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TOP 500 REZENSENTam 10. Januar 2013
Eine romantische Komödie um einen jungen Autor, dessen neueste Romanfigur zum Leben erwacht, wenig beworben, mit recht unbekannten Darstellern - "Ruby Sparks" wäre wahrscheinlich vollkommen unbemerkt an mir vorbeigegangen, wenn er mir nicht wärmstens empfohlen worden wäre - danke dafür!

Jungautor Calvin (Paul Dano) hat bereits als Teenager einen Bestseller geschrieben, der Journalisten und Literaturkritiker zu Begeisterungsstürmen und euphorischen Vergleichen mit Salinger hingerissen hat.
Seitdem sind jedoch rund 10 Jahre vergangen und das Leben des leicht neurotischen Calvin dümpelt in jeglicher Hinsicht in Mittelmäßigkeit herum.
Seine einzigen sozialen Kontakte sind sein älterer Bruder Harry (Chris Messina) und dessen Familie sowie sein Psychiater.
Als dieser ihn dazu bringt, endlich wieder etwas zu schreiben, beginnt Calvin eine Erzählung über eine junge Frau, die ihm seit einiger Zeit in seinen Träumen erscheint.
Von Stund an tun sich seltsame Dinge in Calvins Wohnung, weibliche Accessoires wie ein Damenrasierer und Dessous tauchen auf und eines Tages steht die erfundene Ruby (Zoe Kazan, Enkelin von Elia) in Calvins Küche, sehr quirlig, sehr charmant und überaus lebendig.
Nachdem Calvin sich davon überzeugt hat, daß Ruby keine Halluzination, sondern tatsächlich eine auch für andere sichtbare Frau aus Fleisch und Blut ist, verliebt er sich Hals über Kopf in seine Schöpfung.
Zuerst ist es nur ein "Test", ein Überprüfen der unglaublichen Situation, als Calvin mal eben ausprobiert, ob wirklich alles, was er über Ruby schreibt, tatsächlich wahr wird, aber als die ersten Wölkchen am jungen Liebeshimmel auftauchen, ist die Versuchung groß, sich Ruby mit jeweils wenigen Worten auf dem Papier so zu formen, wie es ihm gerade in den Kram passt.
Aber die Magie hat ihre Tücken und schon bald muss Calvin erkennen, daß nichts einen richtigen Menschen mit einem freien Willen ersetzen kann...

