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am 30. Juli 2014
Wir schreiben das Jahr 1906. Die kleine Ginty(Annie Buckley) hängt an ihrem Vater Travers(Collin Farrell). Der ist in einer australischen Kleinstadt Bankangestellter, der jede Menge Phantasie und reichlich Alkoholprobleme hat. Ginty muss miterleben, wie der Vater erst seinen Job verliert, dann den Respekt seiner Frau und schließlich todsterbenskrank wird. Nur in seinen Geschichten und im Spiel mit den Kindern kann Travers aufleben.

Im Jahr 1961 lädt Walt Disney(Tom Hanks) die Schriftstellerin P.L.Travers(Emma Thompson) in die USA ein. Disney versucht seit 20 Jahren von Miss Travers die Filmrechte für deren Geschichte Mary Poppins zu erhalten. Das scheiterte jedoch bisher kläglich an der verschrobenen, beharrlich sturen Einstellung von Miss Travers. Die hat jetzt jedoch Geldnöte und will wenigstens nach Los Angeles fliegen, um sich das Angebot anzuhören. Der Chauffeur Ralf(Paul Giamatti) ist der erste, der es mit der Dickköpfigkeit von Miss Travers zu tun bekommt. Walt Disney und sein Autorenteam Don(Bradley Whitford), Richard(Jason Schwartzman) und Robert(B.J. Novak) sind die Nächsten, die an Miss Travers verzweifeln dürfen. Doch Disney will diesen Film unbedingt. Also muss man zu einer Lösung kommen. Doch das fällt unglaublich schwer...

John Lee Hancock schafft es, diese beiden Handlungsstränge perfekt zusammen zu bekommen. Mit hervorragend gesetzten Rückblenden in die Kindheit von P.L. Travers und dem Gegenpart im Los Angeles von 1961 schafft es Hancock zur „Seele“ der Mary Poppins Geschichte vorzudringen. Dabei ist das Kernthema des Films eigentlich das Zusammenkommen der komplett unterschiedlichen Menschen Disney und Travers. Die hätten nicht besser dargestellt werden können, als es das Emma Thompson und Tom Hanks gemacht haben. Ich würde behaupten: Perfekte Schauspielkunst.

Letztendlich ist es dann doch die Geschichte, die zählt. Vor allem am Ende werden Menschen, die nah am Wasser gebaut haben, ein paar Tränen verdrücken. Es ist einfach zu schön, zu beobachten, wie diese unglaubliche Kratzbürste Travers und der Visionär Disney versuchen, miteinander klar zu kommen. Neben Hanks und Thompson schaffen es Collin Farrell, Paul Giamatti, Jason Schwartzman, B.J. Novak und Bradley Whitford diese wahre Geschichte so gut darzustellen, dass man jede Minute genießt.

