Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited BundesligaLive wint17



am 2. Februar 2015
Über den Vorleser braucht man nicht diskutieren, Liefers liest wie bei allen seinen Hörbüchern in meinen Augen sensationell.
Ich persönlich kenne bessere Geschichten von T.C.Boyle (Talk talk) z.B. aber wie immer ist das auch eine Frage der persönlichen Themeninteressen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 12. Mai 2014
Eine schöne Geschichte - oder eigentlich drei - stimmungsvoll und wie üblich sprachlich exzellent erzählt. Im Vergleich zu anderen T.C.Boyle Büchern fehlte mir hier allerdings etwas der Handlungsfaden. Die Kapitel gliedern sich - natürlich auch themenbedingt - in kurze einzelne Episoden statt eine durchgehende Handlung zu erzählen. Trotzdem in jedem Fall empfehlenswert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 30. Dezember 2015
Sehr guter Roman, ich konnte mir die Charaktere richtig gut vorstellen und mochte die Geschichte gerne. Kann ich nur weiterempfehlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 29. Juli 2016
Wunderbar erzählt. Boyle gelingt es wieder einmal, dass der Leser in eine andere Welt eintauchen kann. Vier (anstatt fünf) Sterne, da der Text etwa in der Mitte des Buches, einige Längen aufweist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 18. Januar 2014
Faszinierend, wie farbig und fesselnd T.C. Boyle das extrem eintönige Leben auf San Miguel schildert! Die langsam verrinnende Zeit, die überraschenden Veränderungen, die unausweichlichen Verläufe des Lebens laufen in diesem Buch in mit lebendigen Natureindrücken zu einem beeindruckenden Bild zusammen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 1. Oktober 2013
Wieder nimmt uns T. C. Boyle mit in seine Wahlheimat und dieses Mal lässt er die dichtbesiedelte Küste Südkaliforniens mit ihrer Hektik noch radikaler hinter sich, als er es in seinem letzten Buch „When the killings done“, das bei uns unter dem sperriger klingenden Titel „Wenn das Schlachten vorbei ist“ erschienen ist, getan hat. Wieder, und noch deutlicher, steht eine der Kanalinseln vor Santa Barbara, San Miguel, im Mittelpunkt.

Bei seinen Recherchen zum letzten Roman stieß er auf die Aufzeichnungen von weiblichen Mitgliedern der Familie Waters und Lester, die T. C. Boyle zu diesem historischen Roman inspiriert haben. Die Waters lebten zum Ende des 19. Jahrhunderts als Schafzüchter auf der kleinen Insel, die Lesters von 1930 bis 1942. Beide Ehemänner waren Kriegsveteranen, die sich im Ringen mit den unerbittlichen Naturgewalten selbst entkommen wollten. Im Mittelpunkt jedoch stehen die Ehefrauen, die sich auf sehr unterschiedliche, aber immer unterordnende Weise mit den Visionen ihrer Männer arrangieren. Die eine kürzer, die andere länger, viel länger. Die dritte Frau, die uns T.C. Boyle präsentiert, der seit Jahren beim Schreiben die Sichtweise der Frauen in dem Focus seines Schaffens stellt, ist noch ein Mädchen, die Stieftochter der Waters, und die hat es in sich. Wie sehr, erfahren wir nur im Zeitraffer, weil der Autor sie uns schon bald aus den Augen verlieren lässt, was mich hoffen lässt, dass Edith in einem künftigen Roman des Autors im Mittelpunkt stehen wird, das Potential dazu hat sie. Sie schert sich einen Teufel darum, was Männer wollen, auch wenn sie einige Federn lassen muss. Bleiben also Marantha Waters, die schwindsüchtige Ehefrau von Will Waters, die das Inselleben hasst, und Elise Lester, ein „spätes Mädchen“ und einst Bibliothekarin in New York, die Jahre später mit ihrem Mann Herbie auf die Insel kommt und die das Leben auf San Miguel liebt. Beiden ist jedoch gemein, dass sie, nicht zuletzt der Zeit in der sie lebten geschuldet, sich ganz und gar den Wünschen und Zielen ihrer Männer unterordnen. Diese Männer sind „Macher“, Pioniere, wie Amerika sie liebt, aber dennoch wirken sie stets verlorener als ihre Frauen. Das kann gutgehen oder nicht, aber weder Unglück noch Glück ist von Dauer in dieser Welt, nicht einmal in ihren entlegenen Winkeln. Was am Ende bleibt? Ein Setzkasten vielleicht, mit verstaubten Erinnerungen, so einem wie jener, der auf dem gelungenen Einband abgebildet ist.

