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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
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3,3 von 5 Sternen
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am 20. Mai 2003
Wladimir Kaminer war mir bislang nur aus dem Frühstücksfernsehen bekannt. Dort war ich immer wie gebannt, wenn er Berlin für sich entdeckt hat. Wie er alltägliches aufnimmt und uns seinen Blick darauf mitteilt ist einfach mitreißend. Es wirkt alles so aufrichtig, vor allem wenn man dabei immer sein Gesicht vor Augen hat, in dem die Begeisterung eines kleinen Jungen offensichtlich für immer eingeschweißt geblieben ist.
Doch Kaminer weiß es auch, mit dem geschriebenen Wort die Menschen bei sich zu behalten. Wenn er kleine Episoden seines Lebens erzählt oder die Geschichten anderer und wie er sie empfunden hat, dann ist man mittendrin. Seine eigene Begeisterung, die Fragen vor denen er steht, alles scheint einem so nahe zu sein. Kaminer ist einer von uns, auch wenn viele der Leser außer dem gleichen Wohnort nichts mit ihm teilen. Als einer von uns schreibt er mit einem kleinen Stirnrunzeln und viel Lächeln vom Alltag und man fragt sich nach der Lektüre wirklich, warum man selbst solche Schwierigkeiten hat, scheinbare Banalitäten zu einer wertvollen Geschichte zu machen. Vielleicht muss man sie auch gar nicht dazu machen. Vielleicht sind es ganz einfach wertvolle Geschichten und wir sind nur betäubt und abgelenkt genug, es einfach nicht mehr zu realisieren. Was muss es doch für ein Geschenk sein, den Tag bewusst und achtsam zu erleben? Wir haben die Wahl und Kaminer zeigt uns, wie dieselbe Welt aussehen kann, wenn man anders darauf schaut. Nicht immer toll, auf keinen Fall die Spaß-Gesellschaft der wir so krampfhaft hinterher hecheln, aber auch nicht ohne eine gewisse unfreiwillige Komik.
Toll ist auch, dass Wladimir Kaminer uns nicht erzählt, wie seine Philosophie aussieht. In diesem Buch werden die Lebensweisheiten nicht als Zaunpfahl verkleidet, mit dem man dann dem Leser zuwinkt. Er bleibt sich treu und schreibt einfach aus dem Leben, mit einer befreienden Gleichgültigkeit. Sagen die Leute, es sei ein tolles Buch und habe sie zum denken angeregt: Gut. Sagen die Leser, sie finden es banal und öde, ihn in den Erinnerungen an sein bisheriges Leben zu begleiten: Auch Gut. Zumindest empfinde ich das so. Es scheint gewiss, dass Kaminer sich nicht darum schert, ob das Buch nun einen Hype erfährt oder nur von einem ausgewählten Kreis gelesen wird.
Jeder, der sich für Russendisko interessiert sollte eben wissen, dass es sich um Alltagsgeschichten handelt, in Episoden verfasst. Die große Story dahinter ist das Leben, aber man hat keinen Anfang und kein Ende bei diesem Buch. Es erzählt Lebensabschnitte von Stunden, Tagen oder Wochen, sicherlich gefärbt durch eine Philosophie, die einem aber nicht dezidiert dargelegt wird sondern ganz selbstverständlich Bestandteil der jeweiligen Geschichte ist und im Hintergrund wirkt.
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am 24. Juli 2002
Kaminer gibt herrlich und auf witzige Weise Einblick in die Welt von Russen in Berlin und deren Sicht auf uns Deutsche. Dabei ist er wunderbar selbstironisch und hintergründig, erzählt viele teils merkwürdige, teils anrührende Episoden und man kann sich oft nicht zurüchhalten, laut loszulachen. Ideale S- oder U-Bahn Lektüre.
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am 22. Mai 2013
Diverse Momentaufnahmen von Russen in Berlin sowie typisch deutsche (Vor-)urteile und Eigenheiten und alles dargestellt mit viel Ironie, Sarkasmus und Wortwitz bietet dieses Buch. Teilweise, aber eben allzu oft auch nicht, kann man lachen. Für meinen Geschmack ist das Ganze etwas zu zusammenhanglos und beliebig. Aus literarischer Sicht eindeutig eher Bratwurst mit Pommes als Filet Mignon = nur zum schnellen Verzehr geeignet.
