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Schachnovelle (Lesebändchen) Gebundene Ausgabe – 31. Januar 2013

4.6 von 5 Sternen 288 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man kann sich tatsächlich keine dramatisch geglücktere und in ihrer Intensität fesselndere Bearbeitung des Stoffes vorstellen." (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)

"Eine Meisterpartie." (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)

"Ein Klassiker der Weltliteratur, von höchster Spannung auch in diesem Medium." (HESSISCHE ALLGEMEINE)

"Zum Glück ist dieser Klassiker jetzt wieder käuflich zu erwerben." (Münchner Merkur) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Schachnovelle
OA 1941 Form Novelle Epoche Moderne
Die Schachnovelle bildet den Höhepunkt von Stefan Zweigs Novellenkunst. Die perfekt gebaute, spannende und psychologisch überzeugende Erzählung kulminiert in der Konfrontation von zwei Meistern des Schachspiels, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Entstehung: Die Novelle entstand 1941 in Petropolis, Zweigs brasilianischem Exil, und spiegelt in den Erlebnissen des Dr. B. die nationalsozialistische Schreckensherrschaft wider, vor welcher der Autor aus Europa geflohen war.
Inhalt: Auf einer Schiffsreise von New York nach Buenos Aires kommt der Ich-Erzähler dem arroganten Schachweltmeister Mirko Czentovic erst nahe, als sich dieser bereit erklärt, gegen alle Hobbyspieler gemeinsam eine Partie zu spielen. Als diese schon verloren scheint, greift ein Dr. B. in das Spiel ein und holt gegen Czentovic noch ein Remis heraus. Durch Dr. B.s seltsames Spielfieber neugierig gemacht, will der Ich-Erzähler mehr von ihm erfahren. Daraufhin berichtet ihm Dr. B. von seiner monatelangen Einzelhaft im Wiener Gestapo-Gefängnis, wo er dem Irrewerden nur dadurch entkam, dass er aus einem entwendeten Schachbuch Meisterpartien nachspielte. Als er danach begann, gegen sich selbst zu spielen, erlitt er eine Art »Schachvergiftung«, die in an den Rand des Wahnsinns brachte, aber auch seine Entlassung aus dem Gefängnis zur Folge hatte. Das Spiel gegen Czentovic war Dr. B.s erste Partie seither. Das zweite Spiel, das er allein gegen den Weltmeister spielt, gewinnt er souverän. Bei der Revanche zeigen sich allerdings wieder alle Symptome der »Schachvergiftung«, woraufhin Dr. B. das Spiel abbricht und keine Schachfiguren mehr anrühren will.
Aufbau: Die Novelle verschränkt kunstvoll eine Rahmenhandlung, die in dem Duell der beiden Schachmeister gipfelt, mit der Binnenerzählung des Dr. B. von seiner Inhaftung in Wien. Geschickt lässt Zweig durch das bewusst langsame und leidenschaftslose Schachspiel des stumpfsinnigen und habgierigen Weltmeisters bei Dr. B. dieselben Krankheitssymptome auftreten wie in der Gestapohaft und legt damit dem Leser nahe, zwischen dessen Geisteszustand und den nationalsozialistischen Terrormethoden Parallelen zu ziehen. Dr. B.s Abbruch der Partie symbolisiert somit auch die Hilflosigkeit des bürgerlichen Humanismus gegenüber dem faschistischen Ungeist.
Wirkung: Die Novelle galt sehr rasch als eines der Meisterwerke Zweigs und wurde in über 25 Sprachen übersetzt. Sie gilt als »Bibel« der Schachspieler und erfreut sich im Deutschunterricht ungebrochener Beliebtheit. R. Mi. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 21. Mai 2003
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Die Schachnovelle" von Stefan Zweig hat mich gleich mehrfach begeistert.
Zum einen ist die Erzählweise von Zweig interessant, eine Geschichte in einer Geschichte, das ist hervorragend gemacht. Zum anderen ist es natürlich das Thema selbst, das einem unter die Haut geht. Man kann sich garnicht vorstellen, wie groß die Strafe für einen Menschen ist, dem "nichts weiter" angetan wird, als ihn vollkommen von der Außenwelt zu isolieren. Darum geht es und auch darum, was der menschliche Geist dann für "Kopfstände" macht und wie sehr solch ein Erlebnis das ganze Leben eines Menschen verändert, ja ruiniert! Ausgezeichnet beschrieben, wirklich sehr zu empfehlen!!! Und um Längen besser als der Film, in dem viele Szenen aus dem Buch, sogar Figuren, garnicht auftauchen!!! Also, lieber lesen als glotzen!
