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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
21
Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. September 2015
Der Autor ist aufgrund seiner Vita sicher nicht unumstritten, aber seine Bücher sind auf eine ganz eigene Art genial. Sie sind solide Unterhaltung und zugleich ein Fundus an rethorischen Kniffen und augenzwinkerndem Bildungsjournalismus.
Wie er hier die Alten Griechen aufs Korn nimmt, mit geschultem Auge fürs Echte und Schlechte Europas Geburtsstunde und Flegeljahre anvisiert, ist nicht nur sehr aufschlussreich, sondern aufs Höchste unterhaltsam und originell.
Und das aus dem selben Grund, aus dem der "olle Fernau" heute oft kritisiert wird: er schert sich kaum um historische Denkverbote, rückt Forschung und Fakten zu Gunsten des großen Bogenschlages in Richtung Hier und Heute rigoros in den Hintergrund, und stellt Thesen auf, die heutige deutsche Historiker und Talkshow- Bewohner laut aufächtzen läßt.
Und genau da liegt der Reiz des Buches, denn Fernau schreibt und argumentiert nicht mit dem Anspruch historischer Allwissenheit oder dem Nachweis genauer Jahreszahlen. Dafür mit teuer erkauftem Wissen um den unverbesserlichen Schlawiner namens Mensch.
Genau deshalb ist Fernau absolut lesenswert...!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 20. September 2013
Ja, es ist ein Geschichtsbuch, voller belegter historisch-korrekter Fakten. Aber im Gegensatz zur allgemein üblichen Schulliteratur ist dieses Buch geschrieben wie ein Roman, locker und flüssig, ohne den Leser mit Jahreszahlen, Tabellen oder Ahnenreihen zu erschlagen.
Klingt nach dem perfekten Buch für Geschichtsinteressierte? Fast.
Der Schreibstil des Autors ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, manchmal ist er mir persönlich etwas zu subjektiv, er verfällt etwas zu sehr in die Umgangssprache, mancher Vergleich wirkt einfach übertrieben, auch wenn er anschaulich sein mag. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.
Was auf jeden Fall fehlt, sind Karten. So gut der Autor auch beschreibt, wo sich die Orte/Herrschaftsgebiete befinden und von wo die verschiedenen Völker eingewandert/eingefallen sind - es ist einfach schwer, sich die Gegebenheiten vorzustellen. Eine Griechenlandkarte vorne oder hinten im Buch wäre mehr als hilfreich gewesen, die eine oder andere Übersichtskarte im Buch sicherlich auch.
Insgesamt ein interessantes Buch mit kleinen Abstrichen, aber auf jeden Fall lesenswert.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 10. Januar 2014
Griechische Geschichte kann wirklich unterhaltend sein. Wer dies nicht glaubt, sollte dieses Buch gelesen haben, um sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Joachim Fernau fässt die Geschichte der Griehen in einem einmaligen Stil zusammen, der witzig, amüsamt sowie informativ zugleich ist.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 13. Oktober 2014
Für alle Urlauber in Gr.,die nicht nur die Sonne und das Meer genießen wollen.
Wie immer bei Fernau bringt er uns klassische Themen nahe, bei denen wir
in der Schule nur gelangweilt gähnen konnten.
Mit Sachkenntnis gespickt und mit ganz viel Humor geschrieben, Geschichte
zum "Anfassen" ,Schmunzeln und Lachen....
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am 11. September 2013
Wie alles von Fernau, sehr interessant, belehrend, humorvoll, oft auch innerlich bewegend, leicht und unterhaltsam und mit großem Gewinn zu lesen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Dezember 2013
Schlachtenbummler kommen auf ihre Rechnung, Kultur- und Philosophie-Interessierte weniger. Daher war ich zunächst enttäuscht, fand das Buch aber doch als lesenswerte Urlaubslektüre.

