Jeder Mord übersteigt den vorangegangenen an kaltblütigkeit und Brutalität - und an jedem Tatort platziert der Mörder gut sichtbar einen Schneeman - wenn es sein muss auch aus teilen der Opfer zusammengebastelt. Der Mörder, bald nur "der Schneeman" genannt, mordet immer beim ersten Schnee, und lässt hauptperson Hole mit der Zeit immer paranioder werden. Gewaltausbrüche bei einem von Kindern gebauten Schneemann, die dumpfe Angst, dass der Täter aus seinem Dienstlichen Umfeld kommen könnte, oder gar aus seinem privaten. Die enttäuschung, immer wieder eine neue Spur zu entdecken, die dann doch im Sand verläuft, immer wieder einen neuen Tatverdächtigen zu vermuten, der dann ebenfalls vom Schneemann ermordet aufgefunden wird. Als dann auch noch Holes Ex-Freundin und trotzdem-noch-Geliebte Rachel und ihr Sohn in das Kreuzfeuer des Schneemanns gelangen geht Hole einmal mehr an seine Körperlichen grenzen, sogar bereit sich für sie zu opfern.

Das einzige was mich an der Story etwas gestört hatte war, das Hole mal wieder scheinbar wieder in seiner Alkoholsucht versumpft und dann umso strahlender, mit neuen Ideen wieder erscheint. Dies ist fast in jedem Buch der Reihe, das ich gelesen habe, geschehen, und verliert mit der Zeit etwas an glaubwürdigkeit.

Ansonsten habe ich an diesem Thriller nichts auszusetzen. Er hat mir einige durchlesene Nächte und Mittagspausen beschert und bekommt dafür glatte 5 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 4. Januar 2013
...nichts für Leute, die sich an unrealistischen Details stören und die sich leicht gruseln.

Der Schneemann ist mein erster Krimi von Jo Nesbo und ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob mir das Buch gefallen hat. Einerseits ist es wirklich spannend geschrieben, weist an keiner Stelle Längen auf, lebt von überraschenden Wendungen und Charakteren, die einem gleich nah sind.

Dennoch konnte mich der Schneemann nicht wirklich überzeugen. Zu oft schlich sich beim Lesen der Gedanke "Mensch ist das unrealistisch" ein. Sei es (Vorsicht, Spoiler) , dass ein einziger Mensch einen riesigen Schneemann in der zweiten Etage eines Hauses baut, oder jemand, der mit zusammengebundenen Händen in einer Tiefkühltruhe liegt, innerhalb kurzer Zeit, mithilfe eines zufällig in einer Tiefkühltruhe befindlichen Schlittschuhs, Löcher von innen in die Tiefkühltruhe haut (Spoiler Ende).
So reihen sich viele unrealistische Details und Situationen aneinander, die mir ein wenig den Lesespaß verdorben haben.

Mein Fazit: Wer über unrealistische Details und Situationen hinweglesen kann und sich nur von der Story leiten lässt, erhält einen durchaus spannend geschriebenen Thriller, der einen das Gruseln lehrt. Nichts für Mimosen!
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am 20. September 2010
Mein erster Nesbø-Roman und vermutlich auch mein Letzter. Charaktere, die altbekannte Klischees bedienen, ein wenig überzeugendes Motiv des Täters und haarsträubende Ermittlungsarbeit mit entsprechenden Ergebnissen. Nach 200 Seiten ist der Täter schon identifiziert. Leider nicht von Harry Hole, der lieber einer abstrusen Spur nach der anderen folgt. Zugegeben es wird ihm nicht leicht gemacht. Aber nicht etwa vom Täter, der sich praktisch selbst enttarnt, sondern von Jo Nesbø, dem keine Wendung in der Handlung zu konstruiert war. Ich hätte es dem Autor auch nicht übel genommen, wenn er seinem Komissar hinterher zugestanden hätte, seine Fehler einzusehen, schließlich ist er auch nur ein Mensch. Aber nix da. Stattdessen gilt Harry Hole als der beste Mann, den die norwegische Polizei auf diesem Gebiet zu bieten hat. Am Ende weiß man dann nicht, ob Harry es wirklich nicht gemerkt hat, wo er den Täter schon hätte identifizieren können, ob Jo Nesbø es nicht gemerkt hat oder ob er gehofft hat, dass es der Leser nicht merkt. Eigentlich würde ich eh Proteste der norwegischen Polizeigewerkschaft wegen Rufschädigung erwarten, denn es kann ja z. B. auch nicht sein, dass schwerste Kopfverletzungen am Hinterkopf von der Polizei als normale Folge eines Autounfalls gedeutet werden, bei dem ein Auto frontal ins Wasser fährt. Also wenn schon konstruiert, dann bitte durchdacht.
Zwei Sterne vergebe ich für die ersten zweihundert Seiten, wo es dem Autor gelingt etwas Spannung aufzubauen und für die mysteriösen Schneemänner. Dass kein weiterer Stern dazukommt,liegt an der frühen Identifizierung des Mörders, schablonenhaften Charakteren (ja, auch Harry) und unglaubwürdigen und unlogischen Handlungsabläufen.
Also Harry, hol einfach nur den Wagen. Ach nee, lass mal. Du hast ja schon wieder was getrunken.
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am 12. Januar 2009
Hoch im Norden Europas in Kälte und Schnee spielt sich das Drama um einen Serienmörder ab. Die gruseligen Vorzeichen bietet ein Schneemann, dessen Erscheinen in einer Art Ankündigung für einen bevorstehenden Mord mit den Taten verbunden ist. Die verheirateten Opfer sind Frauen mit einem oder zwei Kindern, die alle die gleichen Merkmale einer Erbkrankheit aufweisen. Die Aufklärung der Mordserie stellt die Ermittler, und hier besonders den Leiter der Ermittlungen, Hauptkommissar Harry Hole, vor schier unlösbare Rätsel.
Der Kommissar ist ein unglücklich Liebender, dem Alkohol und einer gewissen berufsbedingten Besessenheit an seiner Arbeit verfallener Mann in mittleren Jahren.
Die Spuren lassen jeden Verdacht zunächst als des Rätsels Lösung erscheinen und führen den Leser in die Irre, um dann in einem dramatischen Finale zur Auflösung zu drängen.

