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Kundenrezensionen

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Schafkopfrennen

Das Wort "Kult" wird oft recht unbedarft und schnell verwendet, sobald eine Fernsehserie etwas in die Jahre gekommen ist. Aber dem nun hier vom Label der "Fernsehjuwelen" auf DVD verlegten Fünfteiler steht dieses Wort mit vollster Berechtigung zu. Ich bin mir ganz sicher, dass mit der DVD-Veröffentlichung dieses TV-Kults aus den Achtzigern quer durch das ganze Land der freudige Ruf "Do schaug her" hallen wird. Ohne nun allzu sehr in eine nostalgisch verklärte Stimmung oder auch von wegen "Früher war alles besser" Phrasen verfallen zu wollen, ist dieser Mehrteiler auch noch heute, inzwischen fast drei Jahrzehnte nach seiner TV-Premiere im Sommer 1986, nach wie vor einfach "A Mords-Gaudi".

Dabei sah es nach der Ausstrahlung der ersten Folge dieser im Auftrag des Bayrischen Rundfunks durch die "Elan Film" produzierten Serie eher schlecht für sie aus. Kein Geringerer als Edmund Stoiber, zur damaligen Zeit Staatssekretär, wetterte mit den Worten "Schafkopfrennen ist ein Saustall" gegen die Serie und verlangte die sofortige Absetzung selbiger, da sie in seinen Augen eine absolut "überzogene und somit falsche Darstellung der bayrischen Bürger" zeigte. Das sahen die Zuschauer, die nach diesen Vorwürfen die Serie nur umso mehr schauten und zum Kult werden ließen, allerdings ganz anders und zeigten sich eher begeistert.

Das Drehbuch zu der die pure Lebenslust vermittelnden, bayrisch urigen Serie schrieb Franz-Xaver Sengmüller mit Co-Autor Bernd Fischerauer, welcher auch zu bzw. bei allen fünf der jeweils nicht ganz eine Stunde laufenden Folgen die Regie übernahm. Gedreht wurde damals in und um Binbihug im niederbayrischen Landkreis Landshut.

Die Besetzung in der Serie ist bis in die kleinste Rolle hinein perfekt. Viele der in der Serie zu erlebenden Darsteller können ganz ohne Übertreibung als das, was man oft als Volksschauspieler benennt, bezeichnet werden. Selbst schon beim damaligen Dreh vor dreißig Jahren recht populäre Darsteller waren sich nicht zu schade, in zum Teil auch eher kleineren Rollen in der Produktion mitzuwirken. An dieser Stelle wirklich nur beispielgebend für die innerhalb des Mehrteilers zu erlebenden Darsteller sein Namen wie die von Bernhard Helfrich, Kurt Mergenthal, Werner Rom, Margot Mahler, Will Danin, Michaela May, Herbert Fux und Heiner Lauterbach sowie Christine Neubauer genannt.

Die über fünf Folgen lang abwechslungsreich erzählte Geschichte hat ihren Dreh- und Angelpunkt in dem kleinen niederbayerischen Örtchen "Vilsbiburg". Alles nimmt seinen Anfang damit, dass "Lukas Schantl" (Bernd Helfrich), der ein kleiner Hallodri ist, seinen Bauerhof an den aus Norddeutschland kommenden "Dr. Knut Jansen" (Will Danin) verkauft. Dieser will den Hof und die dazugehörigen Felder zukünftig biologisch bewirtschaften. Das stößt nicht nur bei "Paul Schantl" (Werner Rom), dem Bruder von "Lukas", der ein hart arbeitender und ehrgeiziger Bauer ist, auf wenig Verständnis. Besonders "Elvira" (Margot Mahler), die Frau von "Paul", sieht in dem "Herrn Doktor" eine echte Gefahr für den Erhalt des friedlichen Gemeindelebens und der Ordnung.

Als der Doktor dann auch noch Hilfsarbeiter aus Ghana auf seinem Hof beschäftigt und sich mit "Kalle" (Werner Stocker) einen entlassenen Zuchthäusler als Knecht holt, schlägt die anfängliche Skepsis vieler in zum Teil offen gezeigte Ablehnung gegen den "Saupreuss" um. Es gibt aber auch dem Doktor wohlgesonnene Menschen wie z. B. die Lehrerin "Katharina" (Michaela May), die mit dem Doktor bald mehr als nur eine Freundschaft verbindet. Aber auch mit und in Vater "Georg Schantl" (Kurt Mergenthal) findet der Doktor mit der Zeit einen guten Freund.

