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Kundenrezensionen

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am 6. Juni 2014
Was ist es, dass, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung durch „Heilige Bücher“, Tradition, Dogmen und kultureller Entwicklung die „Religionen“ in ihrem Kern „im Menschen“ miteinander verbindet und aussöhnt?
Wobei unter „Religion“ durchaus auch der Atheismus mit erwähnt wird. Alle inneren Haltungen dem „Höheren“ gegenüber sind es letztlich, die Dworkin in diesem Buch miteinander in „Aussöhnung“ bringen möchte.

Und dabei im Kern auf die Transzendenz verweis. Auf das „innere Erleben“ des Menschen (jedes Menschen), das „über sich hinaus weist“ und im Menschen den Eindruck des „Heiligen“ erweckt.

„Religion ist etwas Tieferes als Gott“, so formuliert es Dworkin und führt damit die verfassten „großen und kleinen“ Religionen nicht ad absurdum, sondern verweist auf das, was in seinen Augen „hinter“ all diesen konkreten Ausprägungen von Religionen in ihrem ja je auch kulturellen Kontext zu finden ist.

„Der Glaube an einen Gott ist nur eine der möglichen Manifestationen oder Konsequenten dieser tieferen Weltsicht“ (dass es ein ordnendes Prinzip, einen objektiven Wert „hinter den Dingen“ der Welt und des Lebens gibt).

Wobei ein „personales“ Denken über Gott in Dworkins Augen dabei deutlich zu kurz greift (wie er in Bezug auf das Nicht-Personale Verständnis durch Verweise auf u.a. Tillich und Spinoza verdeutlicht).

Im Kern kann man Dworkin daher zunächst in der Tradition vor allem Tillichs versehen, der Gott nichtpersonal als „“Erfahrung des Numiniosen“ kennzeichnet. Durch die „Ahnung des Heilligen“ beim Menschen tritt dieses „Numinose“ dann in Interaktion, wird fühlbar „in der Welt“.

Gefüllt wird das „Numinose“ bei Dworkin in seiner sehr ruhigen, sehr überzeugenden Darlegung durch „Sinn“. Der Kosmos, das Universum, deren „Erhabenheit“ der Mensch in „Empfindungen des Heiligen“ ahnt und spürt, sind „sinnhafte Gebilde“. Im (eher indirekten) Rückschluss bedeutet dies für den Menschen eine ihm selber inne liegende „Sinnhaftigkeit“, die in die Verantwortung für das eigene Leben, die eigene Entwicklung und eben diesen eigenen „Sinn in der großen Sinnhaftigkeit“ ruft.

Trotz der sehr klaren und damit sehr verständlichen Fragen, es sind hochkomplexe Zusammenhänge, die Dworkin in seinen Gedanken zum Ausdruck bringt. Gedanken, die tatsächlich alle Religionen und jeden Atheismus in jenem „Numinosen“ zusammenführen.

Ein intelligentes, auf die „Tiefe“ verweisendes Zusammenspiel von Einstein und Tillich, von „einfacher Gefühlsreligion“ und Volksglaube und dem, was als Kern hinter allen Religionen als „Erfahrungen des Erhabenen“ im nicht-personalen Sinne seit ehedem emotional bewegt, aber nur in einfachen Chiffren „hinkend“ in Sprache gefüllt werden kann. Eine Sprache, vom Volksglauben bis zur Dogmatik, die im Lauf der jeweiligen religiösen Traditionen (leider) als das dann „Eigentliche“ angesehen werden, da das wirklich dahinterliegende nicht konkret zu fassen ist.

