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Kundenrezensionen

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am 27. Februar 2015
Wir werden von Mathias Bühler, dem Vater von Martin Bühler, in eine längst vergangene Zeit entführt. Süddeutschland in den 20er Jahren. Keine Handys, kein TV, der Albtraum für jeden Jugendlichen der Gegenwart. Nicht jedoch für Leseratten. Ich habe mich gerne in die 20er entführen lassen, wenn auch immer nur kapitelweise. Es hat Spaß gemacht mit dem jungen Mathias Bühler, einem Bauernjungen, der mit seinen Eltern und Geschwistern in der Nachkriegszeit einen von seiner Mutter in Schuss gebrachten Hof bewirtschaftet.

Man merkt sehr schnell, dass damals andere - ideelle - Werte galten. Man gönnte sich keinen Luxus, kannte nur die Arbeit und das von Kindesbeinen an. Ruhm und Ehre, eine liebe Gattin und ein treuer Freund. Das sind die Dinge, die damals zählten.

Zwischendurch hat mich die Geschichte ein wenig an Ludwig Thomas "Lausbubengeschichten" erinnert. Diese typischen Jungen-/Kinderstreiche gab es doch zu allen Zeiten. Das Lauschen an Türen, der erste Vollrausch, Prügeleien, Heimlichkeiten, etc. - aber alles aus erster Hand zu lesen macht dann doch den Unterschied.

Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" u. v. m. ergeben im Zusammenhang mit den Anekdoten aus Mathias "Hias" Bühlers Leben einen Sinn und sind nicht nur oft gehörte oder dahingesagte Sprüche von vermeintlichen Besserwissern.

Viele, längst vergessen geglaubte Worte, z. T. in Lokalkolorit, verleihen dem Text die richtige Würze.

Man lernt während des Lesens beinahe das gesamte Dorf kennen und fühlt sich gut aufgehoben. Ein wenig fühlt man sich wie ein Mäuschen, dass durch's Schlüsselloch alles beobachtet. Einige Momente würde ich schon fast als ein wenig "intim" bezeichnen, passierten sie doch innerhalb der Familie. Und auch wenn die Geschehnisse beinahe 100 Jahre zurückliegen, so ist vieles davon - wenn auch in etwas anderer Form - auch heute noch aktuell.

Mathias Bühler wächst in einer Familie auf, zu einer Zeit, in der man Geburten zu Hause "live" mit erlebte und natürlich auch den Tod. So verliert Mathias einmal seine heißbeliebte Mariebäs, seine Tante, die den Hof mit bewirtschaftet und von ihrer Schwester (Mathias' Mutter) auf's Übelste schikaniert wird. Nach der Schule geht er nach Kempten um das Gärtnerhandwerk zu erlernen und langsam aber sicher leckt die braune Brühe an seinen Stiefeln - er kommt in Kontakt mit dem NS-System.

Fazit: sehr private Geschichten, die einem Geschichte auf eine wunderbare Art und Weise näher bringt, als man es jemals in Geschichtsbüchern lesen könnte. Einfühlsam und absolut stilsicher geschrieben. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
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am 7. März 2014
Der Autor Martin Bühler hat vor kurzem diesen Roman veröffentlicht. Da ich bereits seine anderen Bücher gelesen habe, war ich zuerst doch etwas überrascht, über den Inhalt dieses Romans.........

Martin Bühler hatte im Jahre 2001 Aufzeichnungen von seinem verstorbenen Vater gefunden, in denen dieser seine eigene Lebensgeschichte aus den 20er Jahren niedergeschrieben hatte. Daraus entstand nun der Roman "Schattenlicht"......

Der Roman wurde von dem Autor in der "Ich-Form" geschrieben, und wenn man nicht daran denkt, dass es die Lebensgeschichte seines Vaters ist, dann könnte man wirklich glauben, dieser "Ich" ist der Autor Martin Bühler selbst. Das kann natürlich nicht sein, denn er wurde ja erst 1973 geboren.......
Auch wenn man eventuell bei dem Namen "Martin Bühler" automatisch an seine "Kinderwunschbücher" denkt, dann sollte man dieses spätestens beim lesen des Romans "abstellen".

