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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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4,7 von 5 Sternen

am 4. Oktober 2016
Der französische Intellektuelle und Philosoph Lévy ist ein bunter Hund. Vor allen Dingen in den unruhigen letzten zwei Jahrzehnten hat der omnipräsente Vertreter französischer Links-Aristokratie seine Marktmacht weiter ausgebaut. Firmenlogo sind der seidige schwarze Maßanzug und das gestärkte blütenweiße Hemd mit Männerdecolltee. In dieser zugegeben hocheleganten Aufmachung lässt er sich gern neben zerlumpten, bärtigen Kalaschnikow-Trägern oder in Trümmerwüsten ablichten. Das wirkt dann fast so als hätte man Ludwig, den XIV. im Hinterhof eines Abdeckers porträtiert. Die Botschaft – er behält den Überblick.
Viel Feind – viel Ehr, das gilt nur bedingt. Denn an gehässiger Kritik seiner Landsleute fehlt es nicht. Vielen missfallen sein rasendes Reportertum und seine Weltrettungsaktionen, für deren Ausgang er keinerlei Gewähr übernimmt. Er wäre kein Intellektueller, wenn er nicht auch das ironisch parieren würde und sich zusammen mit seinem Briefpartner Houellebecq
zum „Volksfeind“ (public enemy) ernennen würde.
Noch vor dem 11.September als die Welt so unübersichtlich wurde hat Lévy 2000 d i e große Sartre-Biogaphie veröffentlicht. „Le Siècle de Sartre. Enquete philosophique“. Übersetzt ins Deutsche schon 2002 und erschienen im Hanser-Verlag. Die mehr als 600 Seiten umfassende Biographie Sartres und seiner Zeit ist grandios. Sicher setzt sie Maßstäbe. Sie zeigt wie man sich mit schnellen, an Oberflächlichkeiten und Eitelkeiten orientierten Urteilen über Personen des öffentlichen Interesses zurückhalten soll. Besser ihnen genauer zuzuhören.
Lévy ist und darf sich mich Recht als Insider betrachten. Wenn auch Althusser-Schüler, so ist er doch in weiterem Sinne auch Sartre-Schüler. Niemand mit vergleichbaren Interessen und Ansprüchen aus der Generation Lévys kommt an Sartre vorbei, muss sich nicht auch an ihm abarbeiten und Maßstab nehmen. Das ist ohnehin sicher und im ersten „Ein Jahrhundert-Mensch“ überschriebenen Kapitel schildert Lévy diese einzigartige Bedeutung, den alles überstahlenden Glanz und Ruhm dieses häßlichen, kleinen, provokanten und nicht selten giftigen Mannes. Er ist wirklich ein Jahrhundertphänomen und ein sehr französisches.

Lévys Verfahren, sich mit Sartre auseinanderzusetzten und ihm gerecht zu werden
( das zweite Kapitel ist „Gerechtigkeit für Jean Paul Sartre“ überschrieben ) ist bewunderungswürdig. Es ist schlicht souverän. Das Einzige, was einem zu schaffen machen könnte, ist die Fülle des Materials. Aber daraus kann man keinen Vorwurf ableiten. Jedem Leser ist es unbenommen, sich eine Kurzbiographie zu besorgen. Biographien, zumal die von Menschen mit Übergröße, halten für ihre Verfassser viele Fallstricke bereit. Die tiefe innere Verbindung zu einer Person und die immer weiter vordringende Kenntnis von biographischen Details ist zwar unentbehrlich, aber noch lange keine ausreichende Bedingung dafür, der dargestellten Persönlichkeit „gerecht“ zu werden. Lévy tappt in keine Falle. Er ist so wenig enthusiasmierter Laudator wie mäkelnder oder gar abschätziger Notar intimer Details aus der Kammerdiener-Perspektive. ( Beides häufige Mängel in Biographien ). Er wägt stets ab. Licht- und Schattenseiten seines Werkes sind das eigentliche Thema. Lévy will verstehen, nur mit größter Zurückhaltung bewerten und beurteilen.