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Nun habe ich auch endlich Wladimir Kaminer gelesen, viele Jahre nach dem er als Newcomer gefeiert wurde. Schade, dass ich dieses sehr amüsante Buch erst jetzt gelesen habe! Kaminer schildert sein Leben als jüdischer Deutsch-Russe, den es Anfang der 1990er nach Berlin verschlagen hat. Dreharbeiten zum Film "Duell - Enemy at the gates" gehören zu den eher schillernden Erlebnissen, meist sind es Alltagserlebnisse- und -beobachtungen, die Kaminer sehr lustig und sprachlich gewandt schildert. Das vieles davon auf wahren Begebenheiten basiert, glaube ich gerne und gerade das ist ein Reiz dieses Buchs: der Blick eines Deutsch-Russen auf Deutschland interessiert mich sehr und hat mir hervorragend gefallen. Noch besser hätte es mir gefallen, wenn der Autor sich zwischen all den Pointen auch stärkerer an ernsthaften Themen versucht hätte - das gelingt Max Goldt in seinen besten Texten immer hervorragend, wäre schön so etwas auch von Kaminer lesen zu können.

Russische Huren, die auf den reichen Prinzen hoffen und solche Kolleginnen mit Herz aus Gold, aber dem Drang erst viel Geld zu verdienen und sich erst dann zu binden. Russische Telefonsexnummern in Berlin mit abgebrühten Abzockerinnen am Hörer. Russische Frauen, die finanziell sehr fordernd sind. Das alles sind Szenen aus diesem Buch, die allerdings so ziemlich das reisserischste an Kaminers Texten aus Russendisko sind. Zumeist geht es bürgerlicher, freilich nicht so bieder wie in Kishons Satiren zu und ganz bestimmt auch nicht so weit konstruiert wie bei Horst Evers. Kaminer zeigt sich in diesem Buch als sehr kluger Kopf, als guter Beobachter, der zwar über die sonderbaren Erlebnisse in Deutschland und Russland spottet, aber nie zynisch wird. Sehr herzlicher, stellenweise sarkastischer, Humor.

Beispiele für Kaminers Humor gefällig? Deutsche Kneipen heissen bei Olly oder bei Scholly. Und arbeitsunwillige Osteuropäer in Berlin werden zur BIBIZ geschickt, was auf Litauisch Schwanz und auf Deutsch Berliner Informations- und Bildungs-Zentrum heisst. Ich fand das sehr lustig! Amüsant und tröstlich sind die Schilderung von Kaminers Bekannter, die besonders interessante Menschen interviewen soll und feststellt, dass besondere Menschen oft auch besondere Macken haben.

Bücher wie Russendisko tragen eindeutig mehr zur Integrationsdebatte bei als Thilo Sarrazins Werke, noch dazu wirken Kaminers Ausführungen besonnener, sympathischer und klüger. Und viel gelacht habe ich auch hier. Allerdings von Herzen. Auch wenn das vielleicht gar nicht das Ziel von Kaminer war, mich über Integration nachdenken zu lassen, aber Herrn Sarrazin ging's ja vielleicht auch eher bedingt um Deutschlands Zukunft.

192 Seiten, Softcover, Goldmann 2002
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am 24. Februar 2013
Da hatte ich mir von dem Hochgelobten versprochen. Allerdings bin ich ja auch kein Berliner und kann deshalb wohl manches nicht nachvollziehen. Auch einige der Geschichten schienen für mich arg erfunden um seiten zu machen dennoch drei Sterne, da insgesamt doch lesenswert.
Reinhard Biewendt
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am 13. Oktober 2004
Gehört hat man ja schon viel von Kaminer. Gelesen habe ich nicht viel, lediglich dieses Werk. Dabei gewann ich den Eindruck, daß das alles ja wohl kaum wahr sein kann, denn die Geschichten wirken dermaßen an den Haaren herbeigezogen, daß ich meinte, wenn sie denn tatsächlich fiktiv wirken sollen, könnte man noch ein wenig mehr Handlung reintun. Die einzelnen Abschnitte Kaminers Lebens haben miteinander nicht allzuviel zu tun, wirken voneinander losgelöst, und bestechen nur durch den ein oder anderen Witz alle 3 Seiten. Nicht, daß ich mich nicht darüber gefreut habe, gelegentlich schmunzeln zu dürfen (es war teilweise wirklich schön sarkastisch), doch wer nach tatsächlich lustigen portionierten Geschichten eines Menschenlebens sucht, sollte lieber zu Stuckrad-Barres "Deutsches Theater" greifen. Insgesamt war ich sehr enttäuscht über dieses Buch, immerhin versprach doch das Allgemeine Interesse mehr, als letztendlich zu finden war. Warum es vom Spiegel empfohlen wurde, ist mir schleierhaft, ich habe leider nur zuende gelesen, weil ich nicht zum nächsten Buchladen gehen konnte, um mir etwas anderes zu suchen. Wirklich schade.