Ich muß zugeben, manchmal ist das Buch etwas schwierig zu verstehen, und man muß einfach sehr genau lesen. Martins Vater hat in der schwäbischen-bayerischen Hochebene gelebt, und da kommen Worte vor, die habe ich mein Leben lang noch nie gehört. Jede Gegend hat allerdings ihre eigene "Sprache" (bei uns z.B. Plattdeutsch), und so wird die dortige "Sprache" eben auch in den "Gesprächen" ganz deutlich. Aber es liest sich unheimlich schön, und auch wenn man die Sprache nicht kennt, den Inhalt versteht man trotzdem.

Martin Bühlers Vater erzählt Erlebnisse aus seiner Kindheit. Er lebte mit seinen Eltern und Geschwistern auf einem Bauernhof, und es wird ganz deutlich, wie groß der Respekt gerade gegenüber seiner Mutter war. "Widerworte" gab es nicht, und falls man nicht gehorchte, bekam man Prügel. Aber welches Kind hat keinen "Unsinn" im Kopf, und so kam auch Martins Vater mal mit nasser oder zerrissener Kleidung nach Hause. Allerdings kann man an vielen Stellen, durch seine "kindliche Sichtweise" der Situationen, einfach nur noch schmunzeln. Diese ehrliche, offene Art eines Kindes......einfach super schön erzählt.........

Aber diese meist glückliche Kindheit endete, als er eine Lehre in einer Gärtnerei in Kempten anfing. Man wurde damals für seine Arbeit nicht groß "bezahlt", sondern viel eher wie ein "Sklave" behandelt. Kost und Unterkunft waren frei, der Lohn gering, und "Freizeit" schon fast ein Fremdwort...........Er war schon immer sehr mit der Natur verbunden gewesen, und er erweiterte sein Wissen nach und nach durch das Lesen von "Fachbüchern". Sein angeeignetes Wissen konnte man jedoch in der Gärtnerei sehr gut gebrauchen, und er erhielt dadurch einige "Vergünstigungen".........

Später lernte er das NS-System kennen..........Viele Menschen, die sonst zu Gott gebetet hatten, nahmen den "gekreuzigten Jesus" von der Wand, und "tauschten" ihn gegen das Bild von Hitler ein.......was bedeutete ihnen noch ihre strenge Religion.........Es herrschte teilweise Angst und Schrecken in der Bevölkerung, und was passierte, wenn man nicht die "allgemeine politische Meinung" hatte.........."Volksverräter" wurde man genannt, und in behördlichen Gewahrsam genommen.........

Worüber habe ich nachgedacht.............Was gibt man eigentlich alles von Generation zu Generation weiter............U.a. teilweise diese "Sprüche", die in diesem Roman geschrieben/erzählt wurden, wie z.B "Lehrjahre sind keine Herrenjahre"...........wie bekannt kommen mir doch diese Worte vor. Ich höre sehr gerne zu, wenn mir meine Eltern, Verwandte oder Bekannte Geschichten aus ihrer Kindheit/Jugend erzählen, obwohl es natürlich auch manchmal sehr traurige Erlebnisse/Erinnerungen sind. Aber ich kann diesen Roman "Schattenlicht" zu 100% damit vergleichen...........

Ich finde es unheimlich schön, dass der Autor Martin Bühler die Aufzeichnungen seines Vaters zu solch einem interessanten, einfühlsamen Roman "verarbeitet" hat. Es sind Geschichten, die auch unsere Verwandten aus der damaligen Zeit erlebt haben...........
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am 30. November 2014
Schattenlicht- alleine die Idee von den zwei Elementen- Licht und Schatten gibt den Leser zu verstehen, dass die Szenen im Buch aus zwei Perspektiven dargestellt werden. Da ich einige Bücher von Martin Bühler kenne, habe ich mich über das Buch gefreut. Über die vielseitige Betrachtung der deutschen Geschichte in einer Familie in Bayern.

