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Rot: Roman Gebundene Ausgabe – 18. Februar 2005

4.0 von 5 Sternen 23 Kundenrezensionen

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Rot. Die erste Farbe, die ein Neugeborenes wahrnimmt, die letzte, die wir sterbend sehen. Thomas Linde, über der Szenerie schwebend, erblickt unter sich ein Trümmerfeld. Ein Unfall? Eine Explosion? Was er in seiner Nahtod-Vision auch zu sehen bekommt, sind die Scherben seines eigenen Lebens.

Die Vergangenheit hatte den einst so kämpferischen Alt-68er, der heute als Beerdigungsredner seinen Lebensunterhalt bestreitet, wieder eingeholt, als er vom Tode des früheren Freundes und Mitstreiters Aschenberger erfuhr. Dessen letzter Wille, eine Grabrede von Linde, bekannt für seine gefühlvollen, rhetorisch meisterhaften Abgesänge, versetzt diesen in inneren Aufruhr. Auf Spurensuche in der Wohnung des Verstorbenen stieß Linde nämlich auf detaillierte Pläne des Ex-Kommilitonen zu einem politischen Fanal, der Sprengung der Berliner Siegessäule! Linde findet das Paket mit dem Sprengstoff!

In etwas konstruierter Figurenkonstellation stellt Uwe Timm dem Grabredner als hedonistisches Gegenmodell die abgehobene Lichtdesignerin Iris ("ich verkaufe Licht!" -- spätestens nach einem solchen Satz flieht jeder halbwegs vernünftige Mann), als junge Geliebte zur Seite. Generationen übergreifend ergehen sich beide nun in Reflexionen über Tod, Prosecco und Klassenkampf, über äußere wie innere Verfallsprozesse und die traurigen Reste einer Gesellschaftsutopie, die heute entweder im Alkoholismus aufgeweicht ist, oder gut betucht in raunenden Esoterikzirkeln ihre neue Innerlichkeit feiert.

Eines beherrscht Uwe Timm wie auch sein Protagonist perfekt: das Referieren. Mit großem, weltmüdem Gestus wird der Weg vom Agit-Prop zum satten Bildungsbürgertum durchmessen, Handlungsstränge, kaum aufgenommen, gehen wieder verloren -- und so, liebe Trauergemeinde (wie der Leser oft angesprochen wird), werden wir allmählich von grenzenloser Trauer erfüllt über etwas, was, stringenter erzählt, ein Generationen-Thriller mit brisanter hochexplosiver Altlast hätte werden können. Stattdessen werden wir in ein philosophierendes Agit-Quasselseminar gesetzt, der weinerlichen Nabelschau eines luxuriös lebensüberdrüssigen Mittfünfzigers mit Vaterproblemen, der in larmoyanter Süffisanz über seltene Rotweine schwadroniert, die Farbe Rot esoterisch ausleuchtet und Montaigne-Zitate zum Besten gibt, bis er am Ende sein Sprengstoffpaket doch noch loswird. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

»Sympathisch macht ihn seine menschliche Klugheit, bewundernswert das Verhältnis von Ambition und Ergebnis.« (Ursula März Frankfurter Rundschau)

»Timm erzählt in saftigen Details, mit überschäumender Fabulierlust, dabei in der Konstruktion einem eben Timm-typischen Montageprinzip folgend.« (Markus Schwering Kölner Stadtanzeiger)

»Uwe Timms bester Roman. Ebenso verblüffend wie überzeugend in seiner Form, reich in Anschauung und Reflexion.« (Ulrich Greiner Die Zeit)

»Uwe Timm erzählt leicht und hat einen genauen Blick für Gesten und Bewegungen, verbindet mühelos Gedanken und Aktion. [...] so klug wie unterhaltsam.« (Manuela Reichart Süddeutsche Zeitung)

»Uwe Timm zeigt das Große im Kleinen und das Kleine im Großen. Damit steht er in der Tradition Heinrich Bölls.« (Die Jury des Heinrich Böll-Preises der Stadt Köln 2009)