Zum Schluss der wichtigste Hinweis: Verpassen sie den Abspann nicht! Hier gibt es Originalfotos von Disney und Travers, so wie Bildern aus der Produktion von Mary Poppins. Die zeigen eindrücklich, wie nah -Saving Mr. Banks- an der Realität gearbeitet hat. Noch beeindruckender ist jedoch die Original-Tonbandaufnahme von P.L. Travers und Disneys Autorenteam im Abspann. Die beweist ohne Wenn und Aber: Miss Travers war eine äußerst „schwierige“ Person...
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am 17. Juli 2014
Ich habe vor dem sehen des Films weder Rezensionen, noch Berichte gelesen oder gesehen und dachte anhand des Trailers: Nun das scheint ja ein Film über eine zickige Autorin zu sein und er wird lustig.
Damit hatte ich aber gefehlt! Er ist wie ich finde ziemlich ernst, teilweise eher traurig und wie ich finde nur selten lustig. ABER vor allem ist der Film aufschlussreich was Parallelen zwischen den Figuren aus Mary Poppins und dem wahren Leben von P. L. Travers angeht. Ich werde denke ich nun Mary Poppins mit teilweise anderen Augen sehen und bestimmt auch das eine oder andere neu entdecken. Abschließend möchte ich den anderen Rezensenten hier durchaus rechtgeben, natürlich ist der Film an der einen oder anderen Stelle übertrieben oder es wird etwas stark auf die Tränendrüse gedrückt und natürlich wurde mit diesem Film Walt Disney ein Denkmal gesetzt, aber bei all der Kritik die es zu diesen Punkten von anderen Personen gibt, hey es ist ein DISNEY FILM! ;-)
Von mir gibts auf jeden Fall 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!
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am 5. Mai 2015
Um eines vorweg zu nehmen: nein, hier geht es nicht um Walt Disney. Es ist nicht seine Biographie und keine Homage an ihn, auch wenn das hier einige anders schreiben (allerdings scheinen die entsprechenden Personen den Film auch generell nicht verstanden zu haben, wie man ihren Rezessionen entnehmen kann). "Saving Mr. Banks" ist eine Hommage an Pamela L. Travers und die wahren Hintergründe zu "Mary Poppins".
Sie erinnern sich noch an diese qualvollen Deutschstunden, in denen von Ihnen verlangt wurde, doch bitte die Fragen aller Fragen zu beantworten, die da lautet: "Was will uns der Autor sagen"? Dieser Film zeigt mehr als deutlich, dass sich ein Autor mit seinen Absichten nicht an seinem Publikum orientiert, sondern in erster Linie eigene Erlebnisse und Eindrücke verarbeitet. Schreiben wird hier zu einer therapeutischen Maßnahme. Ein Umstand, der nicht selten als wahres Motiv hinter einem Roman steckt.
Travers "nervt" nicht in diesem Film, meine lieben Leute. Ihre bärbeißig-kühle Art entspringt einem Selbstschutzmechanismus, der sich im Laufe des Films für den Zuschauer erschließt, wenn man nur aufmerksam zusieht - und zuhört. Du gute Dame hat in Anbetracht von Disneys heiler Kitschwelt-Philosophie auch durchaus das Recht skeptischer, ja ablehnender Zurückhaltung. Oder hätten Sie Interesse daran, wenn sich ein ernsthaftes, mit vielen Emotionen verbundenes Element Ihrer Lebensgeschichte in singenden, tanzenden Zuckerbrei auf der großen Leinwand verwandeln soll?
Als Kind habe ich "Mary Poppins" mit anderen Augen gesehen - natürlich aus denen der Kinder Jane und Michael, die mit Mary zahllose phantastische Abeneteuer erlebten, durch die die ganz normale Alltagswelt bunt und fröhlich wurde, nun bestimmt von Kreativität und Fantasie - und einem kleinen Schuss Lebensweissheit, wie man aus Unangenehmen etwas Angenehmes zaubern kann. Aber aus heutiger Sicht betrachtet, ist es wahr. Es sind nicht die Kinder, die Mary Poppins rettet oder nicht nur). Es ist der korrekte Mr. Banks, der darum bemüht ist, in der Gesellschaft nicht aus dem Rahmen zu fallen - und der sich somit selbst geißelt und in einem "Bankkäfig" steckt, der ihm seine Lebenseinstellung vorzudiktieren versucht.
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am 15. August 2014
Ich liebte alle Mary Poppins Bücher und liebe sie bis heute, deswegen habe ich mir diesen Film gekauft. Tom Hanks und Emma Thompson sind meine Lieblingsschauspieler und sie sind wie immer grandios.Was mir sofort eingefallen ist - Pamela L. Travers benimmt sich genauso wie Mary Poppins in den Büchern (nicht im Film). Sie ist genauso unhöflich und behandelt alle so wie Mary Poppins alle Menschen in den Büchern behandelt. Das fand ich lustig und wirklich gelungen. Die Geschichte ist sehr interessant, aber die krankhafte Beziehung der Tochter zu dem Vater und umgekehrt hat mich ein wenig gestört. Man zeigt, dass er nur die eine Tochter verehrt und liebt, als wäre sie seine Ehefrau. Nach den ganzen Szenen der Verehrung der Tochter und totale Ignorierung der Ehefrau kommt der Spruch, dass er sich nur für Tochter Helen rasiert damit sie die Küsse nicht kratzen. Er fragt sogar welche Küsse sie mag und das finde ich im Zusammenhang mit seinem Verhalten geschmacklos. Sonst wäre der Film fantastisch, aber die Szenen aus der Kindheit fand ich wirklich ärgerlich.
Man weiß, dass sie die Verfilmung gehasst hat, aber es wurde wirklich fast alles geändert, nichts ist so wie in den Büchern, also kann man es auch verstehen, auf jeden Fall hat sie nie mehr erlaubt noch ein Buch von ihr zu verfilmen.
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am 22. Juli 2014
Zuerst einmal, was mir wichtig war, seitdem ich von dem Projekt gehört hatte: Ja, Arne Elsholtz spricht wieder Tom Hanks, hier als Walt Disney. Der S-Fehler, der seit: "Sakrileg"/"Illuminati" bei ihm zu hören war, ist zwar noch da, aber sehr minimiert, und im Vergleich zu: "Hyde Park am Hudson", wo seine Stimme sehr flach und emotionslos klang, ist die emotionale Färbung hier wieder da, auch wenn die Stimme vielleicht etwas heiser und nasal in der Art eines weisen alten Mannes klingt.

