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Schärfe Deinen Blick - Außergewöhnliche Portraitfotografie in Kontext, Theorie und Praxis (DPI Fotografie) Taschenbuch – 1. September 2008

3.9 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Roswell Angier beschreibt in seinem Buch "Schärfe deinen Blick" in zwölf Kapiteln, wie man seinen fotografischen Blick trainieren kann, um zu unvergleichlichen, intimen, verstörenden und andersartigen Portraitfotos zu kommen. Dieses Wissen vermittelt der Autor, der selber zu den außergewöhnlicheren Fotografen gehört, mit viel Hintergrundwissen und didaktischer Weitsicht. [...] Und er lässt auch diejenigen Fotografen zu Wort kommen, deren Bilder gerade als Beispiele dienen. Dies ist eindeutig ein Buch für Fotografen, für die Technik allein nicht im Vordergrund steht, dafür aber Aussage und psychologische Tiefe. Das Buch ist in einem etwas größeren Format (mit 22,2 x 30 cm größer als DIN A4) gehalten, so dass die Bilder den gebührenden Abstand zu den Texten bekommen und auf den Leser wirken können. (digitalkamera.de, 10/2008)



Dieses Buch umkreist eines der größten Geheimnisse nicht nur der Fotografie, sondern der Kunst, wenn nicht gar der Wahrnehmung überhaupt [...] Wenn Sie jemanden fragen würden: „Darf ich mal ein Bild von Ihnen machen?“, dann ist das wahrscheinlich keine große Affäre. Fragen Sie jedoch: „Darf ich ein PORTRAIT von Ihnen machen?“, handelt es sich schlagartig um ganz große Dinge, und alles wird bedeutungsvoll und wahrscheinlich auch kompliziert. Über dieses schwierige Thema also hat Roswell Angier mit leichter Hand ein wunderbares Buch gemacht. Eigentlich hat er beinahe eine neue Art Buch erfunden: einen TheorieundTechnikLehrbuchBildband. Er zeigt und erläutert historische Beispiele, und zwar klug ausgewählte. [...] Dazu kommt ein wohltuendes klares Layout mit Sinn für Proportionen - nicht gerade eine Selbstverständlichkeit im Bereich von Lehrbüchern. Absoluter Clou aber sind die praktischen Übungen, die Roswell am Ende jedes Kapitels vorschlägt. (Deutscher Fotobuchpreis 2009, Bregründung der Jury für die Verleihung der Silber-Medaille im Bereich Fotolehrbuch)

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Es ist eine große Kunst, sich bei einem Lehrbuch der Fotografie der naheliegenden Möglichkeit zu enthalten, einfach viele Bilder zu sammeln.
Dieses Buch von Roswell Angier gehört zu den wenigen wirklich guten Lehrbüchern, weil alle Fotos mit einem didaktischen Zweck gezeigt und entsprechend ausführlich besprochen werden. Hinzu kommt, dass hier nicht irgendwelche Fotos gezeigt werden, sondern Beispiele von Weltklasse-Fotografen. Diese Tatsache zusammen mit der außergewöhnlich geschmackvollen Aufmachung und den gut lesbaren Texten machen dieses Buch zu einem Erlebnis der Fotografie-Ausbildung.

Vorweg muss man allerdings auch sagen, was dieses Buch sicher nicht leisten will: man lernt nichts über Beleuchtung im Studio oder im Freien, man lernt nicht, wie man Menschen vor der Kamera "aufbaut" und keine Posen. Der Autor setzt voraus, dass man mit der Technik vertraut ist und weiß, was man tut.

Die größte Leistung bestand für mich darin, dass der Begriff der "Portraitfotografie" sehr erweitert wird. Angier stellt überzeugende Beispiele für Portraits vor, in denen der Portraitierte ohne Kopf oder unscharf vorgestellt wird, oder einfach nur als Schatten, oder als Teil eines Rückens, oder sogar als Teil seiner Füße!
Ich hatte vorher auch keine Vorstellung davon, dass es Portraits gibt, die man als "Landschaftsaufnahmen" bezeichnen kann - eben weil sie wirklich zum größten Teil eben nicht den Menschen sondern die Landschaft zeigen, in der er sich aufhält.
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Format: Taschenbuch
Manche Kritiken hier sind wirklich merkwürdig, der Titel sagt doch schon, dass es darum geht, den eigenen(!) Blick(!) zu schärfen und nicht darum, wie man nach anderer(!) Leute Vorgaben die Kamera(!) einstellen sollte. Wie kann man den Unterschied zwischen diesem beiden Themen noch deutlicher vermitteln?

Statt Kameratechnik und 0815-Studiosetups werden Übungen beschrieben, die die eigene Auseinandersetzung mit dem Sujet fordern und dazu führen, dass man eine eigene fotografische Position entwickelt. Sehr eindrucksvoll fand ich z.B. die Übung, bei der man sich mit einem Modell in einen Raum begeben soll und dann dort gemeinsam zu schweigen. Das Modell bekommt keine Anweisungen, es soll nur in der Mitte stehen bleiben und sich beliebig positionieren/verhalten, während der Fotograf es umkreist. Wie verändert sich in solch einer Situation die Spannung im Raum, wie verändern sich die Gefühle des Models, wie drückt sich dies in der Körperhaltung und im Blick aus? Und wann fängt man an, dies selbst wahr zunehmen, warum drückt man dann auf den Auslöser, aus welcher Perspektive und wie oft?

Wer sich wirklich auf solch eine anspruchsvolle Übung einläßt, wird hinterher zwangsläufig sehr viel über sich, das eigene Sehen und das Arbeiten mit Menschen gelernt haben.

Das Buch ist außerdem so gut geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, einen Mentor neben mir zu haben. Aus meiner Sicht hätte es mehr als 5 Sterne verdient.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
...als Fotograf nachzudenken über das, was man tut und vielleicht auch im weiteren noch tun will, ist dieses Buch eine hervorragende Alternative zu den auf technische Einstellungstipps und Lichtsetzungen reduzierten Veröffentlichungen. Aber vorsicht, es ist a) anspruchsvoll und b) auf eigentümliche Art konfrontativ zur Mainstream-Portraitfotogrrafie. Man muss sich drauf einlassen können! Wer eher pragmatische und praktische Tipps zu Technik und Licht sucht, ist hier falsch. Wer über seine Haltung zur Fotografie und zu den Motiven nachdenken will, dem kann es wertvolle Denkanstösse liefern.
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Format: Taschenbuch
Bereits die Fülle an aufgegriffenen Aspekten wirkt beim ersten Durchblättern des Buchs faszinierend. Dass die Portraitfotografie ihre Tücken hat, weiß jeder Laie, denn die Präsenz des Fotografen macht sich dem Modell gegenüber stets bemerkbar, vor allem auch die Art der Beziehung zwischen beiden. Der Autor vermittelt, oft anhand von drastischen Beispielen, Möglichkeiten, diese Beziehung zu nutzen. Das andere Extrem sind voyeuristische Aufnahmen. Zwischen der ganz konkreten Interaktion von Fotograf und Motiv und dem heimlichen und sehr bewussten Eindringen in die fremde Intimsphäre spannt sich der Themenbogen des Buchs.
Alle Kapitel enthalten reichlich Beispielfotos berühmter Fotografen, teilweise viele Jahrzehnte alt. Einfühlsam, dabei immer sachlich und detailliert erläutert der Autor, welche Schwerpunkte der jeweilige Fotograf setzt, wie und möglicherweise in welchem künstlerischen Kontext das jeweilige Bild entstand - häufig werden auch technische Hintergründe erwähnt -, welche Besonderheiten und Raffinessen das Buch aufweist, und wie es zu interpretieren ist. Auch die zahlreichen Zitate, die an den Kapitelanfängen zu finden sind, erweisen sich als nützliche Denkanstöße.
In jedem Kapitel stellen eine oder mehrere Aufgaben zum Thema den Leser vor praktische Herausforderungen. Zeit sollte man mitbringen und tendenziell eher eine analoge als eine digitale Kamera, auch wenn sich die meisten Aufgaben mit einer digitalen Kamera ebenso bearbeiten lassen.
Rechtliche Probleme werden mehr oder weniger umgangen. Dass ein Portrait einer Person, die auf das Fotografieren ärgerlich reagiert oder in einer sehr intimen Situation "erwischt" wird, reizvoll sein kann, ist klar.
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