Was an "Ruby Sparks" gleich von Beginn an angenehm auffällt, sind die unverbrauchten jungen Darsteller und die erfrischend "normalen" Figuren, die sie spielen.
So ist Calvin trotz seines aus seinem frühen Bestseller resultierenden Wohlstandes und der Tatsache, daß er zahlreiche überwiegend weibliche Fans und Verehrerinnen hat, ein absolut durchschnittlicher junger Mann mit ganz alltäglichen Problemen und einigen seltsamen Eigenarten.
Als er bemerkt, daß er sich kraft seiner Fantasie tatsächlich seine "Traumfrau" erschaffen hat und diese nach Belieben gestalten kann, hatte ich diverse Tricks à la "Bruce Allmächtig" befürchtet, beginnend mit mehr Busen, längeren Beinen...
Witzigerweise greift der Film diese Erwartungshaltung auch tatsächlich spielerisch auf, aber ganz anders als erwartet und recht ironisch, indem er Calvins Bruder Harry vorschlagen lässt, den Zauber tatsächlich auf genau diese Art auszutesten.
Aber Calvin, rettungslos verliebt in Ruby, lehnt derlei Ansinnen entrüstet ab, schließlich liebe er sie genau so, wie sie ist.
Um das Wunder zu testen, startet er nur einen einzigen sehr harmlosen kleinen Versuch, indem er Ruby ein paar Sätze Französisch sprechen lässt und sperrt sein unfertiges Manuskript dann in seinem Schreibtisch ein mit dem festen Vorsatz, niemals, niemals seine Macht über Ruby zu missbrauchen.
Natürlich ahnen wir, daß er die Büchse der Pandora früher oder später doch öffnen wird, aber der Plot, der die altbekannte Pygmalion-Geschichte auf ausgesprochen originelle Weise variiert, wird tatsächlich nie für abgedroschene Witzchen benutzt.
Paul Dano spielt den sensiblen und leicht neurotischen Calvin sehr einfühlsam und sympathisch und Zoe Kazan als Ruby ist so erfrischend und bezaubernd, daß man sie tatsächlich, haha, erfinden müsste, wenn es sie nicht gäbe.
Bei einen Familienbesuch bei Calvins esoterisch angehauchter Mutter (Annette Bening) und ihrem feurigen Lover (Antonio Banderas) begibt sich der Film dann doch kurz in altvertraute seichte Komödiengefilde à la Hollywood, aber auch hier werden diese heiter-beschwingt gebrochen und am Abendbrottisch macht sogar ein Joint die Runde in der bunt zusammengewürfelten Großfamilie - wie erfrischend, wo doch sonst in amerikanischen Filmen schon seit Jahren mehr niemand auch nur eine Zigarette rauchen darf.
Ein schwungvoller, äußerst gelungener Soundtrack von Plastic Bertrand über Sylvie Vartan und The Lions bis zu Giuseppe Verdi und einige schöne Aufnahmen der Pazifikküste runden das heitere Filmvergnügen gelungen ab.
Wie die Geschichte mit Calvin und Ruby ausgeht, müssen Sie natürlich selber sehen, aber soviel darf verraten werden:
"Ruby Sparks" schafft es tatsächlich, ein stimmiges und rundum gelungenes Ende für die ungewöhnliche Geschichte zu finden, welches mit viel Herz, aber auch sehr klugen Einsichten daherkommt - zauberhaft.

Fazit: Eine der bezaubernsten, charmantesten und fantasievollsten Romanzen, die ich seit langem gesehen habe und ein Beweis dafür, daß auch leichte romantische Komödien durchaus kleine Perlen sein können, wenn sie mit Herz, Hirn und einem originellen Drehbuch gemacht sind.
Ein Film zum Lachen, Träumen und Taschentücherzücken - ansehen und sich in Ruby alias Zoe Kazan verlieben!
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TOP 500 REZENSENTam 29. August 2014
Kauf Intension:
Zum Glück bin ich in einer Sneak Preview gewesen, welche diesen zauberhaften Film gezeigt hat. Die BluRay musste dann natürlich auch her.

Story (Kurzbeschreibung, da ich Versuche Spoilerfrei zu bleiben):
Calvin Weir-Fields (Paul Dano) ist ein Endzwanziger, dessen größter Erfolg weit zurückliegt. Er hat einen erfolgreichen Roman geschrieben, welcher zu den bedeutendsten Werken seiner Zeit gehört. Leider hemmt ihn dieser Erfolg daran weitere Bücher zu verfassen, da die Erwartungshaltung viel zu hoch ist. Aus diesem Grund ist er in psychiatrischer Behandlung und beginnt tatsächlich wieder etwas zu schreiben. Doch dann passiert das Unfassbare; seine erfundene Buchfigur erscheint steht plötzlich in seiner Küche und schaut ihn verliebt an. Diese Sympatische Frohnatur namens Ruby Sparks (Zoe Kazan) stellt sich sogar als Real dar, als andere Personen sie auch War nehmen. Fortan führen Ruby und Calvin eine glückliche Beziehung.
Doch als die ersten Streitereien beginnen fragt sich Calvin was wohl passiert wenn er das, in einer Schublade fest verschlossene, Manuskript so umschreibt, das alle Probleme beseitigt werden...

Genre:
Tragikomödien

Bild und Ton:
Ton auf Deutsch und Französisch in DTS 5.1, Englisch in DTS HD 5.1
Bild ist einem Film aus 2013 schwach jedoch noch akzeptabel.