Zum Film selber ist vor allem zu sagen, daß wir hier, da der Film von der Disney Company selbst stammt, wohl ein Märchen sehen, aber so schön und bezaubernd gemacht, das man nur sagen kann: Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch wenigstens gut erfunden. Tom Hanks taucht hier als extrem einfühlsamer, weiser, mit unendlich viel emotionaler Wärme, Charme und Einfühlungsvermögen ausgestatteter Psychologe auf, der den zynischen Eispanzer der Erfinderin von Mary Poppins durchdringen muß, damit sie ihm die Verfilmung ihres Buches erlaubt. Diese hält Disney eigentlich für einen egozentrischen und selbstverliebten Hollywoodfritzen.

Das ganze Schlüsselpersonal bei Disney, mit dem die Autorin zu tun hat, wirkt der Formel entsprechend (wir erinnern uns: der Film stammt vom Disneykonzern selbst) wie gutmütige, große Kinder, die man sofort ins Herz schließt und die wie Mr. Disney selbst ihren Lebenszweck darin sehen, die Menschen glücklich zu machen, indem sie ihnen die Welt wieder so magisch zeigen, wie sie nur durch Kinderaugen erscheint. Aber wie gesagt, das ist alles so schön und garnicht kitschig gemacht, daß es einem ganz egal wird, wenn hier die Wirklichkeit sentimental überzeichnet wird.

Währenddessen erfährt der Zuschauer in Rückblenden die wahren biographischen Hintergründe, aus der die Autorin, in Form der Verarbeitung trauriger Kindheitserlebnisse, die Geschichte von Mary Poppins gestaltet hat: Ihr Vater, der im Titel genannte Mr. Banks, war ein wunderbarer Mensch, der sie das Träumen gelehrt hat, aber selbst sosehr mit dem Kopf in den Wolken hing, daß ihn alle Welt nur als Nichtsnutz und Versager wahrnahm, worüber er zum Alkoholiker wurde. Daraus resultiert ihre Angst, daß eine alberne Verfilmung, auch noch als Musical, den Wesenskern der Geschichte von Mary Poppins zunichtemachen könnte, der darin bestand, den Träumen ihres Vaters späte Würde und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Die schönsten Szenen sind die, wo der Film-Disney seinem echten, empathisches Verständnis für die Autorin Ausdruck verleiht, indem er seinen Mitarbeitern gegenüber Mary Poppins mit seiner eigenen Schöpfung Micky Maus vergleicht, die er als ureigenste Schöpfung, als eigen Fleisch und Blut, am Anfang seiner Karriere auch um kein Geld der Welt an einen schmierigen Verleger verkauft hätte, oder wo er der Autorin gegenüber soweit Einblick in seine Seele gewährt, daß es ihm nie um windiges Geschäftemachen ging, sondern darum, über das Geschichtenerzählen die Wirklichkeit, die ihnen beiden früh übel mitgespielt hat, wenigstens in der Phantasie wieder heilzumachen und so vielleicht auch anderen wieder Hoffnung zu geben, die ähnliches durchmachen.

Wie gesagt: Wenn es alles nicht wahr ist, so ist es wenigstens sehr gut erfunden, wunderschön gemacht und gespielt. Das sehe ich bei diesem Film ähnlich wie beim von der Grundstimmung her anders gearteten, aber ebenfalls äußerst gut gemachten und seine stilistischen Mittel ebenso perfekt einsetzenden: "Nixon" (1996) von Oliver Stone. Filme, die man aufgrund ihrer Kunstfertigkeit genießen kann, auch wenn man immer im Hinterkopf behalten sollte, daß man keine Dokumentation, sondern eben ein die Wirklichkeit überhöhendes Märchen sieht, das, wie wohl der Film-Walt aus: "Saving Mr. Banks" sagen würde, die Welt vielleicht ein kleines bißchen besser machen kann, auch wenn es nicht wahr ist. Denn es ist besser, wenn die Menschen noch träumen können und die Träume vielleicht ein kleines Stückchen wahrmachen können, als daß die Welt an ihrer eigenen Gefühllosigkeit und Grausamkeit, an ihren eigenen erlittenen Schmerzen und Verletzungen zugrundegeht.
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am 4. Januar 2015
I think the wrong way to view the new film, Saving Mr. Banks, is as the making of Disney's classic, Mary Poppins. Saving Mr. Banks is really about storytelling as both truth and escape, as well as a film about fathers.