Eine interessante, anstoßende theologisch-philosophische Lektüre.
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am 8. Juli 2014
Egal ob gottesfürchtig oder Agnostiker. Ob tief religiös oder großer Zweifler. Wer es gelernt hat seine Sinne zu nutzen und keine Angst vor seinen eigenen Erkentnisse hat und das Zweifeln bzw. Infragestellen als eine natürliche Denkart des menschlichen Geistes betrachtet, sollte dieses Buch lesen und manche Gedankengänge weiter verfolgen und ggf. für sich vervollständigen. Ein empfehlenswertes Werk eines großen Fachmanns mit kritischer Stimme.
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Der Buchtitel ist nur scheinbar ein Widerspruch. Denn Dworkin zeigt in seinem Buch, dass man auch ohne Gott ein moralisches Leben führen kann. Er hebt die Grenzen auf zwischen religiösen und nicht-religiösen Menschen, zwischen Christen und Atheisten. Und er beschreibt, dass es eine religiöse Grunderfahrung gibt, die man als Ehrfurcht oder Demut bezeichnen könnte, und die für eine humane Kultur unverzichtbar ist: Dankbarkeit für die Schönheit unserer Welt und Demut für die Kostbarkeit des Lebens. Und diese Grunderfahrung ist universell, unabhängig von einem Gott.

Im Buch geht es auch um Unsterblichkeit. Gerade, weil wir wissen, dass wir sterben müssen, ist es wichtig, dass wir richtig leben, schreibt Dworkin. Für ihn wird der Mensch unsterblich durch das Gute, was er in seinem Leben zustande bringt. Der Autor und sein Buch selbst sind dafür ein bewegendes Beispiel, war es doch das letzte Werk, was er vor seinem Tod uns Weiterlebenden hinterlassen hat. Ein wichtiges Buch wohlgemerkt, weil es zeigt, dass Religion, in einem breiter gefassten Sinn, immer noch eine wichtige Angelegenheit des Menschen ist.
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am 22. Juni 2015
Ein interressantes Buch, aber eingeschrenkt auf eine naive Vorstellung vom Gott.
Falls man diese naive Vorstellung, die mythologisch bedingt ist, bei Seite legt, dann
kommt man zu einer "Religion" mit Gott, die die weit verbreiteten mythologisch verstandenen
religiösen Auffassungen ersetzen könnte.
Sonst, aber ein gutes Buch, damit die Leser mehr Interresse bekommen und sich
z.B. intensiver und tiefer mit diesem Thema beschäftigen, wie z.B. Jacque Lacan
sich mal beachäftigt hat!

Übrigens, die Aussage, dass Einstein ein Atheist gewesen ist, stimmt nicht. In einem Brief
von ihm betont er, dass er kein Atheist ist, obwohl er an einem PERSÖNLICHEN Gott
nicht glauben könnte. Er bezeichnet sich mehr als ein Agnostiker.
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am 11. November 2014
Ronald Dorkin beschreibt auf einem hohen akademischen Niveau, spannend und geistreich die Option einer Welt o h n e Gott!
Er formuliert dabei in der Weise eines Menschen, der diese Möglichkeit akzeptabel und durchaus tolerabel findet. Ein sensibler Leser spürt aber, er selber steht nicht ganz hinter dieser Möglichkeit, er hält sie sozusagen für "denkbar", aber nicht für die beste aller vorstellbaren Varianten. Es ist aber nicht nur der problematischste, sondern auch der unwahrscheinlichste Fall, es gäbe ein personales Wesen, ausgestattet mit Allmacht, Allwissen und Allgüte mit 'Welterschaffungs-Kompetenz, dem wir hulidgen sollten! Würden wir n i c h t huldigen, würden wir das Reinheits-Gebot Logik beachten, stünden wir unmittelbar vor der Erkenntnis, physikalisch gesehen handelt es sich um ein "Konzept" früh-menschlicher Phantasie, Wunschdenken, Hoffnung, das noch immer, heute noch unverändert von "Verkündern" sehr geschickt gegen Gebühren, Privilegien und Spenden sehr geschickt und sehr gewinn-bringend vermarktet wird, owohl gerade die autoritären Kulte (Christentum und Islam) unglaubliche Blutspuren hinterlassen und noch immer verlängern! Hätte Gott denn eine Form und hätte er denn eine Lokation, wäre er ein "Objekt", mit physikalischer Relevanz, erkenn- und beweisbar. Ihm fehlt beides: Form und Lokation! Wie schade es gibt ihn n i c h t in Realität. Die Menscheit hat ihr bisheriges Leben o h n e Gott verbracht, obwohl sie dauernd über ihn redet. Religion heitß ja "Rückbindung". Jedes Individuum, Gemeinden und Völker waren immer in einem "religiösen" Sinn gebunden: An die eigene Kultur, Sprache, Volk, Lebensraum Familie, Werte, Ideale, das Reinheits-Gebot Logik, Geschichte, alles b i n d e t uns, aber nicht an den Unsinn religiöser Magie und Mirakel, der täuscht uns! Kirche ist aber sehr reich und spektakulär vermögend geworden dabei und fährt deswegen fort, g e g e n jede physikalische Logik zu "verkünden" dieser Gott (Original-Name "JHWH") habe seinen Buben auf die Erde geschickt, ihn jungfräulich von einer Leihmutter entbinden lassen, damit er der ERHABENE Menschen eine ganz spezielle Sünde, ihre "Erbsünde" vergeben könne! Also, dass wir nie und zu keiner Zeit einen "Gott" hatten, sondern blankem Unsinn zuhören mussten, das hat Mr. Dworkin wohl nicht vermutet, er hat es auch nicht geschrieben°!
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am 29. Februar 2016
Alles in Ordnung gewesen! Super! Vielen Dank!
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am 21. Juli 2014
Zwei Sterne für die Mühe des seligen Herrn Dworkin, seine Absichten sind sicher ehrenwert. Er hat es allerdings nicht im Geringsten geschafft, mich für die Idee einer „Religion ohne Gott“ zu begeistern. Dazu ist das Buch einfach zu theoretisch, langatmig und blutleer geschrieben und die Argumentation scheint mir doch immer wieder an Grenzen zu stoßen.