Früher hat T. C. Boyle anders erzählt, spritziger, bissiger, skurriler, mit sich überschlagenden Einfällen und überschäumendem Humor, stets auch augenzwinkernd, ironisch, als ob immer noch der fantasiebegabte Schulschwänzer in ihm sein Unwesen treiben würde. Jetzt, mit bald 65 Jahren, scheint er ruhiger, abgeklärter und melancholischer geworden zu sein. Ich vermisse den alten Boyle, von dem ich kein Buch ausgelassen habe, aber den neuen, falls man das so plakativ ausdrücken kann, finde ich ebenso herausragend. Viele erfolgreiche Schriftsteller erheben mit zunehmendem Alter immer deutlicher den Zeigefinger, gerade so, als ob ihr Erfolg sie zu einer moralischen Instanz gemacht hätte (und nicht unbedingt ihr Verhalten). T. C. Boyle tut das nicht, es ist eher Demut, die aus seinen neuen Werken spricht, gepaart mit etwas Resignation in Hinblick auf die Menschlein, die doch nur so kurz existieren und gegenüber Zeit und Naturgewalten von vornherein früher oder später zum Scheitern verurteilt sind und sich trotzdem so wichtig nehmen.

Gleich geblieben ist seine wortgewaltige Fabulierkunst, sein Können, das im Minimalistischem genauso funkelt wie im Überbordenden. Das Buch ist, das wird ihm auch vorgeworfen, handlungsarm. Das ist es gewollt, den so ist San Miguel: Tagaus, tagein Wind, Sturm, Sand und immer dem heranrollendem Meer ausgesetzt, das an ihr nagt. Viel Arbeit, wenig Zerstreuung für die wenigen, die es dort aushalten. Die sonnigen, warmen Tage, die wir mit Ferien am Meer in Verbindung bringen, sind rar. Die Insel ersteht vor unserem Augen nicht durch wortgewaltige Beschreibungen, sondern durch die Kargheit der Sprache. Und dennoch dürfen wir sie aus zwei, eigentlich aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Die Insel ist immer gleich, aber es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man sie mit hassenden oder liebenden Augen betrachtet. Vermutlich ist es auch ein gewaltiger Unterschied, ob man krank oder gesund ist. Kranke können diesem winzigen Flecken im Meer auf keinem Fall gewachsen sein, zumal die Errungenschaften, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts bereits weit verbreitet waren, das Inselchen schon viel näher mit dem Festland verband, als das Ende des 19. Jahrhunderts der Fall sein konnte: Strom (Generator), Funk, Radio und Flugzeuge begannen die Abgeschiedenheit zu relativieren.

Insel gleich Paradies, diese Gleichung geht eben oft nicht auf. San Miguel ist heute ein Naturschutzgebiet, nachdem es viele jahrzehntelang überweidet und später für eine Weile auch militärisch genutzt wurde. Es ist T. C. Boyles Verdienst, sie nun vielen Menschen nahegebracht zu haben, die vermutlich niemals einen Fuß auf die reale Insel setzen werden. Was gut für die Natur ist. Man kann bei dieser Lektüre den Schafgestank riechen, das eintönige Essen verdammen, sich vor dem vielen qualvoll gespukten Blut ekeln, an den Männern der Insel verzweifeln, den ewigen Wind und Sand, Regen und Einsamkeit verfluchen und noch einiges mehr. Wer sich dabei bereits zu langweilen beginnt, sich angeödet fühlt oder eine innere Unruhe verspürt, für denjenigen ist dieses kleine Fleckchen Erde in der Realität sicher erst recht kein lohnendes Ziel. Es gibt immer noch Orte auf dieser Welt, wo man fast nur auf sich selbst trifft. Welcher Mensch unserer Zeit hält das denn noch aus?

T.C. Boyle hat mit „San Miguel“ einen dichten, phasenweise beklemmenden Roman geschaffen. Ein stilles, ruhiges Meisterwerk auf gewohnt hohem Niveau, das allerdings nicht jedem gefallen wird.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 25. Januar 2014
ich habe quasi alle Bücher von T.C Boyle gelesen. Ich mag seine Bücher, jedes ist wieder anders und mit immer interessanten Charakteren. Dieses Mal, beim Lesen von San Miguel, war ich aber sehr enttäuscht. Dieses Buch ist so durch und durch deprimierend, es gibt im ganzen Buch kaum einen Moment, wo mal Fröhlichkeit oder Wärme aufkommt, alles, das ganze Buch hindurch, ist nur traurig, triste, elendig. Ich hatte beim Lesen immer darauf gehofft, dass irgendwann eine Wende kommt, dass irgendwann auch mal etwas Schönes, Glückliches passiert, aber nein, bis zum Schluß (das große Finale der Depression!)gibt es nur Traurigkeit. Ich bin froh, dass ich dieses Buch, trotz allem bis zum Ende gelesen, weglegen kann.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 8. September 2013
Ich konnte den täglichen Lammeintopf förmlich schmecken, den Wind um die Ecken heulen hören, die Schafsköttel drückten sich in die Sohle..eben ein echter T.C. Boyle
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 16. März 2017
Die titelgebende Insel "San Miguel" ist die Heldin dieses Romans, der einen relativ kurzen Zeitraum um das Jahr 1888 herum und einen etwas längeren Zeitraum ab 1930 bis etwa 1942 thematisiert. San Miguel ist eine der der kalifornischen Küste vorgelagerten sogenannten Kanalinseln, karg in der Vegetation und zumindest heute unbesiedelt und gehört zum Channel Island Nationalpark. 1888 jedoch war das noch anders, und es ließen sich dort Rancher nieder, die die Insel mit Schafen beweideten.