The film tells the true story of how Mary Poppins author, P.L. Travers, came to Disney Studios for two weeks in 1961, as Walt Disney and his ace crew of creatives tried to convince the ill- tempered Travers to allow them the rights to make Mary Poppins.

I think it's safe to say that we all know how the film ultimately ends, but how we get there is such an emotional journey that it is worth embarking upon. Emma Thompson portrays P.L. Travers with enough emotion buried within the subtext of her words that we care about this woman who is not all that immediately likable on the page, and in lesser hands the role would have been just that. Meanwhile, Tom Hanks plays the part of Walt Disney himself, with a twinkle in his eye, and yet he also manages to bring his trademark everyman quality to old Walt himself and make Walt not seem as if he's some myth, but rather a real man. However, the big mistake that many seem to be making with this film is that it's a movie about Walt Disney, and while Disney is a very important character in the film, this is P.L. Travers' story.

Through flashbacks we witness Travers' childhood in Australia and her relationship with her alcoholic banker father, Travers Goff, who was the inspiration for Mr. Banks in Mary Poppins, and is portrayed in this film by Colin Farrell with a charming, yet tragic likability. We witness how much of Travers' childhood went on to inspire Mary Poppins, and it's through these flashbacks that Saving Mr. Banks finds its heart. Without us seeing what P.L. Travers went through, it's hard for us to understand why she is so against Disney transforming, what is essentially, her own past into a film. This allows us to relate to this hard to relate to woman, which is the brilliant stroke of director John Lee Hancock and screenwriters Kelly Marcel and Sue Smith. As a matter of fact, if there is one word to describe Saving Mr. Banks for me, it is brilliant.

It is rare to see a film made by a major studio with this kind of thematic density, and that is why this is such a brilliant motion picture. There is an honesty to the way the film deals with the idea of fathers and that while they may not be infallible, they can still be saved. Then there are the thematic ideas of storytelling that ring so true to me as a storyteller myself. Whether we realize it or not, the stories we tell are reflections of ourselves and our own lives. Walt says it best late in the film when he points out that the true power of imagination and story is to lend hope, and I think that is why anyone deep down tells a story, and I think that idea sums up Disney's entire career.

There just aren't that many kind of films like Saving Mr. Banks in these cynical days, but if you allow yourself to feel, you will be swept away. This is a Disney movie, through and through. There are laughs and moments of soaring emotion throughout, and I wouldn't want anything different from a film made by Disney. Every time you hear, "Let's Go Fly a Kite," your spirit soars and as you watch the film, the song begins to take on a whole new meaning that makes it an even more life affirming song than you perhaps ever thought of it as before. It's not merely a great toe-tapper that closes a film, it's a song of hope.

I just can't say enough about Saving Mr. Banks, I loved it and I think everyone should see this film. The funny thing about all this is, is that without the film Mary Poppins, Saving Mr. Banks would not exist, and yet Saving Mr. Banks is a film that manages to improve upon what is already a near perfect classic and perhaps even best it. From now on, every single time you watch Mary Poppins, the many events and ideas of that film will take on a whole new meaning. In fact, I can't wait till the next time I see Mary Poppins again to see how it may affect me more strongly on an emotional level now knowing more of the story. Saving Mr. Banks is just a miraculous kind of movie that we need more of. It's classic Hollywood drama, so if you want my advice, bring a hankie and just enjoy yourself.
One of the best films I have seen 5/5.
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am 5. Mai 2016
Fand den Film sehr unterhaltsam, ein nettes Maerchen basierend auf wahren Begebenheiten. Klar, ein Tatsachenbericht ist das nicht! Das ist nur "verdisneysierte" Wahrheit. In der Realitaet war das alles ein bisschen anders. Erstmal hatten Disney und Travers selbst nicht so viel miteinander zu tun wie im Film gezeigt, diese Szenen wurden aus Briefverkehr zusammengereimt, Disney hatte die Rechte zum Buch bereits in der Tasche als Travers in den USA eintraf, die ruehrende London Szene zwischen ihm und Travers ist frei erfunden. Und das "Happy End" gab es im wirklichen Leben auch nicht. Travers fand den Film "Mary Poppins" misslungen, blieb unzufrieden, auch mit dem Endergebnis. Die Erfahrung war so schlimm fuer sie, das sie ihr Leben lang weitere Verfilmungen ablehnte, insbesondere wenn sie unter amerikanischer Beteiligung zustande kommen. Es ging gar so weit, das sie selbst in ihrem Testament weitere "Mary Poppins" Projekte mit amerikanischer Beteiligung untersagt - sie hat also sogar fuer die Zeit nach ihrem Tod vorgesorgt! Lediglich rein britische Projekte sind teilweise gestattet. Ich frage mich was Miss Travers zu "Saving Mr Banks" sagen wuerde - bestimmt nichts gutes...