Lévys Buch ist keine Schullektüre. Er entfaltet breit sein philosophisches, literarisches, soziologisches und politisches Wissen. Das meiste bezieht sich auf das Gebiet der französischen Philosophie und Literatur der Vor- und Nachkkriegszeit, naturgemäß einiges auf Husserl und Heidegger, auch auf englisch-amerikanische Autoren wie Faulkner, Dos Passos, Joyce und Woolfe. Verbindungen, Muster, Hintergründe werden überreich aufgezeigt und machen viel Lesefreude. Es ist immer wieder ein intellektuelles Feuerwerk.
Die Sprache und Argumentation ist stilistisch glänzend und hoch anspruchsvoll. Manches ist sehr blumig-poetisch und vielleicht etwas barock formuliert. Aber es hat immer Substanz. Nie ist es bloßes Raunen, nie ist es eine abgehoben-selbstreferentielle Wissenschaftsdiktion, die sich genauer Nachprüfung entzieht.

Kann man seine Sartre.-Biographie lesen ohne vorher Sartres Werk außer in Schlagwörtern zu kennen? Ich finde – durchaus. Sicher ist es von Vorteil, ein Gerüst von Philosophie und Literatur zu haben. Aber man muss nicht „Das Sein und das Nichts“ kennen. Der Appetit, es jetzt kennen zu lernen, hält sich in Grenzen. Dagegen bekommt man schon Lust, „Der Ekel“, „Zeit der Reife“ oder „Die Wörter“ zu lesen, wenn man sie noch nicht kennt.

Ein großer Vorzug der Lévyschen Biographie ist, dass sie Leben und Werk Sartres nicht chronologisch abarbeitet. So natürlich eine solche Darstellung auf den ersten Blick ist, so schwierig ist es doch in dieser Form den Eindruck einer Folgerichtigkeit und gesetzmäßigen organischen Entwicklung der dargestellten Person zu vermeiden. Eine solche ist oft nicht gegeben, sondern eher ein schriftstellerisches Artefakt. Sartre wäre besonders wenig zu solch einer Darstellung geeignet.

Lèvy setzt kühn und mutig Themen bzw. Themenfelder, die er im Sartreschen Werk und seiner Zeit identifiziert. Von dort aus geht er in die jeweilige Lebensphase und die biographischen Details. Das macht erheblich mehr Sinn als sein Leben chronologisch nachzuerzählen und von der Zeitachse auf die jeweiligen Werke einzugehen. Diese intuitive Ordnung, die Lévy seiner Auseinandersetzung mit Sartre gibt, wirkt sehr überzeugend. Er teilt sein Buch in drei Großkapitel mit jeweils 5 Unterkapiteln.

Im ersten Kapitel „Ein Jahrhundert-Mensch“ geht es um den fast unglaublichen Ruhm und Rang, den Sarte nach dem Krieg erworben hat. Seine fast konkurrenzlose Einzigartigkeit, seine Alpha-Tier-Eigenschaften, die durch Kritik und Ablehnung, die er ja auch reichlich erfahren hat, noch überhöht wurden. Es geht um sein immenses Talent, dass sich in allen Gattungen( Theater, Roman, Philosophie, Reportage, Literaturkritik etc. ) scheinbar anstrengungslos bewähren konnte. Um eigene Ansprüche und Zukunftsphantasien in der Jugend. Um die Art und Weise, sich Vorgänger und Vorbilder zu bemächtigen und sie buchstäblich zu fressen, d.h. sie zu verwerten aber auch zu erledigen. Lévy nennt das eine „militärische Logik“, nämlich „Nachahmungen, Anleihen, Zitate ohne Anführungszeichen, wildwüchsige Auslegungen großer Schriftsteller und Philosophen“. Natürlich um Heidegger, Bergson, Nietzsche. Es geht um seine Ethik der Tat, Sartres Geringschätzung und Verachtung der Natur, der ungestalten Vielfalt, der wabernden Masse, der Vermehrung, Zeugung, Mutterschaft.