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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Thomas Linde spricht auf Beerdigungen, im Gegensatz zur „Konkurrenz" aber nie von Gott, sondern vom Leben der Verstorbenen. Linde ist ein Altlinker, eine echte „rote Socke" mit einschlägiger Vergangenheit: Endlose Diskussionen in muffigen Kneipenkellern, Agitprop an der Uni, kommunistische Weinlese nebst promisker Freizeit im französischen Süden.
Bei einem Begräbnis lernt er Iris kennen, im wahrsten Sinne des Wortes eine Lichtgestalt, über zwanzig Jahre jünger, verheiratet. Sie interessiert sich erstaunlicherweise sehr für den alternden Revolutionär, eine Affaire beginnt. Gleichzeitig bekommt der Grabredner einen neuen Auftrag: Sein lange vergessener Genosse Aschenberger ist gestorben und hat sich Linde für die Beisetzung gewünscht. Dieser taucht tief ein in die Welt seines ehemaligen Freundes, der seine Ideale bis zuletzt auch gelebt hat. Mit einer Ausnahme, der Verweigerung, aus politischen Motiven gewalttätig zu werden. Aschenberger plante, die Berliner Siegessäule zu sprengen, dieses anachronistische Zeichen militärischer Macht inmitten der Stadt. Und tatsächlich findet Linde zwischen dem Müll in Aschenbergers Souterrain-Wohnung ein Päckchen Sprengstoff ...
Timm ist ein wortmächtiger Erzähler, dessen Sprache rasch vereinnahmt, die von brillierender Schönheit ist. Sie geht einher mit origineller Dramaturgie, die die eigentlich eher tröpfelnde Geschichte mit einer Art Druck ausstattet, der sich auf den Leser überträgt. Auch viele Wiederholungen und deklamierend vorgetragene linke Allgemeinplätze langweilen deshalb nie, während sich das schillernde Mosaik nach und nach zusammenfügt, um schließlich in der titelgebenden Farbe zu leuchten. Großartige Literatur.
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Format: Gebundene Ausgabe
"Rot" ist eines von jenen Büchern, wo man die Samstagseinkäufe schnell hinter sich bringt, um zu Hause weiterlesen zu können. Mit Humor und Ironie beschreibt Uwe Timm Verhaltensweisen und Sprachhülsen aus der 68er-Zeit, neumodisches Palaver und unerfüllte Lebenssehnsüchte. Dabei denunziert er seine Figuren nicht, macht sie nicht zu bloßen Blödmännern oder Blödfrauen. Als Beerdigungsredner macht sich der Ich-Erzähler Thomas Linde Gedanken über jene, die nicht von der "christlichen" Konkurrenz zu Grabe getragen werden und entfaltet so Lebensgeschichten über Liebe, Utopien, verkorkstes und gelingendes Leben. Und natürlich über sich selbst: über die Zeit der WG-Diskussionen, seine Liebschaft zur 20 Jahre jüngeren Lichtinstallationskünstlerin Iris, zu Edmond, der früher die revolutionären Reden geschwungen und später mit Wein ein Vermögen gemacht hat. Und natürlich über seinen verstorbenen Ex-Kommunarden Aschenberger, der alles bürgerliche Leben ablehnte und sich in einen Kokon des Kellerlebens einspannte. Ein wundervolles Buch über Tod und Liebe, Seitensprünge und Zärtlichkeit, Spießerleben und politischen Dogmatismus, über Gemeinheiten und persönlichen Mut. Mit kraftvoller Sprache werden die alltäglichen Bosheiten und Schönheiten des Lebens entschlüsselt, immer mit Witz und angemessener Nachdenklichkeit, mit unprätentiöser philosophischer Kenntnis und: mit Heiterkeit!
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Format: Taschenbuch
