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am 8. Juli 2014
Also zum Ersten: die Inszenierung gefällt mir besonders. Sie ist modern, aber mit traditionellen Akzenten, damit auch die Traditionalisten zufrieden sein können (und derer gibt es ja viele in der Opernwelt ;)).
Sogar der Leopardenanzug von Jonas Kaufmann, beziehungsweise Bacchus, ist nicht allzu gewagt, weil sie den schlanken Münchener eben sehr gut steht.
Es ist auch mal schön die ältere, in Unbrauch geratene Urfassung der Oper zu sehen, weil es zu der Feier des 100. Geburtstags Ariadnes eben sehr gut passte. Braucht meiner Meinung nach nicht wieder eingeführt zu werden ins Standard Repertoire der Opernhäuser, weil sie ziemlich lang ist und (das ist viel wichtiger) nur gesprochenen Text hat - in den ersten zwei Akten wird überhaupt nicht gesungen!

Dann (in mein niederländisch verstelltes deutsch - aber das wird mir hoffentlich verziehen) komme ich zur musikalischen Interpretation. Die absoluten Stars der Vorstellung sind ohne jeden Zweifel Elena Mosuc als Zerbinetta und Jonas Kaufmann als Bacchus. Beide sind wirklich erstaunlich gut und können sich messen mit allen großen Vorgängern sowie Rita Streich oder Rudolf Schock und René Kollo. Das gilt leider nicht Emily Magee als Ariadne. Die amerikanische Sopranistin scheint der Rolle - die ja sehr, sehr schwierig ist und viel von einer Sängerin verlangt - nicht gewachsen zu sein. Ob sie nun einfach Schwierigkeiten mit der Aussprache hat, oder die Partie ihr nicht liegt, das dürfen andere beurteilen. Es genügt hier zu sagen das Magee lieber die Finger von Richard Strauss lassen sollte.
Die kleineren Rollen der Truppe Zerbinettas sind alle gut, bis sehr gut besetzt.
Die Schauspieler die hier eine wesentliche Rolle spielen, sind ohne Ausnahme sehr gut und sehenswert.

Die Wiener spielen wie immer - sie sind ja nicht um sonst das wohl beste Orchester der Welt. Aber das Dirigat von Daniel Harding überzeugt mir keineswegs. Er scheint nicht im Stande die wundervolle Musik von Strauss in allen Farben auf klingen zu lassen und das ist sehr, sehr schade. Man hätte lieber einen Christian Thielemann einladen sollen, er hätte das bestimmt sehr viel besser gemacht.

Alles in allem aber doch vier Sterne, und das ist vor allem Mosuc und Kaufmann und den glänzenden Schauspielern zu verdanken.
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Die Rezension erfolgt von der Festplattenaufzeichnung der Fernsehübertragung.

Die Zusammenfassung der Künste war einst Hoffmannsthal`s Ansatz für das Libretto.
Sven-Eric Bechtholf`s Bühnenkonzept ist eine Mischung aus Urfassung und einer von ihm konzipierten Zusatzhandlung, die dem Gesamten aber eine durchaus überzeugende Rundung gibt.
Im vorgeschalteten, längeren Schauspiel, einer Collage aus Hoffmannsthal Briefen, Dramentext und Bechtholfs Einfällen, glänzt Cornelius Obonya als Möchtegern-Blaublut Jourdain in einer skurril exzessiven Groteske.

Bechtholf lässt Hoffmannsthal selbst auftreten mit der von ihm angebeteten Gräfin Ottonie. Aus diesem schauspielerischen Auftakt entwickelt sich die Handlung, der das Paar nicht nur beiwohnt sondern auch identifikatorisch als Ariadne/Bacchus teilhaftig wird.

Die Optik der Bühne der Ariadne ist die Stilisierung des Inseldaseins, worin Teile symbolisch für das Ganze stehen.

Sängerisch bietet sich eine gute Ensembleleistung.

Jonas Kaufmann gestaltet die gefürchtete Rolle des Bacchus zu einem sängerischen Statement. Souverän, subtil, farbstark, einzigartig.

Emily Magee überzeugt als Primadonna und Ariadne. Eleana Mosuc hervorragend als Zerbinetta. Thomas Frank ist der Komponist.

Daniel Harding dirigiert farbstark, überzeugend.

Insgesamt ein überzeugendes Bühnenkonzept einer mal etwas anderen Ariadne. Glanzpunkt ist zweifellos Jonas Kaufmann mit einem sängerischen Statement.
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am 22. Oktober 2014
.....ich habe die Aufführung original in Salzburg gesehen. Die DVD ist eine tolle Ergänzung. Ich habe sie mir bereits 2x angesehen.
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