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Ratgeber Schlafsäcke, in Kooperation mit „ALPIN – Das BergMagazin“

Deckenschlafsäcke

Der Deckenschlafsack ist ein typisches Sommer-Modell für den Camping-Einsatz. Er hat einen Rundum-Reißverschluss und kann somit von der Schlafsackform zur Deckenform umfunktioniert werden. Ein Deckenschlafsack ist prinzipiell sehr großzügig geschnitten, sodass sich die schlafende Person im Inneren gut bewegen kann. Das ist gerade bei hohen Temperaturen von Vorteil, da der Mensch bei Hitze zum häufigen Drehen in der Nacht neigt. Allerdings ist durch den weiten Schnitt die Isolationsleistung und demzufolge die Wärmeleistung deutlich geringer als bei Mumienschlafsäcken. Zudem ist er aufgrund seines großzügigen Schnitts erheblich schwerer und für die Mitnahme im Rucksack ungeeignet. Deckenschlafsäcke gibt es in allen gängigen Größen und verschiedensten Ausführungen von Kunstfaser bis Daune. Dabei kommen die bekannten Vorteile der Daune gegenüber der Kunstfaser zum Tragen: Daune ist mit Sicherheit die Füllung, die den besten Schlafkomfort bietet. Im Gegensatz zur Kunstfaser kann sie die Temperatur sehr viel besser regulieren, wodurch ein deutlich größerer Temperaturbereich als angenehm empfunden wird. Außerdem sind Daunenschlafsäcke leichter und haben ein kleineres Packmaß. Doch auch ein Schlafsack aus Kunstfaser hat durchaus seine Berechtigung. Er ist pflegeleicht und lässt sich hervorragend waschen.

Daunenschlafsäcke

Daunenschlafsäcke empfehlen sich bei Temperaturen unter 0 Grad. Die Isolationslesitung hochwertiger Daunen wird immer besser und ermöglicht sagenhafte Verhältnisse von Gewicht und Volumen zu Isolation. Das Mischverhältnis von Daunen zu Federn sollte für ein gutes Isolations-Gewichts-Verhältnis 90 zu 10 betragen. Grundsätzlich sorgt ein Mumienschnitt, der an den Beinen schmaler als an den Schultern ist, für mehr Wärme beziehungsweise geringeren Wärmeverlust. Ein unten weiterer, deckenartiger Schnitt ermöglicht dafür mehr Bewegungs- und Beinfreiheit – im Idealfall so, dass man das Knie anwinkeln kann. Manche Hersteller kombinieren mit Elastiknähten beide Schnitte. Für maximale Wärmeeffizienz und Gewichtsminimierung reicht der je nach »Koppellage« rechts- oder linksseitige Reißverschluss nur bis zum Knie. Idealen Komfort bietet ein Zweiwege- Reißverschluss bis zu den Knöcheln oder zumindest bis zu den Waden, damit man ihn bei wärmeren Temperaturen zum Kühlen der Füße unten öffnen kann. Bei hochwertigen Modellen entstehen an den Kammer-Übergängen keine Kältebrücken. Da der Mensch bis zu 30 Prozent seiner Körperwärme über den Kopf abgibt, ist es angenehm, eine Kapuze am Schlafsack zu haben, die sich mit einem Kordelzug zuschnüren lässt. Somit wird der Wärmeverlust minimiert und der Körper länger warmgehalten. Einige Schlafsäcke besitzen zusätzlich einen gefüllten Wärmekragen, der ein Entweichen der warmen Luft aus dem Schlafsackinneren verhindert. Menschen, die oft kalte Füße haben, sollten darauf achten, einen Schlafsack mit extra gefüttertem Fußteil zu kaufen.

Kunstfaserschlafsäcke

Kunstfaserschlafsäcke sind weit verbreitet. Die Vorteile von Kunstfaserschlafsäcke sind allem voran die Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit. Kunstfaser-Isolierungen klumpen nicht wie Daune zusammen, wenn sie feucht werden. Besonders beim Schlafen im Zelt werden Schlafsäcke aber im Kopf- und Fußbereich schnell feucht, weil sich an der hochgezogenen Bodenwanne des Zeltes Kondenswasser bildet und man das mit dem Schlafsack abstreift.
Kunstfaserschlafsäcke eignen sich daher vor allem für Bedingungen und Regionen, die feucht sind. Oder aber für Einsätze, wo man den Schlafsack nicht mindestens jeden zweiten Tag gut lüften kann. Denn auch beim Schlafen sammelt sich ein gutes Maß an Feuchtigkeit in der Füllung des Schlafsacks. Besonders an der Innenseite des Außenmaterials hat man je nach Temperatur einen Kondensationspunkt.
Außerdem sind Schlafsäcke mit Kunstfaserfüllung pflegeleichter. Man kann sie bei entsprechender Sorgfalt gut selber waschen.
Das Schlafklima ist in Kunstfaserschlafsäcken allerdings nicht so angenehm wie in Schlafsäcken mit natürlichem Füllmaterial, beispielsweise Daune. Die temperaturregulierende Wirkung von Naturmaterialien ist höher.
Um die gleiche Isolationswirkung zu erreichen wie bei Daune, braucht man mehr Kunstfaser-Füllung. Da grundsätzlich in einem Schlafsack mehr Füllung enthalten ist als in einer Jacke, ist der Gewichtunterschied zwischen einem gleichwarmen Schlafsack aus Kunstferer gegenüber einem mit Daunenfüllung daher deutlich größer als bei einer Jacke.