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Der Rote: Roman Taschenbuch – 1. Juni 2009

3.8 von 5 Sternen 53 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

«Bernhard Kegel ist ein Thriller-Autor mit einem todsicheren Instinkt für spannende Geschichten. … Der deutsche Thriller lebt, er gedeiht in den Tiefen der Ozeane.» (Ulrich Wickert)

«Bernhard Kegel ist der deutsche Michael Crichton. DER ROTE ist sein Meisterwerk.» (Ulrich Baron, Die Welt) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Bernhard Kegel, Jahrgang 1953, ist promovierter Biologe und leidenschaftlicher Jazzgitarrist. Er lebt als vielfach ausgezeichneter Autor von Romanen (»Der Rote«) und Sachbüchern in Berlin und Brandenburg. Zuletzt erschien von ihm »Tiere in der Stadt. Eine Naturgeschichte«.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Schnell noch, bevor der neue Roman von Bernhard Kegel mit seinem Biologie-Professor Herrmann Pauli rauskommt, habe ich DER ROTE gelesen. Das Buch ist nicht nur für Biologen geeignet. Kegel erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe in seinem fiktiven Roman sehr anschaulich und ohne allzu sehr ins Detail zu gehen. Vielmehr geht es ihm um ethische und moralische Gesichtspunkte der wissenschaftlichen Forschung. Wie weit darf der Mensch in die Natur eingreifen, um seine Kenntnisse zu gewinnen? Darf er Tiere töten oder zumindest dies in Kauf nehmen, um sie zu erforschen? Und gibt es in den Tiefen unserer Meere tatäschlich gigantische Kalmare?
Eine Umwälzung am Meeresboden bringt Lebewesen ans Tageslicht, die sonst weit unten im Meer leben und Herrmann, der zufällig vor Ort ist, wird schnell hineingezogen in eine Auseinandersetzung zwischen Meeresbiologen, Polizei, Presse und gewinnsüchtigen Forschern. Dennoch ist das Buch eher ruhig und hat eine relativ langsame Gangart. Zwischendurch passieren natürlich Dinge, die Spannung erzeugen, aber es ist kein reißerischer Thriller und das Tempo wird immer wieder gedrosselt. Dies ist wohl der Grund, warum viele das Buch gelangweilt aus der Hand gelegt haben.
Mich hat der sehr angenehme Schreibstil dennoch gefangen genommen. Herrmann wird gut und symphatisch gezeichnet und die Geschichte ist durchgängig für mich interessant genug gewesen am Ball zu bleiben. Konsequent wird auch auf einen lauten, bombastischen Schluss-Showdown verzichtet aber ein kleines Zuckerl am Ende hat mich doch ganz zufrieden gemacht. Werde sicher auch in den Neuen einen Blick werfen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich gebe zu, ich habe mich nie besonders um Kraken oder andere Tintenfische gekümmert, außer, dass ich sie mir gerne beim Griechen aus der Speisekarte wähle. Aber nach, ach was sage ich, schon während der Lektüre des "Roten" habe ich begonnen Fachbücher zu wälzen und im Internet zu recherchieren. Die lebendige Schilderung der seltsamen Geschöpfe in Bernhard Kegels "Der Rote" hatten meine Neugierde geweckt.

Natürlich geht es hier vordergründig nicht um Wissenschaft. Wie gesagt, es steht "Roman" drauf. Das ist listig, denn Bernhard Kegel weiß: "Seriöse Wissenschaft ist den Leuten zu anstrengend. Und zu langweilig. Sie wollen dieses dramatische Fressen- und Gefressenwerden ..." Und so entstand ein Roman, den man getrost als Wissenschaftsthriller bezeichnen kann.

*Authentisch*
Der deutsche Kalmarexperte Hermann Pauli versucht in Neuseeland seine familiären Probleme zu verarbeiten und wird mitten in ein Naturschauspiel gespült. Ein Erdrutsch verursacht einen mittleren Tsunami, der an Land schwemmt, was sonst in mehreren hundert Metern Tiefe im Meer lebt; in einer Tiefe, in der Pottwale jagen. Ein blutender junger Pottwal lässt ahnen, dass den Kalmarexperten noch einiges erwartet.

Die Romanfiguren sind erfreulich authentisch. Ihre Probleme, ihre Denke, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre Macken sind absolut glaubwürdig gezeichnet.

*Nachdenkenswert*
Einige Passagen regen zum Nachdenken an. Das, was die beiden Hauptprotagonisten am Schluss noch bewerkstelligen, unter Lebensgefahr, lässt die Frage diskutieren, die immer wieder auftaucht: War es das Risiko wert, angesichts eines doch fragwürdigen Nutzens?
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Format: Taschenbuch
Der wissenschaftliche Roman ist anfangs ähnlich aufgebaut wie Schätzings "Der Schwarm". Ein am Leben verzweifelter deutscher Zoologe, eine Gruppe Walforscher auf ihrem Schiff und ein weiterer neuseeländischer Zoologe erleben das Seebeben und seine Folgen erstmal unabhängig voneinander. Dabei lernt man die einzelnen Protas besser kennen, ihre Wünsche und Hoffnungen, ihre Vergangenheit.
Etwa auf der Hälfte des Buches treffen alle bei der Untersuchung der im Klappentext beschriebenen Anomalien zusammen.
Zuerst ist es nur ein Strand voller Tiefsee-Kalmare aller bekannten und unbekannten Arten, dann ein gestrandeter Wal mit üblen Verletzungen. Und schließlich kommt etwas an die Oberfläche und greift scheinbar Taucher und Schiffe an, das so noch nie gesehen wurde: ein gigantischer Riesenkalmar.
Während ein Teil der Forscher, darunter auch Pauli, versuchen, das Tier zu retten, bläst der Rest der Umwelt zur Jagd auf das "Monster aus der Tiefe".

Was wie eine Mischung aus "Der Schwarm" und "Der weiße Hai" klingt, ist wesentlich normaler und äußerst realistisch und glaubwürdig. Sowohl die Protagonisten als auch die Story selbst sind wie aus dem Leben gegriffen.
Der Klappentext hat in mir eine Erwartung geweckt, die so nicht erfüllt wurde. Da ist nix mit Action, mit Überhelden, mit gruseligen Monstern aus der Tiefe.
Dafür unterhaltsam geschilderte Biologie, sympathische Figuren und ein Appell an den Arten- und Umweltschutz.
Wer nun glaubt, das Buch müsste schrecklich moralisch und langweilig sein, der irrt allerdings. Kegel schreibt so gut, dass ich mich abendweise nicht von dem Roman trennen konnte. Und gegen Ende kommt dann auch noch einige Dramatik auf - aber auch die in sehr glaubwürdigem Rahmen.
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