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am 7. Oktober 2000
Eine wunderbare Art, um sich auch fernab von Berlin mit den richtigen Dingen zuhörend auseinanderzusetzen: Russen, Prenzlauer Berg, Mitte, Vietnamesen und der russische Akzent des (selbst lesenden) Autoren.
Kaminer ist so lakonisch, dass man eigentlich nie richtig lachen muss, aber die ganze Zeit hoechst amüsiert ist. denn der Witz ist, dass die meisten der kleinen Mosaik-Begebenheiten genauso haetten gestern passieren koennen: Vom vietnamesischen Gemüsehändler mit der Dauerwelle bis hin zu seiner Einreise.
Kaminer ist kein russischer Bukowski, Szenecowboy oder schwermütiger/ lustiger Intellektueller, sondern einfach nur ein angenehm scheinender Zeitgenosse, der den richtigen Blick auf vielerlei verdrehte Deutschlands und der Hauptstadt im besonderen hat.
Ein eindeutiger Kauftipp, der mich als Alt-Berliner auch in München über Wasser hält.
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am 6. September 2007
Ich habe von allen Seiten Lobeshymnen auf dieses Buch gehört und es mir deshalb - glücklicherweise nur - ausgeliehen. Denn um es zu kaufen ist dieses Buch schlichtweg zu schlecht. Witzige Stellen sind seltsamerweise Mangelware. Es gibt lediglich mäßig komische und aneinandergereihte Anekdoten ohne Struktur, in denen sich die Wiederholungen wiederholen und wiederholen... In jedem neuen Kapitel wird die Vorgeschichte, die man ja nun schon drei mal gehört hat wiederholt und lässt somit viel Langeweile aufkommen. Das Buch in einem Rutsch zu lesen ist eine Qual. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass es ganz nett zu lesen ist wenn man nur so ein bis zwei Seiten am Tag und auch nicht jeden Tag liest. Dann können die Wiederholungen vielleicht eher hilfreich als ermüdend wirken... Also, eventuell für wenig-Leser und das auch nur mit Vorbehalt zu empfehlen.
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am 14. Dezember 2011
Das kleine Büchlein enthält eine Vielzahl von Kurzgeschichten über das Leben im Berlin der 1990er Jahre. Aus dem gewählten, völlig anderen Blickwinkel eines Auswanderers aus Russland, werden nicht nur Annekdoten über das Leben von Auswanderern, sondern auch die Eigenheiten der Stadt Berlin und der deutschen Gesellschaft beschrieben.
Hierbe schafft es der Autor, dank einer leichten, gut lesbaren Sprache, dem Leser kurzweilige Unterhaltung zu bescheren.
Die Kurzgeschichten sind zwar heiter und humorvoll, jedoch leider nicht besonders anwechslungsreich. Nichts desto trotz kann dieses Buch demjenigen Leser empfohlen werden, der eine kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch sucht und sich nicht in die großen Nach-Wende-Romane über Berlin heranwagen möchte.
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am 29. September 2002
Schon allein die Tatsache, dass der aus Moskau stammende Wladimir Kaminer nach nur 10 Jahren in Deutschland sein erstes Buch - auf deutsch - veröffentlichte, hätte 5 Sterne verdient. Aber dann: diese fantastischen Beobachtungen, dieser Witz, dieser hintergründige Humor! Kaminer kann auf unglaublich viel Erfahrung zurückgreifen: eine Kindheit und Jugend in der zusammenbrechenden Sowjetunion und eine Odyssee ins gelobte Europa. Er hatte immer den Mut, sich nicht anzupassen. Er wird getrieben von Abenteuerlust und sein liebster Dschungel ist der Alltag. Und er ist immens neugierig - auf nette Art... So kann er seine Leser mit beinahe exotischen Details aus dem Moskau der späten 80er Jahre versorgen und mit skurrilen Innenansichten der Berliner Republik. Er präsentiert liebevolle Typen, die sich alle irgenwie durchwurschtelten im real dahinvegetierenden Sozialismus oder im Berliner Multikulti-Milieu: seinen Vater etwa, der noch im hohen Alter den Führerschein machen will und eine ganze Reihe von lebensmüden Fahrlehrern "verschleißt". Oder seine Frau Olga, die - allein zu Haus - einen Betrunkenen aus dem Keller hoch bis in die Wohnung trägt, weil sie ihn für einen bewußtlosen Elektriker hält, den es zu retten gilt. Wladimir Kaminer hat Dinge erlebt, die so unglaublich sind, dass man unweigerlich an blühende Fantasie denkt. Aber weit gefehlt. Er weist Vermutungen dieser Art weit von sich - und grinst wie ein Schelm. Till Eulenspiegel plus Ephraim Kishon plus die intelligenteste Schreibe der Popkultur. Das ist Wladimir Kaminer.
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