Außerdem - und das muss ich ihm angesichts der momentanen (Heute ist der 21. Juli 2014) weltpolitischen Ereignisse wirklich ankreiden - verschließt er die Augen vor der systemimmanenten Unfähigkeit von Religionen, Menschen mit anderen Weltanschauungen auch nur zu tolerieren, wenn es hart auf hart kommt.

Wenn das schon bei den Religionen untereinander so ist, wie soll es dann erst zwischen den Religionen und dem von ihn proklamierten „Religiösen Atheismus“ sein, der angeblich so viele Ansätze mit diesen Religionen gemeinsam hat, die seiner Meinung nach eine konstruktive Koexistenz ermöglichen?

Ich brauche weder eine „Religion ohne Gott“ noch eine „Religion mit Gott“, um ein „gutes Leben“ zu führen. Im Gegenteil, die „Religionen mit Gott“ sind m. E. in der Lage, viele Menschen von genau diesem Leben abzuhalten, das Dworkin für erstrebenswert hält.

Aber wie schon gesagt: „To whom it may concern ...“ Andere Leser mögen das Buch vielleicht mit Gewinn für ihr Leben lesen. Ich leider nicht.

Und noch ein Nachtrag: Statt über "Religion ohne Gott" sollte man vielleicht eher über "Gott ohne Religion" nachdenken ...
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am 11. Oktober 2014
Es ist vollkommen wahr, dass der Mensch eine angeborene Neigung zum Dienen hat, in Form der Teilnahme an Religionen oder ähnlichen Dingen. Man weiß heute sogar, wo im Gehirn diese angesiedelt ist. Wahr ist auch, dass sämtliche Elemente des religiösen Erlebens ohne Gott möglich sind, wie etwa Ehrfurcht, Barmherzigkeit, Standhaftigkeit, Rituale und so weiter. Man weiß sogar, dass einige Elemente konstant sind, quer über die Kulturen. Darauf wird aber in diesem Buch nicht genug eingegangen. Wohl wird beschrieben, lang und breit, dass eine Religion ohne Gott möglich ist, aber wie diese am Ende dann aussehen soll, und wie tatsächlich vorgegangen wird bei der praktischen Umsetzung, etwa im Buddhismus, Kommunismus (oder früher, im Nationalsozialismus) oder in der humanitären Freimaurerei, darauf wird nicht eingegangen. Dem Leser bleibt also das Gefühl, dass der Schriftsteller lediglich ein theoretisches Verständnis für sein Thema hat, aber keine praktische Erfahrung. Das Buch ist trotzdem lesenswert. Es ist kurz und leicht verständlich geschrieben.
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am 25. August 2014
Die aber in sich eine moralische Werteskala fühlen, die über das rein Rationale, Materielle hinausgeht. Aber Ratio und Moral ergänzen sich nicht unbedingt. Ein moralischer Wert solcher Menschen kann rational völlig unsinnig sein.
Vor allem zwei Dinge ziehen einen dicken Strich an der Obergrenze das Materiellen:
1) Die Naturgesetze werden als "gegeben" angenommen. Mit welchem Recht - sie müssen doch auch geschaffen worden sein? Aber es darf ja keinen Schöpfer geben, auch wenn dessen wichtigste Tat die Erschaffung der Naturgesetze wäre.
