Ratgeber Rudergeräte

Rudern entspricht einem exzellenten Ganzkörper-Training, denn die komplette Skelettmuskulatur beteiligt sich beim Ritt über den simulierten See. Zwei Modelle bestimmen die Szene: Das Rudergerät mit zwei unabhängig voneinander agierenden Auslegern simuliert die typische Ruderbewegung und verlangt neben dem Krafteinsatz auch noch ein hohes Maß an Koordination, damit die Bewegung schön synchron abläuft. Ganz nach Gusto lässt sich damit üben für die nächste Bootspartie zu zweit, oder die Fahrt im typischen Skiff mit zwei Skulls in den Händen. Wer entweder boot-technisch schon sehr versiert ist, oder sowieso lieber auf dem Trocknen bleibt, sollte eher ein Rudergerät mit Seilzug nutzen, das man gegebenenfalls schon aus dem Fitness-Studio kennt.

Über einen Seilzug mit Doppelgriff wird je nach Typ entweder Windrad oder Wasserrad in Schwung versetzt. Durch die Wahl des Widerstandes lässt sich das Trainingsziel leicht variieren, ob zum Beispiel bei moderatem Widerstand und hoher Schlagzahl Ausdauer-betont trainiert wird, oder durch einen hohen Widerstand und mäßiger Schlagzahl eher die Kraft im Fokus steht. Kein anderes Indoor-Workout erlaubt ein solches Wechselspiel mit den Komponenten des Kraft-Ausdauer-Trainings.

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Raum und Zeit

Die Rudergeräte mit Seilzug sind lang und schlank und manche sogar so ansprechend designt, dass sie jedem Raum gleich eine dekorative Note geben. Das gilt ganz speziell für die Maschinen mit Wassertank, da sie auch in passenden Holzoptiken bestellt werden können. Dafür lassen sie sich eher schwer verstauen, wohingegen die mit Luftwiderstand arbeitenden Geräte aufrecht in fast jeder Nische verschwinden können.

Wenn das Wasser im Tank in Wallung gerät und dadurch den Widerstand erzeugt, klingt das in den Ohren der Ruderer wie Musik – das muss aber nicht für die Nachbarn gelten. Die Windräder dagegen rotieren leiser und die Hubzylinder der Ausleger sollten gar nicht zu hören sein. Rudern erfrischt zu jeder Tageszeit die ganze Familie, morgens als universeller Fitmacher für den Körper, später als gezielte Trainingseinheit und abends eignet es sich vorzüglich zum Auspowern. Wutrudern für eine Minute wirkt kleine Wunder, nivelliert negative Energien und schafft Platz für gute Gedanken.

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Qualität und Preis

Das Rudergerät muss unbedingt zur Körpergröße passen, damit die gesamte Bewegungs-Amplitude trainiert wird. Bei den einzelnen Komponenten steht der sichere Stand im Vordergrund. Ebenso stabile Trittbretter, denn kraftvolles Abstoßen macht das Rudern überhaupt erst möglich und hat somit wesentlichen Einfluss auf den Trainingseffekt. Die kleinen Computer der Rudergeräte zeigen primär Standardwerte wie Zeit, Distanz, 500m-Geschwindigkeit, geleistete Watt-Zahl, Kalorienverbrauch und Schlagfrequenz.

Die Computer einiger Geräte bieten zusätzlich integrierte Wettkampf-Programme, manche sogar Schnittstellen fürs virtuelle Kräftemessen. Auch bieten einige Geräte die Möglichkeit zur Pulsmessung, doch liefern nicht alle den relevanten Brustgurt. Diese Maschinen gibt es ab 500 EUR. Darunter liegen die Preise der modernen Ausleger und weit darüber, bei rund 1000 EUR, starten die Rudergeräte mit den eleganten Wassertanks.

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Tipps und Tricks

Ein Rudergerät kann sowohl die Ausdauer stärken, also die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern, wie auch alle anderen Muskeln wachsen lassen. Je nach gewähltem Trainingsreiz kann Rudern beim Formen eines athletischen Körpers helfen. Die typischen Attribute der Ruderer sind ein starker Rücken, runde Schultern, feste Oberarme und muskulöse Oberschenkel. Bleibt der Bauch. Im Training nicht wirklich gefordert, kann aber jeder individuell dessen Kräftigung forcieren.

Die Ruderbewegung besteht aus der Kraft-Phase und der Entspannungs-Phase. In der Kraft-Phase, in der der Griff zum Brustkorb gezogen wird, tief ausatmen und dabei den Bauch so weit wie möglich einziehen. In der anschließenden Entspannungs-Phase gehen zu erst die Arme nach vorne, dann neigt sich leicht der Oberkörper und zum Schluss folgen die Beine. In der Phase tief in den Bauch atmen und Luft holen, die anschließend durch das erneute Einziehen des Bauches komplett aus der Lunge gepresst wird.

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