Aber, hey, das ist ein Disney Film. Und wichtig ist, das man zumindest Travers Charakter nicht abaenderte! Laesst man den wahrheitsgehalt und das beschoenende, die Disney-Brille, mal beiseite, dann bleibt ein wirklich gut gemachter Film, mit hervorragenden Darstellern allsamt. Emma Thompson machts besonders toll! Komisch, waehrend ich den Film guckte dachte ich noch: Gut das die nicht wieder Tausendsassa Meryl Streep genommen haben. Und dann, was les ich? Die wollten Streep tatsaechlich! Der Look des Films - hm, wurde die Story schon arg zuckerbestreut so ist auch der Look arg verzuckert. Alles sieht so bunt und suess aus, selbst ein einfaches Arbeitszimmer erscheint wie eine Attraktion in Disneyland. Ist ein bisschen zu viel Kitsch fuer mich. Ein guter, relativ klassisch gehaltener Unterhaltungsfilm, aber kein Meisterwerk. Regisseur Hancock ist ja auch viel mehr einer, der beruehrendes Entertainment fabrizieren kann, aber nichts allzu tiefgehendes (bin aber schon auf seinen naechsten Film gespannt, ueber die Gruendertage von "McDonalds").
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am 18. Dezember 2015
Story (5)
Walt Disney (Tom Hanks) versucht der Autorin P.L. Travers (Emma Thompson) die Erlaubnis abzuringen, ihr Erfolgsbuch „Mary Poppins“ als Kinoadaption verfilmen zu dürfen. Dies erweist sich allerdings als sehr schwieriges Unterfangen, da Mrs. Travers sehr genaue Vorstellungen hat, wie ihr Buch umgesetzt werden soll.
Eines ist für sie klar, es darf auf keinen Fall ein Trickfilm werden, und auch von der Idee ein Musical daraus zu machen, ist sie alles andere als begeistert. Ihre direkte und unverblümte Art führt in der Zusammenarbeit mit dem Drehbuchteam immer wieder zu Konflikten, die schliesslich im Eklat enden.
Erst als Walt Disney die Hintergründe von Mrs. Travers Verhalten erkennt, beginnt eine Annäherung...

Ich kannte den Hintergrund der Entstehung des Mary-Poppins-Film nicht und finde, dass die filmische Umsetzung sehr gut gelungen ist und spannend inszeniert wurde.
Natürlich ist es keine Walt-Disney-Biografie, und auch sonst wurde vielleicht etwas viel Rührseligkeit hineingepackt, die eigentliche Grundgeschichte ist aber sehr gekonnt und mit viel Drive inszeniert worden. Man hat es ausgezeichnet verstanden, die 60er-Jahre aufleben zu lassen. Die regelmässigen Rückblenden in die Kindheit von P.L. Travers sind ausgezeichnet arrangiert, sie decken nach und nach den eigentlichen Kern der Geschichte auf.
Ich habe schon lange keinen Unterhaltungsfilm mehr gesehen, bei dem das Verhältnis von Information, Umsetzung und Konzept derart stimmig war, wie bei diesem Werk.
Zusammen mit den wunderschönen Landschaftsaufnahmen und der beeindruckenden schauspielerischen Leistung der Hauptfiguren ein sehr zu empfehlender Film.

Bild (4)
Das Bildseitenformat liegt in 2.40:1 (12:5 CinemaScope) vor.
Die Bildqualität ist grundsätzlich sehr gut ausgefallen. Die Grundschärfe ist über den ganzen Film hinweg auf einem guten bis sehr guten Level.
Die Farbgebung wirkt zuweilen etwas kräftig, ich vermute mal, dass man versucht hat, eine Art 60er-Jahre-Kolorit zu schaffen.
Der Schwarzwert ist im guten Bereich wie auch die Kontraste.
Auch wenn hier keine Referenzwerte erreicht werden, hat man es mit einer guten HD-Umsetzung zu tun.

