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San Miguel: Roman Gebundene Ausgabe – 26. August 2013

3.6 von 5 Sternen 42 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein wahrhaft opulentes Hörerlebnis." (St.-Michaelsbund - Hörbuch des Monats)

"Der neue T.C. Boyle, gelesen von Jan Josef Liefers, ist spannend, berührend und aufwühlend." (Cosmopolitan) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

T.C. Boyle wurde 1948 in Peekskill, im Hudson Valley, geboren und wuchs in schwierigen Familienverhältnissen auf. Nach ausschweifenden Jugendjahren in der Hippie- und Protestbewegung der 60er Jahre war Boyle Lehrer an der High School in Peekskill und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten in namhaften Zeitschriften. Heute lebt er mit seiner Frau und drei Kindern in Kalifornien. Bis ins Jahr 2012 unterrichtete er an der University of Southern California in Los Angeles 'Creative Writing'. Für seinen 1987 erschienenen Roman "World´s End" erhielt Boyle den PEN/Faulkner-Preis.

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Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 4. September 2013
Format: Audio CD
Durch den Roman „Die Frauen“ hatte ich einen neuen Autor entdeckt, dank der Hörbuchfassung von „San Miguel“ einen neuen Sprecher. Und auf Jan Josef Liefers möchte ich zuerst eingehen, bevor ich kurz auf den Inhalt zu sprechen komme.

In den Produktbeschreibungen ist zu lesen, dass der 1964 geborene Jan Josef Liefers als Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur und Musiker tätig ist. Und all das hört man, wenn er uns T.C. Boyles Geschichte zweier Familien auf der gottverlassenen Insel San Miguel erzählt. Denn weil er sich in die Charakteren der einzelnen Figuren versetzt, erweckt er sie zum Leben. Und wenn Liefers die wortgewandten Beschreibungen der absoluten Langeweile vorliest, dann macht er dies mit Zwischentönen, die wahrscheinlich nur ein Musiker trifft. Kurz: Als Sprecher von Boyles neustem Roman ist Jan Josef Lievers ist die Idealbesetzung.

Zum Inhalt: T. C. Boyle erzählt von zwei Familien, die real existierten, lässt diese aber in einem Raum agieren, den Boyle mit fiktiven Elementen gekonnt auflädt. Boyles-Kenner müssen sich allerdings daran gewöhnen, dass der amerikanische Autor in diesem Werk auf Inhalte verzichtet, die spannende Abenteuerroman auszeichnen. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen drei Frauen, die Boyle so bestechend charakterisiert, dass sie schnell zu lebendigen Figuren werden. Aber weit mehr als nur eine Nebenrolle spielt auch die Landschaft. Denn mit ihr müssen sich alle Personen auseinandersetzen, die in diesem Roman einen Auftritt haben. Die Rauheit und Öde dieser Insel werden zu Blaupausen menschlicher Nöte und Ängste. Und mit der Frage, wie sich auf einer solchen Insel das Glück finden lässt, baut T. C. Boyle einen tragenden Spannungsbogen auf.
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Von Helga Kurz TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 1. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Wieder nimmt uns T. C. Boyle mit in seine Wahlheimat und dieses Mal lässt er die dichtbesiedelte Küste Südkaliforniens mit ihrer Hektik noch radikaler hinter sich, als er es in seinem letzten Buch „When the killings done“, das bei uns unter dem sperriger klingenden Titel „Wenn das Schlachten vorbei ist“ erschienen ist, getan hat. Wieder, und noch deutlicher, steht eine der Kanalinseln vor Santa Barbara, San Miguel, im Mittelpunkt.

Bei seinen Recherchen zum letzten Roman stieß er auf die Aufzeichnungen von weiblichen Mitgliedern der Familie Waters und Lester, die T. C. Boyle zu diesem historischen Roman inspiriert haben. Die Waters lebten zum Ende des 19. Jahrhunderts als Schafzüchter auf der kleinen Insel, die Lesters von 1930 bis 1942. Beide Ehemänner waren Kriegsveteranen, die sich im Ringen mit den unerbittlichen Naturgewalten selbst entkommen wollten. Im Mittelpunkt jedoch stehen die Ehefrauen, die sich auf sehr unterschiedliche, aber immer unterordnende Weise mit den Visionen ihrer Männer arrangieren. Die eine kürzer, die andere länger, viel länger. Die dritte Frau, die uns T.C. Boyle präsentiert, der seit Jahren beim Schreiben die Sichtweise der Frauen in dem Focus seines Schaffens stellt, ist noch ein Mädchen, die Stieftochter der Waters, und die hat es in sich. Wie sehr, erfahren wir nur im Zeitraffer, weil der Autor sie uns schon bald aus den Augen verlieren lässt, was mich hoffen lässt, dass Edith in einem künftigen Roman des Autors im Mittelpunkt stehen wird, das Potential dazu hat sie. Sie schert sich einen Teufel darum, was Männer wollen, auch wenn sie einige Federn lassen muss.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der Schreibstil T.C. Boyles hat sich verändert. Waren die ersten Romane des 1948 geborenen amerikanischen Autors wie „Wassermusik“ oder „Grün ist die Hoffnung“ Anfang der 80er-Jahre noch geprägt von skurrilen Figuren sowie unglaublich witzigen Einfällen und Formulierungen, erzählt er seine Geschichten heute eher auf eine ernstere, seriösere Weise – wie in seinem neuesten Roman „San Miguel“.

Gegen diesen Wandel ist im Grunde nichts einzuwenden, und doch geht man als alter Boyle-Fan möglicherweise mit einer falschen Erwartungshaltung an seine Bücher von heute heran. Eines ist jedoch geblieben: Boyle verwendet für seine Romane oft historische Vorbilder. In „San Miguel“ sind es drei Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf der ansonsten unbewohnten kalifornischen Insel San Miguel gelebt haben: Den Anfang macht die schwindsüchtige Marantha, die 1888 mit ihrem herrschsüchtigen Mann Will, der dort von der Wolle von 4000 Schafen leben will, auf die Insel kommt. Die gute Luft, so glaubt er, werde sie heilen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Marantha geht es immer schlechter, und sie erträgt die raue Situation auf der Insel nur äußerst schlecht.

Der zweite Teil widmet sich der Adoptivtochter des Paares, Edith. Weil sie noch nicht volljährig ist, zwingt Will sie nach Maranthas Tod, ebenfalls mit ihm auf der Insel zu leben. Doch sie setzt sich mit allen Mitteln zur Wehr und plant die Flucht. Erst Elise, die viele Jahre später mit ihrem Mann auf die immer noch unwirtliche Insel zieht, scheint dort ihr Glück zu finden …

Das Buch leidet ein wenig darunter, dass bereits im Klappentext sehr viel von der Handlung vorweggenommen wird.
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