Im zweiten Kapitel „Gerechtigkeit für Jean Paul Sartre“ wird die schwer auszuhaltende Spannung zwischen dem radikalen Individualismus, der Dekonstruktion aller gesellschaftlichen und politischen Verpflichtungen und Zwänge des jungen Sartre und dem Anschluss an die kommunistische Ideologie und deren Fortschrittsträume des Älteren ausgemessen. Vom Existenzialismus und Anti-Heglianismus zum Heglianismus und der Weltrevolution. „Was ist ein Ungeheuer“ ?, fragt Lévy und meint dabei weniger Sartres fatales kommunistisches Abenteuer und seine erstaunliche Indolenz den kommunistischen „Kollateralschäden“ gegenüber, sondern mehr seine privaten Koordinaten. Schreibwut,
soziales Verhalten, Frauenbeziehungen und die kategorial völlig verschiedene, lebenslange mit Simone de Beauvoir ( die ein bisschen an Frank und Claire Unterwood in „House of Cards“ erinnert). Verhältnis zum Geld und zum Nobelpreis ( demonstrative Ablehnung und später Versuch, doch ans Geld zu kommen), Bevorzugung öffentlicher Orte wie Cafes, Hotels, völlige Indifferenz gegen privaten Komfort und Häuslichkeit. Schließlich im 5. Unterkapitel die vielleicht schmählichste und deprimierendste Episode: die Auseinandersetzung mit dem Freund Camus. Freundschaften können zerbrechen. Was Sartre inszeniert ist etwas anderes. Es ist die Vernichtung, die intellektuelle Auslöschung, der blanke Hass. Ein von Lévy angedeutetes erotisches Konkurrenz- bzw. Eifersuchtsmotiv dürfte nur eine Nebenrolle spielen. Camus war als witziger „Copain“ , als unterhaltsamer Außenseiter, Gassenjunge aus Algier, akzeptiert. Als Autor von „Der Fremde“ und anderem. Sein philosophischer Anspruch „Der Mensch in der Revolte“ musste von Sartre höhnisch zurückgewiesen werden. Zunächst wollte er sich selbst die Hände nicht schmutzig machen und beauftragte einen Redakteur der „Temps moderne“. Als Camus nachhakte, setzte Sartre seine ganze intellektuelle Präsenz und seine Wortgewalt ein, um Camus zu erledigen. Woher dieser Hass ? Lévy, der in dieser unseligen Entwicklung seine Sympathien für Camus nicht verbirgt und die außerordentliche Bösartigkeit Sartres erkennt, ist unbestechlich genug, den strittigen Punkt nicht aus den Augen zu verlieren. Geistreich formuliert er „Warum ist es besser mit Sartre zu irren als mit Camus recht zu haben?“. Damit ist folgendes gemeint:
Camus'so sympathischer Lebenskult, sein euphorischer Jubel über das Licht, die Luft, den Strand, Algier, eben seine Form des Existenzialismus ist in seiner Erotik und Vitalität Totalitarismus-gefährdet, auf jeden Fall absolut kompatibel. „Es gibt keinen Antitotalitarismus ( das ist Sartres Position) ohne jenen Antinaturalismus, der sich aus jüdischen und christlichen Quellen speist. Der zwischen dem Menschen und der Welt eine bestimmte Fremdheit, eine Distanz bewahrt. (S.405) Das ist einleuchtend. Demokratie und Zivilisation sind nie natürlich. Natürlich sind höchstens die Saturnalien. Allerdings muss man melancholisch anmerken, dass Sartre, obwohl kritisch gegen die Verherrlichung der Natur, dann auf verzwickten intellektuellen Umwegen mit seinem revolutionären Elan dann doch dem Totalitarismus sehr nahe gekommen ist.