2) Die Frage nach der Unendlichkeit von Raum und Zeit wird als "albern" bezeichnet, weil es keine rationale Antwort dafür gibt. Würde eine Transzendenz zugelassen, so würde auch für diese Frage die Ahnung einer Antwort bestehen.
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am 29. September 2014
Ganz ehrlich, ich bin niemand, der boshaft Bücher verdammt, und ich bin sicher, dass jedes Buch einen Leser findet, dem es Freude bereiten kann. So wird das auch bei diesem Buch der Fall sein. Allerdings kann ich nicht umhin, dieses Buch als großen Quatsch zu bezeichnen. Hier ein Auszug aus einer Email, die ich dem Freund geschrieben habe, der mir dieses Buch in bester Absicht geschenkt hat:
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Was denkst Du beispielsweise hierüber: Dworkin diskutiert die Idee eines personalen Gottes, dem er recht widerwillig die Vorstellung eines nicht-personalen Gottes gegenüber stellt. Dann führt er Pantheisten an, die Gott überall sehen würden, und zu denen er Spinoza und Einstein zählt.

„Wir sollten nicht sagen, dass Pantheisten - zu denen ich auch Spinoza zähle - zwar nicht an einen personalen Gott glauben, dafür aber an einen nichtpersonalen. Sehr viel klarer und treffender wäre es, sie als religiöse Atheisten zu bezeichnen - eine Kategorie, die sich, wie wir nun sehen, in einer weiteren Hinsicht als nützlich erweist: Sie macht die obskure Idee eines nichtpersonalen Gottes überflüssig.“

Religiöse Atheisten sind seine Erfindung, und auf die ist er mächtig stolz. Für ihn sind sie der Weisheit letzter Schluss. Aber das nur am Rande. Viel wichtiger erscheint mir, dass er die Vorstellung eines nichtpersonalen Gottes als „obskure Idee“ bezeichnet. Meines Erachtens nach zeigt er damit einen derart großen Mangel an Vorstellungsvermögen, dass es schon fast physische Schmerzen hervorruft.
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Ich kannte das Buch nicht, aber als ich es aus dem Umschlag zog, fühlte ich mich an Richard Dawkins erinnert. Die Vermutung liegt nicht allzu fern, dass der Verlag das ähnlich sag. Richard Dawkins, Ronald Dworkin, irgendwas mit Gott im Titel, fertig ist der Verkaufsschlager.

Dworkin hat keine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise, und hat von moderner Religionswissenschaft wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Er zitiert Rudolf Otto, William James, Paul Tillich und andere, aber nur, um seine Persona des religiösen Atheisten irgendwie gerade zu biegen. Er tut dies aber dermaßen subjektiv, dass man es nicht anders sagen kann: Hier philosophiert ein inzwischen verstorbener Jura-Professor vor sich hin, um seine fixe Idee weiter zu spinnen. Ob er selbst an einer Veröffentlichung interessiert war, sei dahin gestellt. In erster Linie will hier ein Verlag Geld verdienen, und schafft das auch.
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