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Rosen für den Staatsanwalt

4.4 von 5 Sternen 25 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: Martin Held, Walter Giller, Ingrid Bergen, Camilla Spira, Roland Kaiser
  • Regisseur(e): Wolfgang Staudte
  • Komponist: Raimund Rosenberger
  • Künstler: Georg Hurdalek, Erich Claunigk, Kurt Ulrich
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 22. März 2005
  • Produktionsjahr: 1959
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen 25 Kundenrezensionen
  • ASIN: B0007GDU9U
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

s/w
Das Ende des zweiten Weltkriegs naht.
Der Gefreite Rudi Kleinschmidt muß sich wegen zwei Tafeln Schokolade, die er auf dem Schwarzmarkt gekauft hat, vor dem Kriegsgericht verantworten. Aber so gering das Vergehen auch ist, der Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm spricht von "wehrkraftzersetzenden Tendenzen" und verhängt die Todesstrafe. Das Exekutionskommando wird von einem Tieffliegerangriff überrascht, und Kleinschmidt kann mitsamt dem Vollstreckungsbefehl entkommen. Jahre später trifft Rudi Kleinschmidt den Mann, der ihn einst zum Tode verurteilt hat, wieder. Dr. Schramm hat es zu einem angesehenen Oberstaatsanwalt gebracht, der soeben die Flucht eines Antisemiten begünstigt hat. Er sieht in Kleinschmidt eine Gefahr für seinen beruflichen Erfolg, deshalb, will er ihn aus der Stadt vertreiben.

VideoMarkt

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wird Gefreiter Kleinschmidt wegen Diebstahls von Schokolade zum Tod verurteilt. Er flieht bei einem Luftangriff vor der Exekution. Zehn Jahre später kommt er als Straßenhändler in eine Kleinstadt und begegnet Staatsanwalt Schramm, der ihn verurteilte und der dafür sorgt, dass Rudi die Konzession verliert. Um nicht länger bei Freundin Lissy zu logieren, will er abreisen. Am Bahnhof packt ihn Wut, er stiehlt Schokolade, landet vor Gericht. Dort unterläuft Schramm eine Fehlleistung, die ihn Amt und Würden kostet.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ray TOP 1000 REZENSENT am 20. April 2015
Format: DVD
"Rosen für den Staatsanwalt" von Wolfgang Staudte gehört sicherlich zu den besten deutschen Spielfilmen der Wirtschaftswunderzeit. Auch wenn man die bissige Satire vielleicht dafür kritisieren kann, dass der Staatsanwalt Dr. Schramm von Martin Held gelegentlich sehr überzogen dargestellt wird und seine Figur karikaturistische und parodistische Züge annimmt. Dies mag die Brisanz des Stoffes etwas weniger markant ausfallen lassen - gelungen ist Vergangenheitsverdrängung aber allemal.

Erzählt wird am Anfang eine kleine Randnotiz aus dem letzten Tagen des 2. Weltkriegs. Dort wird gegen den Soldaten Rudi Kleinschmidt (Walter Giller) wegen des Diebstahls von zwei Tafeln Fliegerschokolade das Todesurteil ausgesprochen. Kriegsgerichtsrat Dr. Schramm (Martin Held) ist da unerbittlich, denn die Handlung war ja schließlich "Wehrkraftzersetzung". Ein Fliegerangriff der Alliierten verhindert die Ausführung dieses Urteils und so entkommt Kleinschmidt. Jahre später erzählt Rudi Kleinschmidt, inzwischen Straßenhändler von Trickspielkarten oder Krawatten, immer noch von seinem großen damaligen Glück, das unterschriebene Todesurteil durch Schramm hat er als Erinnerungsstück behalten. Jahre später kommt es aber zu einem erneuten Treffen der Männer, da Kleinschmidt in die Heimatstadt von Schramm reist. Er kennt dort die inzwischen zur Pensionsbesitzerin aufgestiegene Lissy Flemming (Ingrid van Bergen), mit der er damals eine Liason hatte und die ihn wieder bei sich aufnimmt. Als Rudi eines Tages seine Spielkarten auf der Straße anpreist, kommt es zum Wiedersehen der beiden Männer. Schramm ist in der jungen Bundesrepublik Oberstaatsanwalt geworden.
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Von Estragon TOP 1000 REZENSENT am 16. November 2015
Format: DVD Verifizierter Kauf
Wolfgang Staudte (1906-1984) hatte 1951 mit »Der Untertan« sein Meisterwerk vorgelegt. Den Film realisierte er in der DDR, in der Bundesrepublik wurde der Film erst verboten und später zensiert. Doch auch bei der DEFA sah sich Staudte immer größerem Widerstand ausgesetzt. Und so ging er wieder in den Westen. Am Ende der 1950er ergab sich für ihn die Gelegenheit, einen Film nach seinem Geschmack zu drehen: »Rosen für den Staatsanwalt«.