Darsteller:
Paul Dano/ Calvin Weir-Fields (bekannt aus The Girl Next Door, Knight and Day, Cowboys & Aliens, There Will be Blood)
Ein noch relativ unbekannter Darsteller, der jedoch schon in einigen großen Produktionen zu sehen war. Er spielt meist den verschrobenen Einzelgänger und tut dies in diesem Film auch gewohnt gut. Ein Darsteller, den man im Auge behalten sollte.

Zoe Kazan/ Ruby Sparks
in ihrer ersten großen Rolle bringt die Darstellerin einen sofort dazu zu verstehen wieso sich Calvin dieses Mädchen ausgedacht und sich in sie verliebt hat. Eine Darstellerin von der wir hoffentlich noch mehr zu sehen bekommen.

Extras:
- Die Story
- Die Darsteller
- Nicht nur im Film ein Paar
- Sei vorsichtig, was du dir wünscht: Die Entstehung der Geschichte
- Los Angeles: Ein fabelhafter Drehort
- Original Kinotrailer

Kurzum:
Klare Kaufempfehlung für Liebhaber von Tragikomödien
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am 19. Januar 2013
Genre:
Changierend zwischen ‚Romantischer Komödie’ (RomCom) und ‚Tragikkomödie’.

Inhalt:
Calvin Weir-Fields hat als junger Autor vor Jahren einen sehr erfolgreichen Roman geschrieben und wird seither als Wunderkind der Branche gehandelt. Tatsächlich leidet Calvin an einer Schreibblockade und lebt einsam mit seinem Hund Scotty in seiner Villa. Da Calvins einziger Bezugspunkt sein Hund ist, rät ihm sein Psychiater als Übung einfach eine Seite über jemanden zu schreiben, der seinen Hund mag. Calvin träumt daraufhin von einer jungen Frau, die ihm im Park begegnet und die seinen Hund malt. Calvin nennt die Frau Ruby Sparks und beginnt über sie zu schreiben. Die Ideen fliegen ihm plötzlich nur so zu und ein Roman entsteht. Als Ruby eines Tages in seiner Wohnung steht, glaubt Calvin anfänglich, er leide unter Halluzinationen, doch auch seine Freunde können sie sehen – Ruby ist zwar seinem Roman entsprungen, aber sie ist real. Außerdem stellt Calvin fest, dass er in der Lage ist, Rubys Verhalten umzuschreiben – eine Versuchung, der Calvin nicht nachgeben will, der es jedoch immer schwerer wird standzuhalten, denn Ruby ist chaotisch und emotional – kurzum, sie ist das exakte Gegenteil von Calvin und sie wirbelt seine gewohnte Welt durcheinander.

Kritik:
Ruby Sparks besteht im Grunde aus zwei Filmen. Der Film beginnt als locker-leichte Komödie und bedient in dieser Phase eine Vielzahl von Klischées, angefangen vom weltfernen, soziophoben Schriftsteller mit Schreibblockade, der selbstverständlich eine Olympia-Schreibmaschine besitzt und zu einem Psychiater dackelt. Die Mutter des Autors ist selbstredend ein Alt-Hippie und das exakte Gegenteil des verklemmten Sohnes. Den Hund als einzigen Freund wollen wir nicht vergessen. Das hört sich langweilig an, wäre es auch, wenn die beiden Hauptakteure Paul Dano und Zoe Kazan (die auch das Drehbuch geschrieben hat) nicht so funkensprühend miteinander agieren würden. Es macht einfach Spaß die so gegensätzlichen Charaktere aufeinanderprallen zu sehen. Dano liefert zudem eine überragende Leistung als verklemmter Autor ab, der seine Angst, verrückt zu werden, als Ruby vom Buch in sein Leben tritt, umwerfend komisch auslebt.

