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Robinson Crusoe Gebundene Ausgabe – 1. Dezember 2002
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Taschenbuch
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Audio-CD, MP3-Audio
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- Lesealter8–10 Jahre
- Seitenzahl der Print-Ausgabe144 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberGondrom Verlag GmbH
- Erscheinungstermin1. Dezember 2002
- ISBN-103811221485
- ISBN-13978-3811221482
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Produktinformation
- Herausgeber : Gondrom Verlag GmbH; 1. Edition (1. Dezember 2002)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 144 Seiten
- ISBN-10 : 3811221485
- ISBN-13 : 978-3811221482
- Lesealter : 8–10 Jahre
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1,174,514 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 107,674 in Belletristik für Kinder
- Kundenrezensionen:
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Zur Lektüre gereizt hat mich eine Passage in Arnold Hausers „Sozialgeschichte der Kunst und Literatur“, in der es um das „neue Lesepublikum im England des 18. Jahrhunderts geht. Allerdings wird „Robinson Crusoe“ dort als „sozialpädagogische Tendenzschrift“ charakterisiert, vor etwa 300 Jahren von einem Autor verfasst, der „eine bürgerlich-puritane, welt- und gottesgläubige Lebensphilosophie“ verkünde: „Robinson Crusoe, der, auf sich allein gestellt, die widerspenstige Natur besiegt und aus dem Nichts Wohlstand, Sicherheit, Ordnung, Gesetz und Sitte schafft, ist der klassische Repräsentant des Mittelstands“ und die Geschichte seiner Abenteuer „ein einziger Hymnus auf auf den Fleiß, die Ausdauer, die Empfindsamkeit, den alle Schwierigkeiten besiegenden gesunden Menschenverstand, kurz, die praktischen bürgerlichen Tugenden“. Würde sich das Buch darin erschöpfen, ein Thesenroman zu sein, könnte man es als langweiligen Lesestoff eines Klassiker-Kanons für Anglisten abhaken, sprich: es ohne Verlust ungelesen lassen. Doch es hat Lebendigkeit und Frische bewahrt dank der Vorstellungskraft und dem erzählerischen Talent des Autors. Ich jedenfalls habe mich gern auf diese Insel versetzen lassen und gespannt verfolgt, wie der gute Robinson sich seine Solo-Ziviliation erschafft.
Allerdings enttäuschen die Seiten von dem Moment an, wo er die Insel verlässt. Defoe geht so gut wie gar nicht auf den psychischen Prozess des Abschieds von dem Ort ein, an dem der Protagonist immerhin 27 Jahre gelebt hat und mit dem er auch Positives verbindet. Freitag (mit dem Robinson gar, wie es einmal heißt, glücklich dort gewesen sei - nein, Homosexuelles kommt „bürgerlich-puritanisch“ natürlich nicht vor) verschwindet zur Irritation des Lesers zunächst komplett. Kein Wort dazu, dass dessen Verpflanzung aus Heimatbreiten nicht selbstverständlich ist, zumal er seinen zwischendurch aufgetauchten Vater auf dem nahen Festland zurücklassen muss. Was bezweckt die eingehende Schilderung, wie Robinson danach seine finanziellen Angelegenheiten von Europa aus regelt (gemäß dem Optimismus des Autors ist trotz langer Abwesenheit alles in Butter)? Und wozu dient die Beschreibung der Reise von Portugal und Spanien über Frankreich nach England, mit jener ausgebreiteten Episode in den Pyrenäen, in der Hunderte Wölfe die Reisegruppe angreifen? Einfach ein weiteres Element, das den abenteuerlichen Charakter des Romans verstärken soll? Oder nochmalige Verdeutlichung, dass der Mensch die Natur bezwingen kann? Zum Schluss gibt Defoe einen raschen Überblick darüber, was später passiert, inklusive Rückkehr zur Insel und deren von Robinson betriebene, mir überflüssig erscheinende Besiedlung.
Alles in allem also kein dürres Propagandabuch. Hauptsächlich mit dieser Einschränkung: Am meisten gestört haben mich die penetranten, belehrenden Passagen zu Gott und Christentum, die reuige innere Umkehr Robinsons, der zerknirscht auf sein früheres Lotterleben zurückblickt, und die zwanghafte Missionierung von Freitag, eines Menschen, der so lange ein „armer Wilder" bleibt, wie er nicht der christlichen Offenbarung teilhaftig geworden ist (wohlgemerkt und explizit nicht in katholischer, „papistischer" Version). Dagegen mutet es überraschend „modern“ an, dass Defoe seinen Helden ein gewisses kulturrelativistisches Verständnis für die Kannibalen aufbringen lässt, die sich zum gelegentlichen Schmaus auf der Insel treffen, und dem Leser damit indirekt nahebringt.