Im dritten Kapitel „Der Wahn der Epoche“ wird unter vielen Aspekten, vor allen Dingen auch dem, dass es nicht nur sein privater, sondern ein Wahn der „Epoche“ war, seine Position und Argumentation in der politischen Landschaft der Nachkriegszeit behandelt.
Das reicht von der Leichtfertigkeit seiner Kommentare zu den kommunistischen Säuberungen, dem ungarischen Aufstand, dem Schicksal Solschenizyns über das Hofieren Castros, die naiven Erwartungen an die Mai-Unruhen 68 bis hin zu seiner Aufwartung in Stammheim, die er Enslin und Baader kurz vor seinem Tode machte. „Von der Herrschaft des Irrtums im Leben eines Intellektuellen“ überschreibt Lévy das zweite Unterkapitel. Es gibt Zeugnisse des späten Sartre vom notwendigen Tod der Literatur, der Einordnung in die Masse und der Nutzlosigkeit der Intellektuellen, sozusagen der Wonnen der Selbstverleugnung, wenn es denn der Gesellschaft und ihrer herrlichen, befreiten Zukunft dient, die einem das Blut gefrieren lassen. Ganz zum Schluss schildert Lévy das vom bevorstehenden Tode gezeichnete, seine Umgebung befremdende Verhalten Sartres. Seine Abkehr vom programmatischen Atheismus und eine jüdische Besinnung.

