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am 5. April 2013
Um es vorweg zu sagen kann ich mich den überaus
positiven Rezensionen hier nicht voll anschliessen,
wenn ich auch viel Lob teile.

Die Autorinnen sind zweifelsohne Expertinnen
auf ihrem Gebiet ( Wirtschaftsjournalismus )
und besitzen Zugang zu den höchsten
Regierungsebenen Ruandas.
Das Buch ist in verständlichem und
nüchternem Englisch gehalten und
öffnet sich im Allgemeinen auch dem Laien.

Wer sich mit der Thematik beruflich
oder aus rein privatem Interesse
auseinandersetzen will wird hier
sicherlich zumindest zufrieden gestellt.

Dennoch birgt die Darstellung auch
Schwächen, vor allem für jene Leser,
die sich noch nie mit Ruanda oder den
regionalen Auseinandersetzungen im
Ostkongo beschäftigt haben.

Denn die Interviews mit der ruandischen
Führungsschicht, beispielsweise
Präsident Paul Kagame sowie
Verteidigungsminister und Instrukteur
des ruandischen Eingriffs in
die Demokratische Republik Kongo, James
Kabarebe, werden oft unkommentiert
und damit auch unkritisch wiedergegeben.

Die Problematik wird offensichtlich wenn
man sich dessen Gewahr wird dass es sich
bei Ruanda um eine Diktatur handelt und
den Führungkräften des Staatsapparates
hier durch das Weglassen von Kommentaren
die Möglichkeit geboten wird, ungeniert
Werbung für die eigene Sache zu betreiben
und Sachverhalte verkürzt oder verzerrt
zu präsentieren.

Problematisch und bezeichnend für
diesen Sachverhalt ist auch eine Stelle
auf S.18, auf der steht :
,,Of all that has been achieved under
Kagame's leadership, one of the most
significant moments is yet to come, in 2017,
when he is expected to step down from the presidency
having served two seven-year, DEMOCRATICALLY
ELECTED terms."
( Hervorhebung durch den Rezensent )

Weiter unten auf der selben Seite erfährt
der Leser dann, dass Kagames Wahl 2010
umstritten war, weil er mit 93 Prozent ( ! )
wiedergewählt worden sei.

Ruanda ist sicher ein wirtschaftliches
Erfolgsmodell für die Region und
die gesamte ,,Dritte Welt", aber keine
Demokratie und Kagame nicht demokratisch
legitimiert.

Ist man sich dessen bewusst, verstört einen
auch ein Kommentar auf der Rückseite des
Umschlages von dem Unternehmer James Sinegal,
der Paul Kagame als ,,one of my heroes" und
Förderer der Demokratie bezeichnet.

Ich möchte niemandem vom Kauf dieses Buches
abraten, denn abgesehen von diesen Kritikpunkten
ist es eine hervorragende Publikation.

Ich würde nur jedem Leser, der sich erstmalig
mit dem Thema beschäftigt, sozusagen ,,einführend"
die Ruanda betreffenden Passagen bei Peter Scholl-Latour,
,,Afrikanische Totenklage", sowie die den Ostkongo
betreffenden Passagen bei David von Reybrouck,
,,Kongo - Eine Geschichte" zu lesen.
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