Ton (4)
Das Tonformat liegt in DTS-HD 5.1 vor.
Auch tontechnisch kann die Blu-ray überzeugen, allerdings haben wir es hier mit einem äusserst ruhigen, sehr dialoglastigen Film zu tun, bei dem die Sourroundkanäle kaum eingesetzt werden. Die Dialoge sind aber jederzeit sehr gut zu verstehen und auch der Soundtrack weist viel Dynamik auf.
Die Tonbalance ist ebenfalls ausgezeichnet.

Extras (2)
Interessieren mich nicht. Es gibt leider wie bei Disney üblich kein Wende-Cover!

Fazit: Ein sehr ruhiger, spannend und hervorragend inszenierter Unterhaltungsfilm in guter Blu-ray-Umsetzung!
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am 11. August 2015
Wer sich mit dem Kinotrailer Appetit geholt hat, muss damit rechnen einen viel ernsteren Film zu bekommen, als der Trailer es vermuten lässt. Tom Hanks und Emma Thomson sind genial, doch der Film ist keineswegs nur humorvoll. Er hat recht schwermütige Momente. Die bedrückenden Szenen spielen in der Vergangenheit, während die etwas heiteren in der Gegenwart der Geschichte (also zu Disneys Lebzeiten) spielen. Das Geheimnis, warum Mrs. Travers so streng und humorlos wirkt, wird Stück für Stück gelüftet. Eine traurige Erinnerung lässt auch das Herz der Zuschauer nicht unberührt. Das durchaus gelungene Filmvergnügen ist daher nichts für Zuschauer, die eine schwere Zeit durchmachen, oder etwas heiteres für den Abend suchen. Wer auf der Suche nach einem anspruchsvollen Film mit Herz und einer guten Prise Schwermut ist, darf zugreifen.

Das Bild der Blu-ray ist in tadellosen Zustand. Die Farben sind natürlich. Es kommt nicht zu Bildfehlern. Die Tonqualität ist durchweg gut, aber schon ein wenig leiser als andere Produktionen. Als Extras gibt es einen kleinen englischen Einblick in das Disney-Studio, das wahlweise auch mit Untertitel angesehen werden kann. Das Menü wird schnell geladen.

Fazit: Schwermütig, aber durchaus unterhaltsam.
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am 1. Mai 2015
... ist eine Geschichte, die viele von uns kennen und lieben. In diesem Film wird die Geschichte der Erfinderin der Figur von Mary Poppins, P.L. Travers erzählt, die sich 20 Jahre lang weigert, die Verfilmungsrechte ihres Buches an Walt Disney zu verkaufen, der damit ein Versprechen, das er seiner Tochter gegeben hat, einlösen will. Erst als Travers in finanzielle Schwierigkeiten gerät, ist sie bereit, sich mit Disney und seinem Stab in Los Angeles zu treffen und über eine eventuelle Verfilmung zu sprechen. Dabei bringt sie alle so ziemlich an den Rand der Verzweiflung mit ihren Vorstellungen und Forderungen - kurz. P.L. Travers ist eine echte Nervensäge, eine Zicke... oder? An dieser Stelle beginnt der tragische Teil der Geschichte: in Rückblenden wird die Kinderzeit von P.L. Travers erzählt, die sie mit ihrem liebevollen, aber leider alkoholabhängigen Vater verbrachte. Es war für mich sehr berührend, dass eine Person, die ein so heiteres und liebes Buch wie Mary Poppins schrieb, einen so tragischen biografischen Hintergrund hat. Für mich hat sich die Autorin mit ihrer Geschichte eine heile Welt erschaffen, die sie psychisch überleben ließ, wenn auch nicht ohne Narben...
Emma Thompson und Tom Hanks als zickige P.L. Travers und strahlender Walt Disney (was der Realität allerdings nicht entspricht, seine Persönlichkeit wird in diesem Film stark "geschönt") verkörpern ihre Rollen ganz ausgezeichnet. Manchmal wird etwas dick aufgetragen und manches wirkt auch übertrieben, dazwischen gibt es aber immer wieder ganz großartige, subtil gezeichnete Momente, die mir das Ansehen des Filmes sehr angenehm gestaltet haben. Ich kann diese DVD - trotz der Länge von 125 Minuten - empfehlen!
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