Das Buch ist in "Ich-Form" geschrieben, so dass wir das Gefühl haben, der Autor beschreibt seine eigene Lebensgeschichte und nicht die seines Vaters. Die menschliche Werte in einer Zeit zu sehen, in der man schwer zu leben war, das Zusammenhalt der Familie und die Eltern, die für die zukünftige Generation die Verantwortung tragen- alles das findet man im Buch.
Hier findet man die Lebensabschnitte eines Menschen, Leser wachsen und reifen mit der Hauptfigur in einer Zeit, wo sich die Schattenseite in der deutschen Geschichte zeigte, sich formte und ein Gesicht nahm.

So ein herrlicher Dialekt habe ich im Buch gefunden- ich habe viel gelacht und die Tatsache, dass ich nicht immer verstand, störte mich nicht. Die Situationskomik der besonderer Art habe ich gerne genossen und viel darüber nachgedacht: Wie geht es weiter? Wie schafft eine Familie die Generationsbrücke aufzubauen, so dass die nachkommende Generationen stolz und würdig über die eigene Geschichte sprechen, schreiben, nachdenken.
Martin Bühler ist es wieder gelungen mit seinem Buch Leser zu überzeugen.
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am 24. Februar 2015
Den Blick in eine Zeit vor unserer Zeit und doch nicht lange her. Mit viel Gefühl erzählt uns der Autor das Leben seines Vater in der 20ger und 30ger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Ich-Form. Ungeschönt werden diese harten Zeiten geschildert in denen auf Gefühle und besonders auf die Gefühle eines Kindes und heranwachsenden Jugendlichen nicht viel Rücksicht genommen wurde. Trotz der harten Arbeit, der Pflichten und der strenger Erziehung fühlt sich das Kind eingebettet in der Familie und des dörflichen Lebens geborgen. Die Naturverbundenheit und das Zusammenspiel des Klimas und der Jahreszeiten bestimmten das Leben in der bäuerlichen Bevölkerung. Der Autor hat es geschafft mich in diese Welt zu begeben, mitzuleben, mitzuleiden aber auch mitzulachen. Absolute Lesempfehlung von mir und ich freue mich schon auf den 2. Teil
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am 3. August 2014
Lange hat mich ein Buch nicht mehr so gefesselt, wie "Schattenlicht" von Martin Bühler. - Die Genauigkeit der Schilderung der Charaktere, der Gegend, der Natur und des kargen Lebens, ist herausragend gut. Zuletzt fand ich das bei Alice Munro. Man er-lebt dieses Buch, lebt mit den Figuren, ist immer wieder angetan, mit welcher Achtung und Liebe der Sohn über seine Eltern schreibt. So arm diese Familie auch lebte, so eng war doch der Zusammenhalt. Dass der Sohn seiner Mutter die Züchtigungen nachsah, ist schon ein großes Zeichen der Liebe zu den Eltern, das Verstehen eines Kindes, dass es die Mutter doch auch sehr schwer im Leben hat. Der feinsinnige Vater, vom Sohn sehr geliebt, macht dafür wieder alles gut für ihn. Er achtet seinen Vater für dessen Frömmigkeit, die aus dem Herzen kommt, nicht gespielt ist für die Außenwelt. - Die Lernbegierde des Sohnes in einer Zeit, wo es schier unmöglich erschien, diesen Wissensdurst zu stillen ohne die Hilfe der Kirche, ist außergewöhnlich. Dass er trotzdem so viel erreicht hat, ist aus seinem ständigen Drang nach Weiterbildung und durch seine bewusste Anpassung -aber nicht Unterwerfung- an die neuen Situationen geboren worden. Mit den Anfängen der schrecklichen Hitler-Zeit endet das Buch, das sicher genau so spannend weiter zu lesen ist und auf dessen Fortsetzung ich mich schon jetzt freue.
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am 9. August 2015
Dieses Buch ist kein literarisches Meisterwerk, dennoch solide und gut lesbar geschrieben.
Entscheidend ist der Inhalt. Mein Gott, wie sehr hat sich die Zeit geändert. Nein, früher war nicht alles besser, halt anders.
Beschrieben wird hier die Kindheit und Jugend des Protagonisten. Er war ein Kind wie jedes andere und die Ausbildung war alles andere als "Ponyhof". Damals war kein Kind etwas Besonderes und Watte zum Einpacken gab es auch nicht. Eher das Gegenteil.
