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Schah-in-schah: Eine Reportage über die Mechanismen der Macht und des Fundamentalismus Gebundene Ausgabe – 21. August 2008

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ryszard Kapuscinski ist 1932 in der ostpolnischen Stadt Pinsk geboren, die heute zu Weißrußland gehört. (Das war damals, wie er selber sagt, "Dritte Welt").
1945 kam seine Familie nach Warschau, wo er studierte. In den fünfziger Jahren wurde er als Korrespondent nach Asien und in den Mittleren Osten, später auch nach Lateinamerika und nach Afrika entsandt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Format: Gebundene Ausgabe
Wer wissen möchte wie der mächtige Schah vom gesammten Volke, friedlich "ohne einen Schuß abzugeben", gestürzt werden konnte, kommt an der ausgezeichneten Reportage von Ryszard Kapuscinski nicht vorbei.

Exemplarisch sollen hier wenige Aspekte hervorgehoben werden: Kapuscinski, der die iranische Revolution hautnah erlebte, beschreibt darin die (iranische) Belagerungsrevolution in einem Kapitel, das erstmalige nicht zurückweichen eines Demonstranten (die Initialzündung) gegenüber der geballten Staatsmacht indem er seine Angst überwindet, nur so - das wird der Leser schlussfolgern - kann und wird es sich zugetragen haben. Nahezu lakonisch erklärt er das spätere (blutige) Abrechnen mit den ehemaligen Mächtigen des Landes als eine typisch iranische Angelegenheit der Vorsorge, so wie alle Schahs entweder - im wahrsten Sinne des Wortes - den Kopf verloren oder aus dem Land gejagt wurden.

Ja ! Hier wird Geschichte lebendig, erzählerisch erklärt ohne auf Details zu verzichten. Lesen pur !

Noch eine Bitte an den Eichborn-Verlag (Auflage 2007): Bitte nochmals Korrektur lesen, es sind einfach zu viele Druckfehler enthalten. Exemplarisch (Seite 95) "wählten drei Kalifen hintereinander aus ihrer Mitte, Abu, Bakr, Omar und Otman" - wirkt ein falsches Komma sinnentstellend. Seite 104 beschreibt das Jahr 878 als Verschwinden des 12. Imam, im Nachtrag wird daraus ein 13. Imam (sic!) und das Jahr 910 (Seite 206). Das schmerzt heftig, wenn man etwas Ahnung von der Schia haben sollte.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dem Autor ist eine warmherzig und flüssig geschriebene Reportage über die iranische Revolution gelungen. Ohne sich in Details und Statistiken zu ergehen oder in rein sachlich orientierter Manier die Seiten mit Fussnoten zu stopfen, wartet der Autor mit einer nahezu greifbaren Beschreibung von Kernereignissen und Momentaufnahmen der Revolution auf.

Für die bessere Nachvollziehbarkeit der Entwicklungen macht er Ausflüge in die vorrevolutionäre Vergangenheit und stellt auch einige ältere Schlüsselpersonen dieser Epoche (Mossadegh, Reza Khan) kurz vor.

Das Buch kann ich besonders Iranern nahelegen, die erst in den 80ern (oder später) geboren wurden und leichtfertig dazu neigen, die Shahzeit zu verklären und zu glorifizieren und die Revolution als "Fehler" zu bezeichnen.

Nach der Lektüre dieses Buches sollte auch dem objektiven Leser klarsein, dass die Shahzeit durchaus eine Diktatur war und nicht pauschal schöngeredet werden sollte, nur weil die islamische Republik noch eine weitere Verschlechterung darstellt.

Normalerweise würde ich einen halben Punkt abziehen, weil der Autor sich bei seinen theologischen Äusserungen zum Thema Schiitismus stellenweise wesentlich irrt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ryszard Kapuscinski hat für die Darstellung der Hintergründe der Iranischen Revolution ein interessantes Konzept gewählt. Fast wie in einem Drehbuch arbeitet er mit der Analyse von Fotos, Zeitungsausschnitten und gibt Eindrücke von Zeitzeugen wieder. Dazwischen analysiert er von einer höheren Warte, ohne zu moralisieren und Schuld zuzuweisen, die Dynamik einer Revolution in der dritten Welt. Das Buch trägt viel zum Verstehen der damilgen und heutigen Situation bei und ist darüberhinaus auch vom literarischen und intellektuellen Standpunkt lesenswert.
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