Die Spannung wächst mit jeder neuen Entdeckung, bei der es auch um Erbkrankheiten, Vaterschaftstests und viele ungemein aufregende Beziehungskonflikte geht. Liebe, Betrug und Eifersucht beleben die Szene. Kommissar Hole mit seinen Vorlieben und Eigenheiten bietet reiches Anschauungsmaterial über die verwirrende Vielfalt eines Berufs, der starke Nerven und eine unerbittliche Durchsetzungskraft erfordert. Er besitzt sie, denn er führt uns nach atemloser Suche und eigener Gefährdung auf die richtige Spur, um den aufregenden Kriminalfall zu einem guten Ende zu führen!
Höchste Spannung und abwechslungsreiche Unterhaltung ist dem anspruchsvollen Leser gewiss!
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am 9. Februar 2010
Nesbo ist ein Meister der genialen Plots und der feingezeichneten Charaktere. Wo Mankells von mir nicht geschätzter Wallander nur irgendwie rumjammert, wächst Harry Hole immer wieder über sich hinaus - nicht ohne einen hohen Preis für den Erfolg zu zahlen. Und am Glück schrammelt er auch immer wieder gekonnt vorbei. Niemand ist so findig und so kreativ wie Harry Hole, wenn er Fälle knackt. Und niemand ist so unentschlossen, so voller Liebe und so ungelenk, wenn es darum geht, sein Privatleben endlich mal in geordnete Bahnen zu lenken. Ein trauriger Standing Joke.

Schluss mit dem Weibergewäsch.

Hole jagt diesmal einen Serientäter, der schon bald den Spitznamen "Der Schneemann" verliehen bekommt. Dieser Serientäter ermordet Frauen am Tag des ersten Schnees. Sein Markenzeichen, einen Schneemann, lässt er am Tatort zurück. Der Schneemann ist schon lange im Geschäft, und erst Harry Hole erkennt ein Muster von Verbrechen, das sich über ganz Norwegen zieht. Die Opfer haben nichts gemeinsam, außer, dass sie alle verheiratet sind und Kinder haben. Oder bestehen da doch Zusammenhänge? Während Harry mühsam die Puzzleteile zusammenfügt und auch schon einmal den Falschen ins Visier nimmt, hat er zudem noch eine neue Kollegin am Hals, die frisch zur Osloer Mordkommission gestoßen ist. Die junge Frau gefällt Harry, weil sie einen scharfen Verstand hat und ihm auch irgendwie ähnlich ist. Doch verfolgt sie eigene Interessen, von denen er zu Anfang nichts ahnt.

Wieder ein wunderbarer, komplexer Plot, der einen in seinen Bann zieht und ein dramatisches Finale. Da bleiben keine Wünsche offen. Genial!

Eine souveräne Leseleistung von Oliver Mommsen. Unbedingte Kauf- und Hörempfehlung.
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am 6. Mai 2014
Das Buch ist soweit nicht schlecht und nicht ohne Spannung geschrieben, es gibt einige Wendungen und der Täter wird erst relativ spät bekannt, falls man ihn nicht schon vorher im Visier hat... Man kann die Bücher des Autors eigentlich immer lesen, ohne dass man wirklich ernsthaft enttäuscht wird. Was hält mich von einer besseren Bewertung ab? Ein wenig ist es der Protagonist Harry Hole selbst, der in seiner Art, seinem Denken und Tun nicht immer so ganz rund (für mich) herüberkommt. Das ist jedoch sicherlich eine individuelle Betrachtungsweise eines jeden Lesers. Aber mehr verantwortlich für das Scheitern an zumindest vier Sternen ist die Tatsache, dass hinsichtlich des Serienmörders doch deutlich zu dick aufgetragen wurde. Das scheinbar problemlose Morden, das Beseitigen der Leichen ohne Hinterlassen jeglicher Spuren trotz komplizierter Gegebenheiten usw. ist wenig glaubwürdig, der völlig selbstlose Einsatz des Protagonisten am Ende entspringt ebenso eher dem Action-Klischee, als dem realistischen Leben. Hier wäre wieder an die alte Weisheit zu erinnern, dass manchmal etwas weniger am Ende mehr sein kann.
Schade ist, dass eine neue Kollegin von Harry Hole am Ende quasi wieder herausgeschrieben wurde. Wirklich gut und interessant charakterisiert, hätte sie dauerhaft in nachfolgenden Büchern der Reihe eine hervorragende Mitstreiterin für Hole sein können.
Die vorherigen Bücher der Reihe haben mir jedenfalls teilweise deutlich besser gefallen, da darin in mancherlei Hinsicht mehr
nachvollziehbarer Realismus vorzufinden war.
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am 3. Juli 2014
Viele Skandinavier schreiben Krimis. Nesbo ist der beste Schreiber. Woran man dies merkt? Bei den anderen Autoren stören die Vögel nicht, wenn man der Lösung zuliest. Bei denen schläft man schon, aber Nesbo zwingt Dich zum weiterlesen - nur noch das Kapitel zu Ende - ging ja schnell - na, eins noch - ging .... Wenn der Chef es nicht versteht - schenk ihm den "Fledermausmann".
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