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Sakrileg Gebundene Ausgabe – 24. Februar 2004
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Robert Langdon, Symbolologe aus Harvard, befindet sich aus beruflichen Gründen in Paris, als er einen merkwürdigen Anruf erhält: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Tat wird Robert Langdon von Sophie Neveu unterstützt, einer Kryptologin der Pariser Polizei und Tochter des ermordeten Kurators. Von ihr erfährt er auch, dass der Kurator der geheimnisumwitterten Sions-Bruderschaft angehörte - ebenso wie Leonardo da Vinci, Victor Hugo und Isaac Newton. Bei ihren Recherchen stoßen Robert und Sophie immer wieder auf verborgene Zeichen und Symbole in den Werken Leonardo da Vincis, die zum einen auf den Heiligen Gral hindeuten, zum anderen die These stützen, dass Jesus Christus und Maria Magdalena einen gemeinsamen Sohn hatten. Beides würde die Grundfesten der Kirche erschüttern. Erschwert wird die Suche der Wissenschaftler durch das Eingreifen der mysteriösen Organisation Opus Dei, die Roberts und Sophies Erkenntnisse unter allen Umständen unter Verschluss halten möchte - und dabei auch nicht vor Mord zurückschreckt.
Amerikanischer Originaltitel: The Da Vinci Code
- Seitenzahl der Print-Ausgabe605 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberBastei Lübbe
- Erscheinungstermin24. Februar 2004
- Abmessungen14.6 x 22.1 x 4.1 cm
- ISBN-103785721528
- ISBN-13978-3785721520
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Produktbeschreibungen
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Eine Verschwörung ist immer noch das Schönste. Stimmt, wenn sie schriftstellerisch so überzeugend und raffiniert inszeniert ist, wie es dem Amerikaner Dan Brown in diesem Thriller gelingt. Genaue Recherchen an den Schauplätzen und penible historische Studien in Zusammenarbeit mit seiner Frau Blythe, einer Kunsthistorikerin, machen das umfangreiche Werk nicht nur für Historiker und Religionswissenschaftler, sondern gerade auch für ein großes Publikum zu einem echten Vergnügen.
Der Symbolologe Robert Langdon sitzt in der Klemme. Er gilt als Hauptverdächtiger im Fall Jacques Saunière, des ermordeten Direktors des Louvre, und gerät als solcher in die Fänge von Capitaine Bezu Fache, der als überaus gerissener Ermittler gilt. Saunière hatte im Todeskampf einen Hinweis auf Langdon gegeben. Mithilfe von Sophie Neveu, der Enkelin des Ermordeten, gelingt Langdon die Flucht. Beide sind der Überzeugung, dass Saunière vielmehr Informationen über eine Verschwörung des Opus Dei und der katholischen Kirche liefern wollte. Im Verlauf einer atemlosen Flucht von Frankreich nach England haben Langdon und Neveu knifflige Codes zu knacken, um Saunières Geheimnis zu lüften, der sich als Großmeister der Geheimorganisation Prieuré de Sion entpuppt. Auf ihren Fersen befindet sich nicht nur die Polizei.
Die Handlung einer Nacht und eines Tages auf 600 fesselnden Seiten, die überdies Lust machen auf mehr Informationen zu Templern, Prieuré de Sion, Opus Dei sowie auf mehr historische Fakten -- was will man mehr. Und wer das Ganze nicht allzu ernst nimmt, wird die Lektüre sehr genießen -- am besten innerhalb einer Nacht und eines Tages. --Ulrich Deurer
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Der Louvre, Paris
22.46 Uhr
In der Grande Galerie stürzte Jacques Saunière, der Museumsdirektor, zu einem der kostbaren alten Meister, einem Caravaggio, klammerte sich an den schweren Goldrahmen und hängte sich mit seinem ganzen Gewicht daran, bis das Gemälde sich von seiner Aufhängung löste. Die Leinwand beulte sich aus, als sie den rückwärts fallenden siebenundsechzigjährigen Gelehrten unter sich begrub.
Augenblicke später fuhr ganz in der Nähe mit dröhnendem Krachen das stählerne Sicherheits-Trenngitter herunter. Der Parkettboden bebte unter der Wucht des Aufpralls. Irgendwo in der Ferne schrillte eine Alarmglocke.
Saunière rang keuchend nach Atem. Wenigstens bist du noch am Leben
Er kroch unter der Leinwand hervor, ließ den Blick schweifen, suchte in der höhlenartigen Galerie nach einem Versteck
Bleiben Sie, wo Sie sind! Die Stimme war eiskalt und erschreckend nahe.
Der Direktor hielt inne und drehte langsam den Kopf. Noch immer kauerte er auf allen vieren am Boden.
Keine fünf Meter entfernt spähte sein Angreifer durch die stählernen Gitterstäbe zu ihm hinein, ein Hüne mit gespenstisch blasser Haut, schütterem weißen Haar, rosa Augen und dunkelroten Pupillen. Er zog eine Pistole aus der Manteltasche. Der Albino richtete die Waffe durch die Gitterstäbe auf den Direktor. Sie hätten nicht wegrennen dürfen, sagte er. Sein Akzent war schwer einzuordnen. Sagen Sie mir jetzt, wo es ist.
Ich
ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich nicht weiß, wovon Sie reden!, stieß der Direktor hervor, der hilflos auf dem Boden kniete, dem Fremden schutzlos ausgeliefert.
Sie lügen! Der Mann starrte Saunière an. Er stand völlig unbewegt da. In seinen Augen loderte ein gefährliches Feuer. Sie und Ihre Bruderschaft besitzen etwas, das Ihnen nicht gehört.
Dem Direktor brach der Schweiß aus. Wie kann der Mann das wissen?
Heute Nacht werden die wahren Wächter wieder ihr Amt übernehmen. Sagen Sie mir, wo es versteckt ist, wenn Sie am Leben bleiben wollen. Der Albino legte auf Saunière an. Lohnt es sich, für dieses Geheimnis zu sterben?
Saunière stockte der Atem.
Den Kopf schief gelegt, visierte der Mann über den Lauf seiner Waffe.
Saunière hob abwehrend die Hände. Warten Sie
, sagte er zögernd. Ich werde Ihnen verraten, was Sie wissen wollen. Die nächsten Sätze des Direktors waren bedächtig und wohl formuliert. Das Lügenkonstrukt, das er nun ausbreitete, hatte er immer wieder eingeübt und jedes Mal gebetet, nie Gebrauch davon machen zu müssen.
Der Mann quittierte die Geschichte mit einem zufriedenen Lächeln. Genau das haben die anderen mir auch erzählt.
Saunière zuckte zusammen. Die anderen?
Ich habe sie alle aufgespürt, sagte der hünenhafte Fremde selbstgefällig. Alle drei. Sie haben mir bestätigt, was Sie mir gerade erzählt haben.
Unmöglich! Die wahre Identität des Museumsdirektors und seiner drei Seneschalle wurde nicht weniger streng geheim gehalten wie das uralte Geheimnis, das sie hüteten. In strikter Befolgung des verabredeten Protokolls hatten die Seneschalle vor ihrem gewaltsamen Tod die gleiche Lüge aufgetischt.
Wenn Sie tot sind, werde ich als Einziger die Wahrheit kennen, sagte der Albino und richtete die Pistole auf Saunières Kopf.
Die Wahrheit. Schlagartig begriff der Direktor, wie schrecklich verfahren die Situation wirklich war. Wenn du stirbst, ist die Wahrheit für immer verloren. Instinktiv versuchte er, sich in Sicherheit zu bringen.
Die Waffe dröhnte. Der Museumsdirektor spürte eine sengende Hitze in der Magengegend, als die Kugel ihn traf. Der Schmerz riss ihn von den Füßen. Er fiel vornüber. Langsam rollte er sich auf die Seite. Sein Blick suchte den Angreifer außerhalb der Gitters.
Der Mann legte auf Saunières Kopf an.
Saunière schloss die Augen. In seinem Hirn tobte ein Wirbelsturm aus Angst und Reue, Trauer und Bitterkeit.
Ein metallisches Klicken hallte durch die Grande Galerie, als das Magazin leer geschossen war. Saunière riss die Augen auf.
Der Hüne betrachtete die Waffe mit einem beinahe erheiterten Blick. Er wollte ein neues Magazin aus der Manteltasche ziehen, zögerte aber plötzlich. Nein, sagte er mit einem höhnischen Blick auf die Magengegend seines Opfers. Ich glaube, ich bin hier fertig.
Saunière sah an sich herunter. Eine Handbreit unter dem Brustbein hatte das Projektil ein Loch in seine blütenweiße Hemdbrust gestanzt, dessen Ränder sich rasch rot verfärbten. Der Magen. Grausamerweise hatte die Kugel das Herz verfehlt. Als Veteran des Algerienkriegs hatte Saunière oft genug den quälend langsamen Tod miterlebt, den eine solche Wunde verursacht. Von dem Moment an, wo die Magensäure in die Brusthöhle sickerte und den Körper allmählich von innen vergiftete, hatte er noch fünfzehn Minuten zu leben.
Schmerz adelt, sagte der hünenhafte Albino.
Dann war er verschwunden.
Jacques Saunière betrachtete das Stahlgitter. Er saß in der Falle. Es war unmöglich, das Gitter innerhalb der nächsten zwanzig Minuten zu öffnen. Bis jemand hereinkommen konnte, war er längst tot. Gleichwohl bedrängte ihn eine weitaus größere Angst als die vor dem eigenen Ende.
Du darfst nicht zulassen, dass das Geheimnis verloren geht!
Während er sich taumelnd aufrappelte, hielt er sich das Bild seiner ermordeten Mitbrüder vor Augen. Er dachte an die vielen Generationen, die ihnen vorangegangen waren
und an die ihnen anvertraute Sendung.
Eine lückenlose Kette des Wissens.
Trotz aller Vorkehrungen, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen war Jacques Saunière unvermutet zum letzten Glied der Kette geworden, der letzte Wahrer eines der mächtigsten Geheimnisse, die es je gegeben hat.
Er schauderte. Du musst dir etwas einfallen lassen.
Es gab nur einen Menschen auf der Welt, an den er die Fackel weiterreichen konnte, während er hier in der Grande Galerie in der Falle saß. Saunière betrachtete die Wände seines prächtigen Gefängnisses. Die weltberühmten Gemälde schienen auf ihn herabzulächeln wie alte Freunde.
In einem immer dichteren Nebel aus Schmerz mobilisierte er die letzten Kräfte. Die schwierige Aufgabe, die vor ihm lag, würde jede Sekunde der wenigen Zeit beanspruchen, die ihm noch blieb.
1. Kapitel
Robert Langdon erwachte nur langsam, als käme er aus tiefer Schwärze hinauf ans Licht.
Ein Telefon klingelte schrill. Im Dunkeln tastete Langdon nach dem Schalter der Nachttischlampe. Das Licht flammte auf. Blinzelnd ließ er den Blick durch das herrschaftliche Renaissance-Schlafzimmer mit den antiken Möbeln, dem mächtigen Mahagoni-Himmelbett und dem handgemalten Fresko an der Wand schweifen.
Wo bist du?
Am Bettpfosten hing ein Jacquard-Bademantel mit der Aufschrift Hotel Ritz, Paris.
Langsam lichtete sich der Nebel um Langdons Hirn.
Langdon hob den Hörer ab. Hallo?
Monsieur Langdon?, sagte eine männliche Stimme. Ich habe Sie hoffentlich nicht geweckt?
Langdon schaute benommen auf die Uhr neben dem Bett. Zweiunddreißig Minuten nach eins. Er hatte erst eine Stunde geschlafen und war todmüde.
Hier ist die Rezeption. Ich bedaure die Störung, Monsieur, aber Sie haben Besuch. Der Herr sagt, es sei äußerst dringend.
Langdon war immer noch nicht richtig wach. Besuch?
Sein Blick fiel auf ein zerknittertes Blatt Papier mit einer Programmankündigung auf dem Nachttisch.
DIE AMERIKANISCHE UNIVERSITÄT IN PARIS
lädt ein zu einem Vortragsabend mit
PROFESSOR ROBERT LANGDON
Dozent für religiöse Symbolologie
an der Harvard-Universität
Langdon stöhnte auf. Sein heutiger Diavortrag über heidnisches Symbolgut in den Steinmetzarbeiten der Kathedrale von Chartres war ein paar konservativen Geistern offenbar gegen den Strich gegangen. Vermutlich hatten sie ihn ausfindig gemacht und wollten ihm jetzt zeigen, was eine Harke ist.
Tut mir Leid, sagte Langdon, ich bin todmüde
Gewiss, Monsieur, sagte der Mann am Empfang, um dann in beschwörendem Flüsterton fortzufahren:...
Produktinformation
- Herausgeber : Bastei Lübbe (24. Februar 2004)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 605 Seiten
- ISBN-10 : 3785721528
- ISBN-13 : 978-3785721520
- Originaltitel : The Da Vinci Code
- Abmessungen : 14.6 x 22.1 x 4.1 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 474,155 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 2,848 in Thriller über Übernatürliches
- Nr. 4,170 in Traditionelle Detektiv-Krimis
- Nr. 5,797 in Psycho-Thriller
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Dan Brown ist Autor zahlreicher Thriller, die allesamt über Monate die Bestsellerlisten angeführt haben und darüber hinaus erfolgreich verfilmt wurden. Mit seinem in über 40 Ländern erschienenen und mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmten Buch Sakrileg (Originaltitel: The Da Vinci Code) wurde er zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller der letzten Jahrzehnte. Dan Browns Thriller werden in 54 Sprachen übersetzt. Nach solch erfolgreichen Auflagen ließen auch die Verfilmungen der Robert Langdon Thriller nicht lange auf sich warten.
Dan Brown wurde 1964 in Exeter, New Hampshire (USA) geboren. Als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin wuchs er in einem Umfeld heran, in dem Religion und Wissenschaft Hand in Hand gingen, was sich auch in seinen Thrillern wiederspiegelt. Nach dem Besuch der Privatschule, an der auch sein Vater unterrichtete, studierte Dan Brown Englisch und Spanisch am Amherst College in Massachusetts (USA) und später Kunstgeschichte in Sevilla.
Im Anschluss an seinen Hochschulabschluss brachte er sich das Komponieren bei und startete seine Karriere als Sänger und Liedermacher. Zunächst komponierte er Kinderlieder und später Musik für Erwachsene. In dieser Zeit lernte er auch seine Frau Blythe kennen. Nachdem er der Musik den Rücken gekehrt hatte, arbeitete Dan Brown als Englisch- und Spanischlehrer.
Ab Mitte der 1990er widmete er sich schließlich vermehrt dem Scheiben und veröffentlichte einige Bücher, die er gemeinsam mit seiner Frau bewarb. Der Erfolg seiner Werke trat aber erst ab 2003 mit dem Roman The Da Vinci Code (Doubleday Group) ein, der über zwei Jahre den ersten Platz der New York Times Bestseller-Liste belegte. Das Buch sorgte weltweit für Furore und wurde aufgrund der kritischen Inhalte im Hinblick auf die katholische Kirche in einigen Ländern verboten.
Im Jahr 2004 erklommen seine beiden Titel Sakrileg und Illuminati auch die Bestseller-Listen in Deutschland und wurden zu den Jahresbestsellern in der Kategorie Hardcover und Taschenbuch. Mit seiner Robert Langdon Buchreihe, die durch ihre Mischung aus Action, Wissenschaft und Geschichte besticht, beherrscht er seither die internationalen Bestsellerlisten.
Dan Brown lebt mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, in Neuengland. © Dan Courter
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Doch der Roman ist weit mehr als eine Schatzsuche, denn Robert Langdon jagt nicht nur den Heiligen Gral, er ist auch selbst Gejagter: Die Polizei und ein Albino-Mönch sind hinter ihm her. Diese Handlung fügt der Schatzsuche noch einen hochspannenden Thriller voller Wendungen hinzu, der die Hauptfiguren in Museen, Banken, Bibliotheken, Kirchen und auf Flugplätze führt.
Dan Brown bedient sich vieler Mittel, um Spannung zu erzeugen, manchmal allerdings etwas plump: So bekommt z. B. Robert Langdon zu Beginn das Foto einer Leiche zu sehen, das als "grässlich" beschrieben wird. Bevor der Leser erfährt, was genau daran grässlich ist, wird Foto erst ein Dutzend Mal angesprochen, bis Langdon endlich vor der Leiche steht und sie beschreibt.
Und natürlich wird ein Kapitel immer an einer spannenden Stelle unterbrochen. Es geht dann in einem anderen Handlungsstrang weiter. So wird eine Szene in mehrere Szenen aufgeteilt, immer unterbrochen durch den Wechsel der Perspektive.
Manchmal wird auch ein Stück der Handlung weggelassen. Das Rätsel ist, was in diesen Leerstellen geschah. Ab und an umschifft der Autor mit Hilfe dieser Leerstellen Handlungen, die nur schwer zu erklären sind. Beispiel Prolog: Die Handlung bricht ab, als der Museumsdirektor Saunière noch wenige Minuten zu leben hat. Im nächsten Kapitel ist er tot. Wie es ein Mann mit einem Bauchschuss geschafft hat, sich in den letzten Minuten seines Lebens noch selbst zu beschriften und nach einer Zeichnung von da Vinci zu platzieren - das zu erklären, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
Die größte Schwierigkeit bestand für den Autor vermutlich darin, das hanebüchene Komplott, das dem Heiligen Gral zugrunde liegt, plausibel darzustellen. Es ist ihm halbwegs gelungen: Im Kontext des Romans erscheint der Zusammenhang zwischen dem Heiligen Gral und Maria Magdalena nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen, wie er es in Wirklichkeit ist, auch wenn einige Fragen offen bleiben: So wird beim Nachvollziehen der Blutslinie Maria Magdalenas von Sarah, der Tochter Magdalenas, direkt zu den Merowingern gesprungen. Wer waren die Nachfahren in den 500 Jahren dazwischen? Wieder so eine Leerstelle.
Für mehr als die spannende Grundlage eines Romans sollte man diese Gralstheorie also nicht halten. Irreführend finde ich die Bemerkung im Vorwort: "Alle Dokumente sind wirklichkeits- bzw. wahrheitsgetreu wiedergegeben." Diese Formulierung ist vermutlich juristisch wasserdicht, aber sie suggeriert Tatsachentreue, die Dan Brown nicht bietet.
Dan Brown schreibt einfach, ohne Schnörkel, ohne ein überflüssiges Wort. Vor allem wenn man (wie ich) die etwas ausschweifende Schreibe in Historischen Romanen gewöhnt ist, sticht dieses Merkmal sofort ins Auge.
Was dieser Roman nicht bietet: Die Beziehungen zwischen den Figuren sind allenfalls oberflächlich. Auch in das Innenleben der Figuren bekommt der Leser keinen tiefen Einblick, im Vordergrund steht die spannende Handlung.
"P.S. Robert Langdon fragen", steht neben dem toten Museumsdirektor des Louvre auf dem Fußboden - geschrieben von dem Toten selbst, nur wenige Minuten bevor er qualvoll an seinen inneren Verletzungen aufgrund des Bauchdurchschusses starb. Schnell befindet sich der Harvard Professor im Visier der französischen Polizei. Die einzige Person die sich nicht gegen ihn gestellt zu haben scheint, ist die junge Kryptologin Sophie Nevue, die ebenfalls an den Tatort gerufen wurde. Und die Enkeltochter des Toten ist. Sophie ist davon überzeugt, dass ihr Großvater ihr einen Hinweis geben wollte, auf die tatsächlichen Umstände seines Todes, und das Robert Langdon fälschlicherweise verdächtigt wird. Um auf des Rätsels Lösung zu kommen, sehen sich die beiden gezwungen von der Polizei zu fliehen, doch schon bald stellt sich heraus, dass nicht nur die französischen Behörden in ihnen interessiert sind, sondern auch Mitglieder einer Geheimorganisation, die Kirche selbst und Verschwörungstheoretiker...
Meine Meinung:
Vor einigen Wochen gab es das e-Book zu Sakrileg für einen Tag umsonst in sämtlichen Onlineshops. Zwar hatte ich bisher nie irgendein großes Interesse an den Büchern von Dan Brown, doch wenn es dann schon mal kostenlos zur Verfügung steht, wollte ich zumindest einmal reinlesen, um mir selbst zu bestätigen dass es mir nicht gefällt.
Doch nach den ersten paar Seiten war klar, so wie ich mir das gedacht hatte, würde es nicht funktionieren. Denn ganz im Gegensatz zu meinen Erwartungen, war ich einfach gefesselt. Ich habe das Buch auf meinem Handy gelesen, nicht gerade eine erfreudige Option, und doch war es einfach nicht mehr möglich aufzuhören, so spannend war die Geschichte.
Binnen weniger Tage hatte ich es durchgelesen, und bin jetzt vor allem eins: Riesiger Dan Brown Fan :D Dass dies der 2. Band der Reihe um den Professor Robert Langdon ist, ist mir übrigens erst durch Amazon aufgefallen. Ich hatte kein einziges Mal beim Lesen das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, oder irgendwie nicht zu wissen, wieso er wie handelt. Man kann Sakrileg also getrost auch ohne Illuminati vorher gelesen zu haben lesen.
Die Zeichnung der Charaktere hat mir wahnsinnig gut gefallen. Sie haben Ecken und Kanten, sind vielschichtig und unglaublich sympathisch- auf ihre ganz eigene Art. Aber auch die Nebencharaktere, wie vor allem Silas, haben mich total gepackt.
Das Buch ist einfach unheimlich spannend, man kann es kaum noch aus der Hand legen, so atemlos ist die Jagd nach Robert und Sophie, und von den beiden nach der Auflösung des Rätsels. Außerdem lernt man unfassbar viel über Geheimgesellschaften, Kircheninterpretationen und Kirchengeschichte und natürlich Kunst - ohne den erhobenen Lern-Zeigefinger, aber dennoch offensichtlich. Ich bin sonst eigentlich niemand, der viel von Verschwörungstheorien hält, aber das hat mich dann doch sehr interessiert, und da eine oder andere mal hab ich die Handlungsorte und Aussagen tatsächlich gegooglet :D
Spitzenrezensionen aus anderen Ländern
I have liked this book because its entertained, the text is clear and cover my porpoise of passing good time and for many more things.









