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am 6. Juni 2005
Bill Callahan geht fünf bis sechs Alben zurück.
»A River Ain't Too Much To Love« ist dem Diskographie-Universum von Bill Callahan dort am nahesten, wo er vor mittlerweile acht Jahren Halt gemacht hat: »Red Apple Falls« ist das vermutlich einzige Werk, mit dem es sich vergleichen lässt. Die drei letzten Alben erschienen ja unter dem Namen (Smog) und brachten etwas mehr Wuchtigkeit mit sich. »A River...« ist da eher wieder das karge, brüchig-folkige »Red Apple Falls«, das damals aus einer Laune heraus nicht produziert wurde. Denn war damals die Welt noch deutlich düster und verhunzt, bricht sie heute spätestens beim dritten Track in etwas fruchtigere Gefilde auf. Im weiteren Verlauf begegnen uns alle alten Smog-Themen, Natur, Familie, Ausgeschlossenheit, Wunder, kindliche Freude, und neue Scherze wie eine Song-Ansage (!) und wunderschön dahinplätschernde Akustik-Gitarren, die sich mit den altbekannten Geigen und Klavieren manchmal auf ein Bier einladen. Großartig: Jim White am Schlagzeug!
Die kleinen, großen Wunderwerke dieser Platte sind unzählbar, das Nirvana-Ding »In The Pines« z.B., oder der Moment, wo »The Well« fast stehen bleibt, nur damit Callahan genug Platz hat um verquiekt »F*** all Y'all!« zu sagen. Das sind neue Töne, und wie. Lyrische Waghalsigkeiten (»Did that Rapper rape her?«) sind eingewoben in textliche Abgründe sondergleichen. »Bury me in wood, and I will splinter. Bury me in stone, and I will quake. Bury me in water, and I will geyser. Bury me in fire, and I'm gonna phoenix.« sagt er, und wir fragen uns, was mit einem der sperrigsten Querschädel unseres Planeten bloß passiert ist? Nichts. Er hat nur eine der besten Platten seiner Karriere aufgenommen.
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am 14. Juli 2006
als vor einigen wenigen jährchen die kings of convenience (gemeinsam mit den turin brakes) die quiet is the new loud"-bewegung lostraten, wiesen nur wenige darauf hin, dass da etwas als neu" oder doch zumindest wieder belebt" verkauft wurde, was doch niemals so wirklich tot gewesen war. warum auch, viel zu groß die berechtigte verzückung, dass da endlich wieder diese musiker und diese klänge waren, handgemachte songs, aufs minimalste reduziert mit sinn und verstand, aus den herzen wahrer und wahrhaftiger menschen geboren. wie in den ach so wunderbaren sechziger- und siebziger jahren eben.
bill callahan alias (smog) gehört zu jenen musikern, die fataler- und ungerechterweise ein wenig übersehen wurden beim quiet is the new loud"-hype. verdient gehabt hätte er es allemal berücksichtigt zu werden. schließlich hatte er schon zu beginn der 90er jahre gegen alle musikalischen trends die flagge des so sparsam instrumentierten liedgutes hochgehalten. bereits 1988 erschien seine erste, selbst herausgebrachte kassette macrame gunplay" - in einer zeit, in der selbst von einem will oldham weit und breit noch nichts zu sehen war. während oldham sich später jedoch - ebenfalls fernab des hypes - in eine wahre kult-rolle zauselierte, blieb bill callahan nichts. außer seine eigenen songs eben. dass er nun, mit der stoischen gelassenheit eines alm-ödis, mit a river ain't too much in love" das gute dutzend an longplayern voll macht spricht dabei für ihn. denn außer den ganz großen, dauerknarzenden songwritern aus den 70ern (young, taylor & co.) stellt callahan damit nichts weniger als eine wirkliche klasse für sich dar.
wenn man sich schon auf die suche nach referenzen macht, so mag dem ungeübten hörer auf a river ain't too much in love" als erstes johnny cash ins hirn traben. eine dunkle, sehr sonore stimme, die etwas erzählt. etwas, was gleich beim ersten hören den eindruck erweckt weit mehr zu sein als die für einen singer/songwriter typischen melancholischen intro-lyrics. und in der tat: wie schon auf den platten zuvor gelingt es callahan auch auf seinem aktuellen longplayer den wichtigen und großartigen schritt weiterzugehen. viele - zugegeben gute - singer/songwriter verlassen sich auf exzellente melodien und versehen diese mit einem text, der uns - je nach talent des künstlers - eine gänsehaut zu verschaffe mag. all dies ist nicht das business" eines bill callahan. denn der reiht sich ein in die reihe der wirklichen erzähler". der menschen, die uns auf narrativem wege eine ganze geschichte zu gehör bringen. auch auf a river..." wird das eigentlich gesungene wort dadurch sehr oft zu einem gesprochenem oder eben erzähltem. mit dem ergebnis, dass callahans sparsame instumentierung das wort sparsam" nicht bloss als netten stempel vor sich herträgt, sondern wirklich komplett hinter die stimme tritt. und: die songs bekommen wahrlich epische ausmaße dadurch, allein sechs der zehn songs auf a river..." überschreiten die fünf minuten marke. alice's restaurant" lässt grüßen.
dass die platte durch callahans erfahrung, seine eigene berüchtigte zauseligkeit und die bereits erwähnte extreme verlagerung auf die texte zu einem wunderbaren zitaten-el dorado gerät darf bei einem callahan dabei als standard" angesehen werden. oder wer von uns würde sich nicht gerne statt des handelsüblichen du musst draussen bleiben" einen sticker an die außenseite der zimmertür kleben, auf dem steht: well i never really realised death is what is meant by make it on your own"....
sicher: hier könnte jetzt in einem fort transkribiert werden was callahan in welchem song sagt, was er erzählt, was er uns mitteilen will und wie seine weltsicht ist und all solche dinge. doch würde das alles - mit verlaub - in etwa so viel bringen wie der versuch einen helge schneider-sketch nachzuerzählen. selbst zweitausend worte reichen bekanntlich da nicht aus, um nur einen einzigen seiner pointiert-pointenlosen sätze zu erklären. und ebenso verhält es sich auch mit bill callahan. einen callahan kann man nicht nacherzählen. man muss ihn hören.
fazit: ein sehr großes album. eine herausforderung für jeden, dem der seichte pop-alltag bereits das hirn zerrunzelt hat. und ein muss für jeden, der nicht müde wird zu deklamieren, dass lyrics doch so wichtig seien. bitteschön!
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am 30. August 2014
eins dieser Alben.........
bei dem man sich manchmal dabei erwischt und denkt 'was soll danach noch kommen?!!'
was natürlich ein bißchen Quatsch ist, aber man weiß, immer absolut bemerkenswert!
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am 17. September 2013
Diese letzte Aufnahme Smog's, bevor er dann doch endgültig zu Bill Callahan zurück mutierte, unter irgendeinem -ismus einzuordnen dürfte schwierig werden, am ehesten wohl noch post-modern, frei nach dem Motto, wenn wirklich alles, und in jeder Form, schon mal da war, alles schon eine ausdefinierte und differenzierte Struktur besitzt, alles nach irgendwelchen Regeln erstellt wurde, dann....ist jetzt eh schon alles egal.