Der zweite Teil des Films beginnt, als Ruby anfängt, sich dem kontrollierenden Charakter ihres Erzeugers zu entziehen. Er gipfelt in einer Szene, in der Calvin seine Freundin, die bislang nichts von ihrer Entstehung wusste, wie ein Kind sein Spielzeug mit schnell eingetippten Sätzen fernsteuert. Er lässt sie mal französich sprechen, dann mit den Fingern schnippen, er macht sie fröhlich, traurig – er zeigt ihr, wer ihr Gott ist. Doch Calvin ist kein glücklicher Gott. Die Szene hat Vergewaltigungscharakter und ist ungeheuer präsent gespielt. Man kann darüber streiten, ob heutzutage unbedingt ein Mann eine Frau dominieren muss, weil hiermit klassische Rollenschemata bedient werden, aber die Message des Films hat trotz allem ihre Berechtigung. Seinen Partner als Projektionsfläche für seine Träume zu benutzen, ist eine sichere Methode, eine Diktatur im Kleinen aufzubauen und seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Die Erkenntnis mag banal sein, aber die parabelartige Weise, mit der Ruby Sparks das Thema aufarbeitet, ist interessant und sie wird vor allem sehr authentisch von den Akteuren umgesetzt. Wer jetzt befürchtet, dass der Film nach der Klimax zurück in die komödiantische Belanglosigkeit kippt, wird dankbarer Weise enttäuscht. Die Auflösung möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht vorwegnehmen.

Fazit:
Ruby Sparks ist ein von der Grundidee her interessant aufgebauter und schauspielerisch unverbraucht und authentisch umgesetzter Film, der außerhalb eindeutiger Genre-Schubladen agiert. Er ist zugleich RomCom, Drama und Tragödie. Die nicht immer glückliche Regie und die anfängliche Klischeeanhaftung werden durch das starke Schauspiel und die dramatische Klimax mehr als ausgeglichen. Auch wenn Hollywood die Aufnahmefähigkeit seines Publikums mit Filmen über Autoren derzeit strapaziert (zuletzt z. B. Words, Liberal Arts, Young Adult), sollte man sich den kleinen Film nicht entgehen lassen.

Subjektive Bewertung:
3-4 Sterne (von max. 5).

IMBD-Bewertung: (Stand 19.01.2013)
7,2 (von max. 10) – ein guter Wert.

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Nice to know:
Zoe Kazan ist die Enkelin des Hollywood-Gotts Elia Kazan (u. a. ‚Jenseits von Eden’). Sie hat auch das Drehbuch verfasst.
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am 22. August 2014
Ein erstaunlicher Film mit einer Grundidee, die nachdenklich macht. Inwieweit soll ein Partner unseren ganz persönlichen Vorstellungen entsprechen? Diese und andere Fragen werden eindrucksvoll und mit guter schauspielerischer Leistung unterhaltsam dargestellt. Eine neue und moderne Pygmalion - Variante. Bravo!
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am 1. April 2014
endlich mal eine neue Art geschichten zu schreiben. Was wäre wenn ich mir alles schreiben könnte was ich wollte....
Ohne zu viel zu verraten denke ich das jedem bewusst ist, das das Leben so leicht nicht immer läuft.
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am 12. April 2013
(Kinoversion)

Wir schreiben das Jahr 6 nach “Little Miss Sunshine” und endlich, endlich, sind sie wieder da! Jonathan Dayton und Valerie Faris legen ihren zweiten Spielfilm vor und…können damit meiner Meinung nach nicht unbedingt an den fulminanten Erfolg ihres Erstlings anknüpfen. Mit „Little Miss Sunshine“ ist dem Ehepaar ein ganz wundervoller, herziger, skurriler und bezaubernder Film gelungen und man hat gehofft, dass „Ruby Sparks“ zu ähnlichen Lobhudeleien veranlassen würde. Vor allem, weil der großartige Paul Dano, der schon zum Cast von „Little Miss Sunshine“ gehörte, wieder mit an Bord ist. Vielleicht liegt es an dem noch etwas unausgegorenen Script von Zoe Kazan, der 29jährigen Hauptdarstellerin des Films. Für ein erstes Script ist „Ruby Sparks“ recht beachtlich, es fehlt nur noch ein wenig am stimmigen Feinschliff, richtigen Timing und dem herzerwärmenden Humor, den Michael Arndt, der mit seinem Script zu „Little Miss Sunshine“ damals ebenfalls debütierte, in seinem Drehbuch unterbringen konnte. „Ruby Sparks“ lässt das Potenzial erkennen, das ihm innewohnt, es wurde nur nicht vollständig ausgeschöpft. Ob das letztendlich an Dayton und Faris oder an Kazan liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich hatte mich sehr auf „Ruby Sparks“ gefreut, zum einen wegen des genialen Regie-Duos, zum anderen ob des Casts, da ich sowohl Dano als auch Kazan als Darsteller sehr mag. Somit kam ich ein bisschen enttäuscht aus dem Film, denn so grandios wie „Litte Miss Sunshine“ ist er nun mal nicht. Gut aber trotzdem…irgendwie.