G. Schröckenfuchs
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 9. Juli 1999
"Rosen für Apoll" von Joachim Fernau ist sicherlich sein Meisterwerk. In einem elanvollen und respektlosen Tonfall erzählt er die Geschichte der Griechen. Erzählen ist dabei sehr wörtlich zu nehmen: obgleich er alle wesentlichen Punkte der griechischen Geschichte aufgreift - von den Zeiten der Illias bis zum Tode Alexanders des Großen - hat der Leser niemals den Eindruck gelangweilt zu werden. Denn bei Joachim Fernau lebt Geschichte, er versucht die Menschen von damals als lebendige Personen neu entstehen zu lassen. Das er dabei manchmal die eine oder andere historisch inkorrekte oder zumindest fragwürdige These aufstellt trübt den guten Gesamteindruck kein bißchen. Herauszuheben aus dem Buch ist seine Darstellung der spartanischen Lebensphilosopie: kein anderer Autor hat die Motivation dieses Volkes bisher so treffend beschrieben. Auch sein Umgehen mit der Illias läßt einen ein bisher ungekanntes Lebensgefühl der damaligen erahnen. Doch an einer Stelle versagt auch Fernaus Wortgewalt: bei der griechischen Paiderastie; man muß ihm allerdings zugestehen, daß selbige zur Entstehungszeit des Buches ein vollkommen unbearbeitetes und tabuisiertes Thema war. Dennoch: Unbedingt lesen!!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
32 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. September 2012
Wenn man auf langen Fahrten zu Seminarhotels nicht nur einschlägige Hörbücher zu den Themen Therapie, Training und Coaching hören will, ist man bei Fernau goldrichtig.
Genial, welch modernen und vor allem lebendigen Blick dieser Mann auf längst vergangene Zeiten richtet. Beeindruckend, in welch lockerem Plauderton man nicht nur griechische Geschichte vermittelt bekommt, sondern auch noch bestens unterhalten wird. So manche Anekdote habe ich auch schon bei meinen Seminaren verwendet und die TeilnehmerInnen hatten viel Spaß daran.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 17. August 2005
Fernau gibt in diesem Buch einen grandiosen Überblick über 500 Jahre griechische Geschichte, etwa 800-300 a.c. Demokratie, die Philosophie, die Olympischen Spiele, Homer und Troja, Odysseus, die Spartaner, die Perserkriege - und als Skandal die Knabenliebe - die altgriechische Welt ist voller Highlights. Fernau startet mit den ersten europäischen Hochkulturen, den Kretern und Mykenen ca. 2000 a.c. und erzählt die Geschichte bis zum Tode Alexanders des Großen im Jahr 323, dem Zeitpunkt der größten Ausdehnung.
Da die Mazedonier Philipp und Alexander keine Griechen im engeren Sinn waren, sind die beiden relativ stark zusammengefasst. Schwerpunkte sind der Aufstieg Athens, der stete Wettbewerb mit Sparta, die 3 Perserkriege 490-479 und die Peloponnesischen Kriege (431-404). Es geht durchgehend um historische Realitäten, d.h. die Welten der Sagen, der Philosophie und des Schauspiels werden (leider) kaum betrachtet.
"Rosen für Apoll" stammt aus dem Jahr 1961, was aber den Griechen gar nichts ausmacht. Im Gegenteil: Fernau hat einen sehr persönlichen Stil und bezieht den Leser mit ein, da fragt er durchaus mal mittendrin: "Sie fragen sich bestimmt schon, wann kommen denn endlich die Perser? Geduld, denn vorher muss ich Ihnen unbedingt noch dieses Kapitel erzählen..." Er beschäftigt sich mit der Seele der Griechen, die der unseren anscheinend sehr ähnlich war: "Die Griechen suchten Schönheit, nicht die Wahrheit". Mit einem verschmitzten Lächeln seziert Fernau den launischen Klüngel der Städte, die fast kindlichen Machtspiele, die grandiosen Heldentaten und die Zufälle der Geschichte. Fazit: ein kurzweiliger Lesegenuss auf hohem Niveau!
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. Juli 2006
Ich liebe den ollen Fernau! Wie er mit geschliffenem Deutsch in "Rosen für Apoll" die griechische Geschichte vom Trojanischen Krieg bis zu Alexander dem Großen abhandelt, das macht ihm so schnell keiner nach. Und er liebt die alten Griechen, das merkt man in jeder Zeile. Er liebt sie so, wie man einen charmanten Lausbuben ins Herz schließt oder einen renitenten Rauhhaardackel -- wenn der vielleicht etwas despektierlich klingende Vergleich gestattet ist. Er ist nämlich nicht despektierlich gemeint, sondern bewundernd. Und Fernau selber nennt die Griechen die "bösen Buben, die himmlischen Sünder, [...] die vor 3000 Jahren auf dem Meer der irdischen Freuden die Piratenflagge hißten" und macht dem Leser klar, wie er seine Geschichte der Griechen verstanden wissen will: nicht als akribische Faktensammlung, sondern als Liebeserklärung. Schließlich ist Fernau ja auch kein gelernter Historiker, sondern ein gelernter Journalist.
Fernau findet den verloren geglaubten Schlüssel zum Verständnis des antiken Hellas und seiner Mentalität: Man lege Apoll nicht "das Abiturientenzeugnis als Eintrittskarte zu Füßen", denn dieser Gott will Rosen: "Vergeßt die Rosen nicht, wenn ihr den Fuß in eine Zeit setzt, in der die Götter noch verliebt waren und lächeln durften!"
Dieser Parforce-Ritt durch die griechische Geschichte ist geistreich geschrieben, in geschliffenem, allerbesten Feuilleton-Stil. Mehr als einmal muss man laut auflachen, oder doch wenigstens kichern. Fernau nähert sich den großen Namen nicht ehrerbietig, sondern in Augenhöhe. Respektlos hat ihn jemand genannt -- nun, respektlos ist Fernau durchaus, und zwar gegenüber den Wahrnehmungs-Klischees der allzu Bildungsbeflissenen. Seinem Thema hingegen, vor allem den Protagonisten, erweist er durchaus Respekt -- liebevollen Respekt.
Fernau fragt nach: Wie war das mit der Demokratie in Athen? War der Diktator Peisistratos wirklich abgrundtief böse? Wie war das mit den als amusisch verschrienen Spartanern? Und Perikles -- war der wirklich so makellos, wie es überliefert wird? Irgendwann konstatiert er auch, wieso die Nachwelt Sparta bewundert, Athen aber liebt: Die Spartaner waren zeit ihrer Existenz damit beschäftigt, den Augias-Stall auszumisten. Doch das Leben liebt den Mist.
Mehr als eine Schulbuch-Weisheit bürstet Fernau augenzwinkernd gegen den Strich, und seine eigene Meinung verhehlt er nie.

À propos Meinung: Fernaus Ansichten zu manchen Themen sind mitunter wenig schwer verdaulich, und nicht immer spricht ein "temperamentvoller Konservativer", wie man ihn früher bezeichnete, sondern... Nunja. Die Leser sind erwachsen und werden das selber beurteilen können. Man kann Fernau durchaus seine NS-Vergangenheit als Scharfmacher übelster Sorte vorwerfen. Andererseits sollte man einem Werk, zumal einem dermaßen gelungenen, nicht die Vergangenheit seines Autors vorwerfen. Also zurück zu Apoll und den Rosen:

Bei aller feuilletonistischen Versiertheit behält Fernau doch auch die wichtigen Fakten im Auge; man merkt das nicht nur bei seiner Schilderung des Peloponnesischen Krieges, den er kurz und prägnant genug zusammenfasst, dass man in diesem Wust endlich mal ein wenig die Übersicht gewinnt.
Wie gesagt, Fernau verkündet hier kein Evangelium, sondern er erzählt die Geschichte aus seiner Sicht nach. Und das tut er geistreich wie wenige andere (neuerdings schreibt Luciano de Crescenzo Vergleichbares).
Freilich, wer "Rosen für Apoll" als Geschichtsbuch liest, muss sich darüber im klaren sein, dass dieses Buch dazu nur bedingt taugt, denn es ist, ich wiederhole mich, eine Liebeserklärung an eine Kultur, in Form eines langen aber kurzweiligen, amüsanten, witzigen Essays zu deren Geschichte.
23 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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