Der Konflikt zwischen den beiden "Schantl-Brüdern" eskaliert derweil immer mehr. So ist der TV-Mehrteiler nicht nur bestens unterhaltend, sondern auch richtig spannend. Einmal angefangen, ihn anzusehen, kann man einfach nicht mehr aufhören und viel zu schnell ist dann auch schon wieder alles, nach den leider nur fünf Folgen, vorbei.

Die fünf Folgen finden sich verteilt auf zwei DVDs, die in je einem Slim-Case lagern. Zur Aufbewahrung kommen diese in einen stabilen und in Hochglanzoptik gefertigten Pappschuber ohne FSK-Hinweis.

Laut Cover beträgt die Gesamtlaufzeit aller fünf Folgen zuzüglich der angebotenen Extras bei dieser Veröffentlichung in etwa 345 Minuten. Dabei entspricht das von den DVDs im Format 4:3 Vollbild zur Ansicht kommende Bild in etwa der mir im Gedächtnis gebliebenen von der Ausstrahlung im TV. Die seit dem Dreh der Serie vergangenen gut dreißig Jahre und der Stand der damaligen Aufnahmetechnik lassen sich nicht ganz übersehen. So kann das Bild, vollkommen nachvollziehbar für mich, hier nun natürlich nicht mit einer Qualität wie die allerneueste und millionenschwere Hollywoodproduktion aufwarten. Aber trotz des nicht immer perfekten Kontrastes und kleinerer Schwächen in der Bildschärfe finde ich das Bild insgesamt akzeptabel, zumal es sich mit fortlaufender Wiedergabezeit dann sogar noch so ein klein wenig verbessert.

Die DVD-Menüs zeigen sich übersichtlich und gut bedienbar gestaltet. Die mit der Folgennummer sowie deren Titel aufgeführten Episoden lassen sich unmittelbar aus dem sich nach Einlegen der DVD in den Player öffnenden Hauptmenü zur Einzel-Wiedergabe starten. Die Möglichkeit, die drei von der Ersten bzw. zwei Folgen der zweiten DVD "am Stück" hintereinander wiederzugeben, wird nicht angeboten. Zu jeder der fünf Folgen können in einem separaten Menü in Form von kleinen Fenstern aufgezeigte "Kapitel" aufgerufen und genutzt werden.

Neben den üblichen Trailern zu weiteren Veröffentlichungen bietet die zweite DVD ein exklusiv für diese Veröffentlichung produziertes und von Arild Rafalzik mit Bernd Fischerauer, dem Drehbuch Co-Autor und Regisseur der Serie, aktuell aufgezeichnetes Interview an. In dem wirklich sehr interessanten und über gut 42 Minuten laufenden Gespräch erinnert sich Bernd Fischerauer an die damaligen Dreharbeiten und bietet Einblicke in die Produktionsgeschichte.

Der Veröffentlichung liegt zudem noch ein achtundzwanzig Seiten umfassendes Booklet bei. Neben "Produktionsnotizen" und einem "Episodenführer" stellt es noch einen Teil der "Besetzung" vor. Informationen über "Weitere Highlights" aus dem Hause der "Film- und Fernsehjuwelen" schließen das Booklet dann inhaltlich ab.

Tonbewertung:

Der hier im Format Dolby digital 2.0 von den beiden DVDs zu Gehör kommende deutsche Ton ist im Gesamteindruck recht gut erhalten. Er überzeugt mit einer zumeist guten Verständlichkeit aller in der Serie zu erlebenden Darsteller. Sowohl in seinem Klang als auch Volumen ist er meist stimmig abgemischt. Bisweilen überlagern die Nebengeräusche etwas das gesprochene Wort. Als "Nichtbayer" musste ich schon so einige Male gehörig die Ohren spitzen, um bei dem für mich deftigen Dialekt einiger Darsteller alles verstehen zu können. Hier hätte ich mich, aber sicher auch Hörgeschädigte und Gehörlose, über Untertitel gefreut, die bei dieser Veröffentlichung leider nicht mit angeboten werden.