Der Film ist anders angelegt als »Der Untertan«. Die Heinrich-Mann-Verfilmung war eine ätzende Satire auf die wilhelminische Gesellschaft gewesen, die keine positiven Identifikationsfiguren bot. »Rosen für den Staatsanwalt« spielt in der Gegenwart der späten 1950er Jahre und zeichnet ein differenzierteres Bild (das aber nicht unproblematisch ist).

Grandios spielt Martin Held den Oberstaatsanwalt Schramm, der kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgerichtsrat noch mit der vollen Härte des Gesetzes durchgegriffen und für kleinste Vergehen Todesurteile ausgesprochen hat. Der Film lässt keinen Zweifel, dass Schramm nicht nur Opportunist gewesen war, sondern auch gläubiger Nazi. Und seiner Gesinnung hängt er auch 15 Jahre nach Kriegsende heimlich noch an.

Mit dem Porträt des Schramm schließt Staudte an die Form des »Untertanen« an. Dank Martin Held rutscht die Figur des Schramm auch niemals in die bloße Karikatur ab. Ganz wunderbar etwa, wenn der Bildungsbürger Schramm seiner Familie ›zur Strafe‹ ein Gedicht vorliest.

Aus heutiger Sicht problematischer ist, dass der Film dem damaligen Publikum nicht zu nahe treten will.
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Format: DVD
Der Film ist sicherlich über jeden Zweifel erhaben: witzige Geschichte mit ernstem Hintergrund und tolle Schauspieler - allen voran der große Martin Held. Keiner kann das Abendlied von Matthias Claudius bewusst so grottenschlecht rezitieren. Keiner spielt die affektierte Nervosität so glaubwürdig wie er.
Schade finde ich jedoch das spärliche Bonusmaterial. Außer ein paar biographischen Angaben und einem Programmheft leider keine handfesten Hintergrundinformationen, Interviews oder Filmausschnitte. Natürlich hat damals kein Mensch beim Dreh schon eine zusätzliche Kamera mitlaufen lassen, um ein umfangreiches "Making-of" zu produzieren. Aber es gibt Zeitungsrezensionen, Rundfunk- und Fernsehberichte und Interviews mit den Beteiligten. Spannend wäre auch gewesen, Schauspieler wie Walter Giller oder Ingrid van Bergen heute zu befragen, wie sie sich an die Dreharbeiten erinnern und was sie hinter den Kulissen erlebt haben.
4 Kommentare 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: DVD
Ein ganz hervorragender Film mit ganz wunderbaren Schauspielern. Obwohl es um ein Unrechtsurteil aus der Nazi Zeit geht, zeigt der Film doch mehr als Vergangenheitsbewältigung. In einer lockeren und sehr echten Handlung mit guten Bildern und klaren, gut verständlichen Dialogen ohne störende Nebengeräusche erleben wir sehr verschiedene Charaktere, wie wir sie schon bei uns selbst und anderen entdeckt haben. Das macht den Film ja so reizvoll. In Walter Giller als liebenswürdigem, geduldsamem aber charakterfestem kleinen Mann erleben wir das ideale Opfer des mächtigen von Martin Held verkörperten Oberstaatsanwalts. Dessen Größe stammt von Robe und Amt, so lange der Schein trügt. Danach ist auch er nur ein ertappter kleiner, armer Sünder. Die Handlung ist spritzig, spannend, echt und mit sparsamer Kulisse auch lustig und unbedingt positiv. Solche Filme mag ich.
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