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Religion und kulturelles Gedächtnis: Zehn Studien (Beck'sche Reihe) Taschenbuch – 8. Februar 2008

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jan Assmann, geboren 1938, lehrt seit 1976 Ägyptologie an der Universität Heidelberg. Der Historiker erhielt für sein Gesamtwerk den Deutschen Historikerpreis 1998. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Was ist das 'kulturelle Gedächtnis'?

1. Die soziale Bedingtheit des Gedächtnisses: das kommunikative Gedächtnis

Unser Gedächtnis hat eine zweifache Basis: eine neuronale und eine soziale. Ohne die neuronalen Voraussetzungen ist ein Gedächtnis unmöglich, Verletzungen der neuronalen Basis können das Gedächtnis schädigen, ja zerstören. Etwas genau Entsprechendes hat Maurice Halbwachs schon vor 75 Jahren für die soziale Basis behauptet. In seinen Büchern über die sozialen Rahmen des Gedächtnisses und das kollektive Gedächtnis hat er die These aufgestellt, daß unser Gedächtnis sich nur im Umgang mit anderen entwickelt. Von dieser sozialen Basis des Gedächtnisses möchte ich ausgehen, um dann noch einen Schritt darüber hinauszugehen und eine kulturelle Basis zu postulieren, denn erst damit verstehen wir die Jahrtausende umfassende Zeittiefe, in der sich der Mensch als ein Gedächtnis-Wesen verankert.
Halbwachs zufolge ist das Gedächtnis ein soziales Phänomen. Es wächst von außen i n uns hinein. Die neuronale Basis ist so etwas wie die "Hardware" des Gedächtnisses, sie kann schwächer oder stärker entwickelt sein, und wir können sie durch Training individuell perfektionieren. Aber womit sich diese Anlagen füllen und wie sie verwaltet werden, bestimmt sich durch unseren Umgang mit anderen, durch Sprache, Handeln, Kommunikation und affektive Bindungen an die Konstellationen des sozialen Lebens. Das Gedächtnis ist wie Bewußtsein, Sprache und Personalität ein soziales Phänomen, und indem wir uns erinnern, steigen wir nicht nur in die Tiefen unseres ureigensten Innenlebens hinab, sondern bringen eine Ordnung und eine Struktur in dieses Innenleben, die gesellschaftlich bedingt sind und uns mit der sozialen Welt verbinden. Jeder Bewußtseinsakt ist sozial vermittelt, und nur im Traum lockert sich dieser strukturierende Zugriff, den die soziale auf unser Innenleben hat.
Innerhalb dessen, was an Erinnerung in uns hineinwächst und sich in uns aufbaut, unterscheidet man zwe i verschiedene Gedächtnisarten: das episodische und das semantische Gedächtnis, oder das Erfahrungs- und das Lerngedächtnis. Das episodische Gedächtnis bezieht sich auf unsere Erlebnisse und Erfahrungen, das semantische Gedächtnis dagegen auf alles, was wir gelernt und uns eingeprägt haben. Es heißt 'semantisch', weil es mit Sinn und Bedeutung zusammenhängt. Es fällt schwer, sich sinnlose Daten, z.B. Seiten des Telephonbuchs einzuprägen. Das schaffen nur Menschen, die mit einem 'photographischen' Gedächtnis begabt sind. Dieses wiederum geht oft mit Sozialisationsstörungen wie z.B. Autismus einher. Das verweist uns auf den engen Zusammenhang zwischen Sinn und Gesellschaft. Das semantische Gedächtnis ist eminent sozial, das 'photographische' Gedächtnis dagegen ist ein Sonderfall, der von der sozialen Basis abgekoppelt ist. Ebenso vom sozialen Leben unabhängig erscheint auf den ersten Blick das episodische Gedächtnis. Wir können uns an Erlebnisse erinnern, die keine anderen Menschen ein beziehen und die wir niemandem erzählt haben, mit denen wir also "allein sind". Aber auch das episodische Gedächtnis ist zu großen Teilen sinnhaft strukturiert. Vielleicht kann man, was diese Struktur angeht, noch eine weitere Unterscheidung treffen, und zwar zwischen einem eher visuell organisierten szenischen und einem eher sprachlich organisierten narrativen Gedächtnis. Das szenische Gedächtnis ist eher sinnfern und inkohärent, das narrative Gedächtnis dagegen ist eher sinnhaft und kohärent aufgebaut, und es sind diese konnektiven Strukturen, die im Sinne von Maurice Halbwachs sozial vermittelt sind. Mit diesen Unterscheidungen hängt auch die von Marcel Proust eingeführte zwischen einer willkürlichen und einer unwillkürlichen Erinnerung zusammen. Das szenische Gedächtnis steht der unwillkürlichen Erinnerung näher und reicht in tiefere, bewußtseinsfernere Schichten der Persönlichkeit hinab als das narrative Gedächtnis



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am 29. September 2007
Format: Taschenbuch
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