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Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft Gebundene Ausgabe – 18. März 2013

4.4 von 5 Sternen 83 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gerd Gigerenzer ist der in Wissenschaftskreisen derzeit meistzitierte deutsche Psychologe. Nach Lehrtätigkeiten in Konstanz, Salzburg und Chicago ist er heute Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, wo er den Bereich »Adaptives Verhalten und Kognition« leitet, sowie Direktor des 2009 gegründeten Harding Zentrums für Risikokompetenz. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, zuletzt 2011 den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis. Seine populärwissenschaftlichen Bücher »Das Einmaleins der Skepsis« (2002) und »Bauchentscheidungen« (2007, ausgezeichnet sowohl als »Wissenschaftsbuch des Jahres« wie als »Wirtschaftsbuch des Jahres«) fanden international Beachtung.



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Format: Gebundene Ausgabe
Mit den provozierenden Fragen "Sind Menschen dumm?" und "Warum fürchten wir, was uns höchstwahrscheinlich nicht umbringt" führt Gerd Gigerenzer seine Leser im ersten der drei Buchteile in die Psychologie des Risikos ein. Der eine oder andere mag schon mal gehört haben, daß mit 256 Menschen relativ wenig Flugpassagiere direkt durch die terroristischen Anschläge in den USA im September 2001 umgekommen sind. 1 600 Menschen seien in den auf die Anschläge folgenden Monaten zusätzlich auf amerikanischen Straßen umgekommen, weil sie entschieden hätten, die Risiken des Fliegens zu vermeiden.

Gigerenzer, der wohl lange in den USA forschte und arbeitete, sieht allenorts die Tendenz, Menschen durch (milden, aber eben immer noch) Paternalismus zu schützen und zu beeinflussen. Im zweiten Buchteil geht es ihm darum, daß wir alle risikokompetent werden und zukünftig nicht mehr auf einen wohlwollenden Vater in Form von Staat, Vorgesetzten und anderen Institutionen angewiesen sein müssen. Hierzu führt er Beispiele aus so unterschiedlichen Bereichen wie dem Glücksspiel, der Führung von Menschen, dem Fällen von Entscheidungen und das Erkennen von Krebserkrankungen durch die oft fälschlich so bezeichnete Krebsvorsorge, an.

Im letzten und weniger als ein Zehntel des Buchs umfassenden Teil macht er Vorschläge, wie es gelingen könnte, Risikokompetenz zu lehren und zu erlernen. Gesundheitskompetenz, Finanzkompetenz sowie digitale Risikokompetenz seien -wie er an einem Beispiel für seine Leser nachvollziehbar zeigt- so darstell- und vermittelbar, daß sie mit den intellektuellen Fähigkeiten von durchschnittlich begabten Viertklässlern verstanden werden könnten.
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Von Volker M. HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 5. April 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Ich bin ein "Maximierer", wie ich Dank Gigerenzer jetzt weiß. Die meisten Menschen sind Maximierer. In einem Restaurant schaue ich mir immer alle angebotenen Gerichte auf der Speisekarte an, dabei gäbe es auch andere Wege der Entscheidungsfindung: Satisficing - ich wähle das erste Gericht, das meinem Anspruchsniveau entspricht. Oder ich frage den Kellner um Rat, was er empfiehlt. Alternativ kann ich auch das bestellen, was die Tischnachbarn essen und ihre Entscheidung nachahmen. Aus Gewohnheit wäre auch mein Lieblingsgericht eine gute Wahl. Würde ich - statt als Maximierer alle Möglichkeiten zu analysieren - eine der anderen Faustregeln anwenden, hätte ich vielleicht immer das mulmige Gefühl, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Allerdings hätte ich Zeit gespart und wäre in der Regel nicht schlechter gefahren.
Dieses einfache Beispiel aus Gigerenzers neuestem Buch zeigt einige der Wege zur Entscheidungsfindung. Solche Faustregeln lassen sich auf viele Situationen anwenden: Für welches neue Fernsehgerät soll ich mich entscheiden? Welchen Anzug kaufe ich? Und sogar bei der Partnerwahl helfen diese Strategien.

Gigerenzer ist Direktor am Max-Planck-Instutitut für Bildungsforschung und Autor zahlreicher Bücher. Nach "Bauchentscheidungen" ist der Titel "Risiko" ein nahe verwandtes Thema, in dem er statistisches Denken mit intuitiver Psychologie kombiniert. Mit vielen Fallbeispielen und Studien etwa aus den Bereichen Führung, Geldanlage und Gesundheitswesen wirbt er für mehr Risikokompetenz, um Risiken und Ungewissheiten besser einschätzen zu können.
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Format: Gebundene Ausgabe
Das freiwillige Eingehen von Risiken gehört in der Regel nicht zu den Stärken der Gattung Mensch. Im Gegenteil, in der Regel ist der „Gang auf Nummer Sicher“ wesentlich weiter verbreitet. Das, was unbekannt ist, wird zunächst misstrauisch und mit eher Abwehr betrachtet, als eine „Gefährdung“ wahrgenommen.

Auf der anderen Seite gibt keinen Fortschritt und keine persönliche Entwicklung ohne Aufbruch in „ neue Gefilde“. Wie Erich Fromm sagte: „Unwissenheit ist gerade die Bedingung, die den Menschen zur Entfaltung seiner Kräfte zwingt“.

Und besser, das legt Gerd Gigerenzer sehr überzeugend dar, wäre es, sich „im Risiko einzuüben“, denn letztlich ist das Leben nicht wirklich kontrollierbar, sind feste Sicherheiten rar gesät und ist es wenig erfolgversprechend, plötzlich neuen Herausforderung sich gegenüberzusehen, nachdem man sich in Formen der „Vermeidung“ breit und lange eingeübt hat. Eine Haltung, die das Risiko in Kauf nimmt und damit agiert ist notwendig. Soweit könnte man die Kernbotschaft des Buches zunächst zusammenfassen.

Oft und oft ist der Versuch, einer Krise Herr zu werden, allerdings mit enger gezurrten Rahmungen, neuen Gesetzen, besseren Vorbereitungen, höheren Versicherungen und ähnlichem verbunden. Was aber selten als Konsequenz aus der Risikobehaftung des Lebens erfolgt, ist die Entwicklung eines „risikokompetenten Bürgers“. Auf der Basis seiner Kernbotschaft wäre dies das Ziel, für das Gigerenzer mit seinem Buch zumindest einige wesentliche Einsichten und Elemente, erfolgreich im Übrigen, vermittelt.
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