Alles in allem eine äußert anregende, auch anstrengende Lektüre. Man könnte sich keinen besseren und kundigeren Führer für diese Reise in die Welt der französischen Philosophie der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts denken. In ein sehr französisches Klima der Intellektualität und des links-politischen Engagements, das wesentlich von Sartre geprägt wurde. Dass Lévys Darstellung inhaltlich und formal exellent ist, das ist keine Frage. Was sie obendrein auszeichnet, ist ihr Respekt. Lévy wird Sartre gerecht.
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am 26. Mai 2017
Der Titel des zweiten Teils könnte für das Anliegen des gesamten Buches stehen: Gerechtigkeit für Jean-Paul Sartre. BHL steht fest auf der Seite seines Helden, auch wenn es ihm dieser gelegentlich schwer macht. Sartres stalinistische und maoistische Neigungen unter "Der Wahn der Epoche" abzuhandeln, klingt schon arg nach Apologie. Dennoch liest man das Werk mit Gewinn, warum? Der Autor entstammt ebenso wie Sartre einem politintellektuellen Milieu, war mit Sartre teils persönlich verbunden. Sein Buch ist keine trockene Biographie oder Werkinterpretation, sondern eine intime Auseinandersetzung bei sachlicher Distanz. Immer nähert es sich von den Texten her dem Menschen, nicht umgekehrt. Darin ähnelt es den Büchern von Patrice Bollon und Jürgen Große über E. M. Cioran (den großen Gegner Sartres), d. h. es setzt eine gewisse Leseerfahrung oder Affinität mit seinem Thema schon voraus.
Die übergroße Redseligkeit BHLs kann manchmal ungeduldig machen, zugegeben. Wer ein nüchterner gehaltenes Einführungswerk von gleichem Umfang sucht, sollte zur Biographie von Cohen-Solal greifen.
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am 18. Januar 2003
Lévy konfrontiert uns mit einem ganzen Kosmos französischer Philosophie und Literaturgeschichte. Bei den Streifzügen durch Sartres Leben und Werk ist der deutsche Leser erheblich gefordert.
Der lebendige Schreibstil nimmt uns aber mit auf die intellektuelle Reise ins intellektuelle Frankreich. Bei einem Buch über einen bedeutenden Philosophen zählt allerdings vor allem die Qualität der Argumentation. Und die stellt Lévy besondes in zwei Kapiteln unter Beweis: Erstens in den Anmerkkungen zur Heidegger-Frage. Hier werden einige unangenehme Wahrheiten über die Verstrickungen des Martin Heidegger im Nationalsozialismus aufgeführt. Und zweitens im mutigen Kapitel "Der Existenzialismus ist ein Antihumanismus".
Hier baut Lévy eine kritische Sichtweise auf, die auch für die heutigen soziologischen und politischen Diskussionen interessant ist.
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am 21. Januar 2010
In seiner eigenen Herkunfts-Familie empfand sich Sartre als Fremder, von klein an. Als er sich nach abgeschlossenem Studium um das Amt eines Studienrates bewarb, wurde er abgelehnt, "angeblich weil er versucht hatte, originelle Ideen zu äußern" (wikipedia). Frankreich war wohl nicht viel anders als das sich mit "Berufsverboten" schmückende Nachbarland Deutschland. Dass Sartre demonstrativ die in Stuttgart inhaftierten Köpfe der RAF besuchte, hätte ihn hierzulande sicherlich auch um den Beruf gebracht. "Die Gewalt lebt davon, dass sie von anständigen Leuten nicht für möglich gehalten wird..." sagte er andererseits einmal - und damit griff er hellseherisch (denn dafür benötigt man keine intakten Augen, nur einen klaren Verstand) - hellseherisch seiner Zeit voraus: Ich glaube, obwohl Sartre als Stalinist begann, er würde den heutigen Überraschungstaten der Islamisten keinen Beifall zollen. Seine Bemerkung "Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug..." lässt stark vermuten, dass der Denker, der stets geistigen Genuss dadurch erlebte, dass er von sich selbst Abstand nahm und seine Identität neu entwarf, dass dieser Denker dem Terrorismus der heutigen Tage ablehnend gegenüber stehen würde. Als Phänomenologe, der er war, im steten Hinsehen auf Husserl (und etwas peinlicher: Heidegger) dürfte er als Repräsentant mutiger geistiger Wandlungs-Fähigkeit zu sehen sein, der tapfer sich auf das (einst Adenauer-sche) Statement zurückzuziehen wüsste: Was interessiert mich das, was ich gestern gesagt habe. Das Eingeständnis des Irrtums ist auch eine große denkerische Leistung - und insofern ist wichtig, dass Sartre nicht noch mehr in Vergessenheit gerät, als es schon geschehen ist! Das Buch ist die beste Brücke in die Absicherung dessen, was wir derzeit über Sartre im Gedächtnis behalten wollen!
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am 2. Oktober 2002
Liest man diese Biographie, kommt einem unweigerlich der Gedanke, daß die Zeiten, in denen Philosophen noch Teil der öffentlichen Meinung waren, leider vorbei sind.
Levy hat in diesem 700 - Seiten - Werk erfolgreich dargelegt, was den großen linken Denker in der Öffentlichkeit ausmachte. Dabei hält sich der Autor nicht an eine Reihenfolge der Abläufe, sondern schöpft ständig aus dem Leben Sartres, lädt ein, Facetten seines philosophischen Lebens zu betrachten. Dies mit einer Wortgewalt, die das Lesen zu einem Erlebnis macht.
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am 19. November 2013
Nachdem ich schon sehr viele Biografien las, kann ich behaupten, dass die von Lévy über Sartre zu einer der Besten gehört.

Lévy schafft den Spargat zwischen eigener Meinung (die er auch immer wieder anbringt, aber auch als solche zu erkennen ist) und den Fakten. Die Biografie ist auch kein Lobgesang (wie bei manch anderen Biografien, in der Dinge geschrieben werden, die erfunden wurden, um die entsprechende Persönlichkeit höher zu heben, als sie ist) sondern versucht Sartres Leben so übersichtlich und anschaulich wie möglich darzustellen.

Eine wirklich sehr lesenswerte Biografie!
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