Bereits in Boyles vorherigem Roman Wenn das Schlachten vorbei ist: Roman war die Handlung auf zwei anderen Kanalinseln angesiedelt. Für San Miguel hingegen lagen Tagebuchaufzeichnungen zweier Frauen vor, die auf der Insel gelebt hatten: Marantha Waters und Elise Lester. Boyle scheint sowohl von der kargen Inselwelt als auch von diesen Aufzeichnungen so fasziniert gewesen zu sein, dass er das Material zu diesem Roman verarbeitet hat. Und so heißen denn auch die beiden Protagonistinnen in "San Miguel" Marantha Waters und Elise Lester.

Während Marantha allerdings nur für kurze Zeit auf der Insel ist und eher widerwillig, zieht es die frisch getraute Elise mit vollem Enthusiasmus dorthin. Die schwindsüchtige Marantha geht eher ihrem sehr bestimmenden Ehemann zuliebe mit, während Elise und Herbert sich aus vollem Eifer gemeinsam dafür entscheiden. Und so ist es auch erklärlich, dass Marantha nur etwa ein halbes Jahr auf der Insel bleibt, während Elise und Herbert es über ein Jahrzehnt schaffen und dort sogar eine Familie gründen. Dennoch gibt es - vor allem zum Ende hin wird das ersichtlich - Parallelen zwischen den beiden Frauen.

Die Leben beider Frauen berühren sich nicht, sie haben im Grunde keine Beziehung zueinander, ihre Schicksale werden in dem Roman in zwei voneinander durch eine kleine Episode, die Maranthas Tochter Edith betrifft, getrennten Hälften erzählt, und zwar jeweils komplett aus der Sicht der Frauen. Das ist auch durchaus etwas, was man kritisieren kann und ja auch kritisiert wurde: Dass Boyle im Grunde zwei Erzählungen geschrieben hat, die einfach in einem Roman hintereinander weg erzählt werden. Die einzige Verbindung besteht in einer der Nebenfiguren namens Jimmy, der sowohl als Junge als auch später als alter Mann auf San Miguel arbeitet. Aber - und das ist das Bemerkenswerte - gibt es noch eine weitere Verbindung, und zwar die Insel San Miguel selbst. Woraus T.C. Boyle auch gar keinen Hehl macht.

Schaut man sich Fotos der Insel an und Reisebeschreibungen, so wird man unweigerlich bemerken, dass Boyle sich sehr intensiv mit Vegetation und dem Leben auf dieser kargen Insel beschäftigt hat und dies in eine wunderbare Erzählweise zu verpacken versteht, die der Insel einen fast liebevollen Touch gibt. Er macht genau diese Insel zur Protagonistin und versteht es aber gleichzeitig, die Schwierigkeiten, denen die Frauen auf dieser Insel gegenüberstanden, zu vermitteln.

In einem Interview gab er auf Nachfrage zu, er schreibe zwar aus Sicht der Frauen, aber eben letztendlich doch über Männer. Das mag sein. Dennoch ist ihm das so gut gelungen, dass man sowohl Maranthas Abneigung genauso gut versteht wie Elises Liebe zu dieser Insel, die die Einsamkeit und das einfache Leben auf dieser Insel zu schätzen weiß. Anders als in manch anderem "Robinson-Crusoe-Romane" geht hier aber nicht der gesellschaftliche und politische Wandel an den Menschen auf dieser Insel spurlos vorüber. Denn dass Elise letztendlich scheitert an diesem Leben, liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Zweite Weltkrieg einen immensen Einfluss auf ihr Leben nimmt, als die Navy einen Stützpunkt auf der Insel errichtet, um die Aktivitäten der Japaner an der amerikanischen Westküste zu überwachen. Schon zuvor, als sie Besitzer eines Radios werden, halten die Nachrichten Einzug in ihre isolierte Welt, und alsbald wird die kleine Familie landesweit berühmt sein als Pioniersfamilie.

All das weiß T.C. Boyle in eine Erzählweise zu packen, die - da nun wirklich ausschließlich aus Sicht der Frauen erzählt - ohne Moral oder Kitsch und damit auch (Be-)Wertung auskommt. Und selbst am Ende, wo mancher (wie ich) vielleicht nicht umhin kann, ein paar Tränen zu verdrücken, ist es genau diese Art des Erzählens, die den Roman zu einem lesenswerten Stück Literatur macht.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 23. November 2014
T.C. Boyle wieder mal in Höchstform. Ich hab das Buch in zwei Tagen ausgelesen.

So tolle, geniale story. Unbedingt lesen
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken