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Sämtliche Klaviersonaten Vol.4

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Audio-CD, 11. Mai 2007
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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (11. Mai 2007)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Ecm Records (Universal Music)
  • ASIN: B000PC6G6A
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bestenliste 3/2007:
Preis der deutschen Schallplattenkritik

Stephen Pettitt, Sunday Times:
Schiff’s playing is always beautiful, always suffused with a lovely, fluid singing quality. Nothing ever seems hurried, nothing is obscure. If his interpretations of these four early-ish sonatas might here and there feel a touch delicate, that doesn’t compromise their integrity. Beethoven isn’t always a tough, macho composer; where he is, for instance in the dramatic finale of the “Moonlight” Sonata, Schiff meets the challenge head on.

Christoph Vratz, Fono Forum:
Schiffs im Anschlag ebenso variable wie subtile Darstellung und seine analytische Weitsicht, die sich nicht zuletzt in der Gewichtung zwischen Bass-, Mittel- und Diskantstimmen zeigt, bieten ein in sich überzeugendes Beethoven-Bild. … Schiffs Spiel wirkt … intellektuell und detailfreudig. Einen Bausch-und-Bogen-Beethoven darf man bei Schiff nicht erwarten; dafür hört man einige Stellen völlig neuartig.

Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Schiffs Lesart der Sonaten ist texttreu, auch fallen seine Tempi nicht spektakulär aus dem Rahmen. Was ist also das Besondere daran? Es ist erstens die feine Durchdringung der Struktur, mitgeteilt durch dynamische und rhythmische Details, es sind zweitens Schiffs Anschlagsnuancen, seine Abschattierung der Klangfarben, und drittens ist es die haptische Qualität, die aus beidem folgt. Wie diese Intensität zu erreichen ist, das hat mit Schiffs spezifischer Poetik zu tun, seinem Wissen darum, dass es um kompositorische Ideen geht in der Musik, nicht ums Virtuosentum.

Werner Pfister, Musik & Theater:
Zu bewundern ist … vieles, etwa Schiffs Textgenauigkeit, die im „Mondschein“-Adagio sostenuto zu einer Alla-breve-Lesart führt mit durchgehaltenem rechten Pedal, sodass die Klänge ineinander verschwimmen und die Harmonien sich aneinander reiben. Zudem zeigt er in jedem Moment eine künstlerische (eine geistige) Vitalität, die geradezu zu einem „sprechenden“ Charakteristikum seiner Interpretationen wird – ausgesprochen subtil, beweglich und brillant.

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Um die Jahrhundertwende war das Leben Beethovens von schweren gesundheitlichen Problemen beeinträchtigt. Anhaltende Leibschmerzen und zunehmende Taubheit plagten ihn: „Du kannst es kaum glauben“, schreibt er an Franz Wegeler, 16. November 1801. „wie öde, wie traurig ich mein Leben seit 2 Jahren zugebracht; wie ein Gespenst ist mir mein schwaches Gehör überall erschienen, und ich floh die Menschen, musste Misanthrop scheinen und bin's doch so wenig". Doch der Wille zum Ausdruck ist stärker, die menschliche Überwindung geradezu kolossal. Vier grandiose Klaviersonaten ringt er sich unter anderen ab: die Sonaten opp. 26 und 27(1) und 27 (2), die berühmte "Mondscheinsonate" sowie op. 28 „Pastorale“. Jeder, der sich nun dieser Musik annimmt muss bereit sein, sich emotional zu offenbaren. So wie Beethoven in dieser Musik seine Seele ungeschützt zur Schau gestellt hat, tut es in gewisser Hinsicht auch der Interpret. Und Andras Schiff tut es, ohne narzistische Show, ohne Mätzchen, bar jeder Eitelkeit. Feinsinnig lotet er jedes Detail aus, ohne den Blick für das Ganze zu verlieren. Der Eindruck ist gewaltig. Ein ganz Großer unter den Pianisten.

--Teresa Pieschacón Raphael


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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Von András Schiff, der längst als Großpianist anerkannt ist, wurden in einem Zeitraum von 5 Jahren (2004 bis 2008) an 8 Abenden in der Tonhalle Zürich in chronologischer Reihenfolge sämtliche Klaviersonaten von Beethoven live und somit vor Publikum eingespielt (Vol. 1 - 8, teils auf 2 CDs). Weder Huster noch Applaus sind zu vernehmen, so dass der Hörer ganz störungsfrei und konzentriert dem Spiel von András Schiff folgen kann. Freilich besteht das Risiko, dass man von der Gesamtaufnahme süchtig wird. Man spürt förmlich den Atem und Geist Beethovens. András Schiff vermeidet jede Exzentrik und vordergründige Effekthascherei, sondern lässt im wahrsten Sinn des Wortes Beethoven den Vortritt. Unvoreingenommen und unpathetisch wie auch mit Klugheit und tiefem Einfühlungsvermögen macht er Beethoven für den Hörer vor dem inneren Auge geradezu sichtbar. Einen besseren Anwalt konnte Beethoven nicht finden. Der Hörer wird gleich in die erste Reihe des Tempels geführt, in der sich die Titanen der Klavierkunst befinden. Ein neuer und atemberaubender Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte wurde geschaffen. Ohne damit die genialen Leistungen von Artur Schnabel, Arthur Rubinstein, Wilhelm Kempff und Edwin Fischer, nur um einige zu nennen, schmälern zu wollen, kann mit Berechtigung gesagt werden, dass Andras Schiff magisch den Hörer zum Erfassen und Bestaunen eines Kosmos großartiger Klavierkunst veranlasst. Eindringliche Interpretation durch authentisch erscheinende Deutung nebst perfekter Anschlagstechnik verbindet sich mit optimaler Klangtechnik unter den denkbar besten Aufnahmebedingungen der Tonhalle Zürich.Lesen Sie weiter... ›
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Format: MP3-Download Verifizierter Kauf
Herr Schiff ist meiner Meinung nach derzeit der einzige Pianist, der Beethovens Werke tatsächlich richtig versteht. Für mich war es immer unverständlich, die Sonate 14 Moonlight zu taufen, eine Katastrophe, weit entfernt von musikalischer Logik, geschweige denn in irgendeiner Form durch das gewählte Gerüst des Komponisten begründet. Ich habe unzählige Interpretationen gehört, auch von sehr bedeutenden Pianisten und noch aktiven Berühmtheiten. Die Fehlinterpretation wird nicht nur im ersten Lauf deutlich, eine zumeist deutlich im Tempo reduzierte Einschlafhilfe mit willkührlich gesetzten Akzenten um romantische
Dramatik zu erzeugen, die weder Rahmen noch Sinn ergibt. Ähnlich der unaufdringlichen Piano Stimmungsmusik im Hintergrund von Harry's Bar in New York. Nett, hübsch, angenehm! Alles musikalische Eigenschaften, die auf die Werke Beethovens aber gerade NICHT zutreffen. Beethoven war ein Komponist, der hoch komplexe, intelligente und dadurch verwirrend eindeutige Botschaften zu erschaffen vermochte. Nur muss man auch seine Gedankenwelt verstehen um diese zu erfahren.
"In full pedal" lautet eine seiner Anweisungen auf der Partitur. Geht nicht? Geht schon! Nehmen Sie sich Zeit, probieren Sie es aus, schliesslich kaufen Sie sich den neuesten Roman Ihreres Lieblings-Autors ja auch nicht in einer Sprache, die Sie weder sprechen noch verstehen können, richtig? Hören Sie genau hin, extrahieren Sie die Kopfmelodien, reihen Sie musikalische Stilmittel aneinander, finden Sie den roten Faden. Nehmen Sie die Anweisungen des Komponisten ernst. Versuchen Sie so nahe wie möglich an die Absichten Beethovens heranzukommen, sozusagen den "Director's Cut".
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Format: Audio CD
Ich muss meinen Vorrednern widersprechen. Auch hier ein Dokument von Schiffs außerordentlichen Interpretationsgabe. Wer bei einer "Live"-Einspielung fordert, dass korrigiert wird, sollte sich doch den Studioaufnahmen zuwenden. Der Gebrauch des Pedals bei op. 27.2 ist wohl auch nicht so ungewöhnlich, dass hier die Aufnahme nicht hörenswert sei. Nur wegen der Interpretation der Mondscheinsonate die Einspielung mit dem schlechtesten Ergebnis zu bewerten erscheint ohnehin bemerkenswert...

Bei mir jedenfalls hat die Aufnahme ihren Platz unter den "guten" Aufnahmen gefunden. Insbesondere der unvergleichliche "Schiff"-Ton gepaart mit hervorragender Technik und einem tiefen Beethovenverständnis bereitet jedes Mal Freude...
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