Ich bin froh, das ich so nicht aufgewachsen bin.
Aber die Geschichte hat mich sehr nachdenklich gemacht. Der Junge hat seinen Weg gemacht, er war nicht unglücklich, sondern zielstrebig.
Wir sollten uns öfter vor Augen halten, wie viel einfacher die meisten Dinge heute für uns sind. Ich danke dem Autoren, dass erst mir das vor die Augen geführt hat.
Der zweite Teil ist bereits auf meinem Kindle. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
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am 31. Juli 2014
Der Autor erzählt die Geschichte seiner Vaters, der auf einem Bauernhof mit mehreren Geschwistern aufwuchs, in der Ichform.
Es spielt in einer Zeit, als die Menschen noch zwar sehr viel körperliche Arbeit leisten mussten, aber trotzdem sehr naturverbunden
und lebensnah waren. Die Beschreibung der Charaktere, die Zusammenhänge in der Natur und der Schreibstil haben mir sehr
gut gefallen. Schade, dass es nur ein Buch dieser Art vom Autor gibt.
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am 9. Oktober 2014
Eigentlich schreibt der Autor über Alltäglichkeiten, schildert neben dem Werdegang eines jungen Bauernbuben das Dorfleben anno dazumal und die nachfolgende "braune Zeit". Großartiges passiert meist nicht. Trotzdem hing ich wie gebannt an meinem kindle. M. Bühler beschreibt alles so anschaulich, dass mein Kopf auf Kino schaltete und Bilder am laufenden Band produzierte. Die Sprache beeindruckt, der Inhalt regt zum Nachdenken an! Auch die Personenzeichnungen sind gelungen. Ich bin beeindruckt und fand es jammerschade, dass ich plötzlich "bewerten Sie das Buch" zu lesen bekam ...
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am 30. Juni 2016
Oh je, schade. Ein autobiografischer Roman über das vergangene Jahrhundert? Das klingt ja toll, dachte ich. Aber ich habe nach ein paar Seiten abgebrochen und das Buch vom Reader gelöscht.
Der Autor springt inkonsistent von einem Thema zum nächsten, von einer Person zu anderen. Trotzdem bleiben die Charaktere, die sein Leben beeinflusst haben flach und eindimensional, seine eigenen Motive unklar, seine Wertungen und Bewertungen der Menschen um ihn herum kühl und distanziert. Er bewertet - und wertet viel ab. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit den Eindruck, dass er auf alle Menschen um ihn herum nur herabblickt.
Das leider schlechte Lektorat hat ein übriges dazu getan, dass das Lesen kein Vergnügen war. Tippfehler, falsch gesetzte Satzzeichen und Absätze machten das Lesen schwierig.
Ich habe es aufgegeben, was ich sonst so gut wie nie tue. Mich hat irgendwann nicht mehr interessiert, was dieser Mensch über sein Leben zu sagen hat.
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am 2. Oktober 2015
2001 findet der Autor Martin Bühler bei der Entrpmpelung des Dachbodens seines verstorbenen Vaters eine gut verschlossene Holzkiste, welche dessen niedergeschriebene Lebensgeschichte enthält.
Die Biographie umfasst den Zeitraum der 20 er Jahre bis zur Reichskristallnacht. Das Buch hat mich fasziniert, erfährt man hier doch Geschichte aus erster Hand, authentisch und spannend. Nicht langweilig wie bisweilen im Geschichtsunterricht, sondern lebendig und faszinierend. Das Buch erzählt von den bäuerlichen Verhältnissen, in denen Martin Bühlers Vater aufwächst, schwere Arbeit und ein karges Leben bestimmen den bäuerlichen Alltag. Es bleibt nur wenig Zeit für Freizeit und Zerstreuung. Trotzdem ist die ländlische Bevölkerung zufrieden und gottergeben. Die Leute leben im Kreislauf der Jahreszeiten und der Natur, sie leben mit der Natur. All das beeindruckte mich tief, auch die genauen und detaillierten Beschreibungen des Autors, die nicht langatmig, sondern anschaulich sind. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Es müsste mehr von solcher Literatur geben, um die Vergangenheit - und auch die Gegenwart - besser zu verstehen.
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