Irgendjedmand hier schrieb von fadenscheinigem Inhalt, was ich vehement bestreite. An Timms sprachlicher Virtuosität ist noch nichts auszusetzen gewesen, und mit ROT bestätigt er diese nur noch mehr. Aus Sicht eines Grabredners geschieben, interessierte mich das Buch natürlich besonders, da ich in selbem Metier arbeite. Die winzigen(auch witzigen) Parallelen zur tatsächlichen Berufswelt, die Andeutungen in Richtung Bestattungsbranche, amüsieren den Insider. Tief berührt hat mich die Suche nach den mehreren Wahrheiten, nach dem, was in jedem Leben zu finden ist, wenn man danach sucht, siehe die Episode mit dem beschädigten Schrank. Ein schönes, wertvolles, leichtes Werk, und für das Ende möchte man den Autor ans Herz drücken.
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Format: Gebundene Ausgabe
Uwe Timms neuer Roman: Rot, ist ein großartiges Werk über die Liebe und den Tod. Erzählt wird aus dem Leben des Beerdigungsredners Thomas Linde, der mit 54 Jahren eine Beziehung zu einer 21 Jahre jüngeren, verheirateten Frau eingeht, und das, obwohl er "in Würde alt werden wollte". Als der mittlerweile wohlsituierte Linde die Grabrede für seinen ehemaligen Mitstreiter aus der 68er Revolution halten soll, wird er mit seiner politisch aktiven Vergangenheit konfrontiert. Dem Leser werden eindrucksvoll die letzten 30 Jahre der deutschen Geschichte vorgeführt. Vom Scheitern der Utopien, der Aufgabe der Ideale und von schleichender Resignation ist die Rede.
Auffällig und der Handlung mehr als angemessen, ist auch die Form des Romans. Der Protagonist läßt sein ganzes Leben im Augenblick des Sterbens noch einmal Revue passieren. Linde ist bei rot über die Ampel gegangen!
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Von Diethelm Thom VINE-PRODUKTTESTER am 21. April 2016
Format: Taschenbuch
Wie umgehen mit der eigenen legendären 68er Vergangenheit? Vielleicht so: Einsehen, was das für ein infantiler Unsinn war (höchstens historisch erklärbar) und im Laufe der Jahre Einpendeln auf die Lebensrealität, auf die jeweils eigene authentische Person? Einsehen, dass die radikale Weltverbesserung eine naive Menschheitsutopie war und sich lieber bescheiden einlassen auf die Mühen des wirklichen Lebens? Das tut der Protagonist in dem Roman durchaus. Er ist schon über 50, hat immer noch Erfolg bei jüngeren Frauen und kann als Beerdigungsredner auskömmlich leben. Er hat dies und jenes ausprobiert, ist wieder ungebunden, spielt Jazz und ist mit Jazzkritiken im Radio zu hören.

Aber nein, das ist dann doch zu wenig. Immer wieder bricht für ihn die Sinnlosigkeit des Lebens in unserer Konsumgesellschaft durch: "Alles Verklärungen, verbale Krücken, um das zuzudecken, was sich auftut, was tatsächlich ist: nichts. Ein schwarzes Loch, in das alles zusammenstürzt, eine Implosion des Sinns, nichts, nichts, nichts'" (153). Und als er die Beerdigungsrede bei einem ehemaligen Genossen halten soll, der keine Kompromisse machte und ein anspruchsloses, einsames Leben führte, um seine Ideale aufrechtzuerhalten, da überwältigt ihn die Nichtigkeit seiner eigenen Existenz, da ist er so gerührt von dem ehemaligen Weltverbesserungsethos, dass er sich gleich selbst von der Berliner Siegessäule stürzt, die sein alter Kumpel eigentlich in die Luft sprengen wollte. Man ist verblüfft: So schwer hat er am Leben getragen?

Es liegt also eine gewaltsame Aufprotzung seines Lebens mit Tiefsinn und Tragik vor, was man seinem real geschilderten Leben gar nicht abnimmt.
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