Gesamteindruck:

Ich denke, man merkt es meiner Rezension mehr als deutlich an, was für "A Mords-Gaudi" der hier vom Label der "Fernsehjuwelen" auf DVD an den Start gebrachte Mehrteiler und TV-Kult für mich war. Von der ersten bis zur wirklich letzten Filmminute fühlte ich mich mit und von dieser Serie einfach nur großartig unterhalten. Schade nur, dass es leider nur bei den fünf Folgen blieb. Kult und großartige Fernsehunterhaltung von einst nun endlich zum "Immerwiederansehen" auf DVD.
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Im Jahre 1986 entstanden und unter der Regie von Bernd Fischerauer und Franz-Xaver Sengmüller die Miniseire Schafkopfrennen. Insgesamt wurden fünf Folgen produziert, die nun von Fernsehjuwelen in den Handel gebracht wurden.

Die Serie dreht sich um die Großfamilie Schantl, die im niederbayrischen Vilsbiburg zwei Höfe bewirtschaften. Da der jüngste Sohn nicht wirklich etwas von der Landwirtschaft hält, verkauft er seinen Hof an den norddeutschen Biologen Dr. Knut Jansens, der darauf einen Betrieb für ökologische Landwirtschaft macht. Zudem gibt er einen Ex-Sträfling und eine Asylbewerber aus Ghana eine Chance und stellt sie ein. Das sorgt für Ärger…

Die Mischung aus Heimatfilm und Drama ist hier gut gelungen. Und die Geschichte ist auch nach fast 30 Jahren immer noch aktuell und interessant. Die Darsteller passen hervorragend in ihre Rollen, man nimmt ihnen jederzeit den jeweiligen Charakter ab. Wer die Serie noch aus dem ARD Vorabendprogramm kennt und mag, kann hier einen Blindkauf wagen. Auch wenn die technische Seite einige Schwächen hat – die Serie ist sehenswert wie immer.
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Endlich ist diese Kultserie in ausreichender Qualität auf DVD erhältlich! Zum Inhalt wurde in den vorherigen Rezensionen genügend und richtig berichtet. Nur noch eine Meinung zum von Herrn Stoiber damals angestrebten Sendeverbot: Als Jemand, der ca. 20 km vom Drehort wohnt und aufgewachsen ist, kann ich nur sagen, dass das Drehburch durchaus realistisch ist.
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am 16. Juli 2014
Toller Plot, sehr authentische Darsteller, gutes Drehbuch, treffende Dialoge, kulltige Szenen und Kommentare die man heute so sicher nicht mehr zu hoeren bekommt.

Absolut sehenswert trotz des Herstlellungsalters oder vielleicht gerade deswegen. Tolle Schauspieler, die ganze Creme de la Creme der 80iger und eine gute Regie macht diese Serie zum Hit.

Allen voran Werner Rom und Bernd Helfrich sind die Pfeiler der Serie, die so authentisch 'rueber kommen' dass man meinen koentte diesen Schantl Hof gibts wirklich! Aber auch der nordische Charakter Knut Jansen, dargestellt von Will Danin, ist einfach treffend und ueberzeugend.

Manche der tollen Schauspieler sind leider nicht mehr unter uns Margot Mahler, die die Frau des Bauern Paul Schantl haette nicht treffener dargestellt werden koennen! Auch zu bewundern gilt der junge Werner Stocker als Kalle Grossmann, der eine ueberraschend einfuehlsame Seite fuer einen Zuchthausler zeigt. Und nicht zu vergessen, der unvergessliche und symphatische Willy Harlander als Landmaschinen Verkauefer, einfach Spitze!
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am 19. Februar 2015
Diese Box ist der Hammer, freche Dialoge, bayerische Lebensart. Warum Herr Dr. Stoiber diese Serie verbieten wollte verstehe ich nicht ganz, seinerzeit evtl. etwas gewagt. Sollte man unbedingt anschauen, es lohnt sich.
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am 16. Juni 2014
Was wurde diese Serie nachgefragt! Lange verschollen, nie wiederholt oder auf VHS geschweige denn DVD erhältlich gewesen, gibt es diese Perle bayerischer Serienkultur nun endlich für die Sammlung Zuhause.
Der Mehrteiler dreht sich um die Großfamilie Schantl, die im niederbayrischen Vilsbiburg zwei Höfe bewirtschaftet. Der jüngste Sohn versteht nicht wirklich etwas von der Landwirtschaft und verkauft seinen Hof an den norddeutschen Biologen Dr. Knut Jansens, der darauf einen Betrieb für ökologische Landwirtschaft macht. Außerdem gibt er einem Ex-Sträfling und einem Asylbewerber aus Ghana eine Chance und stellt sie ein. Das sorgt für Ärger…
Was bei dieser Veröffentlichung Herausragend ist, ist die tolle Aufmachung des Booklets. Fernsehjuwelen.de hat sich hier wirklich sehr viel Mühe gemacht und viele Infos zur Serie und den Darstellern reingepackt, was man nicht immer bei Veröffentlichungen von alten Produktionen findet. Deswegen erfährt man hier z.B. auch warum es die Folgen nach der Erstaustrahlung nicht mehr in das Programm des BR geschafft haben.
Das Bild ist zwar dem Alter des Mehrteilers entsprechend, aber ohne Nennenswerte Störungen oder Beeinträchtigungen anzusehen.
Tolle Kultserie, tolle Veröffentlichung!
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am 19. Dezember 2015
Hatte es mir auf DVD gekauft gehabt!!
Schafkopfrennen