Calvin Weir Fields (Paul Dano, „There will be Blood”, “Looper”) ist Schriftsteller, 29, Single, einsam und leidet unter einer Schreibblockade. Bereits mit 19 Jahren hat er das abgeliefert, was viele Kritiker „den großen amerikanischen Roman“ nennen. Auch danach war er mit seinen Veröffentlichungen noch recht erfolgreich, aber momentan läuft es nicht gut. Aber als er beginnt, die ihn seit Kurzem heimsuchenden Träume von einer jungen Frau zu Papier zu bringen, erwacht sein schriftstellerisches Talent wieder. Seite um Seite füllt er mit dem Erschaffen seiner - im wahrsten Wortsinn - Traumfrau, Ruby Sparks. Nach dem er ihre komplette Biographie geschrieben und diverse gemeinsame Erlebnisse von ihm und Ruby zu Papier gebracht hat, geschieht das Unglaubliche: eines Morgens steht Ruby Sparks (Zoe Kazan, „Happythankyoumoreplease“) leibhaftig in seiner Küche. Glaubt Calvin zunächst noch, nun komplett verrückt geworden zu sein und zu halluzinieren, stellt er bald fest, dass auch andere Leute Ruby sehen können und sie somit real sein muss. Sogar seinen skeptischen Bruder Harry (Chris Messina, „Vicky Cristina Barcelona“) kann er überzeugen. Und Calvins Träume werden Wirklichkeit, er ist tatsächlich mit Ruby zusammen. Seinen angefangenen Roman über Ruby schreibt Calvin deshalb vorerst nicht weiter. Als es aber zwischen den Beiden zu kriseln beginnt, gerät Calvin in Versuchung, die Veränderungen, die er sich von Ruby wünscht, aufzuschreiben, da alles wahr wird, was Calvin in sein Manuskript tippt. Doch auch hier beginnt mehr und mehr schiefzugehen…

„Ruby Sparks“ liegt eine wunderbar phantasievolle Idee zu Grunde. Ein einsamer junger Mann erschafft sich in Gedanken seine Traumfrau, schreibt alles über sie auf und erweckt sie somit zum Leben. Sie liebt ihn, er liebt sie, alles wird gut. Oder so ähnlich. Die Prämisse, dass Calvins Romanfigur plötzlich real wird, muss man als liebenswertes Fantasy-Element des Films einfach hinnehmen, sonst wird man an dem Film keine Freude haben. Und fast alles, was sich dann daraus ergibt, ist auch wieder durchaus realistisch. Die Beiden lernen sich kennen und lieben, doch nach einer gewissen Zeit hält der Alltag Einzug und erste Probleme und Streitereien tauchen auf. Beim Besuch bei Calvins Mutter (Annette Bening, „American Beauty“) und deren Lebensgefährten Mort (Antonio Banderas, „Haywire“) werden die ersten Risse in der Beziehung deutlich und von dort an geht es immer weiter bergab. So weit, dass Calvin sein unfertiges Manuskript, an dem er nicht mehr weiterschreiben wollte, weil er mit Rubys realem Erscheinen alles hatte, wovon er geträumt hat, wieder herausholt und Ruby „umzuschreiben“ beginnt, damit die Beziehung wieder in Ordnung kommt. Leider geht dies mehr und mehr nach hinten los…