Wie stellen Sie sich Songwriting vor? Ich zumindest, der Nichtmusiker, dachte immer, dass Menschen wie, sagen wir mal Paul McCartney, eine Melodieidee haben, oder auch mehrere, und die z.B. am Klavier ausarbeiten und zusammenschmieden bis etwas songtaugliches daraus entstanden ist. Steht die Melodiefolge, steht der Song, schreibt man den Text dazu. Nun gibt es Musiker, siehe Dylan, bei denen Text und Song sich in einer für sie wesentlichen Balance befinden, was auch bedeuten kann, dass erst ein Text da ist, der selbst schon Melodie und Rhythmus aufweist und der Songwriter nun versucht, das in eine Melodie zu binden. Er wird vermutlich funktionale Anpassungen struktureller Art an beiden Teilen vornehmen müssen.

Und dann gibt es da eben Bill Callahan. Bill Callahan hat, so klingt es zumindest, eine Textidee, eher eine Themenidee, über die assoziiert er mit Worten so ein wenig frei hinweg. Dabei stellt er fest, dass bestimmte Sprechteile des Textes schon eine Sprach-Melodie erzeugen oder einen Sprech-Rhythmus...fein, damit sind wir schon mal nah an einem Song dran, einem Callahan Song. Zu Not, wenn uns sonst nichts weiter einfallen mag, haben wir damit schon mal was, was recordingfähig wäre. Klingt zwar etwas unfertig, roh - oder besser: nach Rohbau - kann aber durchaus so stehen bleiben und mag auch eine Form von Kunst darstellen, vorausgesetzt man findet einen Zuhörer, der es als solches akzeptiert, vielleicht wird er es sogar cool nennen. Besser wären aber noch irgendwelche Kritiker die dies täten.
Aus Erfahrung weiß nun aber auch der Musiker, dass das ein bisschen dürftig sein kann, man doch vielleicht ein paar Instrumente hinzufügen sollte, die entweder - die einfachste Version - den Sprech-Rhythmus aufgreifen und reproduzieren, wie hier unter Einsatz von Drummer Jim White geschehen, oder, wenn man selbst, wie Callahan, ein hinreichend kompetenter Gitarrist ist, man das Ganze mit einem vorgelagerten, scheinbar kunstvollen, doch irgendwie mit dem Song nichts zu tun haben wollenden, Gitarrenintro aufhübscht. Na und, werden Sie sagen, Sie dächten da nur an "Oh Well" - stimmt schon, namhaftere können das auch. Sollte das dann aber immer noch unrund laufen, sollte die tief dunkle Assoziationen weckende Stimme des Sprach-und Sprechsängers Callahan nicht ausreichen, greift man in die immer mitgeführte Handwerkskiste des kleinen Musikhandwerkers und ziehe z.B. einen Walzer hervor - 3/4 kann schließlich jeder. Dieser Methode folgend, versucht man dann die Wortanhäufung in einen ins 3/4-Schema passenden Rhythmus zu bringen. Alles durchaus legitim, blöd nur, wenn man in seinem Köfferchen nur 3/4 Töne finden will....

Wie man das nennt? Nun ja, man könnte es wohlwollend "Work in Progress" taufen, weil ändern, verbessern lässt sich da immer irgendwas oder auch einfach "Improvisation", zumindest in Teilen. Frickelei ginge aber auch.

PS. Es würde mich interessieren, wie Callahan solche "Songs" live reproduzierte?!
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