Schafkopfrennen ist eine Fernsehserie von Bernd Fischerauer und Franz-Xaver Sengmüller für den Bayerischen Rundfunk. Im Jahr 1986 entstanden fünf Folgen, die im Vorabendprogramm der ARD und im Regionalprogramm des Bayerischen Rundfunk gesendet wurden.

Erzählt wird die Geschichte der Großfamilie Schantl, die im niederbayerischen Vilsbiburg zwei Bauernhöfe bewirtschaftet. Der jüngste Sohn der Familie hält nicht viel von körperlicher Arbeit und veräußert seinen Bauernhof. Der Käufer, der norddeutsche Biologe Dr. Knut Jansens, übernimmt den Hof und gründet einen Betrieb für ökologische Landwirtschaft. Außerdem gibt er dem strafentlassenen Kalle und einigen Asylbewerbern aus Ghana Arbeit. Während die Dorfbewohner Front gegen Knut und Kalle machen, spitzen sich auch die Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Schantl Brüdern zu.

Darsteller
Dr. Knut Jansens - Will Danin
Georg Schantl - Kurt Mergenthal
Lukas Schantl - Bernd Helfrich
Katharina Schantl - Michaela May
Paul Schantl - Werner Rom
Elvira Schantl - Margot Mahler
Kalle Grossmann - Werner Stocker
Gastauftritte unter anderem: Willy Harlander, Jörg Hube, Wilfried Klaus, Michael Roll, Willy Schultes, Max Griesser, Toni Berger, Ruth Kappelsberger, Fritz Strassner, Udo Thomer und Udo Wachtveitl
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am 24. September 2015
Als Jugendlicher fand ich den verrückten Typen Lukas Schantl rest cool und lustig, der in der Serie stehts den Spruch "Scheiß Paris" gebrauchte. Dieser Spruch wurde in meiner Gegend Kult...und irgendwann mit dem Fortsatz "...und London ist auche eine Stadt" ergänzt.
Jetzt Jahrzehnte später kann man diese Serie wieder geniesen, die lange von der Bildfläche verschwunden war. Doch nun sehe ich diese Serie anders und erkenne deutlich, wie hier die Doppelmoral der ach so ehrbaren bayerischen Spiesbürger darstellt wurde. Scheinbar zu einer Zeit in dem die Welt in Bayern noch in ordnung war, herrschte im Hintergrund, neid, geiz, intoleranz und vorurteile. Die Serie zeigt, wie ein norddeutscher Doktor versucht sich als Fremder und Aussenstehender in dieser Gemeinde nach eigenen Regeln zu intigieren. Was der Serie den amüsanten Touch verleiht und ich finde den Spruch des Lukas Schantl immer noch lustig.
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Es ist einfach der Wahnsinn, wenn man manchmal entdeckt, welche kultige Filme und Serien doch noch auf DVD erscheinen.
Und jetzt ist es endlich auch bei "Schafkopfrennen" der Fall. "Schafkopfrennen" ist, wie es das Cover so schön sagt, BR-Kult.
Entstanden 1986 inszenierte Regisseur Bernd Fischerauer eine fünfteilige Miniserie, welche man damals wie heute noch immer und immer wieder sehen kann.

Wenn ich über das Genre nachdenke, handelt es sich hier wohl um ein Heimatdrama. Heimatfilme sind ja oftmals mit Vorsicht zu genießen. Aber es gibt auch Ausnahmen. "Schafkopfrennen" punktet mit einem tollen, bis ins Detail liebevoll gestalteten Setting, einer kurzweiligen, spannenden Handlung und einem toll aufspielenden Cast. Allen voran Werner Stocker, Udo Wachtveitl und Michael Roll verkörpern ihre Charaktere mit großer Intensität und Hingabe, wie man es heutzutage nur selten sieht, wie ich finde. Aber auch Gaststars wie Heiner Lauterbach konnten für den Cast gewonnen werden.