…und dies bedauerlicherweise auch im dramaturgischen Sinn. Nach anfänglicher partnerschaftlicher Glückseligkeit zwischen Calvin und Ruby, die dem Zuschauer oft ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, verheddert sich Zoe Kazan in ihrem Drehbuch in einem etwas zähen Mittelteil. Dieser hat sicherlich auch zur Aufgabe, das überschwängliche Glück der Anfangszeit zu neutralisieren und in der Realität zu verankern, büßt dafür aber Einiges an Spannung und Humor ein. Fast beliebig werden hier belanglose Szenen aneinandergereiht und die öden und auch traurigen Seiten einer Beziehung zu detailliert thematisiert. Man ertappt sich sogar dabei, ein wenig das Interesse an Calvin und Ruby zu verlieren.

Glücklicherweise kriegt der Film vor seinem Ende nach 104 Minuten im letzten Drittel wieder einigermaßen die Kurve und findet erst zum unausweichlichen, dramatischen Höhepunkt und dann zum ungewöhnlichen, aber stimmigen Ende. Bis dahin müssen Dayton und Faris aber einige inhaltliche Stolpersteine aus dem Weg räumen. Leider haben sie ein paar davon übersehen, so dass „Ruby Sparks“ den hohen Erwartungen an die „Little Miss Sunshine“-Macher nicht gerecht wird. Zoe Kazans Drehbuch fehlt es noch ein wenig an einem guten Gespür für Timing und an ausreichend skurril-schrägem Humor. Dieser ist zwar vorhanden, aber „Ruby Sparks“ hätte ruhig noch schräger und witziger sein dürfen, vor allem im schwächelnden Mittelteil, in dem Calvins schöne neue Welt schon wieder in sich zusammenfällt.

Die Darsteller sind allesamt großartig. Paul Dano spielt den schüchternen, zweifelnden und glücklichen Schriftsteller mit Wollpulli, Burlington-Socken und Hornbrille sehr liebenswert und nachvollziehbar. Für solche Außenseiterrollen ist der schlaksige New Yorker wie geschaffen. Zoe Kazan als facettenreiche Ruby ist ähnlich zauberhaft und kann hier prima zeigen, welch gute Schauspielerin in ihr steckt. Elliott Gould („Ocean’s Thirteen“) als Calvins Therapeut ist genauso überzeugend wie Antonio Banderas als lebenslustiger Künstler, Annette Bening als seine esoterisch angehauchte Frau und Chris Messina als machohafter und skeptischer Bruder von Calvin.

„Ruby Sparks“ ist ein durchaus humorvoller, märchenhafter und skurriler Film mit ungewöhnlicher Ausgangssituation. Leider kann Drehbuch-Debütantin Zoe Kazan ihre Geschichte (noch) nicht durchgehend souverän und kreativ erzählen, so dass der Film deutliche Längen hat und immer wieder in Belanglosigkeiten abdriftet. Die Erwartungen, die manche vielleicht ob des Regie-Duos an den Film stellen, sollten also auf jeden Fall heruntergeschraubt werden. Tut man dies, kann man viel von dem liebenswerten Charme entdecken, der „Ruby Sparks“ ausmacht. Ergo gerne gute drei von fünf Romanfiguren, die plötzlich in deiner Küche stehen (könnten).
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TOP 500 REZENSENTam 11. Februar 2014
Calvin ist bereits zu Schulzeiten als Autor groß herausgekommen und zehrt noch Jahre später von dem Ruhm längst vergangener Zeiten.

Inzwischen leidet der Schriftsteller an einer formidablen Schreibblockade. Und auch sonst ist das Leben alles andere als ein Zuckerschlecken: weder Freunde noch eine Freundin an seiner Seite bereichern sein Leben. Doch als sich Calvin, gespielt von Paul Dano, eines Tages an die Schreibmaschine setzt, erschafft er mit jedem Anschlag eine Frau, die ihn von nun an bis in seine Träume begleitet.

Alles wird anders, als die Schönheit eines Tages real und aus Fleisch und Blut in seiner Küche steht und sich als Frau an seiner Seite herausstellt… Was anfangs als lustige und romantische Komödie daherkommt, entwickelt sich im Laufe des einhundert Minuten langen Films zu einem regelrechten Drama.