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Format: Gebundene Ausgabe
Das ist mein Lieblingsbuch. Ich habe es bestimmt schon zehnmal gelesen und bekomme trotzdem nie genug davon. Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn Sie den gleichnamigen Film kennen, der die großartige Geschichte nur streift und an keiner Stelle die Qualität des Buches erreicht (wie es ja meistens ist, wenn Bücher verfilmt werden). Die Protagonisten in dieser Geschichte sind Schachspieler, daher der Titel. Selbst wenn Sie nichts vom Schach verstehen, werden Sie dieses Buch mögen, wenn Sie sich auch nur marginal mit dem königlichen Spiel befasst haben, werden Sie es LIEBEN! Die Geschichte ist so dicht und geradlinig erzählt, daß an absolut keiner Stelle Langeweile aufkommt, die Personen so hervorragend gezeichnet, daß man nach der Lektüre versucht ist, im Lexikon nachzuschlagen, ob sie nicht tatsächlich existierten! Das Buch ist vom Umfang her ideal für ein Wochenende, nicht zu kurz und nicht zu lang. Die Geschichte hat keinen Durchhänger, der Autor hat an keiner Stelle versucht, Zeit und Seiten zu schinden oder den Leser mit irgendwelchen unnötigen Hintergrundinformationen zu langweilen. Selten hat man einen solchen geraden und verständlichen und trotzdem so dichten und vielschichtigen Schreibstil gesehen. Vermutlich werden Sie es in einem Zug auslesen, denn die Geschichte wird Sie fesseln, sobald Sie sich nach der ersten Seite eingelesen haben, wenn Sie dennoch eine Lesepause einlegen sollten, wird die Geschichte Sie verfolgen, bis Sie weiterlesen. Egal, auf was Sie verzichten müssten, verzichten Sie und kaufen Sie dieses Buch! Wenn ich auf eine einsame Insel müßte und ein Buch mitnehmen dürfte, dann wäre es die Schachnovelle. Das wird auch Ihre Meinung sein.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Kurz zum Inhalt:
"Weltschachmeister Mirko Czentovic" spielt auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires ablegt, Schachpartien für einen angemessenen Obulus gegen eine Gemeinschaft schachinteressierter Passagiere. Dieser Passagier-Allianz hilft später ein Dr. B. Ein Mann, der von der Gestapo inhaftiert und verhört wurde, und der der Einsamkeit seiner Haft, dem "quälenden Nichts", durch Studieren eines gestohlenen Schachbuchs mit dem darin enthaltenen Meisterpartien zu entgehen versucht. Nachdem er die Meisterpartien bis zur Neige vollkommen auswendig kennt, spielt er im Geiste Schach gegen sich selbst, und verfällt dabei im Spiel "IchWeiß" gegen "Ich Schwarz" der von S. Zweig so genannten "Schachvergiftung". Erst durch Hilfe eines menschenfreundlichen Arztes wird Dr. B. sowohl aus diesem "Wahnsinn" als auch aus der Haft befreit.
Zu den Romanfiguren:
Die Entwicklung des Jungen Mirko Czentovic, dessen " ...dumpfes, breitstirniges, schwerfällig arbeitendes Gehirn ... der simpelste Unterrichtsgegenstände nicht erfasst ..." zum alle Schachmeister schlagenden Genie, der alle Feinheiten des Schachspiels plötzlich wie durch ein "göttliches Wunder" beherrscht, der aber dann geldgierig nur gegen Bezahlung spielt, scheint mir doch stark überzogen.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
So funktioniert eine Novelle, kurz und bündig; die Themen nicht endlos ausgeschlachtet, sondern auf den Punkt gebracht, ohne Laberei, so mag ich das. Dabei sind die drei Themen alles andere als einfach: Schach, Folter durch die NSDAP, geistiger Zusammenbruch. En passant wird auch noch die kurze Lebensgeschichte eines Bauernburschen erzählt, der zum Schachweltmeister aufsteigt. Zu allen Themen in der Novelle wurden unzählige Romane geschrieben, zweifellos einige lesenswerte. Aber der allergrößte Teil wird nicht an die Schachnovelle heranreichen, schon gar nicht was Stefan Zweigs exquisiten Schreibstil betrifft, der einen u.a. in seine Zeit zurückversetzt. In dieser Sprache wird heute nahezu nichts mehr publiziert (außer zB von mir selbst). Das Bücherl kann man getrost Pflichtlektüre für Literatur-Interessierte nennen.
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