"Schafkopfrennen" ist ein zeitloses, kurzweilig inszeniertes Stück Heimatgeschichte. Die fünf Folgen vergehen wie im Flug und ich muss sagen, dass ich, sobald die DVD-Box erhältlich ist, diese sicher in Dauerschleife sehen werde. :-)

Die Ausstattung, obwohl diese vermutet werden kann (Schuber, Booklet), wie immer ergänzend zu dieser Rezension nach erfolgter Veröffentlichung.

Fazit:

Zeitloser BR-Kult, endlich (bald) auf DVD erhältlich. Empfehlenswert!
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TOP 1000 REZENSENTam 6. September 2014
Zum Inhalt (kein Spoiler): Bei "Schafkopfrennen" handelt es sich um eine humorige, bayerische Kultserie, in Handlung und Stil ein wenig vergleichbar mit "Der Millionenbauer", allerdings dramatischer inszeniert. Genaueres zum Inhalt siehe Produktbeschreibung. In meiner Rezension möchte ich mich auf den technischen Aspekt der DVDs konzentrieren.

Dass alte TV-Produktionen heute auf DVD zumeist nicht mit gutem Bild glänzen, ist man ja mittlerweile gewohnt. Die DVDs zu "Schafkopfrennen" sind hier aber fast nochmal eine Klasse für sich - im negativen Sinn. Ich kenne überhaupt nur eine alte Serie, die ein ähnlich schlechtes Bild auf DVD hat: "Spannagl & Sohn" mit Walter Sedlmayr (ZDF 1975).

In meiner DVD-Sammlung finden sich rund ein Dutzend alter, bayerischer TV-Serien (u. a. "Monaco Franze", "Der Schwammerlkönig", "Zur Freiheit" etc.). Fast alle haben eine mehr oder weniger durchwachsene Bildqualität, sind aber doch zumindest noch ungestört anschaubar (weitestgehend). Dagegen ist bei den DVDs von "Schafkopfrennen" das Bild über weite Strecken derart verschwommen, unscharf, farblos und verschmutzt, dass es eigentlich eine Zumutung ist. Hier ist die Qualität so schlecht, dass leider tatsächlich der Filmgenuß getrübt wird. Man kann teilweise nicht einmal die Schauspieler bzw. deren Gesichter richtig erkennen (vor allem in Folge 1, aber auch später immer wieder mal).

Andere BR-Kultserien, teils auch deutlich ältere, haben kein so grauenhaftes Bild. Ich dachte immer, die erste Folge von Franz X. Bogners "Zeit genug" auf DVD sei qualitativ das unterste Level, was man sich beim Bayerischen Rundfunk gerade noch am Markt zum Kauf anbieten traut - aber weit gefehlt. War es denn wirklich nicht möglich, "Schafkopfrennen" in etwas besserer Qualität zu bringen bzw. wenigstens minimal zu restaurieren?

In diversen Rezensionen wird bei älteren Serien auf DVD ja oft von Bild in VHS-Qualität gesprochen, was nicht selten übertrieben ist. In diesem Fall trifft das aber leider wirklich zu. Das Bild ist wie von einer uralten, selbst aufgezeichneten VHS. Womöglich wäre eine solche TV-Aufzeichnung von 1986 heute sogar besser, als die jetzt angebotenen Kauf-DVDs.

Am großen Flat-TV (ich habe einen 50" Panasonic Plasma) kann man "Schafkopfrennen" in der gebotenen Qualität eigentlich vergessen. In dieser Größe kommt das matschige Bild so krass zur Geltung, dass einem der Spaß vergeht. Selbst auf meinem alten 4:3 Röhren-TV (Grundig) mit nur 20" Bildschirmdiagonale stellt sich das Bild, obwohl viel kleiner dargestellt, immer noch als teils stark verschwommen dar und es ist oftmals vieles nicht richtig zu erkennen.

Trotz der gravierenden, technischen Schwächen noch 3 Sterne, weil die Serie an sich großartig ist. Dieses Fernsehjuwel war seit seiner Uraufführung 1986 nicht mehr im TV zu sehen! "Schafkopfrennen" wurde leider nie wiederholt. Schade, sonst hätte man sich die Serie vielleicht einmal aus dem TV aufzeichnen können, in sehr wahrscheinlich besserer Qualität.
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