Denn wie in jeder Beziehung kehrt irgendwann der Alltag ein und die Probleme beginnen. Meist ist es kein großer Paukenschlag. Vielmehr führen viele kleine Eruptionen zum Ausbruch der Emotionen.

Diese Erfahrung muss auch Calvin mit seiner Ruby machen. Die Eifersüchteleien beginnen, der Wunsch nach Freiheit und Eigenständigkeit der jungen Frau empfindet der Schriftsteller als Angriff auf sein Seelenheil.

Und dann kommt es, wie es kommen musste….

Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin erinnert mich in einigen Teilen an Professor Higgins und seine zauberhafte Eliza Doolittle aus Pygmalion von George Bernard Shaw, besser bekannt als My Fair Lady.

Doch anders als der literarischen Vorlage wird hier kein junges Mädchen von der Straße aufgelesen und gesellschaftlich, sprachlich und sozial erschaffen. Der Protagonist “erschreibt” sie sich einfach – mit allen Vorteilen und auch Nachteilen.

Der Star des Films ist für mich zweifelsfrei Zoe Kazan, die ihre Rolle als Ruby perfekt spielt und die gesamte Klaviatur der Emotionen zum Besten gibt: verliebt, verträumt, verrückt, eifersüchtig, beleidigt, herrisch und viele Facetten mehr zeigt sie eindrucksstark und unnachahmlich.

Doch auch Paul Dano als leicht neurotischer und chaotischer Schriftsteller steht ihr in nichts nach und spielt seine Rolle genial.

Ruby Sparks ist ein wunderbarer Film, der mehrere Genres bedient: anfangs als Komödie mit romantischem Einschlag gestartet, steigert sich die Handlung zur Mitte hin in eine melo-dramatische Richtung, die zum Ende hin so tragisch endet, wie sie enden musste. Oder vielleicht auch nicht?
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am 4. April 2013
Jungschriftsteller Calvin landete gleich zu Beginn seiner Karriere einen phänomenalen Erfolg, leidet aber seitdem unter einer Schreibblockade und einem ziemlich lustlosen Liebesleben - bis er eine zündende Idee hat und Ruby Sparks erfindet, eine junge Frau, die ihn inspiriert und zu neuen literarischen Höhen treibt. Die fiktive Schöne belebt jedoch nicht nur Calvins Kreativität wieder, sondern erweckt auch sich selbst zum Leben und sitzt plötzlich bei ihm auf der Couch. Mit der nun echten Beziehung zu seiner einstigen Fantasie-Freundin konfrontiert, muss Calvin entscheiden, ob er die Love Story schreiben will oder sie einfach auf sich zukommen lässt...

Ruby Sparks ist eine heitere und skurrile Komödie die zum Lachen und Weinen einläd und das schafft was die großen Blockbuster Komödien nicht schaffen, zu bezaubern.Vor allem Zoe Kazan als Ruby Sparks ist hinreißend.Der Film ist auch bis in die Nebenrollen mit Annette Bening und Antonio Banderas top besetzt.Dafür ne glatte 7/10 und auch das Ende ist sehr gelungen!
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am 14. März 2016
Ruby Sparks - Meine fabelhafte Freundin ist in der Filmgeschichte meines Wissens nach eine einmalige Idee und zeigt auf lustige aber auch beänstigende Weise wie es sein könnte wenn man eine gottähnliche Kraft bekommt.
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am 16. Februar 2014
Eine kleine Filmperle erwartet einen. Der Film ist weder eine waschechte Komödie noch ein romantischer Liebesfilm - obwohl natürlich beides ein wenig vorhanden ist.

Die Geschichte hat einen leicht irrationalen Touch, ist wunderschön poetisch - ein wenig traurig - und vor allen Dingen bis zum Ende gut konzeptioniert. Hat man Ruby Sparks erst einmal geschaut - so wird man den Film schwer wieder vergessen können.

Wer den Trailer vorab schaut, wird schwer überrascht sein - um wieviel besser der eigentliche Film ist.
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